Ferkelverkauf

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Ferkelverkauf

Beitrag#1von Alex » Donnerstag 21. August 2014, 21:20

Hallo,

wie siehts bei euch dieses Jahr mit dem Ferkelverkauf aus? Bei mir läufts ganz schlecht, sehr unerfreulich, einem bekannten Wollschweinzüchter gehts ähnlich.

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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#2von Jaegertom » Freitag 22. August 2014, 08:16

Uns geht es ähnlich.
Zuerst wollten eine menge Leute Kune Kune Ferkel, nun sind sie da und keines geht weg.....
obwohl ich schon deutlich im Preis nachgelassen habe.
So langsam werden die Schweinehaltungsverordnungen voll umgesetzt und den Privatleuten von den Ämtern her immer weniger die Haltung genehmigt,
es liegt ja auch die Afrikanische Schweinepest in der Luft.
Für die ist es schlicht einfacher einen Stall mit zig tausend Schweinen auf einmal zu vernichten als hunderte von Kleinstbeständen zu kontrollieren.
Der Weg führt zum Ende der privaten Eigenversorgung.
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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#3von Alex » Freitag 22. August 2014, 12:39

Hallo,

ich hatte auch einige Vorbestellungen, alle zurückgezogen. Vor zwei Wochen hatte ich eine größere Hofbesichtigung, die meisten Leute waren an der Schweinehaltung und den Freilaufställen interessiert, weil, wie schon gesagt, bei ihnen nix genehmigt wurde, oder die Auflagen einfach zu übertrieben waren für zwei drei Schweine für den Hausgebrauch. Ich habe dieses Jahr eh nur vorsichtshalber einen Wurf gemacht, der war eigentlich super alle dreizehn geborenen Ferkel sind jetzt drei Monate alt, so jetzt hab ich aber ein großes Problem. Wenn keiner mehr Ferkel will, wie soll ich dreizehn Schweine hochkriegen? Nachfrage für Endprodukte hätte ich schon, aber da ich mein Futter nicht selber anbauen kann, ist die Mast zu teuer, das geht nur, wenn ich mit Ferkeln was einnehme.

Ich finde es halt alles sehr traurig, weil ich mag Schweine sehr gerne und finde es sind so tolle und intelligente Tiere und sie werden in unserer Gesellschaft, so grausam behandelt. Vorallem die Kastenstände sind für mich ein Folterinstrument. Und, wie man bei meinen sieht, auch nicht nötig. Es wird wohl mein letzter Wurf sein und meine reinrassigen guten Muttersauen werden in die Salami wandern, während die konventionellen riesengroßen Ferkelerzeuger weiter ihr grausames Geschäft machen, und die Leute über schlechte Bedingungen in der Schweinehaltung jammern und lammentieren,dabei genüßlich in ihre Wurstsemmel vom Edeka beißen. Ich bin mittlerweilen nicht mehr wütend, sondern eigentlich nur noch traurig und resigniert. Ich werde wohl meinen Hof über kurz oder lang mehr auf Gemüse usw. für den Eigenverbrauch umstellen müssen, da hab ich wenigstens nicht diese Ausgaben und Auflagen.

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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#4von Jaegertom » Freitag 22. August 2014, 17:35

Resignation, lieber Alex, ist der falsche Weg.
Wenn die Gesellschaft einen Schritt rückwärts geht, musst du nach vorne.
Zieh die Viecher auf, mach Werbung und verkauf nacheher gesunde Wurst , im internet oder wo auch immer.
Ein Metzger mit EU Zulassung muss dein Partner werden, dann kannst du Dosenwurst oder Rauchfleisch bedenkenlos anbieten.
Such einen mit Rindern, schlachte zusammen und nimm das Fett für die Wurst.
Lass dir was einfallen und gib nicht auf.
So werden wir es mit unseren KuneKune nun auch machen, auch wenns verdammt schwer fällt die lieben Viecher zu schlachten.
Es sind aber immer wieder mal ein oder zwei dabei, die nicht züchten oder sich vermehren wollen, so dass ich nun einen alten Eber und eine alte Sau schlachten muss um junge nachwachse zu lassen.
Aufgeben ist das was unsere Behördendiktatur will. Weg von den unbequemen Quertreibern Selbstversorger zu Massenernährung, die steuerbar ist.
Da kann man sogar Medikamente beimischen um unsere Gesellschaft noch gefügiger zu machen.
Kämpfe mit in unserer Riege und lass dich nicht unterkriegen, bitte.
Alles Gute und viel guten Willen zum Durchhalten
Tom
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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#5von Alex » Freitag 22. August 2014, 22:17

Das Problem ist, ich weiß schlicht nicht wie ich die großkriegen soll. Ein paar Ferkel bleiben immer übrig und werden großgezogen, aber dreizehn? Ich habe vom letzten Jahr noch ein paar zum füttern. Meine ganzen Wiederkäuer fressen zum Großteil Gras u. Heu, das ist okay. aber ShxPi Schweine kann ich nicht nur mit Gras großziehen, ich muss Getreide zukaufen. Das sind Kosten die mich ab einer gewissen Größenordnung irgendwann in Schwierigkeiten bringen. Ich muss das, wenn ich keine Ferkel verkaufe für alle Schweine dann vorstrecken, und hol das am Ende mit den Endprodukten nicht mehr rein. Das auch nicht eines weggeht, damit hab ich schlicht weg nicht gerechnet. Da ja schon fünf vorbestellt waren. Auch die günstigen Futterquellen sind weggebrochen, z.B. die Bäcker bei uns geben nix mehr raus usw. Mir nutzt der beste Durchhaltewille nix, wenn mir das Geld ausgeht.
Daher auch die Resignation, ich arbeite hier von früh bis spät, war seit fast zwanzig Jahren keinen Tag mehr im Urlaub und irgendwie steigen jedes Jahr die Kosten und die Einnahmen sinken, man rödelt irgendwie ins Leere. Während sich die andern die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, renn ich hier rum und muss mir überlegen, wie ich die nächsten Rechnungen bezahlen soll.

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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#6von Claudia » Samstag 23. August 2014, 07:44

Ich kann deine Resignation verstehen.
Haben die Leute gesagt, warum sie einen Rückzieher machen? Die Beweggründe wären ja interessant.

Ich füttere Getreide nur in Ausnahmefällen, weil dann die Futterkosten zu hoch werden und die Fleischqualität nachlässt.

Kartoffeln sind eine gute Futterquelle, ich zahl 20 Euro für 800 kg, manche Bauern geben es noch günstiger ab.(1-2 € 100/kg)
Überrüben gibt es ebenfalls günstig. Eicheln sammeln.(Arbeit für die Kinder). Fallobst, Trester aus der Saftproduktion, Biertrester.
Keine Ahnung was in Deiner Nähe so produziert wird, aber manchmal hat man bei den kleinen Brauereien und Mostereien bessere Chancen als bei den Großen.
Der Markt um "Lebensmittelabfälle" ist hart umkämpft von den "Entsorgern".

Bekannte haben einen Teil ihrer Ferkel als Spanferkel verkauft, ich bin mir nur nicht sicher ob sich das rechnet.

Aber im Grunde tritt gerade das ein, was ich letztes Jahr schon befürchtet habe, die A.Schweinepest wird einen viel größeren Rückgang bei den Schweinehaltungen verursachen, als die Wolfspanik bei den Schafhaltern.

Ich sehe da echt schwarz für die Zukunft mancher Rasse. Wenn ich sehe das von der GEH für Wollschweinferkel 250 € angestrebt werden, kann ich mir nicht vorstellen das diese Preise in Zukunft erzielt werden können.
Wir selber haben erst zwei frische Würfe, die "Vorbestellung" ist zuverlässig (eine Nutztier-Arche)mal abwarten wie das mit dem Ferkel-Verkauf wird, wenn nicht werde ich mästen, da habe ich eine Riesen-Nachfrage.Wobei ich noch nicht weiß wie ich dann umbauen muss, weil meine Wiese mit Freilandhaltung für die Schweine darf ich wegen der Seuche nicht. Der Hofraum ist da eher begrenzt. Die Zucht der blonden und roten habe ich deshalb schon gestrichen und bleibe bei ausschließlich SB. Allerdings bin ich froh das die SB so genügsam sind, Andere Rassen fressen da nach meiner Erfahrung deutlich mehr weg.
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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#7von Alex » Samstag 23. August 2014, 22:20

So günstige Kartoffeln gibts bei uns nicht, dass wäre schön. Hier muss man schon schauen, dass man überhaupt welche kriegt. Da werde ich mir aber logischerweise welche besorgen müssen. Meine Schwäbischen sind schon um einiges anspruchsvoller in der Fütterung als die Wollis. Im Moment bekomm ich auch Fallobst und es gibt auch noch genug Gras, aber der Winter ist lang und dann so viele Schweine durchzufüttern wird nicht lustig.

Einer hat abgesagt, weil er welche bei sich um die Ecke bekommt, einer ohne Begründung eine weitere wurde letztes Jahr wegen ihres Freilaufes angezeigt und bekam unangenehmen Besuch vom Vetamt, mit lauter blödsinnigen Auflagen. Andere haben Probleme den passenden Metzger zu finden, noch ein Interessent hatte einen Herzinfarkt und will jetzt keine Schweine fürs erste usw. Und nach Anzeigen im Internet und bei uns in den Zeitungen kam eben nix neues dazu. So hab ich eben nicht eines verkauft. Ich werde also zukünftig keine Würfe mehr machen u. die Schweinehaltung wohl auslaufen lassen, ist auch sehr frustrierend, da ich vor drei Jahren für viel Geld den Stall und den Freilauf nach den Vorlagen der SHHV extra für meine Muttersauen mit Ferkelschlupf doppelter Einzäunung usw. gebaut habe. Da hat man keine Lust mehr zu investieren.

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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#8von Claudia » Sonntag 24. August 2014, 05:17

Für Dich selber wäre ja auch immer noch die Möglichkeit Dir 2 Ferkel zur Mast zu kaufen, statt selber zu züchten. Wo willst auch sonst gescheites Fleisch herbekommen?

Wie ist das mit Schweineleasing in deiner Region um Deine akutes Ferkelproblem zu lösen?
Das heißt die Ferkel werden an X verkauft, bleiben aber bei Dir. Der/die zahlt Dir eine monatliche Futter/Aufwandsentschädigung (wie bei Pensionspferden) und wenn das Schwein das passende Gewicht hat, wird es geschlachtet und Besitzer bekommt Wurst und Fleisch in der Form wie er es möchte - da er Eigentümer ist, zahlt er TA und Schlachter.

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Guter Ansprechpartner ist Thomas Lawrenz, der macht das schon ein paar Jahre. Ansonsten Brigitta Blume, die betreibt die Site, hat aber selber die Schweinehaltung - wegen der Auflagen- aufgegeben
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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#9von rainer1 » Sonntag 24. August 2014, 11:28

Hallo

Mittlerweile ist es doch so das man Ferkel in den mengen nicht mehr loskriegt das ist einfach zu wenig dann den keiner will sich mehr ein oder zwei Schweine für den eigenverbrauch halten.
Aber was gut läuft in der größenordnung von 20 Ferkeln Mastschweinen mittlerweile wieder wenn man die Schweine selber mästet sprich Leasing Schwein und wenn sie ihr gewicht haben dann schlachtet den die Leute haben mittlerweile die Industrieware satt und wollen wieder gutes Fleisch und Wurst von artgerecht gehaltenen Tieren das geht gut.
Man Verkauft sie dann praktisch als fertiges Schlachtschwein als Hausschlachtung.
Leasing schwein wo man jeden Monat zahlt wie bei Pensionspferden geht auch aber das wollen halt viele nicht weil da ist eine beziehung da und können es dann nicht schlachten emotional gesehen.
Es gab ja mal eine Zeit vor 10 Jahren da gab es fast gar keine Hausschlachtung mehr aber mittlerweile denken die Leute wieder um und wollen die Hausschlachtung wieder von gut gehaltenen Tieren.
Bei uns im Dorf ist es mittlerweile so das viele Leute ein fertiges Schlachtschwein kaufen vom kleinen Bauern wo die Schweine gut gehalten werdenund sie der Hausmetzger dann schlachtet das kommt gut an.
Davon wird man zwar nicht reich hat aber ein bischen was den die Leute zahlen für so ein Schwein auch mehr wenn sie wissen woher es kommt.
Wir halten 20 Schweine drei sind für den eigenverbrauch und der rest geht an bekannte und freunde weg geschlachtet wird meist bei uns auf den Hof und die Leute helfen mit und nehmen dann die Wurst und fleisch mit nach hause von ihren Schwein den wir haben das Schwein ja lebend verkauft und so entgeht man dann auch den ganzen Vorschriften den wenn ich die produkte Verkaufe muss man ein Gewerbe und viele Auflagen erfüllen was man aber so nicht braucht da es eine Hausschlachtung für den eigenverbrauch ist.
Metzger und Tierarzt zahlt der Käufer vom Schwein.
Das ist wie früher und das Schlachten wird zum fest worauf sich die Leute dann auch freuen und das auch gerne zahlen ist aber immer noch günstiger als alles vom Metzger zu kaufen und die Qualität ist auch besser vom fleisch her die Arbeit der Aufzucht will halt keiner mehr machen da jeder auf die Arbeit geht aber wenn sie dann Schlachtreif sind das geht dann.
Und 3-4 Spanferkel gehen auch immer mal weg zum grillen bei Geburtstagen Polterabend oder so.
Drum geb nicht auf such neue wege der Vermarktung sprich mal ein Schlachtfest veranstalten oder so mit frischer Schlachtschüssel weil das wollen die Leute wieder so wie es früher war und wollen dabei sein.
Bei uns im Dorf ist eine Brotzeitstube die schlachten alle zwei Wochen ein paar Schweine und die machen das so und machen das schlachten zum erlebnis da melden sich Gruppen Vereine Betriebe an als Ausflug und wollen beim Bäuerlichen Schlachfest dabei sein mit frischer schlachtschüssel danach zum essen und das läuft super und sagen immer wieder das ist das beste Geschäft was sie machen und ist am meisten verdient.

Gruß

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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#10von Herwig » Mittwoch 27. August 2014, 09:23

Ich sehe auch notfalls den Verkauf an einen Metzger für lohnender als das Durchfüttern auf "Kredit".
Spanferkel etc. ist auch gut.
Grundsätzlich für die Zukunft: Wer ein Ferkel bestellt, muss den halben Kaufpreis anbezahlen, den er bei Rücktritt nicht zurück bekommt. So habe ich das in den letzten Jahren gehandhabt, und zwar nur so, auch bei Freuden!!

Zum Futter:
Such dir schnell eine Gärtnerei mit Selbstvermarktung auf dem Wochenmarkt, Frag ob du die Reste bekommen kannst, Tafeln wollen oft den "frischen Kram nicht". Auf Märkten wird oft angeboten, aus eigenen Äpfeln Saft zu pressen. Der Trester ist gutes Futter, lohnt sich abzuholen ab 50 kg. Ziegenfarm oder Milchschaffarm nach Molke fragen!!
Und nicht vergessen, dhd24 Kleinanzeigen schalten etc. (warum stehen deine Ferkel nicht in unserem Kleinanzeiger?)
Es wird, du wirst sehen!!!!
Vergiss eines nicht: Alle die jetzt ein Ferkel bestellt haben und nicht abgenommen haben, haben vermutlich Probleme welcher Art auch immer. Rufe die an, erklär die Situation und frage nach ob sie Kundschaft für Fleisch hatten, die du nun ersatzweise bedienen kannst. Frage nach Futterquellen, die du nun nutzen kannst!!
Zuletzt geändert von Herwig am Mittwoch 27. August 2014, 09:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#11von Alex » Sonntag 31. August 2014, 22:37

Hallo.

also an einen Metzger würde ich kein fertiges Schwein verkaufen, da bekomm ich nicht mal die Hälfte dessen, was ich reingesteckt habe und die Arbeit wäre dazu gescheckt.

Ich hatte sie im Kleinanzeiger, allerdings in der falschen Rubrik, peinlich. Habs jetzt ausgebessert, sonst stehn sie auch überall da wo ich auch schaue wenn ich was suche.

Beim Trester hab ich das Problem, da muss ich mich mit den Jägern drum schlagen, die sind da ganz heiß drauf. Es ist schwierig bei uns günstiges Futter herzubekommen, im Moment hab ich ja noch eine Wiese, da steht der dritte Schnitt, da sind sie ganz heiß drauf. Ich denke, wenn wirklich nix mehr weg geht, werde ich nicht alle durch den Winter füttern, sondern mir den Luxus gönnen, Ferkel zu verspeisen. Andere Leute essen Babyziegen zu Ostern. Ich eben Ferkel zu Weihnachten.

In die Zeitung werde ich sie auch nochmals setzten, da hat sich jetzt zumindest einer gemeldet, der zwei möchte.

Das mit dem Leasing find ich trotzdem recht interessant, hatte Anfragen nach ausgemästeten Schweinen bzw. ob ich sie aufziehen könnte. Im Leasingfall muss man nicht die ganzen Kosten über ein Jahr vorstrecken. Ich hätte jetzt aber keine rechte Vorstellung was das im Monat kosten sollte und das Ferkel müsste er dann auch kaufen, oder.

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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#12von Thorsten123 » Montag 1. September 2014, 08:55

Hallo ! Hab zwar keine Schweine, hab mich aber mal über dieses System etwas schlau gelesen. Das ist im Prinzip eine Lohnmast d.h. du bist nicht mehr der Eigentümer des Schweins und hast daher auch mit Tierarztkosten nix mehr am Hut. Du verkaufst das Ferkel und bekommst dann ca 30€ im Monat Futterkosten und deine AK. Hoffe das hilfg dir etwas weiter. Gruss Thorsten
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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#13von Alex » Montag 1. September 2014, 20:59

Ich hab jetzt auch ein bißchen was drüber gelesen und find die Idee eigentlich einen Versuch wert. So was ähnliches hab ich schon mal gemacht, hab für jemanden ein Schwein mit hochgezogen und er hat mi dafür gut Futter gebracht, das war damals ein Gefallen für einen Freund, hat mir aber auch was gebracht, weil da fiel für meine auch immer was ab. Ich denke ich werde das mal ausprobieren, sofern dafür Nachfrage besteht. Wie gesagt einen Versuch wäre es wert,

Hat von euch vielleicht schon jemand Erfahrung damit gemacht?

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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#14von rainer1 » Mittwoch 3. September 2014, 11:56

Hallo

Das Funktioniert eigentlich ganz gut mit den Leasing Schweinen und kommt immer mehr ich hab das neulich mal im Fernsehr gesehen
Und kommt gut an man Verkauft praktisch die Ferkel an jemanden sprich einer kauft ein Ferkel bei 13 brauchst du 13 Leute und die stellen dann bei dir die Schweine unter wie mit Pensionspferden auch.
Du Fütterst sie und machst im prinzip die Arbeit die Schweine gehören dir aber nicht mehr Fürs Futter und deine Arbeit verlangst du Geld da war es so die haben 60 Euro im Monat verlangt für ein Schwein.
Tierarztkosten und Metzger muss der besitzer vom Schwein dann zahlen.
Wann er dann das Schwein schlachtet ob als Spanferkel oder fertige Schwein oder gar nicht ist dem besitzer überlassen wann er das macht.
Da auf dem Hof war es so das die meisten nach einen Jahr das Schwein geschlachtet haben und die produkte dann mitgenommen haben was daraus entstanden ist und das war meistens dann auf dem Hof wo die Schweine gelebt haben wurden sie auch geschlachtet als Hausschlachtung wo jeder dann mitgeholfen hat und ein gemeinsames Schlachtfest gefeiert wurde.
Und mehr kann man nicht verdienen das sind 720 Euro für ein Schwein plus das ferkel was man noch verkauft hat und hat kein Risiko dabei.
Zwei stück wurden als Spanferkel geschlachtet in dem Bericht und 10 stück mit einem Jahr aber das kann dir ja egal sein wann geschlachtet wird den du kriegst jeden Monat dein Geld solange das Schwein da ist.

Und die wo das machen wollen im nächsten jahr auch wieder ein Schwein von dir so haben wo die Tiere artgerecht aufwachsen und es ihnen gut geht bevor sie geschlachtet werden.

Und die wo du nicht loskriegst bzw du sie für dich behalten willst zum schlachten ist doch da dann schon fast mitbezahlt durch die anderen und so ein spanferkel ist schon was leckeres.

Persönliche erfahrungen habe ich noch nicht gemacht aber man hört es immer mehr und scheint gut zu laufen den viele wollen das Industriefleisch nicht mehr und finden das eine gute Lösung mit dem Leasing und den eigenen produkten dann wo man das Tier gekannt hat und man weis was man hat.

Gruß

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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#15von Claudia » Montag 4. Mai 2015, 05:49

Neues Jahr - Neues Glück
Wie sieht es den dieses Jahr bei den Schweinehaltern aus? Besser, schlechter- gleichbleibend?
Oder habt ihr aufgegeben oder gar nicht mehr decken lassen?

Ist es um die AK in den verschiedenen Landkreisen ruhiger geworden?
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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#16von Alex » Montag 4. Mai 2015, 23:31

Hallo,

ich hab wieder decken lassen, erst mal eine, werde die zweite aber wohl auch noch besamen lassen, allerdings mit ein paar Monaten Unterschied, damit ich nicht alle Ferkel auf einmal habe. Weil ich hab halt meine zwei tollen Sauen, die ihre Sache echt gut machen. Ich bin meine Ferkel Schlußendlich dann noch losgeworden, hat sich halt gezogen. Die letzten sind im Januer weg, vier sind eh hier geblieben, zum selber mästen. Hab jetzt auch einen Metzger ganz in der Nähe gefunden, der preislich passt und ein EUzugelassenes Schlachthaus hat, da kann ich dann auch Fleisch verkaufen, da ist die Nachfrage nämlich größer als mein Angebot.

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Re: Ferkelverkauf

Beitrag#17von Herwig » Dienstag 5. Mai 2015, 05:10

Liebe Alex, das freut mich ja mächtig für Dich. Da hat sich ja die alte Weisheit: Komt Zeit, kommt Rat! gut bestätigt.
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