Sozialverhalten von Schweinen

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Sozialverhalten von Schweinen

Beitrag#1von Canaria111 » Dienstag 15. Januar 2008, 14:56

Ich bin ja seit neusten glücklich Schweinebesitzerin. Die schwarze Sau, die iich geschenkt bekommen habe, ist jetzt ca. 1 Jahr alt, hatte einen Wurf (oder wie heisst das bei Schweinen?) Ende November und die Ferkel sind mit 3 Wochen alle gestorben.
Jetzt ist sie seit knapp 2 Wochen bei mir, umgezogen von einen Verschlag von 8qm auf eine Box von 12qm mit Corral von ca. 40qm und fühlt sich inzwischen sauwohl. Inzwischen fängt sie auch endlich an zuzunehmen.

Jetzt kommt bals mein Zuchtpaar vom "Verband", es werden aber junge Schweine von rund 2 Monaten sein. Wie gewöhne ich die Schweine aneinander ? Ich hätte nochmal das gleiche was Dora hat, aber sie könnten sich nichtmal sehen, nur höen und riechen, weil ein Durchgang von ca. 1,5m zwischen den beiden Corrals ist. Ich hatte ja zuerst gedacht, ich packe die kleinen in die Box und Dora nach draussen, aber Dora liegt Mittags gerne drinne. Ausserdem habe ich Angst, dass sie ihr Gelände heftig verteidigen wird, wo sie endlich mal laufen kann.

Später sollen die beiden Sauen in ein neues grosses Gelände von rund 3000qm, aber da warte ich noch auf die Genehmigung vom Zaunbau. Der Eber soll dann getrennt in einen eigenen Gelände von ca. 200qm wohnen, direkt am grossen Gelände gelegen.

Schweine-Fans.... wie ist das sozialverhalten von Schweinen. Wie mache ich es am besten ? Soll ich sie seperat halten bis die kleinen grösser und das Gelände fertig ist und dann gemeinsam in die neue Umgebung oder kann ich jetzt schon was tun ?
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Beitrag#2von Rouven » Dienstag 15. Januar 2008, 16:57

Hallo Canaria,
Glückwunsch zur Sau ... nun biste ja "richtige" Nutztier-Arche, weil auch Tiere vor Ort und nicht alle im klaten Deutschland ;-)
Ich habe es mit meinen Angler Schweinen so gehandhabt, dass ich sie zusammen getan habe. Es ist 1-2 Tage etwas Unruhe aber dann geht es sehr gut. Beim Fressen gibt es immer etwas Futterneid, aber grossflächig verstreut bei Wurzeln oder Kartoffeln geht ganz gut, bei Getreidefutter halt einen längeren Trog, vll. sogar mit Abtrennung wenn möglich.
Die Sau lass ich mit dem Eber sehr lange zusammen, dann ist er auch nicht so allein. Wenn ich sehe, dass es bald soweit sein wird mit der Ferkelei, dann bringe ich die Sau in das Abferkelgehege.
Ich hoffe, es hilft dir etwas weiter.

Gruss Rouven
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Beitrag#3von Herwig » Dienstag 15. Januar 2008, 17:04

Hallo Cris,

nun wären wir ja mal auf echte Fotos gespannt. Ist das machbar??
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Beitrag#4von knüllbergfarm » Dienstag 15. Januar 2008, 19:39

Wir machen das auch so wie Rouven . Ist das Einfachste wens gar nicht gehen solte kanste die grosse Sau
immernoch mit Futter weglocken und Trenst sie erstmal wieder bis die Kleinen grösser geworden sind
so machen wir das Hier auch.Achso Glückwunsch zur richtigen Nutztier-Arche Bild

Gruss Thomas vone Knüllbergfarm
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Beitrag#5von knüllbergfarm » Mittwoch 16. Januar 2008, 06:36

Hab ich vergessen: bin auch gaaaanz neugirig aufe FotosBild

gruss Thomas
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Beitrag#6von Canaria111 » Mittwoch 16. Januar 2008, 12:41

Vielen lieben Dank erstmal. Fotos... hm, mal sehen, werde meine Mutter fragen, mal mit nen Apparat vorbei zukommen. Habe selber keinen, ist dem Hund zum Opfer gefallen. Naja, und dann muss ich sagen, die Fotos können wir auf keinen Fall für die Rassebeschreibung nehmen, die grosse Sau hat einen grossen Fehler.... Stehohren. Das darf nicht sein. Abe ich will sie trotzdem von meinen Eber wenigstens einmal decken lassen um zu schaun wie sie vererbt. Die beiden kleinen sind korekter Standart, werden ja extra zur Zucht rausgesucht und da der Freund von einen Freund von meinen Freund der Leiter der Zuchtanstalt ist *superdickesGrinsenaufdenBacken* ja ja, was lange wärt....

@rouven dann setzt Du sie direkt alle zusammen ? Die qm dürften ja erstmal reichen... Und der Eber ist immer mit allen Sauen zusammen und Du trennst die Sau wenn es soweit ist ? Hier wird der Eber immer seperat gehalten, nur zum decken kommt sie Sau zum Eber...
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Beitrag#7von Rouven » Mittwoch 16. Januar 2008, 17:21

Hallo,
ja dass siehst du vollkommen richtig. Meine Zuchttiere sind zusammen, quasi im Familienverband. Warum sollte der Eber denn allein in Einzelhaft? Die Verstehen sich prächtig ... ab und an mal ne kleine Rangelei, aber ist halt so. Und von wegen, der Eber beisst die Sauen tot oder so, ich hab gute Erfahrung damit, sie alle zusammen zu halten. Sogar die Sau meines Nachbarn (normale rosa Sau) kommt bei mir zum decken ein paar Tage mit in das Gehege und da passiert auch nichts Weltbewegendes ausser ne kurze Klärung der Rangordnung.
Also ein Versuch ist es allemal wert, zumal die Sau vll. in der 1. Rausche nicht gleich tragend wird, ist sie die nächste ja gleich beim Eber, hat nur Vorteile meiner Meinung nach.

Gruss in die Sonne
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Beitrag#8von knüllbergfarm » Mittwoch 16. Januar 2008, 20:27

Genau so mach ich das auch Ridi unser roter Eber ist soga bei der Geburt dabei da pazirt überhapt nichts.
Warum soll man auch den Eber allein halten inmoment haben wir das nur so das 2 Eber in jeweils eine Box einzeln sind weil wir mit unseren Gehegebau nich nachkommen aber sonst immer zusamen, ist doch viel schöner.

Gruss Thomas
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Beitrag#9von Canaria111 » Donnerstag 17. Januar 2008, 15:02

auf jeden Fall ist zusammen viel schöner. Mir fällt ein Stein vom Herzen, ehrlich gesagt. Bin halt neu und suche mir von überall Infos zusammen. Mit der Tierhaltung hier auf den Inseln bin ich ja sowieso icht einverstanden, aber wenn man es nicht besser weiss...
Dann werde ich es auf jeden Fall so ausprobieren. Ein Familienverband ist genau das was ich am liebsten machen würde. Halt so natürlich wie es irgendwie geht.
Vielen Dank für Eure Infos. Werde Euch auf dem laufenden halten, was passiert und Euch weiterhin mit Fragen löchern Bild
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Beitrag#10von Rouven » Donnerstag 17. Januar 2008, 15:25

Richtig, immer schön weiter fragen ..... jeder hat mal angefangen. Bei mir ist es auch erst 7 jahre her, dass ich mit Nutzvieh angefangen bin, hab dann vieles ausprobiert, was die Haltung angeht. Und wenn alle gesagt haben, ich darf den Eber nicht zusammen halten mit der Sau, hab ich mir nen Knüppel genommen und bin mit Dem Eber zusammen ins Gehege rein zu der Sau, falls was passiert, damit ich dazwischen kann. Aber ich wurde eines Besseren belehrt und habe die ganzen "Schlaumeier" vom Gegenteil überzeugen können.
Genauso verhielt es sich im Winter bei 50cm Schneedecke ... die Tiere müssen in den warmen Stall(am liebsten hätten meine Bekannten wohl nen beheizten Stall) .... die sind in ihrem Gehege geblieben mit dem Bretterschuppen. Ordentlich Stroh rein als Unterlage und die haben es genossen im Schnee zu toben.

Also probieren geht über studieren ... den Tieren zu liebe Bild

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Beitrag#11von alfredo » Donnerstag 17. Januar 2008, 20:17

Ich denke, Rouven hat seine Erfahrungen als Rat sehr gut wiedergegeben.
Für alle Tierarten gilt - wie ich meine - in der Eingewöhnungsphase:
je mehr Platz zum Ausweichen um so unbedenklicher und weniger Verletzungen
gibt es.

Neulinge in eine Herde einzugewöhnen habe ich bei weniger Platzangebot immer ganz gut geschafft,
(ob Pferde, Rinder oder Schweine) indem ich sie einige Tage in unmittelbarer Nachbarschaft, mit Sicht-und(optimal)Nasenkontakt laufen ließ. Voraussetzung ist natürlich ein sicherer Zaun.

Futterneid (ganz normal) kanst Du -wie schon zu lesen- mittels lokal getrennten Trögen oder Barrieren
(Fressstände) in den Griff bekommen.

Als unsere Sattelschweinferkel im Juni vergangenen Jahres 3 Wochen alt waren, durften sie wieder zusamen mit Mutter und Vater im Familienverband das Leben genießen - problemlos!
(5 Wochen zuvor hatte ich den Eber in ´s Nachbargehege verbannt, wo er aber durch das Gitter sehen und schnüffeln konte...

Grüße in den sonnigen Süden von Alfredo
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