Wanderweide

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Wanderweide

Beitrag#1von Christina » Sonntag 25. August 2013, 21:54

Aus gegebenem Anlass starten wir nun den zweiten Versuch mit der Wanderweide (Elektrozaunnetz innerhalb des nicht genutzten Teils auf der Pferdeweide). Heute sind die Schafe wieder auf ein neues Stückchen gestellt worden.
Das Problem ist, dass die drei Tiere etliche Wochen daran fressen können, ohne dass es wirklich leer wird, was ja wieder nachteilig wegen des Parasitendrucks ist. Wir werden die Schafe also weiter stellen, bevor die Weide abgefressen ist, und hinterher ausmähen.

Nun meine Frage: Wie lange lasst ihr Eure Schafe höchstens auf einem Stück bevor ihr sie weiter schickt?
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Re: Wanderweide

Beitrag#2von Claudia » Montag 26. August 2013, 06:18

wieviel schafe sind denn auf wieviel fläche?
was heisst nicht leer? ist da soviel drauf oder lassen die das unleckere stehen?
ich seh bei mir immer, das ziege, schaf, pferd völlig anders selektieren, was sich aber gut ergänzt
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Re: Wanderweide

Beitrag#3von schnuckened » Montag 26. August 2013, 06:52

christina, in diesem jahr mit einem verbesserten weidemanagement zu beginnen ist es meines erachtens schon zu spät, da du jetzt gezwungen bist, die schafe auf "satte weide" zu stellen. daher stellt sich die eingangsfrage jetzt nicht. stell sie drauf und kopple nach und nach um, schätzwert 3 wochen sag ich mal. der nachteil des eingangs beschriebenen ist tatsächlich, die schafe werden das schmackhafte futter heraus selektieren und langes zeug stehen lassen, so der aufwuchs da ist. bei guter beobachtung wirst du merken, die schafe wollen lieber woanders hin als hier weiter zu fressen. das ist der zeitpunkt zum umkoppeln, bevor die dämlichkeiten machen und durchs netz wollen. dann umsperren und die alte weide nachmähen. letzteres brauch ich bei mir bspw. gar nicht machen, denn die nächste trockenheit kommt bestimmt und alles ist weg. würde ich jetzt nachmähen, wäre die ganze fläche verbrannt. daher lass ich das alte stehen und nutze das als verdunstungsschutz, warte auf regen, dass es wieder nachwächst. da es vorher keinen zweck hat, die schafe wieder drauf zu lassen ist die frage nach dem "wie lange wo die schafe" ziemlich relativ. wichtiger ist, nicht zu große fläche zum grasen lassen und lieber öfter umkoppeln.

grüße

ed
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Re: Wanderweide

Beitrag#4von Christina » Montag 26. August 2013, 08:28

Ed, wir hatten sie ja schon auf Wanderweide, waren nur wegen der Einfangmöglichkeit zurück zum Stall... dort will ich sie aber nicht mehr stehen lassen, weil das Stück bis zum Winter schaffrei haben soll und die Gänse jetzt drauf sollen/müssen. Auch die brauchen ja immer mal wieder andere Weiden. Ich denke also, ich muss jetzt noch damit anfangen.

Das Gras ist auf dem neuen Stück über kniehoch, also nicht mehr ganz so saftig. Das ist im Juni gemulcht und seitdem gewachsen. Ich hab zwei Weidenetzte verbaut, komme also ungefähr auf 600qm und das bei nur noch 3 Tieren.

Lasse ich sie da drauf stehen bis sie alles weggefressen haben, dauert das Monate und ich hab wieder das Parasitenproblem. Ich muss sie also vorher runter nehmen, dazu aber meine Frage, wie lange sinnvoll ist und ab wann die Parasitenproblematik wieder zu groß wird.

Bei all den Überlegungen zum Weidemanagement bleibt festzustellen, dass mehr Schafe sinnvoller wären!

Gruß, Christina
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Re: Wanderweide

Beitrag#5von schnuckened » Montag 26. August 2013, 11:56

Christina hat geschrieben:Bei all den Überlegungen zum Weidemanagement bleibt festzustellen, dass mehr Schafe sinnvoller wären!


richtig! auch über nachzucht wäre nachzudenken. denn der frisst im sommer den überbestand auch mit weg! den verkaufst du, oder verwertest selbst!im winter dann einen grundbestand.
selbst hatte ich anfangs zwei zippen und nen bock, habe auch gemerkt, dass mein futterangebot reserven aufweist und eine 3. aue zugelegt. die anzahl der lämmer differiert zwischen 2 und fünf bisher, aktuell in diesem jahr insgesamt 9 tiere. die langen dann auf 1,5 ha schon ordentlich rein. das prinzip des "managements" hat sich kaum geändert. die schafe sind in der lage sich selbst zu versorgen, wasser/leckschale ausgenommen. das einzige wirkliche problem stellen die flaschenlämmer dar. die schlachtung gehört schon zur vermakrktungsstrategie. und die geburt der lämmer ist was außerordentlich erlebnisreiches, jedes jahr!

grüße

ed
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Re: Wanderweide

Beitrag#6von Christina » Dienstag 3. September 2013, 06:09

So, wir haben gestern für unsere Wanderweide zwei gebrauchte Kälber-Iglus gekauft. Die können wir bequem zu zweit umtranportieren. Für das eine Iglu haben wir noch ein Gitter dazu genommen, so dass wir die Schafe auch auf der Wanderweide bei Bedarf festsetzen können. Ich bin sehr zufrieden! :-) Theoretisch müssen sie nun nur noch bei Schnee auf die Standweide, weil ich dann der Standfestigkeit des Weidenetzes nicht vertraue.
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Re: Wanderweide

Beitrag#7von karinenhof » Dienstag 3. September 2013, 12:35

ich kenne die Aussage, dass eine Weide ca. 6 Wochen ruhen soll. Damit arbeiten wir schon seit mehreren Jahren und haben keine Probleme mit Parasiete.
Wir koppeln um und mähen dann nach. Jetzt das letzte mal, den Rest futtern sie über Winter kurz.

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Re: Wanderweide

Beitrag#8von Christina » Dienstag 3. September 2013, 14:32

Hallo Karin,

ja, die 6-Wochen-Regel kenne ich auch. Was mich nur verwundert, ist, warum bei Schafen 6 Wochen reichen und bei Pferden soll man über ein Jahr warten?!?

Da wir mit der Wanderweide aber wirklich viel Platz haben, ist die Wartezeit kein Problem. Eher, wie lange ich die Schafe auf einem Stück lassen kann, bis die Parasiten schon zum Problem werden.

Viele Grüße,
Christina
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Re: Wanderweide

Beitrag#9von karinenhof » Mittwoch 4. September 2013, 10:40

es gibt nur die Regel: kurze Fress- und lange Wartezeit. Leider kann ich Dir nun auch nicht sagen wie kurz kurz ist.
Wir haben unsere Flächen geviertelt und lassen die Tiere jeweils zwei Wochen drauf. Dann wird ein Stück weitergekoppelt und nachgemäht.
Dadurch haben wir die empfohlenen sechs Wochen Ruhezeit.

Wenn Du genug Platz hast, dann gebe ihnen kleine Stücke und koppel öfter um. Schäfer mit größeren Herden koppelt teilweise täglich um.

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