Viehverkehrsgesetz und Schweine?

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Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#1von serradella » Freitag 17. August 2012, 14:05

Moin,

nachdem wir bisher immer Börge gemästet haben, planen wir, erstmals eine Jungsau zu besamen, um zum Frühjahr Mastferkel zu haben und auch einige davon abzugeben.

Wie ist das mit den ferkeln?

Muss man den Wurf bei HI-Tier angeben? Oder erst, wenn sie als Masttiere aufgestallt sind?
Brauchen die Ohrmarken? Ab wann ggf?
Muss man bei der Abgabe / Verkauf ein Begleitpapier ausfüllen wie bei Schafen?
Gibt es vorgeschriebene Impfungen / Untersuchungen?

Sorry für die vllt banalen Fragen, aber Schweinezucht ist für uns Neuland.

danke, serradella
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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#2von Alex » Freitag 17. August 2012, 23:28

Soweit ich weiß, muss nur der übernehmende Betrieb, der von dir Ferkel holt melden und du Stichtagsmeldung am 1.1

Begleitpaper braucht man nur für den Viehmarkt.

Ohrmarken brauchst du spätestens zum Absetzten, ich habs bei meinen mit ca. sechs Wochen rein.

Impfungen oder sowas weiß ich nix von.

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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#3von serradella » Freitag 24. Mai 2013, 12:26

Kann ich nunmehr bestätigen.

Nur der übernehmende Betrieb muss melden.
Ohrmarken bestellt man in Nds beim Vetamt, sind kostenfrei, man bekommt 100 Stück als kleinste Menge (das reicht uns wohl für dieses Leben).

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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#4von Alex » Freitag 24. Mai 2013, 22:57

Ich musste für meine 50 Ohrmarken hier in Bayern löhnen. Hier gibts nix umsonst.

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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#5von lucky9 » Sonntag 26. Mai 2013, 14:22

Hallo,

Ohrmarken brauchen aber nur Tiere die den Hof verlassen, leider zählt da der weg zum Schlachter auch.
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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#6von Claudia » Sonntag 26. Mai 2013, 16:11

lucky9 hat geschrieben:Hallo,

Ohrmarken brauchen aber nur Tiere die den Hof verlassen, leider zählt da der weg zum Schlachter auch.


das ist nicht richtig, alle brauchen grundsätzlich eine, nur über den zeitpunkt des setzens bei jungtieren lässt das vet amt mit sich handeln.
gab mal diese regelung für equidenpässe, nur pferde die den hof velassen mussten einen haben- aber auch das ist hinfällig geworden(ich glaub 2010)
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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#7von serradella » Sonntag 26. Mai 2013, 17:17

Meines Wissens ist das keine Verhandlungssache, sondern so geregelt, dass LÄmmer spätestens mit 9 Monaten und ferkel beim Absetzen eine Ohrmarke bekommen.
oder eben früher, z. B. wenn sie den Hof verlassen.

Was aber, wenn LÄmmer auf dem Hof geschlachtet werden??

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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#8von Claudia » Sonntag 26. Mai 2013, 19:44

verhandlungssache insofern , da unterschiedlich abgesetzt wird, ferkelerzeuger setzen hier am 28. tag ab, ich erst mit 3 monaten. (wobei mir die dann schon zu flink für ohrmarken setzen sind.)
lämmer die auf dem hof geschlachtet werden und älter als 9 monate sind, müssen auch eine ohrmarkennummer haben- das bestandsbuch wird ja im zweifel kontrolliert-da muss die nummer der marke drin stehen
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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#9von lucky9 » Sonntag 26. Mai 2013, 22:27

Also es giebt schlachter die legen da keinen wert drauf also kann man da auch triksen aber herdbuch tiere oder solche die verkauft werden sollten schon ohrmarken haben. Ich mein wen keiner danach schreit das die tiere ohrmarken haben brauchen sie auch keine.
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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#10von Herwig » Montag 27. Mai 2013, 05:41

Ich möchte kurz mal eingreifen und die Forianer daran erinnern, dass hier auch Menschen mitlesen können, die uns nicht immer wohl gesonnen sind!
Die Gesetzeslage zur Kennzeichnungspflicht ist eindeutig, wann jedes Tier spätestens der Kennzeichnungspflicht unterliegt. Wer dieser Kennzeichnungspflicht nicht nachkommen will und sie nicht erfüllt, aus welchem Grunde auch immer, macht sich nicht nur anfechtbar sondern ist sogar ein Straftäter!
Es könnte außerdem beim Verbraucher auch der Eindruck erweckt werden, man wolle etwas vertuschen. Durch fehlende Ohrmarken kann die gesamte Gilde der Kleinbauern in Miskredit geraten!!!
Über den Sinn dieser Kennzeichnungspflicht ist sicherlich zu streiten, aber bitte nicht hier im Forum dazu aufrufen dieses zu unterlassen, also faktisch zur Straftat animieren.
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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#11von serradella » Montag 27. Mai 2013, 09:59

Meiner Meinung nach zeichnet sich der seriöse Halter dadurch aus, dass er keine Tiere, die der Ohrmarkenpflicht unterliegen, ohne Ohrmarken hält / weggibt.

Es macht sich auch gut, wenn man Tiere verkaufen will, darauf hinweisen zu können, dass alle Formalitäten (die ja eigentlich Selbstverständlichkeite sind) abgearbeitet sind, denn allein schon, wenn jemand zB Schafe kauft und abholt und dann angehalten wird und weder Ohrmarken noch Begleitpapier noch Transport - SKN vorhanden sind .... ist doch nur stressig.

GRuß, serradella
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Re: Viehverkehrsgesetz und Schweine?

Beitrag#12von mangalitza » Montag 27. Mai 2013, 11:06

In NRW ist es so, dass alle Schweine nach dem Absetzen mit einer Ohrmarke gekennzeichnet werden müssen - egal, ob sie auf dem Hof bleiben oder nicht.

Bei Ziegen und Schafen ist es etwas anders:

alle Tiere älter als 12 Monate müssen mit 2 gelben identischen Ohrmarken gekennzeichnet werden (1 konventionelle Ohrmarke, 1 Transponder-Ohrmarke)
Tiere, die vor Vollendung des 1. Lebensjahres geschlachtet werden, können weiterhin mit 1 weißen Betriebsohrmarke gekennzeichnet werden.
Michael
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www.nutztier-arche-kastanienhof.de
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