Schweinehaltung - welche Rasse f. Offenstallhaltung

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Schweinehaltung - welche Rasse f. Offenstallhaltung

Beitrag#1von steinadlerehemann » Montag 30. Juni 2008, 11:31

Hallo Thomas, hallo Herwig,

eine ganz vorsichtige Anfrage von mir:
welche Schweine eignen sich zur Offenstallhaltung, und haben auch nicht
so einen hohen Fettanteil (beim Schlachten), welche sind robust,
ziehen die Ferkel möglichst auch gemeinsam auf???
Hm... muss ich dann noch was beachten beim Zaun?
Habe noch nie Schweine gehabt, aber mein Mann fragte an, würde,
wenn unkompliziert, vlt 3-4 Schweine halten.

Ich frage lieber gleich hier bei Euch an, da im Forum die Meinungen doch sehr
auseinander gehen. Sie müssen auch nicht so viel kg drauf haben 200-300 kg
reicht schon mehr als genug.

Könnt Ihr mir helfen?

LG
Christiane
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Beitrag#2von Conny » Dienstag 1. Juli 2008, 13:29

Hi Christiane,

eine Offenstall/Freilandhaltung muss beim Vet.-amt beantragt und genehmigt werden. Dazu gehört eine doppelte Zaunsicherung, wie z. B. Knotengitter und E-Zaun, oder Holzzaun und Knotengitter, in welcher Kobinmation auch immer, ist dir überlassen. Eine feste, gut verankerte, zugfreie und trockene, nicht zu große Hütte (damit diese im Winter durch Eigenwärme aufgeheizt werden kann) ist von Nöten, auch ein einbetonierter Scheuerphahl tut gute Dienste, genauso wie eine kleine Suhle.

Die meisten robusten Rassen, die sich für eine ganzjährige Freilandhaltung eignen, haben auch ordentlich Speck auf den Rippen. Das Fett wärmt ja auch im Winter Bild. Gut geeignete Rassen sind z. B. Sattelschweine, mit sehr guten Muttereigenschaften, großen Würfen und robusten Ferkeln, auch Bentheimer und Wollschweine sind sehr gut geeignet. Außerdem tust du gleich was für die Arterhaltung.

Bei den Hängebauchschweinen müssen die tragenden Sauen nicht voneinander getrennt werden, auch nicht beim Ferkeln oder wenn sie Junge führen. Hat bei mir immer sehr gut funktioniert. Vorausgesetzt, das Areal und auch der Stall sind groß genug.

Bei den anderen Rassen ging das leider nicht, auch die Eber (außer bei den Hängis) mussten immer separiert werden. Aber vielleicht haben andere ja bessere Erfahrungen gemacht. Alle hier genannten Rassen sind weidetauglich, sie fressen Grünes sehr gerne. Außer die Hängis, neigen aber diese Schweine dazu, das Grundstück kräftig zu durchpflügen, Wollschweine halten sich in dieser Sache eher damit zurück (meine Erfahrungen).

LG
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Beitrag#3von Herwig » Dienstag 1. Juli 2008, 17:13

Alle alten Rassen eignen sich zur Robusthaltung.

Eine Auslaufhaltung von Schweinen ist, je nach Bundesland genehmigungs und auflagenfrei.
Auslauf bedeutet: Der Auslauf befindet sich direkt an dem verschließbaren Schweinestall, der verschlossene Schweinestall kann im Notfall alle Tiere aufnehmen.
Freilandhaltung ist, wegen der beschriebenen Zaunauflagen, ungleich schwerer durchzuführen.

Die Fettschichten der Tiere richten sich nach Rasse, Fütterung und Schlachttermin.

Das Wollschwein hat den geringsten Anspruch an das Futter, die anderen sind schon etwas domestizierter.

Ich finde es immer wichtig , das der Funke überspringt. Wenn ihr Wollschweine toll findet, schmeckt euch auch der Speck, dann lernt ihr auch die Fütterung und seit zufrieden. Findet ihr Bentheimer toll, dann kauft euch eben die, oder Husumer oder Angler. Ein wirklicher Unterschied unter den Rassen besteht nur beim Wollschwein.

Die Fettschicht schützt die Tiere nicht wesentlich vor Kälte, weil sie nicht wie Wale oder Robben beständig in der Kälte leben, das ist ein Irrglaube.

Ein Offenstall heizt sich auch nicht auf durch Körperwärmer, da hilft nur ordendliches Einstreu, bzw. eine Gummiklappe vor der Tür. Klar ist natürlich, das unterernährte Tiere frieren, das hängt aber mit der fehlenden Energieverbrennung zusammen.
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Beitrag#4von Conny » Dienstag 1. Juli 2008, 19:08

Stallaufwärmung durch Körperwärme:

in diesem Punkt muss ich dir wiedersprechen. Wir halten seit mehr als 8 Jahren Schweine in Freilandhaltung mit Offenstall. Selbstverständlich bekommen sie eine Unmenge an Stroh und Heu im Winter. Man sieht oftmals die Schweine bei "saukaltem" Wetter kaum im Stroh Bild. Anfangs hatten wir einen größeren und auch höheren Stall, der sich aber nie richtig "erwärmte". Also haben wir einen kleineren und niedrigeren Stall gebaut. Dort herrscht jetzt ein angenehmens Klima. Vor allem bemerkt man den Unterschied, wenn man Morgens in den Stall kommt, die Schweine noch wohlig schnarchen, um wieviel wärmer der Stall ist, als wenn sie sich überwiegend tagsüber draußen aufhalten.

LG
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Beitrag#5von knüllbergfarm » Dienstag 1. Juli 2008, 22:24

Da mein Text von Gesternabend beim Hochladen verschwunden ist hier nochmal:
als erstes immer das Veterinäramt fragen welche Auflagen erfühlt werden müssen egal ob Auslauf oder Freilandhaltung,das ist von Vetamt zu Vetamt verschieden meist muss man den Zaun 40cm Tief eingraben ist egal welche Haltungsvorm man wählt damit die Schweine da nicht soschnel unterdurch kommen.
Dan muss man noch 2 meter (kann auch mehr sein kommt drauf an)von Ausen zum Innenzaun um das Gehege herum einen Grünpflegestreifen haben damit Fremde nichts übern Zaun werfen können.
Wie Herwig schon erwänte kommt es darauf an welche Schweinerasse ihr toll findet.
Alle Alten Hausschweinrassen sind Speckschweine das war früher ein wichtiger Energiträger.
Das Turopoljeschwein soll eine ausname sein da es nur Intramuskolös fett hat
Wollschweine haben eine deutlich längere Mastdauer zwischen 18 und 24 Monate da sie bei zuschneller Mast zuviel Speck poduzieren weil sie das Futter nicht soschnell in Muskelfleisch umsetzen wie Angler Sattelschweine und soweiter.
Ausserdem muss man die Wollschweine 2 mal am Tag Füttern weit sie einen sehr hohen bewegungsdrank haben und dardurch mehr Energie verbrauchen,dafür sind diese beim Futter nicht so wählerisch aber bitte immer Heu und Weizenstroh mitverfüttern.
einen guten tip wen ihr euch nicht entschliessen könnt welche Rasse wie Schmeckt wir haben 2 Nutztier-Arche Shops (www.genus4you.de ) da kann man Produckte von alten Schweinerassen Kaufen

Gruss Thomas wenn du noch weitere fragen hast bitte fragen besonders wens um Wollschweine geht die Züchte ich seit 8 Jahren
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Beitrag#6von steinadlerehemann » Donnerstag 3. Juli 2008, 23:20

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank erst mal für die Tipps.
Ich bin dann erst mal zum Vet.amt - da gibt es hier keine Auflagen, nur den doppelten Zaun und anmelden,
so wie bei Hühnern.
Da das Gelände groß genug ist, haben sie dann auch Platz
Da die Schweine ja gut ferkeln - egal welche Rasse - werde ich wahrscheinlich nur eine Sau halten,
da mehr wirklich nicht notwendig ist.
Allerdings - so wie Du sagst Conny - werde ich sie wohl früher schlachten, damit nicht so viel Speck ansetzt.
Wir hatten bis dato immer unser Schweinefleisch hier beim Bauern gekauft, ein sog. Bio-Schwein mit mehr als 350 kg Gewicht. Da war mehr Fett als Fleisch. Ich mußte immer wieder Fleisch für Gulasch u.a. beim Fleischer kaufen, was eigentlich ja widersinnig ist.
Conny - verrätst Du mir die Maße Deines Stalles - LxBxHöhe - und wie hoch und breit in etwa die Tür ist.
Hast Du auch eine Gummimatte vor der Tür im Winter?
Den Kratzbaum einzementieren, wie tief und wie in etwa die Maße?
Noch ne Frage, morgen geh ich ins Heu, dort ist überwiegend das weiche Schilf allerdings.
Ich werde es erst mal lagern, aber fressen die Schweine auch "Heu" von feinem Schilf, nicht von grobem.?
Wäre schade, zu verwerfen.
In eine bestimmte Rasse habe ich mich nicht verguckt, denn ich war ja überrascht, als mein Mann mich darauf ansprach, dort Schweine zu halten. Er ist ja nicht der Typ, wie soll man sagen, sich noch mehr Haustierchen an Land zu ziehen Bild
Ich werde also mal sehen, ob ich u.U. hier ein paar Ferkel bekomme, die ich mir dann handzahm mache.
In der Nähe von uns gibt es z.B. Husumer oder rote Mangalitza.
ICh werde Euch dass dann wissen lassen.
Vielen Dank erst mal und ganz liebe Grüße
Christiane
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Beitrag#7von knüllbergfarm » Freitag 4. Juli 2008, 12:05

Hallo Christiane Schweine fessen lieber Heu was feiner ist den Kratzbaum soltest du schon ca 80 cm Einbetoieren wegen Bodenfrost hä Frost und das Fundament ruhig etwas breiter das ganze hat dan mehr halt ambesten vertiggemischten Estichbeton ausen Baumarkt da braucht man nurnoch Wasser und vertig.
wenn du dir Schweine anschafst dan bitte 2 Sauen da schweine auch nicht gerne alleine sind.
das Ihr bei euch nicht sohohe auflagen von Vetamt hat ist gut.

Gruss Thomas
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Beitrag#8von Conny » Freitag 4. Juli 2008, 14:52

In Bezug auf den Scheuerpfahl hat Thomas ja bereits alles gesagt Bild. Wir haben einfach einen Zaunpfahl aus Eiche, ca. 2 meter genommen und diesen 80 cm tief eingegraben.

Die Hütte/Stall werde ich ausmessen und dir die Daten dann übermitteln. Der Eingang ist jedenfalls so klein, dass ich mich bücken muss, um reinzukommen und gerade so breit, dass eine Schubkarre hindurchkommt. Vor der Tür hängt ein Kartoffelsack, da die Schweine mir die Gummimatte immer zerfressen haben. Ein Sack ist nicht so teuer und schnell wieder davorgenagelt, außerdem findet er nicht das große Interesse und hält länger. In die Hütte habe ich in etwa der Hälfte der Hütte, einen Zwischenboden eingebaut, auf dem ich Stroh und Heu lagere, dient gleichzeitig als kuschelige Schlafecke, schützt zudem noch vor Zug und isoliert.

LG
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Beitrag#9von Rödertaler » Sonntag 21. Dezember 2008, 16:03

Hallo, wie ist das mit dem Sauberhalten der Hütte? Kann das Stroh den ganzen Winter drin bleiben?
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Beitrag#10von torsten » Sonntag 21. Dezember 2008, 17:20

Hallo

Auch zu diesen Thema, mal einpaar Worte von uns. Wir halten ja Glöckchenschweine, das Pärchen hatt ein Stall von ca 10m² + übertachten Unterstant ebenfalls ca 10m² beites massiv gebaut, das Freigehege ist ca 30m², wir haben als Funtamente alte Grabumrandung, die 20cm tief in Beton gesetzt haben, und uns von einer Schweinemastanlage alte Gitter besorgt und die dann nur zusammengeschweißt, bei Gelegenheit setz ich mal Bilder hier rein. Misten tu ich im Winter nur alle 6 wochen, das hatt nix mit Faulheit zutun, sondern das die beiden von unten besser geschützt sind, die Tür ist nur offen, auch bei minusgraden, natürlich streue ich relativ viel Stroh, wo die beiden sich eine Guhle bauen können, ich denke mal das das schon an robusthaltung rankommt, Amtstierarzt war da und hatte keine Beanstantung gemacht, als Scheuerstelle dient noch eine alte Baumwurzel, mal sehn wie lange dies hält.?F ütterung erfolgt 2 mal täglich. Gruß Torsten

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