Unterstützende Mittel bei Ferkelkokzidiose

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Unterstützende Mittel bei Ferkelkokzidiose

Beitrag#1von armin » Sonntag 16. Mai 2010, 10:55

Hallo zusammen,

wir haben heute bei unseren vier Wochen alten Ferkeln Verdachtsfälle auf Kokzidiose (weißlich verfärbter Kot, teilweise flüssig) festgestellt. Das Problem ist sicher nicht das gleiche wie in Geflügel- und Kaninchenhaltungen, die Erkrankung heilt in der Regel aus, hinterlässt jedoch eine Schädigung der Darmschleimhaut. Trotzdem sind die Tiered während der Erkrankungszeit geschwächt und anfällig für Sekundärinfektionen, die dann auch schwerer verlaufen können.

Hat jemand Erfahrungen mit dieser Erkrankung und was kann ggf. zur Unterstützung getan oder verabreicht werden?

Danke für EuireHinweise!

Viele Grüße
Armin
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Beitrag#2von Frankenvieh » Dienstag 18. Mai 2010, 20:55

Bist du dir sicher mit Koki? TA befragt? Fieber? Durchfall kann ja viel sein.

Bei Koki hilft Baycox. Du solltest aber auch eigentlich alles reinigen und desinfizieren, Koki kann sich "hochschaukeln". Kannst du den Stall auskalken und auch den Auslauf? Wäre besser vor dem nächsten Wurf. Auslauf mal ein Jahr leer lassen und die anderen Würfe woanders aufziehen. Koki ist nicht nur bei den Kaninchen und Geflügel was hartnäckiges!

In der Schweinezucht wurden auch schon Oreganoöle eingesetzt, mit postiven Erfahrungen. Ich würde DIESEN Wurf behandeln und die nächsten auch.
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Beitrag#3von chook » Mittwoch 19. Mai 2010, 15:10

Hi Armin,
Du könntest unterstützend auch noch Stalosan im Stall ausbringen.

Gruss,
Ute
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Beitrag#4von armin » Donnerstag 20. Mai 2010, 18:25

@Vicki: Nö, sicher sind wir uns da nicht, und den TA hatten wir auch nicht hier. Die Tiere hatten kein Fieber, waren sehr vital und haben gefressen. Kot war weißlich hell und nur teilweise flüssig. Mittlerweile ist der Spik schon wieder vorbei, hat insgesamt ca. eine Woche gedauert.

Baycox haben wir auch gefunden, aber das ist eigentlich nicht die Art von Behandlung, die wir hier gern durchführen, nicht, wenn es nicht unbedingt geboten ist. Tiere umquartieren und Auslauf stilllegen ist nur mit großem Aufwand möglich und auch dann nur sehr schwierig.

@Ute: im Winter war die Sau rd. vier Wochen zum Belegen beim Eber. In der Zeit hatten wir den Stall mit Rhodasept desinfiziert. Das werden wir beim nächsten Mal auch wieder machen.

Mittlerweile bin ich geneigt, die Sache auf sich beruhen zu lassen, wenn sich keine Symptome mehr zeigen und der Allgemeinzustand der Tiere weiterhin gut ist. Eine Oregano-Kur ist aber vielleicht eine gute Idee, die haben wir letztes Jahr auch schonmal gemacht.

Viele Grüße
Armin
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Beitrag#5von Frankenvieh » Samstag 22. Mai 2010, 13:15

Das ist doch gut! Ich hoffe nur das es nicht wiederkommt und vielleicht noch schlimmer wird. Wenn man einmal Baycox braucht ist es eh (fast) zu spät.

Versuche es ruhig mit Oregano bei den nächsten Würfen, hilft ja nicht nur bei Koki. Mit den Ausläufen ist ja auch immer so ne Sache. Wer hat schon diesen Platz? Im hochsicherheitsschweinestall war das kein Problem, alles rein-alles raus HD Reingung etc pp... Aber wenn's wieder kommt UND schlimmer wird würde ich mir das mal überlegen. Hört sich auch ganz nach Koki an. Im schlimmsten Falle sterben sie daran oder kümmern nur noch vor sich hin (trotz das sie fressen und fit sind)
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Beitrag#6von Schifferhuhn » Sonntag 30. Mai 2010, 17:11

Hallo,

ein sehr bewährtes Mittel, was auch bei Geflügel hilft ist Apfelessig. Wird auch in der Kaninchenzucht eingesetzt. Ein guter Schuss auf eine 10 Liter Kanne Wasser und das jede, bis alle zwei Wochen an einem Tag verabreicht stärkt und schützt die Darmflora.

LG

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