Schweinefutter

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Schweinefutter

Beitrag#1von Canaria111 » Freitag 31. August 2007, 14:53

Also, die meisten wissen ja schon, ich bin noch eifrg am Aufbau meiner Nutztier-Arche und bin mich in allen Bereichen am schlau machen.

Jetzt habe ich vielleicht die Möglichkeit von Gomera eine schware canarische Sau zu bekommen. Einen Eber hätte ich sogar in der Umgebung, den ich mit nutzen durfte. Also brauch ich keinen eigenen Eber.

Ich hätte noch eine ungenutzte Terrasse, die noch komplett nicht eingeplant ist von ca. 300 - 400qm.

1. Frage, wäre das eine ausreichende Fläche für eine artgerechte Haltung ? Alle anderen Flächen, die ich noch habe und nicht genutzt werden, sind nicht ebenerdig.

2. wieviel Futter braucht ein Schwein. Mein Freund war gestern erst am stöhnen wie schwer es ist, das Futter für 5 Schweine aufzutreiben und ich habe ja das zusätzliche Problem das ich kein behandeltes Futter nutzen möchte. Dadurch fallen die Tomaten weg, die hier hauptsächlich gefüttert werden.

Also, was füttert Ihr und wieviel rechnet Ihr an Futter pro Schwein. Wir sind nur ein 3-Personen-Haushalt, da fällt nicht viel an.
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Beitrag#2von Herwig » Freitag 31. August 2007, 15:38

Hallo Cris,
mal sehen was sich auf eure spanischen Verhältnisse übertragen lässt.
Ich bin in der glücklichen Lage in unserem Ort zwei BIOLAND Gärtnereien zu haben von denen ich den kompletten Gemüse- und Kartoffelabfall bekomme, außerdem noch eine BIOLAND Bäckerei von der ich das Altbrot bekomme. Perfekt also!

Ich gehe davon aus, das die Vegetation bei euch eher spärlich ist, sodass das Mähen von Gras, Unkraut oder Brennesseln nicht möglich ist.
Aber Früchte scheint es ja zu geben, sowas verdirbt ja vielleicht bevor es alles verbraucht ist. Auch die Rückstände deines FeigenweinesBild kannst du verfüttern. Wie sieht es mit einer Bäckerei oder Restaurant aus von dem du die Abfälle bekommen kannst??

Deine vorhandene Fläche ist völlig ausreichen zur Bewegung des Tieres, jedoch nicht, um das Schwein auch auf der Fläche zu ernähren, du musst also zwingend zufüttern, aber das war dir ja sowieso klar. Das Schwein braucht nicht unbedingt einen steinfreien Auslauf, bzw. 100% gerade. Du kannst das Schwein dort halten, wo Deine Pferde sich die Beine brechen würden. Das Schwein wird auch die Steine umwühlen und das Gelände eher unwegsamer zurücklassen wie du es jetzt zur Verfügung hast. Unter den Steinen sucht es nach Krabbeltieren und Schnecken also nach Eiweisfutter.
Du kannst auch das Heu und Stroh verfüttern, das deine Pferde verschmähen.
Alles in Allem schaffst du vielleicht mit euren privaten Abfällen ein Schwein zu versorgen. Wenn du aber an Zucht denkst, wird schnell aus einem Schwein 10, und die kannst du so nebenbei nicht füttern. Vielleicht ist es sinnvoll ein Ferkel zu kaufen, großzuziehen und das dann zu schlachten?
Du kannst ja auch "Futterlieferanten" Bäcker, Restaurants, Freunde, Nachbarn mit ein paar Dosen Wurst oder etwas Fleisch ködern?

Ich würde dir raten, mit einem Ferkel zu beginnen, dann kann Deine Futterbeschaffung langsam beginnen. Während der Aufzucht lernst du abzuchecken, wie viel Futter dú benötigst oder ob du eventuell für ein zweites Schwein noch etwas auftreiben kannst. Mit dem Fleisch des ersten Schweines kannst du dann auch evtl. neue Futterlieferanten ködern. Bzw. aus dem Erlös eines eventuellen Verkaufes vielleicht etwas Schrot zur Mastunterstützung bei Futterengpässen kaufen. Denk daran, alles muss klein beginnen. Brich nix übers Knie.
Ich rate das grundsätzlich jedem Neuling der mit der Schweinemast beginnt, wenn man das eine Schwien nicht verkauft bekommt kann man es noch selber essen. Außerdem ist es nicht sehr aufwendig das Futter für ein Schwein zu besorgen.
Denk daran, das du das Schwein sehr gut einzäunen musst, am sichersten ist e-Zaun, 2 Litzen. Sonst macht dir das Tier bei nächster Gelegenheit das Grundstück zur Kraterlandschaft.
Zu Überdenken wäre auch, ob du nicht einen Teil des Auslaufes lieber mit Melone oder Kürbis oder sowas besiedelst, also selber etwas Futter für den Notfall anbaust. Ich weiß nicht ob Topinambur bei euch wächst, das wäre auch eine Möglichkeit. Da kannst du dann das Grünzeug verfüttern un das Schwein kann sich später die Knollen selber ausgraben.
Gibts Eicheln bei euch?
Gibts Maronen, bzw, Kastanien-is alles Futter!
Werden irgendwo Feigen oder andere Früchte in größerem Rahmen angebaut, fallen dort Abfälle an?
Bei dir kannst du einfach unter den Frucjtbäumen und Büschen die verdorbenen Früchte zusammenharken und dem Schwein rüberschmeißen, sortieren tut es selber.Bild

Also einfach etwas herumschauen!

Bei einem Schwein mit der Option zur Schlachtung machst du nix verkehrt, nur mit einer Zuchtsau würde ich nicht gerade beginnen.
Wenn Du Absatz für 10 Schweine, Futter für 11 und Platz für 12 hast, dann kannst du dir das immer noch überlegen.
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Beitrag#3von Canaria111 » Freitag 31. August 2007, 16:16

Herwig hat geschrieben:Hallo Cris,
mal sehen was sich auf eure spanischen Verhältnisse übertragen lässt.
Ich bin in der glücklichen Lage in unserem Ort zwei BIOLAND Gärtnereien zu haben von denen ich den kompletten Gemüse- und Kartoffelabfall bekomme, außerdem noch eine BIOLAND Bäckerei von der ich das Altbrot bekomme. Perfekt also!

ja, das bringt mich auf die Idee beim Kleinbauern-Markt nachzufragen, der immer Samstags/Sonntags ist. Ist halt immer nur das Problem, in wie weit gedüngt wird. Da sind die Canarios superfleissig drin

Ich gehe davon aus, das die Vegetation bei euch eher spärlich ist, sodass das Mähen von Gras, Unkraut oder Brennesseln nicht möglich ist.

stimmt, das gibt es bei uns nicht. Die Obstwiese bin ich krampfhaft am züchten um genug für die Gänse und Puten zu haben
Aber Früchte scheint es ja zu geben, sowas verdirbt ja vielleicht bevor es alles verbraucht ist. Auch die Rückstände deines FeigenweinesBild kannst du verfüttern. Wie sieht es mit einer Bäckerei oder Restaurant aus von dem du die Abfälle bekommen kannst??

schwierig. Die meisten geben schon ab. Da kommt man schlecht rein. Der Feigenwein hat es Dir jetzt wirklich angetan, nicht wahr ? Bild

Deine vorhandene Fläche ist völlig ausreichen zur Bewegung des Tieres, jedoch nicht, um das Schwein auch auf der Fläche zu ernähren, du musst also zwingend zufüttern, aber das war dir ja sowieso klar. Das Schwein braucht nicht unbedingt einen steinfreien Auslauf, bzw. 100% gerade. Du kannst das Schwein dort halten, wo Deine Pferde sich die Beine brechen würden. Das Schwein wird auch die Steine umwühlen und das Gelände eher unwegsamer zurücklassen wie du es jetzt zur Verfügung hast. Unter den Steinen sucht es nach Krabbeltieren und Schnecken also nach Eiweisfutter.

das glaube ich nicht. Vulkan-Insel. Bei uns gibt es nichts anderes als Felsenund Steine. ich habe noch einen Berg und ein Stückchen Barranco, aber da dachte ich dran Esel zu halten, wenn ich irgendwann mal die Zeit habe. Ich mach mal Fotos. Bin der Meinung, das ist zu steinig für Schweine. Mal sehen. Der Berg ist allerdings was von 3000qm. Das einzuzäunen übersteigt extrem meinen momentanen Geldmöglichkeiten
Du kannst auch das Heu und Stroh verfüttern, das deine Pferde verschmähen.

Die fressen alles und verschmähen nichts. Das lernen Pferde hier in null komma nichts *lach* Ein kleiner Ballen Stroh kostet schon 7,-, Heu kostet 18,-, ich verfüttere Reigras, da kostet der Ballen 12,-
Alles in Allem schaffst du vielleicht mit euren privaten Abfällen ein Schwein zu versorgen. Wenn du aber an Zucht denkst, wird schnell aus einem Schwein 10, und die kannst du so nebenbei nicht füttern. Vielleicht ist es sinnvoll ein Ferkel zu kaufen, großzuziehen und das dann zu schlachten?
Du kannst ja auch "Futterlieferanten" Bäcker, Restaurants, Freunde, Nachbarn mit ein paar Dosen Wurst oder etwas Fleisch ködern?

Ich würde dir raten, mit einem Ferkel zu beginnen, dann kann Deine Futterbeschaffung langsam beginnen. Während der Aufzucht lernst du abzuchecken, wie viel Futter dú benötigst oder ob du eventuell für ein zweites Schwein noch etwas auftreiben kannst. Mit dem Fleisch des ersten Schweines kannst du dann auch evtl. neue Futterlieferanten ködern. Bzw. aus dem Erlös eines eventuellen Verkaufes vielleicht etwas Schrot zur Mastunterstützung bei Futterengpässen kaufen. Denk daran, alles muss klein beginnen. Brich nix übers Knie.

hm, nein, breche nichts übers Knie. Alles schön langsam und überlegt. Ich dachte an 2 Ferkel. Dann ist keins allein. Eins dann später schlachten, eins für die Nachzucht behalten. Weil es geht ja auch darum diese Rasse zu erhalten. Ich habe jemanden an der Hand, die einen Lehmbackofen haben, der auch zum räuchern dient. Wir wollten da was gemeinsam machen
Ich rate das grundsätzlich jedem Neuling der mit der Schweinemast beginnt, wenn man das eine Schwien nicht verkauft bekommt kann man es noch selber essen. Außerdem ist es nicht sehr aufwendig das Futter für ein Schwein zu besorgen.
Denk daran, das du das Schwein sehr gut einzäunen musst, am sichersten ist e-Zaun, 2 Litzen. Sonst macht dir das Tier bei nächster Gelegenheit das Grundstück zur Kraterlandschaft.

Oh Gott. E-Zaun, vergiss es. Habe nicht genug Strom. Hier werden alle Schweine in Verschlägen aus Palletten gehalten *wunder* allerdings natürlich nur Boxen, aber wenn sie schon da nicht ausbrechen ??
Zu Überdenken wäre auch, ob du nicht einen Teil des Auslaufes lieber mit Melone oder Kürbis oder sowas besiedelst, also selber etwas Futter für den Notfall anbaust. Ich weiß nicht ob Topinambur bei euch wächst, das wäre auch eine Möglichkeit. Da kannst du dann das Grünzeug verfüttern un das Schwein kann sich später die Knollen selber ausgraben.
Gibts Eicheln bei euch?
Gibts Maronen, bzw, Kastanien-is alles Futter!
Werden irgendwo Feigen oder andere Früchte in größerem Rahmen angebaut, fallen dort Abfälle an?
Bei dir kannst du einfach unter den Frucjtbäumen und Büschen die verdorbenen Früchte zusammenharken und dem Schwein rüberschmeißen, sortieren tut es selber.Bild

Hm, Melone, Kürbis, Zucchini, das ist alles kein Problem zu pflanzen, Wächst hier wie nix. Kürbis das ganze Jahr über. An die Topinambur habe ich auch schon gedacht. Wollte mir ja Knollen schicken lassen, ist aber irgendwie untergegangen. Eicheln, Maronen, Kastanien ist nicht. Feigen wachsen hier wild, aber ja nicht das ganze Jahr über. Und bei allen was im grösseren Rahmen angebaut wird.... jede Menge Chemie

Also einfach etwas herumschauen!

Bei einem Schwein mit der Option zur Schlachtung machst du nix verkehrt, nur mit einer Zuchtsau würde ich nicht gerade beginnen.
Wenn Du Absatz für 10 Schweine, Futter für 11 und Platz für 12 hast, dann kannst du dir das immer noch überlegen.


Ja, klein Anfangen ist klar *nick* Vielen Dank für die ganzen Denkanstösse
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Beitrag#4von herzwig » Freitag 31. August 2007, 16:49

Ich war im letzten Jahr auf Naxos (Griechenland) Das Klima kommt dem von euch schon eher nahe.

Da gibt es auch z.B. Kaktusfeigen, die zu tausenden vergammeln, verwilderte Oliven etc.

Die Schweine werden dort in ziemlich unzugänglichen Gegenden gehalten, zwischen Felsen und Geröll, also dort, wo der Boden nicht urbar gemacht werden kann.

Die Gegend ist sehr ärmlich, es wird aber extra so eine Art Futtergras, hohes schilfiges Zeug angebaut und dann abgesenst.

Ich muss mal, nachschauen, habe noch viele Fotos von der Tierhaltung dort.
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Beitrag#5von Canaria111 » Donnerstag 14. Februar 2008, 12:13

Oh, ich hab noch eine Frage zum Schweinefutter. Auf dem zukünftigen Gelände stehen u.a. 2 Mandelbäume. Ist das gefährlich also giftig für Schweine ?
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