Wie groß, muss ein Schweinegehege bei Freilandhaltung sein?

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Wie groß, muss ein Schweinegehege bei Freilandhaltung sein?

Beitrag#1von viehev » Montag 19. Oktober 2009, 09:29

Wie groß, muss ein Schweinegehege bei Freilandhaltung sein?

Ich möchte gerade das Freigehege bzw. Dauergehege für unser Schwein bauen (ja immer noch eins..)

Wie groß sollte dieses denn sein?
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Beitrag#2von Conny » Montag 19. Oktober 2009, 10:22

Guten Morgen,

um was für eine Rasse handelt es sich denn? Sind noch weitere Schweine in Planung?

LG
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Beitrag#3von viehev » Montag 19. Oktober 2009, 10:40

Es handelt sich um einen Minischwein-Spitzeber, der jetzt ca. 2 Monate alt ist, ich hoffe das es mit dem 2ten bald funktioniert, denn ich kann kein Schwein ersetzen, und auf dem Sofa möcht ich ihn eigentlich auch net unbedingt...
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Beitrag#4von Conny » Montag 19. Oktober 2009, 17:47

Hallo,

man rechnet mind. so um die 100 qm/Minischwein.

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Beitrag#5von galaxy » Sonntag 7. November 2010, 10:41

Guten Morgen,

gibt es vorraussetzungen/genehmigungen für freilandhaltung der schweine die erforderlich sind?Wenn ja welche?wo finde ich die?Wohne in Schleswig-Holstein

Gruss Enrico
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Beitrag#6von mangalitza » Sonntag 7. November 2010, 12:42

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Beitrag#7von galaxy » Sonntag 7. November 2010, 19:15

Hallo,

Danke!
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Beitrag#8von Alex » Samstag 12. Februar 2011, 02:05

Hallo,

ich hätte ein paar Fragen an erfahrene Freilandschweinehalter. Wieviel Platz braucht ein Mutterschwein(Schwäbisch Hällische) mit Nachzucht bei Auslauf mit Weidehaltung. Gebt ihr ihnen ein Wühlareal und was tut ihr da rein und lassen sie die Weide dann als Weide oder wird ein Acker draus? Wenn ihr eine Suhle anlegt, wie macht ihr das? Mein Veterinäramt meinte als ich mal vor längerer Zeit nachfragte, dass man neben der doppelten Einzäunung den Festzaun auch noch einen halben Meter eingraben müsste, stimmt das?

In der Schweinehalteverordnung hab ich so einen Passus nicht gefunden und habe aber damals, aufgrund dieser Aussage, den Gedanken an ein Freilandgehege für die Schweine wieder fallen lassen. Nach Jahren der Stallhaltung, die mir trotz relativ viel Platz und Licht und frischer Luft einfach nicht wirklich gefällt, bin ich aber wieder darauf zurückgekommen, meine Schweine doch ein Domizil im Freiland zu errichten. Wenn ich aber den Zaun eingraben muß, kommt eine Weidehaltung, ja kaum in Betracht, eine reine Auslaufhaltung, find ich aber auch nicht so prickelnd, hab mir diverse Matschlöcher im Netz angesehen. Wie handhabt ihr das bei reiner Auslaufhaltung? Oder anders gefragt, wie groß sollte es mindestens sein, damit es nicht in eine einzige Suhle verwandelt wird? Und wie hoch muß der Zaun sein?

Habt ihr für eure Mütter eine isolierte Hütte oder geht auch ein Offenstall mit Ferkelschlupf und muss Rotlicht sein? Und wie sollte die Hütte bemessen sein, wenn man eine Mutter mit Ferkeln und evtl noch ein paar Mastschweine vom letzten Wurf zusammen hält? Das man sie für die ferkelnde Mutter abtrennen können muss, soweit bin ich schon.

Ich hoffe, dass waren nicht zu viele Fragen auf einmal, aber das ist dann doch was, dass ich gerne vorher gut durchdacht hätte, bevor ich hinternach die Hälfte falsch gemacht habe.

Wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilen könntet, wäre ich sehr dankbar, vielleicht hat ja auch jemand Bilder, wie das bei euch so in der Praxis aussieht.

Ich habe mir zwar schon einen Hof eines Schwäbisch Hällischen Züchters im Bayerischen Wald ausgesucht, den ich im Frühjahr auch mal persönlich besuchen will, aber der hat das(zumindest für mein unerfahrenes Auge) so perfekt, da werde ich wohl, schon allein von der Fläche her nicht rankommen und deshalb wollte ich mal bei doch mehr Hobbyhaltern fragen, wie ihr das alles zufriedenstellend gelöst habt.

So, wollte mich eigentlich kurz fassen, aber dem war wohl nicht so.

Grüße Alex
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Beitrag#9von armin » Samstag 12. Februar 2011, 12:59

Hallo Alex,

an den Auflagen des Vet-Amtes kommst Du nicht vorbei. Die SchHaltHygV ermächtigt die örtliche Veterinärbehörde ausdrücklich, Auflagen für die Halter auszusprechen. Doppelte Einzäunung und 50 cm eingraben des Zauns als Unterwühlschutz gelten als zumutabr und verhältnismäßi, also keine Chance daran vorbei zu kommen.

Außer durch tierquälerische Methoden (Nasenringe und -krampen) kannst Du kein Schwein am wühlen hindern und es wird sich auch nicht unbedingt an das von Dir zur Verfügung gestellte Wühlareal halten. Du kannst aber durch geschickte Steuerung des Zugangs das Komplette Zerwühlen der Weide verhinder:
  • Koppeln bilden. Wenn die Wühlstellen auf einer Koppel zunehmen, die Tiere auf die nächste Parzelle stellen und den verbliebenen Aufwuchs auf der alten Koppel abmähen (damit nicht ausgerechnet die Pflanzen zur Aussaamung kommen, die das Schwein nicht frisst). Die offenen Stellen kann man neu einsähen.
  • Das satte Schwein wühlt viel mehr als das hungrige, weil die echten Delikatessen als "Dessert" unter der Erde zu finden sind. D. h., die Tiere morgens ungefüttert auf die Weide, dort fressen sie vorzugsweise den Bewuchs ab. Am Abend gibt es das ergänzende Mastfutter im Stall, danach kein Weidegang merh, aber ein Auslauf wäre natürlich gut.
  • Gewühlt wird besonders gern und großflächig in den regenreichen Zeiten im Frühjahr und Herbst. Dann kannst Du Deine schweine problemlos zum ackern einsetzen. Ich würde die Tiere in dieser Zeit nicht auf die Weide lasssen, aber auch dann wäre natürlich ein Auslauf gut.
Für die Weidehaltung einer Schwäbisch-Hällischen Sau mit Nachzucht würde ich eine Weidefläche von rd. 2.500 - 4.000 qm veranschlagen, für jedes zusätzliche Mastschweinvielleicht nochmal knapp 1.000 qm zusätzlich.

Auch die Umgestaltung des Auslaufs in ein Schlammloch kannst du nicht unbedingt verhinder. Du kannst aber durch Ausbringen einer dicken Schicht Holzhackschnitzel (ca. 20 - 30 cm) die Situation deutlich verbessern. Es empfiehlt sich auch, einen kleinen Teil des Auslaufes zu befestigen. Dann muss man die Tiere aber durch entsprechende Zäune daran hindern, die Befestigung vom Rand her zu demontieren... Bei Ausläufen für schwäbisch-Hällische und Sattelschweine habe ich schon Einzäunungen gesehen, die kaum mehr als 50 cm hoch waren. Da würden unsere Wollschweine glatt rüberspringen, ich würde den Auslauf schon mindestesn einen Meter hoch fest einzäunen mit Elektro innen in 20 und 50 cm Höhe.

Unsere Wollschweine benötigen nur einen Wetterschutz. Den haben sie in Form einer zu jeder Jahreszeit offenen Pferdebox, die mit Stroh eingestreut ist, eine Wäremlampe oder Ferkelkiste gibt es nicht. Das könnte bei den Schäbisch-Hällischen vielleicht etwas zu wenig sein und der Platzbedarf ist auch sincher größer, aber das Grundmaß einer kleinen Pferdebox (ca. 3 x 3 m) sollte für eine Sau micht Nachzucht auch völlig reichen.

Ich hoffe, ich konnte zu den meisten Deiner Fragen was vernünftiges sagen, aber sicher haben andere hier auch noch Tipps.

Viele Grüße
Armin
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Beitrag#10von Alex » Samstag 12. Februar 2011, 23:26

Hallo,

da bedanke ich mich schon mal für die ausführliche Antwort.

Wird das Vetamt nach wir vor auf Eingraben des Zaunes bestehen, würde ich wohl nur Auslaufhaltung ohne Weide machen, weil 4000qm einzugraben ist mir irgendwie einfach zu aufwändig, auch wenn ein Schwein auf der grünen Wiese ein ausgesprochen schöner Anblick ist.

Grüße Alex
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Beitrag#11von Herwig » Sonntag 13. Februar 2011, 11:32

Hallo, meiner Information nach ist die Auslaufhaltung nicht an die Größe des Auslaufs gekoppelt. Sondern vielmehr an den Stall. Hast du also einen Stall mit Wohnhaus (fließend warmes Wasser, Dusche, umkleidmöglichkeit für einen Vetrinär, und die Möglichkleit eine Stalltür zu schließen, sodass die Schweine im Stall gehalten werden können) ist es egal, wie groß der Auslauf ist, dass können 20ha sein!!!!
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Beitrag#12von Alex » Sonntag 13. Februar 2011, 23:28

Hallo Herwig,

ich stehe jetzt vielleicht auf der Leitung, aber deiner Aussage kann ich nicht ganz folgen Bild Bild

Mein VetAmt hat mir damals mitgeteilt, sobald ein Schwein quasi unter freien Himmel auf natürlichem Boden gehalten wir, muss der Festzaun eingegraben werden, komplett, egal wie groß dier Auslauf bzw. die Weide ist. Ich unterscheide jetzt einen Auslauf von einer Weide, auf der Weide ist genug Platz dass sie auch täglich Gras fressen können und viel Platz haben, ein Auslauf verwandelt sich in kurzer Zeit in ein totes Gebiet, wo man sich zwar unter freien Himmel bewegen kann, aber weils halt kleiner ist, wächst nichts mehr. Ob die jetzt einen festen Stall haben oder nicht, war damals nicht relevant. Und für mich, ist es einfach unrealistisch eine Weidehaltung zu machen, wenn ich um die komplette Weide den festen Zaun einen halben Meter eingraben muss, dann mach ich eben nur Auslaufhaltung, weil ich dann eine weit kleinere Menge Zaun einbuddeln muss.

Bei uns im kompletten Landkreis gibts keine Weidehaltung von Schweinen, zumindest damals nicht, und bei den Auflagen wundert mich das auch nicht, werde aber nächste Woche , (letztes Gespräch ist schon recht lang her) nochmal dort anrufen und nachfragen, ob sich zwischenzeitlich was geändert hat.

Wie hältst du deine Schweine? Weide oder Auslauf?

Grüße Alex
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Beitrag#13von Herwig » Montag 14. Februar 2011, 12:33

Nun steh ich auf der Leitung...

Die Frage ist nicht: Weide oder Auslauf

Die Frage ist: Ist die Weide an deinem Haus mit Stall, dann ist das eine Auslaufhaltung. Hast du eine Weide mit einfachen Schweinehütten, ist es eine Freilandhaltung.

Meiner Information nach gibt es nix dazwischen.

Darum habe ich Auslaufhaltung.
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Beitrag#14von Conny » Montag 14. Februar 2011, 14:38

Doch, es gibt noch was dazwischen Bild.

So sieht es bei uns demnächst aus. Fester Stall aus Holz mit Schweineboxen und Klappe zum Auslauf/Weide sowie extra großer verschließbarer Tür für uns Menschen, nicht am Wohnhaus, mitten im Auslauf bzw. Weide. Was ist das, Auslauf- oder Weidehaltung?
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Beitrag#15von Alli » Montag 14. Februar 2011, 20:11

das sagt dazu die Schweinehaltungshygieneverordnung:

Freilandhaltung:
Haltung von Schweinen im Freien ohne feste Stallgebäude lediglich mit Schutzeinrichtungen;

Auslaufhaltung:
Haltung von Schweinen in Ställen, wobei für die Tiere die Möglichkeit besteht, sich zeitweilig im Freien aufzuhalten.

Wir hatten eigentlich gedacht, dass wir eine Auslaufhaltung haben, aber unser Veterinäramt war der Meinung, dass es sich um eine Freilandhaltung handelt und hat diese dann quasi ungefragt genehmigt. Allerdings findet das ganze auf unserem komplett eingezäunten Hofgrundstück statt.

Gruß aus dem Bergischen
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Beitrag#16von Herwig » Montag 14. Februar 2011, 20:50

@Conny; Du hast Freilandhaltung.

Die Bauweise der "Schutzhütte" spielt keine Rolle. Die Schutzhütte ist erst dann keine Schutzhütte mehr, wenn du darin eine Dusche mit warmwasser, einen seperaten Umkleideraum, Platz zur Daueraufstallung all deiner Schweine und Dein Bett stehen hast... Dann hhast du Auslaufhaltung und brauchst keinen doppelten Zaun!
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Beitrag#17von Alex » Montag 14. Februar 2011, 23:51

Hallo,

ich hab meinen Schweinestall in der großen gemauerten Scheune neben dem Wohnhaus. Da hab ich auch all meine Schweine drin.und kann die jederzeit dauerhaft drin haben(im Moment ist es ja so) In der Scheune steht aber mein Bett nicht drin, und zum Duschen geh ich normalerweise ins Wohnhaus Bild. Würde ich jetzt einen Auslauf an der Scheune machen, hätte ich Freilandhaltung?! Würde ich meinen Schweinestall quasi ans Wohnzimmer dran bauen hätte ich Auslaufhaltung, hab ich das jetzt richtig verstanden? Hätte ich jetzt aber eine Dusche in der Scheune hätte ich wieder Auslaufhaltung?Oder muss ich unbedingt auch dort schlafen? Man kann sich aber im Wohnhaus duschen und dann in die Scheune gehen, das sind nur zehn Schritte Das gilt dann aber nicht?

ÄÄÄhh in was für einem Land leben wir??

Und was macht jetzt den Unterschied, muß ich mir eine Auslaufhaltung nicht genehmigen lassen? Und warum muss ich die nicht nicht doppelt einzäunen?

Ich wusste nicht das es so kompliziert ist. Mich wundert es nicht das ich bei uns noch nie ein Schwein auf der Wiese gesehen habe.

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Beitrag#18von Alli » Dienstag 15. Februar 2011, 10:52

so, ich hätte dazu mal wieder ein Zitat aus meinem Lieblingsgesetz, seit wir Schweine halten Bild

"Auslaufhaltungen müssen nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde so eingefriedet werden, daß ein Entweichen der Tiere verhindert wird."

Das kann leider auch bedeuten, dass der Auslauf doppelt eingezäunt, eingegraben oder sonstwie gesichtet sein muss, ganz so wie es Dein Amtsveterinär möchte... Bild
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Beitrag#19von Herwig » Dienstag 15. Februar 2011, 10:58

Die Sache ist ganz einfach:

Das Vetamt will, das im Seuchenfall, deine Schweine weder Wildschweine anstecken noch von denen angesteckt werden. Das meinen Sie zu verhindern wenn die Schweine doppelt eingezäunt werden, sodass Wildtiere nicht an den Zaun können und deine Schweine ausbruch- sicher eingezäunt sind. Im Seuchenfall (deine Tiere sind infiziert) werden dennoch deine Tiere abtransportiert zur Schlachtung

Anders ist es mit Stall, im Seuchenfall kommen all deine Schweine in den Stall, zum Füttern gehst du nicht über den Hof und verteilst oder erhascht somit keine Viren oder Bakterien. Verlässt oder betrittst du, oder dein Veterinär im Seuchenfall das Haus kann er, oder du, sich warm duschen und umkleiden. Kontaminierte Kleidung kann verpackt oder gewaschen werden.

ja, ja, so isses...Bild
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Beitrag#20von Conny » Dienstag 15. Februar 2011, 11:07

Danke Herwig für die ausführliche Beschreibung. Bild Gut, dass wir dich haben !

Bildle Grüße Conny
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Beitrag#21von Alex » Dienstag 15. Februar 2011, 23:09

Hallo,

ich hab mir heute die Schweinehaltehygiene.... nochmals durchgelesen und wenn ich unter 20 Mastschweine bzw unter drei Zuchtsauen bleibe brauche ich, vorausgesetzt ich mache keine Freilandhaltung sondern nur Auslaufhaltung mit festem Stall, keine Dusche sonder nur Wasser zum Schuhe saubermachen und desinfizieren. In dem Fall sind die ganzen Auflagen nicht soooo dramatisch, wenn ich das richtig gelesen habe.

Meine Tierzahl wird oben erwähnte sicher nicht übersteigen, aber ich werde morgen oder übermorgen mal beim VetAmt nachfragen.


Auslaufhaltungen müssen nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde so eingefriedet werden, daß ein Entweichen der Tiere verhindert wird."

Den Satz hab ich auch gelesen und dadurch ist man dann wieder der Willkür des zuständigen Veterinärs ausgeliefert. Bild Bild

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Beitrag#22von matt23 » Montag 20. Juni 2011, 21:57

Zur Freilandhaltung von Schweinen ein paar Zahlen, so wie ich sie gelernt habe:
  • Mastschweine: 12-14 Tiere/ha
  • tragende Sauen: 5-7 Tiere/ha
  • Aufzuchtferkel: 70 Tiere/ ha
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Beitrag#23von serradella » Freitag 12. August 2011, 14:56

Es ist zwar wohl zutreffend, dass die zuständige Behörde selber entscheidet, aber man kann die Entscheidung ja durchaus ein wenig "lenken".

Indem man zB einen Antrag stellt, aus dem hervorhegt, man hat sich mit der Thematik befasst und weiß von den einschlägigen Vorschriften zu Tierschutz und Hygiene, hat Erfahrung als Nutztierhalter und selber einen sinnvollen Vorschlag macht, wie diesen Vorschriften zu entsprechen sei.

Idealerweise verweist man noch auf bestehende Haltungen im gleichen LK, an denen man sich ggf orientieren möchte.

Habe, zugegebenermaßen zu meiner Überraschung, eine Freilandhaltung, die ich technisch ausführlich beschrieben habe, ohne weiteres genehmigt bekommen.

Man sollte sich klarmachen, dass die Leute in den Behörden zum einen die Aufgabe haben, Vorschriften umzusetzen, die sie sich nicht selber ausgedacht haben. Macht also keinen Sinn, hier herumzustreiten.

Zum anderen sind sie verpflichtet und bemüht, sich nicht aus dem Fenster zu lehnen oder vorschriftswidrig zu entscheiden. Sie fühlen sich wohl, wenn sie auf der "sicheren Seite" sind. Dieses Gefühl kann man ihnen geben.

Das ist so ein bischen wie mit dem Schafbock - er ist zwar stärker / sitzt am längeren Hebel - aber wenn man es geschickt anstellt, bekommt man ihn dahin, wo man ihn hinhaben will.

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