Der Beginn der Schweinehaltung...

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Der Beginn der Schweinehaltung...

Beitrag#1von Junhlandwirtin » Freitag 22. Juni 2012, 12:06

Da wir wie im Vorstellungsthread erwähnt auch die Schweinehaltung in Auslaufhaltung angehen wollen, und damit auch Leute ansprechen wollen haben wir uns an euch gewand...

Wir möchten das Schwäbisch Hällische Landschwein oder das Angler Sattelschwein halten, das Gehege bzw. den Auslauf werden wir nach und nach bauen, wie wir gerade Zeit haben um dann eben 1-2 Schweine (bei einem eine tragende Muttersau kurz vorm Termin) zulegen, die Planung besteht bereits aus eben einem Grösseren Stall und eben der Auslauffläche...

Die Leute sollen sich am Ende ihr "Schwein" für die Kühltruhe zum Festpreis selbst aussuchen können, auch nur Hälften oder Viertel...

Die Schweine sollen wie gesagt auf der Weide aufwachsen und Grünfutter sowie Obst etc. aus einem Nahgelegenen Supermarkt bekommen was ansonsten im Müll landen würde, im Großen und Ganzen eben natürlich aufwachsen...

Wenn ihr vielleicht Tipps für uns hat, wäre es total toll wenn Ihr, Sie uns mitteilt!
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Re: Der Beginn der Schweinehaltung...

Beitrag#2von Herwig » Freitag 22. Juni 2012, 14:49

Immer schön Kontakt mit dem Kreisveterinär halten, kann ich nur empfehlen.

Zur Vermarktung meine Erfahrung:

Menschen haben heute keine Vorratshaltung mehtr, maximal ein Gefrierfach im Kühlschrank. Kaum jemand hat noch eine Gfriertruhe und wenn er eine hat, ist die meistens voll. Da passt dann kein ganzes Schwein mehr rein. Versteift euch nicht darauf, dass Menschen ein ganzes Schwein oder ein Viertel Schwein von euch nehmen. Die Warscheinlichkeit, so jemanden zu finden, ist gering. Denn da muss einiges zusammenkommen: Der Abnehmer muss eine große Kühltruhe haben, in der Kühltruhe muss Platz sein, er muss fettes Fleisch wollen, er muss mehr ausgeben wollen als die Allgemeinheit, er muss ALLES mögen vom Schwein, er muss bereit sein Lagerkosten für sein Fleisch zu zahlen(Stromkosten, zusätzlich schlechte Ökobilanz) und letztlich muss er es abnehmen wenn es geschlachtet wird. Soclhe Leute gibt es nicht wie Sand am Meer!!
Und Hand aufs Herz, habt ihr schon Abnehmer?? Sinnvoller ist es, erst 2-3 kastrierte Ferkel zu kaufen und die während des heranwachsens anzubieten. Im schlimmsten Fall könnt ihr die selber aufessen. Werdet ihr sie gut los und die Kundschaft möchte Nachschlag, nächtes Mal 5 Ferkel kaufen etc. Denn bedenkt, wenn ihr zwei Sauen habt, und die gut ferkeln, habt ihr rund 30 Schweine im Jahr zu vermarkten und vor allem auch zu füttern und zu versorgen!
Es ist immer besser diese Waren knapp anzubieten, als sie unbedingt loswerden zu müssen, denn das senkt den Preis.
Ich verkaufe nur 10 oder 5 kg Pakete, da ist dann von allem etwas drin und nach einer Mahlzeit passt der Rest ins Gefrierfach.
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Re: Der Beginn der Schweinehaltung...

Beitrag#3von Junhlandwirtin » Freitag 22. Juni 2012, 15:37

Hallo Herwig,

Also die Nachfrage besteht, haben es natürlich vorher schon "leicht" abgekartert, und früher hatten wir auch immer Schweine (vor 10 Jahren ca.) und es sind immer noch Leute da, die gleich eine Halbe Sau möchten um die Truhe zu füllen, also hier unten ist das schon eher Gang und Gebe, hier kaufen sie Masse...
Und wenn sie einen "vermeintlich" günstigen Preis vor Augen haben und die Gewichtsangabe dazu sind sie auch bereit es zu bezahlen...

Desweiteren würde ein dem andern Dorf angehöriger Metzger die Schweine von uns auch nehmen um die Wurst und das Fleisch im laden zu verkaufen...

Nur gehts dann eben nie nach Kilopreis sondern Festpreis pro Stück...
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Re: Der Beginn der Schweinehaltung...

Beitrag#4von härtsfelder » Freitag 22. Juni 2012, 21:55

Hallo Zusammen,
ich denke Ihr seid auf dem richtigen Weg. Im kleinen zwar, aber immerhin setzt ein Umdenken ein und mancher möchte wissen, wo seine Nahrung und gerade auch Tiere / Fleisch herkommen. Ich habe im Schnitt mindestens eine Anfrage pro Monat nach einem Schlachtschwein und das ohne Werbung. Manch Älterer erinnert sich an den Geschmack von früher und möchte das wieder haben. Mein Metzger würde mir jeden Monat ein paar Schweine abnehmen, gerade auch schwerere, also " rechte Säu" so mit 150 - 180 kg. Leider ist bei einem Morgen Gesamtfläche nur die Haltung für den Eigenverbrauch möglich. Doch wenn Ihr die Möglichkeit habt - super und alles Gute zu Eurem Vorhaben.
Gruß Matthias
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Re: Der Beginn der Schweinehaltung...

Beitrag#5von Herwig » Sonntag 24. Juni 2012, 16:11

@Kerstin:
Na dann ist ja alles bestens und dem Ansinnen steht nichts mehr im Wege. Du wirst das ja alles auch noch kennen aus der Zeit als Du Nutztier-Arche warst...
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Re: Der Beginn der Schweinehaltung...

Beitrag#6von Junhlandwirtin » Donnerstag 28. Juni 2012, 08:03

Herwig, auf die Nutztierarchen-Zeit wird es vielleicht früher oder später wieder hinauslaufen, damals war der Erfolg, öhm gar nicht da, aber nun folgt es Schritt für Schritt und wenn alles lauft, vielleicht auch wieder als Nutztierarche, meine Mutter soll jetzt aber erstmal ihre Rheinischen Schecken weiterzüchten bis es "perfekter" ist, denn noch ist min. 1 Japaner im Wurf...

Desweiteren kommt die Mutterkuhhaltung ja noch dazu, so wie in der Bullenmast allerdings auch mit Braunvieh, den Deckbullen wird dann einer der Herren aus der "Mast" sein, und die Lachshühner meiner Mutter, werden bis im nächsten Frühjahr wohl auch zuverlässig Eier legen, dass wir dann Küken ausbrüten können, eben alles Nach und Nach...
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