Wollschweinnachwuchs

Moderator: pigmama


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 1970

Wollschweinnachwuchs

Beitrag#1von Burckhard » Mittwoch 9. März 2011, 21:49

Hallo,

unser Rutchen hat Nachwuchs bekommen. 9 Frischlinge sind ganz munter. Aber nun bekommen wir bald ein Versorgungsproblem. Übern Winter hat die Sau Obst und Gemüse bekommen. Jetzt wird es eng. Heu mag sie nicht. Getreide halten wir für Tier (und Mensch) nicht für geeignet. Was und wieviel füttert Ihr im Winter.

Freue mich auf Eure Antworten.

Burckhard
Nutztier-Arche Hohenfelde
(mit Blick auf die Ostsee)
www.nutztier-arche-hohenfelde.de
Benutzeravatar
Burckhard
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 41
Registriert: 07.2010
Wohnort: Schleswig-Holstein/Kr. Plön
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#2von Alex » Donnerstag 10. März 2011, 00:47

Hallo,

erstmal Glückwunsch zum Nachwuchs!

Aber warum haltet ihr Getreide für Mensch und Tier als ungeeignet? Bild

Alex
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 766
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Beitrag#3von mangalitza » Donnerstag 10. März 2011, 09:10

Meine Wollschweine bekommen in den Wintermonaten vorwiegend Grassilage.
Michael
Nutztier-Arche Kastanienhof (Hof Nr. 56)
www.nutztier-arche-kastanienhof.de
Benutzeravatar
mangalitza
Moderator
Moderator
Beiträge: 517
Registriert: 10.2007
Wohnort: Rheinland
Highscores: 153
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#4von Conny » Donnerstag 10. März 2011, 12:07

Glückwunsch zum Nachwuchs.

Bild

Über Winter bekommen meine Hängis Schrot und alles, was vom Gemüseschnippeln in der Küche so abfällt, auch Kartoffelschalen etc..

LG
Conny
Benutzeravatar
Conny
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1522
Registriert: 05.2008
Wohnort: Schönfließ+Trampe/Uckermark
Geschlecht: weiblich

Schweinefutter

Beitrag#5von Jennifer » Donnerstag 10. März 2011, 14:08

Wir füttern Kleie und Molke.....mit Gemüse, Äpfel,und der herrliche Freilauf.....
Gibt es bei euch in der Nähe eine kleine Käserei? Molke ist sicherlich ein günstiges Nebenproduckt....?!
Gutes Gelingen, Jennifer
Benutzeravatar
Jennifer
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 39
Registriert: 12.2010
Wohnort: Indre, Frankreich
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#6von Alli » Donnerstag 10. März 2011, 19:44

... abgesehen von den Dingen, die die anderen hier schon aufgezählt haben füttern wir an unsere Wollschweine auch noch Rübenschnitzelpellets (auch als Melassepellets bekannt) eingeweicht in Molke oder Wasser, was halt verfügbar ist.
Gerade in eine laktierende Sau kannst Du gar nicht genug Futter reinbekommen, wie die Kleinen aus ihr raussaugen. Also wäre in dieser Zeit auch gegen Getreide nichts zu sagen, der Energiebedarf ist auf jeden Fall da.
Gruß aus Remscheid
Alexandra
Nutztier-Arche Nr. 107
Spelsberger Kotten
Benutzeravatar
Alli
Moderator
Moderator
Beiträge: 110
Registriert: 09.2007
Wohnort: Remscheid
Geschlecht: weiblich

Beitrag#7von Mathias Vogt » Donnerstag 10. März 2011, 20:47

....
Zuletzt geändert von Mathias Vogt am Montag 7. Oktober 2013, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Mathias Vogt
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 89
Registriert: 12.2007
Wohnort: Hövelhof
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#8von Burckhard » Donnerstag 10. März 2011, 22:51

Danke Euch allen für die Antworten. Hat mir sehr geholfen.

@Alex

Getreide gibt es in unserer Kultur in Nordeuropa erst seit ca. 2000 Jahren. Unser Körper ist also an Getreide nicht angepaßt. Das würde ungefähr 40 000 Jahre dauern.

Selbst Hühner haben bei Getreidefütterung nach ca. 4 Jahren Arteriosklerose. Sie werden meist eher geschlachtet, aber der Umstand sollte einen zum Nachdenken bringen. Allerdings legen sie bei artgerechter Fütterung auch nur ca. 30 Eier im Jahr. Ist natürlich völlig unwirtschaftlich. Meine Vorwerker bekommen nur bei tiefem Schnee etwas Getreide, ansonsten suchen sie sich ihr Futter allein und fressen dem Hund das Fleisch weg.

Meine Erfahrung ist, daß man ohne Getreide immer gesunde Tiere hat.

Liebe Grüße

Burckhard
Nutztier-Arche Hohenfelde
(mit Blick auf die Ostsee)
www.nutztier-arche-hohenfelde.de
Benutzeravatar
Burckhard
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 41
Registriert: 07.2010
Wohnort: Schleswig-Holstein/Kr. Plön
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#9von Mathias Vogt » Donnerstag 10. März 2011, 23:34

....
Zuletzt geändert von Mathias Vogt am Montag 7. Oktober 2013, 22:38, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Mathias Vogt
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 89
Registriert: 12.2007
Wohnort: Hövelhof
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#10von Alex » Donnerstag 10. März 2011, 23:50

Hallo,

also das Getreide schlecht für Tiere und Menschen sein soll, glaub ich auch nicht. Das ist wohl auch so eine Ideologie, die einen verteufeln Fleisch, die anderen Eier, Käse, alles gekochte, ich glaube nicht das ich ausschlieslich mit Rohkost glücklich wäre. Da ich mich vorwiegend regional ernähre, wäre ich diesen Winter wohl verhungert und die meisten meiner Tiere auch. Und ich glaube, der Körper ist viel zu anpassungsfähig, als das er 40000 Jahre braucht um sich an andere Lebensmittel zu gwöhnen. Aber jeder muss essen, was er richtig findet.

Meine Hühner, bekommen auch immer Getreide und ich hab schon alte Hennen(die brüten so gut) dabei, die sind fit und munter.

Ich wünsch dir das richtige Händchen für deine Sau und den Nachwuchs, auf das es allen gut geht und sie gut wachsen.

Grüße Alex
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 766
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Beitrag#11von Frankenvieh » Freitag 11. März 2011, 20:06

Das habe ich auch noch nicht gehört, getreide ungesundBild...... Klar gibt's Allergiker, aber es gleich zu verteufeln???

Wenn ich eine Tierart züchten möchte, mache ich mir VORHER Gedanken über die Fütterung! Bei artgerechter Fütterung legen meine Hühner 120-180 eier im Jahr, würde ich sie nicht artgerecht füttern, würden sie 30 eier legen. Weil die Hühnerrassen auf bestimmte Merkmale gezüchtet wurden, die müssen wie ein haushuhn und nicht wie ein Wildhuhn gefüttert werden.


schweinefutter: gedämpfte Kartoffeln, im Herbst Eicheln, kastanien, Bucheckern sammeln. Entweder dörren oder in 3% salzlake einlegen. Grassilo, heulage, Milch, molke, GETREIDEschrote, Biertreber, Trester, kleie....
Benutzeravatar
Frankenvieh
Moderator
Moderator
Beiträge: 641
Registriert: 10.2008
Wohnort: Thüringen
Highscores: 39
Geschlecht: weiblich

Beitrag#12von Herwig » Freitag 11. März 2011, 20:40

Uhi...
Mein erster Gedanke war:
Wie (oder auch wer) diagnostiziert man Arteriosklerose bei toten Hühnern (Noch schwieriger wird es wohl bei lebenden sein, MathiasBild) und wie wurde eine reproduzierbare Studie in dieser Form durchgeführt und welcher Wissenschaftler hat das begleitet? Wo genau steht das? Und vor allem: Welche Tatsachen lassen den Schluß zu, das eventuell gefundene sklerotische Veränderungen auf den Konsum von Getreide zurückzuführen sind?? Weiterhin stellt sich mir die Frage, wie denn wohl, zur Beweisführung die sogenannte Kontrollgruppe gefüttert wurde und wie groß war die Gruppe??
Ich denke immer daran, das so eine Aussage von 1000den Besuchern mit der Zeit gelesen werden, dieser Verantwortung sollte man sich bewußt sein. Ich halte die Aussage, das Getreide schädlich ist für Mensch und Tier für etwas, sagen wir mal, spekulativ. Irgendwann hat irgendwer einmal behauptet es hier oder dort gehört zu haben und, zack, ist es zu einer unumstößlichen Tatsache mutiert.
Sicherlich gibt es Untersuchungen am Menschen, aber am Huhn???Bild Der Kropf des Tieres würde ad adsurdum geführt sein...

Meine Gans, Gott hab sie seelig, verstarb im Winter im biblischen Gänsealter von 21 Jahren, es war scheinbar der Frost und nicht die vielen Zentner Getreide die sie dahinraffte, davon bin ich von tiefstem Herzen überzeugt.

Meine Schweine bekommen fast alles was sie fressen mögen: Heulage, Rüben, Rote Beete, Möhren, Pastinaken, Kartoffeln (alles roh) Trester, Eier ( unbefruchtete Schiereier) Brotreste aus der Biobäckerei,
Laktierende Sauen bekommen Kartoffeleiweiß, Erbsenschrot und Kartoffeln gekocht!

Es gibt übrigens eine Schweizer Studie über die Fütterung von Kartoffeln in rohem und gekochtem Zustand. Eiweiß gewinn gegenüber den rohen Kartoffeln gerade mal 10%, da lohnt sich für mich nicht der Aufwand des kochens...
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3378
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 213
Geschlecht: männlich

Beitrag#13von Mathias Vogt » Freitag 11. März 2011, 22:35

....
Zuletzt geändert von Mathias Vogt am Montag 7. Oktober 2013, 22:36, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Mathias Vogt
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 89
Registriert: 12.2007
Wohnort: Hövelhof
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#14von Alex » Samstag 12. März 2011, 00:07

Hallo,

das man Schweinen die Kartoffeln roh verfüttern kann, hab ich nicht gewusst, ich dachte roh wären die nicht grad gesund? Weil wir sollen die ja lieber gekocht essen, sonst kriegt man mächtig Bauchschmerzen, das ist bei Schweinen anders???


Grüße Alex
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 766
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Beitrag#15von armin » Samstag 12. März 2011, 19:52

Burckhards Skepsis gegenüber der Verfütterung von Getreide teilen wir, und zwar vor folgendem Hintergrund:

Getreide enthält große Mengen an Stärke. Dabei handelt es sich um nichts anderes als Zucker, der chemisch zu langen Molkülketten verbunden ist. Beim Verzehr von Getreideprodukten nehmen Mensch und Tier daher nicht unerhebliche Mengen Zucker zu sich, denn die langen Molikülketten werden schon durch den Mundspeichel in die einzelnen Zuckermoleküle zerlegt, was der Mundspeichel nicht schafft, erledigen die Verdauungsenzyme im Dünndarm im Handumdrehen.

Das gilt für Mensch und Schwein gleichermaßen. Deshalb ist auch für beide Getreide als echtes Kraftfutter anzusehen. Was den Menschen betrifft, hat dieses Kraftfutter in Zeiten, als ALLES (z. B. die Pyramiden Alt-Agyptens) fast ausschließlich mit menschlicher Arbeitsleistung aufgebautwerden musste, die Errichtung unserer Zivilisation überhaupt erst möglich gemacht. Problematisch ist, dass wir heute für die Arbeit Maschinen haben, aber über mehr "Kraftfutter" verfügen, als jemals zuvor. Das Ergebnis der Entwicklung ist an der Waage abzulesen und bringt uns von der Zivilisation zur Zivilisationskrankheit. Darin liegt im Falle des Menschen der problematische Aspekt der Getreideprodukte, bis hierher hat das erst einmal mit Ideologie nichts zu tun.

Ursprünglich ging es in Burckhards Frage aber um die Fütterung von laktierenden Sauen. Hier ist die Situation natürlich anders, als beim Menschen. Insbesondere der Energiebedarf bei einer laktierenden Sau, zumal dann, wenn eine rubuste Haltungsform gewählt wird, wesentlich höher als bei Menschen in "Wohnzimmer-Haltung". Moderate Getreidegaben hielte ich hier für durchaus vertretbar, zumal das Korn ja auch einen Eiweiß- und Fett- (Öl-)Anteil hat, den die Sau gut brauchen kann. Wir sind auch für eine artgerechte Fütterung, die der natürlichen Futteraufnahme des Schweins möglichst nahe kommt. Aber man darf natürlich nicht übersehen, dass ein Hausschwein etwas doppelt so viele Ferkel aufziehen muss, wie die wild lebenden Verwandten und dazu noch wesentlich schneller wächst.

Trotzdem sollte gerade bei Wollschweinen, die sehr energieeffizient sind und deshalb zu einem starken Speckansatz neigen, die Getreidefütterung in engen Grenzen gehalten werden. Man sollte besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß achten, Molke und z. B. Biertreber sind hier ausgezeichnete Futtermittel, die auch nioch einen ausreichenden Energiegehalt haben.

Im Falle der Hühner sehe ich das nicht so eng wie Burckhard. Vögel haben allgemein einen sehr hohen Energieumsatz und fressen im Gegensatz zu Schweinen auch in freier Wildbahn Sämereien aller Art in größeren Mengen. Wenn die Tiere Auslauf haben und sich anderes Futter suchen können, wie Beeren, Larven usw., dann spricht aus meiner Sicht nichts gegen einen Vorratsbehälter mit Körnerfutter im Stall.

Armin
Benutzeravatar
armin
Moderator
Moderator
Beiträge: 290
Registriert: 12.2006
Wohnort: Remscheid
Geschlecht: männlich

Beitrag#16von Burckhard » Samstag 12. März 2011, 21:04

Danke, Armin, für den konstruktiven und sachlichen Beitrag.

Unsere Sau bekommt nun geschrotete Erbsen (Eiweiß) und Gerste. Bekomme ich von einem befreundeten Bioland-Hof. Werde auch sehen wie ich an Molke herankomme

Das mit den Hühnern ist das Ergebnis eines jahrelangen Versuches von Dr. Lutz, dem Verfasser des Buches "Leben ohne Brot". Dort kann man auch Details nachlesen.

Meine Vorwerker, eine Rasse, die sich ihr Futter allein sucht, bekommen verhältnismäßig wenig Getreide. Sicher ist die Eiausbeute geringer, aber es reicht uns. Und das Gefieder ist super. Der Kamm blutrot. Also scheinen sie zufrieden

Burckhard
Nutztier-Arche Hohenfelde
(mit Blick auf die Ostsee)
www.nutztier-arche-hohenfelde.de
Benutzeravatar
Burckhard
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 41
Registriert: 07.2010
Wohnort: Schleswig-Holstein/Kr. Plön
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#17von gänseliebhaberin » Mittwoch 16. März 2011, 10:47

Mhm ob Getreide oder nicht, ist ja jedem seine Entscheidung...

Also meine Braunen bekommen auch Getreide, einen Joghurteimer am Tag, den Rest sammeln sie auf der Wiese, der Eierkonsum bei 7 braunen und etlichen Alten Hühnern, könnte täglich also bei 4-5 Eiern liegen...
Und auch die Gänse bekommen einen Joghurteimer Getreide, genau wie die Ziegen und Schafe, wobei es bei den Ziegen mehr als Lockmittel gilt, damit ich sie auch wieder in den Stall bekomme...

Ansonsten sind alle auf der Wiese unterwegs, wobei die Ziegen eben noch täglich einen Sack Heu bekommen!

Meiner Meinung wurden früher alle Tiere mit Getreide gefüttert, so hat es zumindest mein Opa immer gesagt, und auch seine Hühner hatten Getreide zur Freien Verfügung, sie haben damit auch die Küken aufgezogen nat. mit zusätzlichem Auslauf, und aus allen sind stramme Hühner oder Hähne geworden...
Probleme mit Krankheiten gab es nie...

Hab gestern auch eine meiner HöckerGänse verkauft, und eine Weile mit dem Mann gesprochen (der war so um die 75-80, der zieht jedes Jahr mehrere weisse Gänse mit Getreide und Auslauf gross, kauft sie im Frühjahr und schlachtet sie im Herbst...

Wir leben schon einige tausend Jahre mit Getreide, ich denke es kommt auf die ausgewogene Ernährung an...
Benutzeravatar
gänseliebhaberin
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 107
Registriert: 03.2010
Wohnort: Berlin
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#18von Mathias Vogt » Mittwoch 16. März 2011, 20:42

....
Zuletzt geändert von Mathias Vogt am Montag 7. Oktober 2013, 22:35, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Mathias Vogt
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 89
Registriert: 12.2007
Wohnort: Hövelhof
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#19von Burckhard » Mittwoch 11. Mai 2011, 21:55

Lieber Mathias,

ich war für ein Jahr in Georgien. Da gibt es noch sehr viele Wollschweine. Von roter Liste hat da noch keiner was gehört und eine Ausbildung zum Landwirt hat auch keiner. Die Schweine sind sich selbst überlassen und gedeien prächtig. Mit Proteinwerten könnte dort keiner was anfangen. Die Landleute sind arm und außer ein bißchen Mais, daß sie meist selber essen haben sie nicht viel.

Und nun kommst du.

Meine 9 Wollschweinferkel gedeihen überigens prächtig.

Gruß

Burckhard
Nutztier-Arche Hohenfelde
(mit Blick auf die Ostsee)
www.nutztier-arche-hohenfelde.de
Benutzeravatar
Burckhard
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 41
Registriert: 07.2010
Wohnort: Schleswig-Holstein/Kr. Plön
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#20von Christina » Donnerstag 12. Mai 2011, 11:48

Das bisschen Mais ist aber auch nicht zu unterschätzen!!! Und ich denke, es kommt bei der ganzen Geschichte auch immer auf den Auslauf an. Was steht hier zur Verfügung? Es gibt Gegenden / Weiden, wo sich unsere Tiere fast allein ernähren können, andere sind suboptimal, da braucht man Unterstützung.

Ich selbst esse übrigens ausschließlich Dinkel, das hat eine deutlich längere Geschichte als alle anderen Getreidesorten, so konnten sich meine Vorfahren schon daran anpassen!
Spaß beiseite, ich muss es aufgrund einer extrem starken Nickelallergie essen, weil alle anderen Getreidesorten von mir nicht vertragen werden. Aber ich habe die Vorteile des Dinkels wirklich zu schätzen gelernt und bin gar nicht mehr traurig, dass ich den anderen Kram nicht darf.

Meine Pferde bekommen auch kein Getreide, die sind auch so rund. Zum Aufbau in Extremphasen hätte ich damit aber kein Problem. Meine Hühner bekommen Getreide, weil der Auslauf noch viel zu klein ist. Wenn wir sie auf der großen Obstweide haben, wird das "Zusatzfutter" deutlich reduziert werden.

So ist doch immer zu unterscheiden, was wann sinnvoll ist.

Beste Grüße,
Christina
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 1006
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Re:

Beitrag#21von derecki » Freitag 15. Februar 2013, 20:03

Mathias Vogt hat geschrieben:Man kalkuliert je Ferkel etwa 0,5 kg Futter je Tag und zusätzlich noch den Erhaltungsbedarf der Sau. Das hängt von deren Größe ab und man ist bei 9 Ferkeln bei etwa (mind.) 6 kg Kraftfutter je Tag. Da die Milchleistung enorm viel körperliche Leistung bedeutet, gerade bei diesen Außentemperaturen, muss da Kraftfutter auf Getreidebasis zugefüttert werden. Es gibt einen entsp. Bedarf an RP und MJ ME, der bei laktierenden Sauen erbracht werden muss, und das geht nur mit konzentrierten Futtermitteln. Alles andere ist keine tierbedarfsgerechte Fütterung.

Viele Grüße von Mathias Vogt


hallo mathias, mich würde interessieren was alles in den 6kg kraftfutter enthalten ist :) ich habe als kind auf einem bauerhof gelebt und kann mich nicht errinnern einer sau mit ferkel soviel gefüttert zu haben ;) ist aber auch 40jahre her :))
Benutzeravatar
derecki
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Beiträge: 5
Registriert: 02.2013
Wohnort: 15938 Gersdorf
Geschlecht: männlich


Beteilige Dich mit einer Spende