Schafwolle, wohin damit??

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Beitrag#51von Daniel » Mittwoch 27. Februar 2008, 10:35

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

ist momentan der einzige den ich hier hab.
Ansonsten gibts auch noch andere, nur finde ich den Link grade nicht.

Hm, 65 € für das Kilo handgesponnene Wolle, wenn ich das richtig verstanden habe?
In welcher vergleichbaren Nm Dicke ist die Ausspinnung?
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Beitrag#52von ansaregina » Mittwoch 27. Februar 2008, 11:56

Nadelstärke 3-3,5. Machmal auch 4-4,5. Kommt drauf an, wie die Wolle spinnen lässt. 2-fach gezwirnnt.
Gefärbte Wolle,2-fädig (mit Pflanzenfarben) 8,00 Euro/100 Gramm. Das ist doch nicht zu teuer,man muss auch die Arbeitzeit, Kosten für Wasser etc.,Vermarktung. Da bleibt nicht viel hängen.
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Beitrag#53von Daniel » Mittwoch 27. Februar 2008, 13:41

NeL, NeB oder NM?
Oder einfacher gesagt, wie viele Meter pro Kilogramm?

8 Euro pro 100 Gramm ist nicht zu teuer, nur ist der Absatzmarkt eben nicht so groß für solche Sachen.
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@ansaregina

Beitrag#54von Domino » Freitag 7. März 2008, 00:29

Hallo!
Ich bin gerade über euere Woll-Unterhaltung gestolpert Bild
Ich bin auch gerade am überlegen, mir eine Kardiermaschine zuzulegen. Im Augenblick tendiere ich zu der doppelbreiten von Tom Walther. Die Maschinen sollen super laufen.
Er hat auch Kardenband auf seiner Webseite angeboten. Kannst ja mal gucken gehen unter
www.walther-spinnrad.de, dann unter Produktübersicht Kardiermaschinen + Handkarden + Zubehör.
Alles Liebe!
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Beitrag#55von ansaregina » Mittwoch 12. März 2008, 08:37

Ich habe alle Kardiermaschinenhändler in Deutschland ,Holland ,USA,Australien,Finnland,Schweden schon durch. Der Kardenbelag ist zu schmal. Ich habe vor ein wenig größere Kardiermaschine zu bauen. Ausserdem sind diese Kardiermaschinen ob von Loet,Ashford etc. viel zu klein.Die sind für Hobby, aber nicht für gewerbliche Einsatz geeignet. Walze habe ich schon(Kabelrolle von Elektriker,schön groß).Nur der Kardenbelag!!
Wird mir noch was einfallen.
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daniel

Beitrag#56von ansaregina » Mittwoch 12. März 2008, 08:42

meine Wolle hat LL/100g ca 100m mal weniger mal mehr.Ich achte nicht auf Lauflänge, sondern ich spinne so wie die Wolle spinnen lässt.Ich habe mich schon längst verabschiedet von sämtlichen Normen und Vorschriften.
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Beitrag#57von Tobias » Freitag 14. März 2008, 19:03

Ich melde mich zurück.
Es tut mir leid, dass ich vor Monaten so sang und klanglos verschwunden bin. Hatte ziemlichen Stress und Ärger am Hals. Ich hoffe, dass bessert sich die nächsten Monate wieder zum Normalmaß. Dann schaue ich auch sicher wieder öfter vorbei.

Eine Frage: Hat jemand schwarze (oder dunkelgraue etc.) Wolle abzugeben? Ich brauche es für den Versuch ein Kostüm für ein Jugendprojekt selber herzustellen (Wolf(sfell) aber möglichst in schwarz). Projekt verfügt über kein Budget, daher finanziell wenig bis garnichts drinn... Kann trotzdem jemand helfen?

Grüße
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Beitrag#58von Biela » Mittwoch 19. März 2008, 22:19

Mal eine dumme Frage von mir ... wann ist denn die Zeit der Schafschur?

Weil ich nämlich mal Wolle bräuchte (genauere Gewichtsangabe oder Volumen muss ich aber noch ausrechnen).
Und könnte mir die jemand noch kardieren? Weil ich leider keine Möglichkeit dazu habe ... Am besten natürlich alles aus einer Hand. Mehrere Kilo Wolle von Hand zu kardieren ... da wird man wohl seines Lebens nicht mehr froh, oder? Vor allem, da das was ganz und gar nicht Mittelalterliches werden soll.

Sonst würde ich mich vielleicht sogar selber dran machen.
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Beitrag#59von klosterbauer » Donnerstag 20. März 2008, 11:13

Hallo Biela

wir scheren üblicherweise so Ostern - nur dieses Jahr ist Ostern früh und arg kalt. Also tendenziell ab jetzt in den nächsten acht Wochen, würd ich schätzen, scheren die meisten.

Wir kardieren auch die von uns gereinigte und gewaschene Wolle und verschicken dann - musst Du mit meiner Susanne klären. Schick doch einfach mal über PN Deine Anfrage, dann sehen wir. Wir haben braune und weiße Bergschafwolle (schwarze ist so rar, die geben wir nicht weg)

Bis dahin Bergische Ostergrüße von
Peter
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Beitrag#60von ranulf » Donnerstag 20. März 2008, 19:32

Moin, moin

@Tobias: Ich könnte Dir Rohwolle von grauen Heidschnucken anbieten, allerdings erst nach der Schur sogegen Ende Mai.

Bei Frage gerne mailen,

Gruß Ralf
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So muss gute Rohwolle sein

Beitrag#61von ansaregina » Mittwoch 2. April 2008, 08:48

ich habe noch vor Ostern von Klosterbauer Bergschafwolle bekommen. So muss Rohwolle sein. Ich bin sehr zufrieden. Lässt gut spinnen und noch besser filzen. Lieferung erfolgte schnell. Preis ist in Ordnung.
Kann nur empfehlen. Ich werde jedenfalls wieder bestellen.
Viele Grüße aus Berlin Bild
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Beitrag#62von klosterbauer » Donnerstag 3. April 2008, 08:56

Guten Morgen Ansaregina

danke für die Blumen ... und viel Freude bei der Arbeit

Peter
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Beitrag#63von Daniel » Donnerstag 10. April 2008, 19:45

ich suche momentan wolle von einer möglichst alten rasse, wie beispielsweise dem schwarzbraunen bergschaf(sol aus dem Frutigschaf hervorgegangen sein), oder eben die älteste Rasse, die hier gehalten wird.

Wenn es geht am liebsten gewaschen und kardiert, damit die Wolle direkt versponnen werden kann.

Gibt es sowas überhaupt hier, bzw. weiß jemand eine Bezugsquelle?
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Beitrag#64von klosterbauer » Donnerstag 10. April 2008, 19:52

Hallo Daniel,

wenn es nicht schwarzbraun sein muss (das ist eh in Deutschland die neuere Rassenbezeichung, weil die schwarzen dazu gekommen sind), sondern rein braun, dann melde Dich einfach bei uns - Susanne wäscht nahezu kontinuierlich ....

Bis dahin Grüße aus dem Bergischen von
Peter
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Beitrag#65von schmidti » Montag 12. Mai 2008, 11:11

Hallo Schafhalter,
das Thema Wolle ist ja echt ein Dauerbrenner. Ich würde es ja echt gut finden, wenn ich auch Kleidung aus meiner Wolle hätte. Hat jemand Erfahrung mit dem Wollkontor des ZVPS?
Wäre so was für uns interessant?
Das Prinzip ist ja seine Wolle abzuliefern und Kleidungsstücke zurück zu bekommen. Aber die machen das ja nur für Pommern und Skudden.

Also wer weiss was?
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Wollnutz

Beitrag#66von drudelmurks » Freitag 23. Mai 2008, 13:22

Hallo, das mit den Düngen und um Nutzbäume legen ist eine klasse Sache, das nehme ich schonmal auch aus diesen Tipps mit. Immerhin bleibt bei der Wollverarbeitung immer ein unbrauchbarer Teil, (vom Hintern wo auch mal natürliches Düngemittel drann bleibt ;o) zurück, dies ist somit auch noch nutzbar ;o) Klasse Tipp!
Ich plane ebenfalls unsere Wolle zum Sticken, Spinnen und anderen Handarbeiten zu nutzen. Aber da mir noch das Zubehör (bis auf die Stricknadeln) fehlen, muss ich erst noch an der Anschaffung basteln :o) Der Tipp mit dem Akkuschrauber ist ebenfalls sehr Pfiffig Herwig.
Sonst haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Wolle gern genommen wird, wenn sie zu einem kleinen Preis bis gratis vergeben wird. Hobbyspinner, Kindergärten und andere nehmen gern die Wolle entgegen. Auch könnte man selbst Hand anlegen oder etwas davon im Wald für Nistmaterial vereilen (natürlich keine Wollberge ;o) Ein paar Flocken und viele Nester sind wohlig weich gepolstert. Aber die große Masse an Wolle, wird wie gesagt gern von Hobbyhandwerkern genommen. Auch eine Dame die Ihre Tierbetten-Kissen damit polstert freut sich darüber. Die Wolle wird mit etwas Wollwaschmittel durchgekocht und gut ist. Nichts mit Chemie.
Viel Spaß noch beim Ideen klopfen
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Beitrag#67von klosterbauer » Freitag 23. Mai 2008, 14:43

Hallo Dudelmurks,

nichts für ungut, diese Diskussion wiederholt sich ständig: Klar wird alles gerne genommen, wenn es nichts kostet. Aber - liebe Leute - die Dinge sind doch was wert. Wenn alles verschenkt wird, wie bitteschön sollen dann die Dinge einen Wert erhalten!!!!
Bitte hört auf, Eure guten Produkte für kleines Geld zu verschleudern. Dies ist aus meiner Sicht wirklich nicht professionell - und eine Zukunft haben auch die alten RAssen nur, wenn sie wirtschaftlich verwertet werden können.
Ich mag die Diskussion nicht wieder von vorn beginnen - bitte aber mal, weiter vorn nachzulesen. Und den Dingen - auch und gerade der Woll - den Wert zu geben, die in diesem Falle die Wolle hat.!!!

Soweit für jetzt - beste Grüße
Peter
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Beitrag#68von schmidti » Freitag 23. Mai 2008, 18:33

Hallo zusammen,

da sprichst du mir aus der Seele Peter. Schafe sind über Jahrhunderte gezüchtet worden, um Wolle zu liefern.
Ich halte es daher für genauso wichtig die Wolle zu verwerten, wie das Fleisch. Das wirft man ja auch nicht weg
oder verschenkt es Bild.
Wolle zu verarbeiten ist immer wieder faszinierend. Nun muss (und kann ) vielleicht nicht jeder seine Wolle
selbst verarbeiten. Daher möchte ich die Frage noch mal aufgreifen, wer Erfahrung mit dem Wollkontor des ZVPS oder dem Wollprojekt der GEH hat. Wie lauft das ab? Kann man dort auch ohne Mitgliedschaft mittun?
Hat jemand andere Möglichkeiten? Gibt es in unsreren Reihen Wollverarbeiter, die Stoffe und Kleidungsstücke herstellen können?

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Beitrag#69von klosterbauer » Freitag 23. Mai 2008, 21:18

Hallo Schmidti, du alter Gesell ... (hoppla, habe gerade meine altdeutsche Phase)

egal, ich habe am Rande des Bonner Vielfaltsmarktes mit der Kollegin vom GEH-Wollprojekt länger plaudern können. Und dabei erlebt, wie die Bonner eingekauft haben. Also: das Projekt läuft besser, als ich es dachte. Die Verarbeitungsstruktur und professionell und über verschiedene Stationen durchorganisiert - wer will, gibt die Wolle zum Waschen und erhält das fertige Produkt zum Verkauf.
Ob wir da mit machen oder nicht, wollen wir noch klären. Zuerst ja auch mal zu klären, die der eigene Verkauf läuft ....
Unser Vorteil: Wir sind GEH-Mitglied. Ob da auch Nichtmitglieder mitmachen dürfen, dass müsstest Du mal erfragen ....
Aber schön, dass ich mit meiner Meinung nicht allein da stehe. Obwohl ich es schade finde, immer diese Diskussion führen zu müssen - aber vielleicht gehört das ja dazu.

Beste Grüße von Schmidt zu Schmidti
der Bergische Pitter
PS: Das Wollkontor sagt mir nichts, habe auch nichts im Internet gefunden.
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Beitrag#70von Manja » Dienstag 2. September 2008, 12:47

hi @ all,

ich habe mich in den letzten Tagen oft mit dem Thema "Schafwolle als Dünger" beschäftigt, und dabei Euer Forum gefunden.


Hatte neulich einen Bericht im MDR gesehen, über ein Projekt in der Rhön, bei dem sie Schafwolle weiterverarbeiten, gestern habe ich nun endlich einen Link zum Beitrag gefunden:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Ich denke mal, wenn das "geht", brauchen die bestimmt immer mal ne Ladung Wolle ..



LG Manja
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Beitrag#71von ranulf » Dienstag 2. September 2008, 19:06

Moin, Manja

Toller Link, nun werde ich bei mir im kleinen mal probieren, wie sich meine Schnucken-wolle unter den Bäumen macht.

Noch macht mir die Verarbeitung als Mulchmaterial kummer. Ich denke ich werde mal versuchen eine grobe Mulchmatte zufilzen?

Schöne Grüße
Ralf
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Beitrag#72von torpartjejen » Montag 8. September 2008, 06:49

Hej!

Ich könnte Massen von Schafwolle gebrauchen. Da ich mein Haus renoviere und damit auch noch mindestens X Jahre beschäftigt sein werde, könnte ich die Wolle sehr gut als Isolierung im Boden und in den Wänden gebrauchen. Gibt wohl kaum ein Material, was zur Isolierung besser geignet wäre. Sicher nicht so schnell zu verarbeiten wie Rockwool aber doch so viel angenehmer beim Verarbeiten und von der Wohnkvalität (muss so buchstabieren weil der Buchstabe ku :) fehlt auf meiner Tastatur) und vom Preis brauchen wir ja gar nicht erst zu reden.

LG Annett
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Beitrag#73von karinenhof » Montag 8. September 2008, 11:27

zur Dämmung sollte die Wolle vorab mit etwas behandelt werden, um Motten und anderen Krabbeltieren keine Chance zu geben. Mir fällt aber gerade nicht das Mittel ein Bild.

nachdenkliche Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
Nutztier- Arche Karinenhof, Hof Nr. 81
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Beitrag#74von Ranunkel » Montag 10. November 2008, 20:50

Moin zusammen,

ist zwar schon ein bisserl älter, das Thema, trotzdem will ich mal meinen Senf dazu geben.

@Karin
Die Wolle muss mit Borsalz behandelt werden, damit sie als Dämm-Material verwendbar ist.

Wir hatten vor, unser Dach mit Schafwolle zu dämmen, aber die zwischenzeitlich entstandene Industrie will für das fertige Material nicht wenig Geld. Also haben wir es gelassen und auf die etwas günstigere Variante mit den Papierschnipseln zurück gegriffen. So viel dazu.

Das Thema Ankurbeln der Nachfrage und Vermarktung ist mir nicht unwichtig, auch wenn ich "nur" Verwerterin von Wolle und anderen Tierprodukten bin. Das aber leidenschaftlich, denn es gibt nichts Besseres in der kalten Jahreszeit, als Klamotten aus Wolle. Meine Knochen, bzw. Gelenke danken es mir, ich bin ohne das Teufelszeug in den Tabletten beweglicher und fast schmerzfrei. Mit Arthrose ist nicht leicht arbeiten ...

Ich hätte da noch eine Idee: Als Mitglied in der Interessengemeinschaft Bauerhaus e.V. bin ich auch dort aktiv. Ehrenamtlich betreue ich die Sparte "Rund um's Haus/Gärten" auf der Homepage (momentan noch etwas verwaist aus Zeitgründen), ab und an schreibe ich Artikel für die Vereinszeitschrift "Holznagel". Ich weiß, dass viele der weiblichen Mitglieder auch spinnen (mit dem Spinnrad), einige besitzen auch einen Webstuhl. Und sehr, sehr viele Mitglieder kaufen gerne ab Hof, bzw. s.g. Biolebensmittel. Die Klientel schlechthin also.

Wir sind immer auf der Suche nach guten Artikeln für unsere Zeitung (Auflage etwa 7.000 pro Ausgabe, erscheint 5x jährl.) und die Webseite. Wenn die Erzeuger hier sich entschließen könnten, Artikel über die einzelnen alten Rassen (ich meine nicht nur Schafe) zu liefern, könnte Zeitschrift und Webseite auch gleichzeitig eine Plattform für die Vermarktung sein. Logisch, dass zum Artikel dann auch der Link zur Homepage des Schreibers gehört, Kontaktdaten inkl. Bild

Natürlich ist auch eine Werbeanzeige im Holznagel möglich, aber die kostet dann eben auch Geld.

Ich selbst möchte in unregelmäßigen Abständen Artikel über alte Handwerkstechniken schreiben. Schön wäre, wenn auch Interviews mit Herstellern wie z.B. Ansa Regina, oder mit Dir, Herwig, möglich wären. Dazu reise ich natürlich nicht in der Weltgeschichte umher, die Zeit habe ich gar nicht. Telefonisch und per Mail kann man solche Interviews auch führen. Bilder müssten dann natürlich zur Verfügung gestellt werden.

Dass ich selbst in Zukunft einigen Bedarf an Rohwolle haben werde, versteht sich fast von selbst (nach meinem Vorstellungs-Posting). Ich habe im vergangenen Jahr händeringend nach passender Wolle für meinen Strickapparat gesucht und nach ewig langem Suchen auch gefunden. Meine alte Duomatic mag keine dicke Wolle - das war mein Problem. Würde ich Chemie verarbeiten wollen, hätte ich es wesentlich einfacher gehabt ... Bild

Noch mal zur Klarstellung: Ich mache das ehrenamtlich für den Verein IGB, bin alles andere als eine Journalistin. Ich bin nur eine leidenschaftliche Überzeugungstäterin und habe als solche meinen Ruf schon längst weg Bild

So, und nun bin ich gespannt auf das Echo und setze mich derweil an mein Spinnrad um die geforderte Tagesration doch noch zu schaffen.

Herzliche Grüße
Ulrike
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Wohin mit der Wolle?

Beitrag#75von RainbowRising » Dienstag 11. November 2008, 18:17

Hallo,
das Thema ist zwar schon etwas älter, ich bin beim stöbern im Index drüber gestolpert und doch ziemlich überrascht.
Ich verspinne seit 11 Jahren Wolle,hatte schon Kardband,Vlies und Kammzug von Rassen wie Skudden,Pommersche Landschafe,Heidschnucke und Merino auf der Spule. Und meine Erfahrungen in der Materialbeschaffung sind zweigeteilt, sehr gute und ganz böse Erfahrungen. Einmal bekam ich ein Vlies, an das ich mich noch heute mit Schaudern erinnere.Von den Ködeln mal abgesehen ( kann man ja prima als Dünger für den Garten nehmen,danke für den Tipp!!!Bild) war das Vlies voll mit Goldfliegen und anderen toten zeckenartigen Getier und so voll mit Einstreu, ich hätte wie Rumpelstilzchen Stroh zu Gold spinnen können. Das habe wirklich komplett in der Tonne entsorgen müssen.OK, es war Lehrgeld.
Ich klapper jedes Jahr zur Schurzeit die Schafhalter hier im Umland ab um mir meine Wolle zu besorgen und es ist jedesmal die gleiche Erfahrung...die Schafhalter schauen mich entgeistert an,wenn ich mit meinem Anliegen komme. " Deern,was willste denn mit der Wolle???Bild" und jedesmal wenn´s um´s Geld geht erlebe ich, das die gar nicht wissen, was sie für ein Vlies zb. nehmen wollen/ sollen und verkaufen mir dann für 10€ pro vollgestopften Sack und erzählen mir im gleichen Atemzug, das sich die Schafhaltung gar nicht mehr lohnt. Das sie nicht mal das Geld für die Schur wieder reinkriegen und die Wolle lieber verbrennen oder wegwerfen. Ok, jetzt könnte ich mir die Händchen reiben und mich freuen, so günstig an gute Wolle rangekommen zu sein, aber ich reibe mir nicht die Händchen,im Gegenteil, ich fasse mir an den Kopf.
Hier entsorgen die Schafhalter ihre Wolle,weil sie dafür fast nichts kriegen und auf der anderen Seite bekommt man in den Handarbeitsgeschäften eigentlich nur Austral-Merino-Wolle, die auf die eine oder andere chemische Art zu trendigen Garnen verarbeitet wurde ( und irre teuer ist).
Das ist doch sowas von unlogisch: auf der einen Seite Wolle wegwerfen und auf der anderen Seite wird das "Zeug" um die ganze Welt geschippert ,um hier an den Mann gebracht zu werden.Hinzu kommt noch, das Frachter auch eine Menge Co2 in die Luft blasen...Tut mir leid, das verstehe ich einfach nicht, das geht mir nicht in den Kopf.
Klar, die Schafhalter in Neuseeland und Australien müssen auch irgendwovon leben, das sehe ich ein. Das ist nur ein Beispiel von vielen und für mich stellt sich die Frage nach dem Sinn des Ganzen.
Ich erlebe es auch immer wieder, das ich wegen meiner Pullis beneidet und angesprochen werde ob ich nicht jemanden auch so einen spinnen und stricken könnte.Das würde ich nur zu gerne machen,nur wenn die Leute hören, das ich für die ganze Arbeit zwischen 100-150€ haben möchte werden sie sehr blaß und gehen lieber zu einem Textildiscounter.Ok, deren Problem, ich bin da lieber "Zicke" und renne in Unikaten herumBild ohne Chemiefarben und sonstiges Gedöns.
Durch einen dummen Zufall könnte ich Ende nächsten Jahres ein alteingesessenes Handarbeitsgeschäft mit einem Haufen Stammkunden übernehmen,das aus Altersgründen abgegeben wird.Klar, da würde ich auch überwiegend "Industriewolle" verkaufen (müssen). Aber ich wäre nicht ich wenn ich nicht -zumindest teilweise- da gegenanstinken würdeBild.
Wie gesagt, ich habe ein Jahr Zeit das ganze in trockene Tücher zu kriegen, mit der jetzigen Eigentümerin stehe ich in engen Kontakt zumal ich die einzige Interessentin bin...
Meine Idee ist es auch Spinn- und Filzkurse anzubieten und eben auch Wolle von aussterbenden Hausschafrassen, einfach um zur Erhaltung der Rassen beizutragen, das Interesse für diese Rassen und altes Handwerk zu wecken. Und irgendwann möchte ich selbst auch gerne Schafe halten, aber das ist noch Zukunftsmusik...Für Ideen,Ratschläge und Tipps wäre ich jedenfalls echt dankbar.
Oje oje, eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben und nun ist es doch ein halber Roman geworden...
Was ich zu guter Letzt noch loswerden wollte: Ich bin auch in einem Handspinnforum. Man glaubt gar nicht wieviele Leute noch spinnen,filzen und weben und diese Leute sind auch immer auf der Suche nach qualitativ guter einheimischer Wolle. Da könnte man doch sicher den einen oder anderen nutzbringenden Kontakt für beide Seiten herstellen, denke ich mal. Rein privat hätte ich Interesse an Wolle von Pommerschen,Coburgern,Jakobsschaf und Bergschaf. Wenn da einer von euch etwas für mich hätte und klar sollte sein: Ich will nichts geschenkt haben!!!Wenn,dann fair für beide Seiten!!! Wer mag kann mir ja eine Message oder Email schicken.

Wollige Grüße
Esther
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