Schafwolle, wohin damit??

Moderator: Alex


AbonnentenAbonnenten: 1
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 42979

Beitrag#26von Herwig » Freitag 28. Dezember 2007, 15:54

Hallo Regina,

ich finde dein Interesse und dein Engagement für die alten Rassen toll. Auch das du eine Handwerkskunst betreibst, die nicht mehr alltäglich ist, finde ich unterstützenswert.
Ich habe schon hin und her überlegt,wie wir dich hier von VIEH unterstützen können.
Folgende Ideen sind mir gekommen:
  1. Ich würde dich gerne im nächsten Newsletter von VIEH vorstellen, als Verarbeiterin mit eigenem Shop. Das geht immerhin an weit über 4000 Leute und vielleicht kommt da ja mal eine Bestellung.
  2. Ich werde deinen Shop in unsere Linkliste bei VIEH aufnehmen. (Vielleicht setzt du ja auch einen Link zu uns?)
  3. Wir haben noch niemanden, der finnisch beherrscht, es wäre toll, wenn wir jemanden hätten. Du ahnst es?? Es würde dir vermutlich auch andere Kontakte bescheren. Du könntest also als Finnische Ansprechpartnerin für VIEH fungieren. SAieht dann so aus: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
  4. Außerdem kannst du natürlich jederzeit kostenlos auf unserer Seite inserieren und spezielle Wollen von gefährdeten Schafrassen anbieten lassen. In der Regel können die Leute ihre Wolle eher schlecht loswerden. Ich kann mir auch vorstellen, das Leute bereit sind, dir einen größeren Posten einzulagern, da hättest du dann eine gleichbleibende Qualität.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#27von ranulf » Freitag 28. Dezember 2007, 20:04

Moin, Moin,

ich habe mich mal zum Thema filzen umgeschaut.

unter *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** findet man eine ausführliche Info zum Thema Nassfilzen. Mit verweisen auf Kardieren und Wolle waschen.

Eine schöne Seite mit Ideen und Anleitung zum Trockenfilzen findet Schäfer und "Wolllustige" unter *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** mit wunderschönen Filzarbeiten.

Unter *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** habe ich eine Bilddokumentation über das filzen und bauen einer Jurte gesehen. unteranderem kann man auf der Seite auch Filzbedarf bestellen und an Kursen teilnehmen.

Unter *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** findet ihr die Home zweier Lehrerinnen, die mitdem Naturzentrum Hamburg Filzprojekte und Kurse mit Kindern durchführenunteranderem mit Pommernschafwolle.

Für zukunftige lange Nachtwachen werde ich es mal mit dem Trockenfilzen mit den speziellen Nadeln probieren, sofern meine Pelzschafe etwas von ihrer Pracht abgegeben haben.


Ansonten findet man beim googlen eine Reiche Auswahl an Anbietern von Produkten zum Filzen.


Schöne grüße

Ralf
Benutzeravatar
ranulf
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 134
Registriert: 12.2006
Wohnort: Nordfriesland
Geschlecht: nicht angegeben

Freut mich

Beitrag#28von ansaregina » Dienstag 1. Januar 2008, 22:36

Hallo Herwig,
das ist nett von dir. natürlich kann ich finnisch, mache ich gerne. Vieh-ev.de steht seit letzten Jahr schon in mein HP. Mit dem Links bin ich irgenwie zu blöd, mit kopieren und irgendwie einfügen,hat bei mir noch nie geklappt. Zwar habe ich mein HP selber gemacht, aber irgendwo und irgendwann ist immer Ende, wo man einfach nicht weiterkommt. So habe ich einfach auch vieh-ev unter empfehlenswerte Seiten untergebracht und es funktioniert. Es gibt für alles immer ein Lösung.
Viele Grüße
und erfolgreiches neues Jahr für alle
Ansa-Regina
Benutzeravatar
ansaregina
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 27
Registriert: 12.2006
Wohnort: Berlin
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#29von Herwig » Freitag 4. Januar 2008, 10:21

Hallo Ralf,
angeregt durch die Links die du gepostet hast, habe ich mir überlegt, evtl. den nächsten Newsletter entsprechend aufzumachen.
Ich finde es wichtig und sinnvoll das wolleverarbeitende Betriebe und Handwerker auf Wollen von gefährdeten Schafen zurückgreifen.
In absehbarer Zeit werden vermutlich in Deutschland alle Wollle tragenden Schafe auf die rote Liste kommen. Weil Wolle kein witschaftlicher Aspekt mehr ist. Im Gegenteil versuchen Schäfer die Kosten zu reduzieren, in dem sie Wolle abwerfende Rassen einkreuzen, oder gar auf solche Rassen umstellen.

Um also die gefährdeten Rassen und deren Züchter zu unterstützen, müssen wir Wollprodukte bewerben. Ich werde darum diese Werbung in das Rassenvorwort der Seite Schafe einarbeiten. (Vielleicht hat jemand von den Schafhaltern oder auch Nichtschafhaltern eine Textidee??) Diesen Text könnte man dann auch an Wollverarbeitende Betriebe, Kleinhandwerker, Spinnstuben, Handweber, Filzer etc. versenden. Die Schafhalter könnten ihre Wollen oder die Erzeugnisse daraus über einen Nutztier-Arche Shop anbieten. Den man dann auch direkt von der Rassebeschreibung aus verlinken könnte. Handwerker, die ein austerbendes Handwerk oder Handarbeit leisten, sollten auf Wollen von gefährdeten Schafrassen zurückgreifen um origianlgetreue Erzeugnisse verarbeiten zu können und somit auch ein autentisches Endprodukt zu haben.
Es darf nicht sein, das Wolle als Abfallprodukt behandelt wird oder verschenkt wird. Das führt zu einem nicht aufzuhaltenden Preisverfall. Also Wolle nicht verschenken, sondern veredeln oder veredeln lassen. Auch das Verschenken an Behindertenwerkstätten sehe ich kritisch, wenn man es genau betrachtet versuchen die ja auch wirtschaftlich zu arbeiten ( Ich habe verschiedene Kontakte zu einer Behindertenwerkstatt. Anders wäre es bei einem Kindergarten oder Grundschule...

Rouven hat mir einen Zeitungsartikel geschickt, der über Schafwolle als Dämmstoff zum Bauen informiert, auch hier müssen wir dran bleiben.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#30von Sylvies kleine Alm » Sonntag 6. Januar 2008, 15:03

Hallo zusammen,

mein erster Besuch hier war direkt ein voller Erfolg. Habe mit Ansaregina eine echte Spinnerin gefunden, die die Wolle meiner schwarzen Quessants verarbeitet! Toll, zwar muss die Wolle jetzt quer durch Deutschland geschickt werden, aber ich bin richtig froh, dass jemand was schönes daraus macht. Wegwerfen tat mir immer in der Seele weh.

Zwar ist nicht damit zu rechnen, dass Schafhalter irgendwann wieder einen rentablen Preis für die Wolle bekommen, aber es ist ein Anfang. Jetzt müssen eben viele Leute die schönen Schafwollprodukte kaufen!

Momentan sehe ich den Preis als Zuschuss zu den Kosten für die Schur.

Viele Grüße

Sylvies kleine Alm
Benutzeravatar
Sylvies kleine Alm
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 29
Registriert: 01.2008
Wohnort: Aachen
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#31von Herwig » Montag 7. Januar 2008, 19:50

Hallo,
Rouven hat mich au´f einen Artikel in der Landpost aufmerksam gemacht. Nach etwas Recherche haben ich den Artikel nun als PDF Datei gefunden, sodass jeder in den Genuss kommt den Artikel lesen zu können. Sehr interessant.
Nun müssen wir Herrn Götz nur davon überzeugen, dass es vielleicht gefährdete Rassen sein sollten die ihre Wolle hergeben.
Guckst du hier:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#32von Herwig » Montag 7. Januar 2008, 19:51

Hallo,
Rouven hat mich au´f einen Artikel in der Landpost aufmerksam gemacht. Nach etwas Recherche haben ich den Artikel nun als PDF Datei gefunden, sodass jeder in den Genuss kommt den Artikel lesen zu können. Sehr interessant.
Nun müssen wir Herrn Götz nur davon überzeugen, dass es vielleicht gefährdete Rassen sein sollten die ihre Wolle hergeben.
Guckst du hier:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#33von Rouven » Dienstag 8. Januar 2008, 07:30

Hallo Herwig,
dann ist die Post ja bei dir angekommen.
Schön, dass du den Artikel im Netz gefunden hast und alle lesen können. Hast du denn den Herrn Götz mal angeschrieben wegen der Wolle der alten Rassen??

Gruss Rouven
Benutzeravatar
Rouven
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 199
Registriert: 10.2006
Wohnort: 25785 Nordhastedt
Geschlecht: nicht angegeben

Schafwolle, nicht viel.

Beitrag#34von ansaregina » Donnerstag 17. Januar 2008, 21:15

hallo,
meine Schafwolle suche erwies sich ziemlich traurig. Ich dachte die Leute wissen nicht, wohin mit der Wolle. Einzige wer sich meldeten, waren Ouessanteschafe. Nun habe ich bei Markt de und bei kijiji Suchanzeigen gestartet. Gefunden habe Milchschaf aus Nauen(sehr gute Qualität!), Schwarzkopf aus Mecklenburg, und noch unidenfiziebares ("Schleschwiger Landschaf"), gesponnen sieht aus wie ein Wildschwein, gestrickt SUPER. Dann wollte jemand mir noch Jacobsschafwolle verkaufen (nicht von Forum), unsortiert, mit vollen "Dreck", 8, Euro/kg, habe dankend abgelehnt. Ganz toller "Schafzüchter" zwischen Berlin und Frankfurt Oder wollte auch mal Rohwolle anbieten, hatte besondere Schergerät benutzt, die Küchenschere. Ich wollte die Schafe sehen , nie wieder was gehört. Irgendwie komme ich mir vor wie Alice in Wunderland.
Was mich interressiert, wären die Preise für Rohwolle. Ich habe in Nauen für ganze Vlies (Gewicht ca.6kg) 15,00 Euro bezahlt (natürlich unsortiert), ich finde den Preis i.O. wenn die Qualität stimmt. In Mecklenburg zahle ich 1 Euro/kg, dafür nehme ich alle 20 Schafe und nehme ich die Wolle gleich nach den scheren, so wie sie ist. Ich muss immer die Preise vorschlagen, also was denkt ihr. Wieviel ist Rohwolle Wert. Berücksichtigt aber, Einsteu(kaum wegzukriegen),Hals und Bauchwolle(nicht zum spinnen),Hinterteil("braune Wurst aus Fäkalien"). Vielleicht melden im Frühjahr paar Besitzer von seltenen Schafrassen. Ich werde denn noch mal eine Anfrage starten.
Benutzeravatar
ansaregina
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 27
Registriert: 12.2006
Wohnort: Berlin
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#35von Rouven » Freitag 18. Januar 2008, 07:20

hallo Ansaregina,

[url=
ich könnte dir im Frühjahr die Wolle meiner 5 Walachenschafe anbieten, wenn sie geschoren wurden. Preis darfst du mir vorschlagen Bild .... und dann wäre noch die Frage des Transportes?? Wäre wohl ein ziemlich großes Paket für die Post, oder?? Vll. hast du da eine bessere Idee??



Gruss Rouven



P.S.: nur erinnere mich dann im April oder Mai nochmal daran, falls Interesse besteht
Benutzeravatar
Rouven
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 199
Registriert: 10.2006
Wohnort: 25785 Nordhastedt
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#36von Herwig » Freitag 18. Januar 2008, 07:52

Hall Ansaregina,
ich glaube du hast nicht deutlich genug dein Anliegen klar gemacht.
Ich habe auch dein Posting nicht so verstanden, als das du um Angebote von Schafwolle bittest?
Ich hatte eher das Gefühl, du hast ein überangebot und kannst auch nur ein paar kg besitzen. Vielleicht haben wir dich missverstanden.
Nun aber ist das klar denke ich.
Also um eine "lohnende" Geschäftsbeziehung zwischen dem Tierhalter und dir zu erzeugen, muß sich auch der Aufwand für beide lohnen. Das heißt, wenn jemand für 3 Euro Wolle verkauft, diese verpacken muß zur nächsten Post bringen etc. lohnt sich das nicht. Wolle lässt sich ja ziemlich zusammenpressen, so dass eine Lieferung aus 5 Kg bestehen sollte. Der Preis sollte bei 2 Euro per kg liegen + Versand, sollte mit Post geschehen, da z.B. Hermes nach Paketgröße die Preise berechnet, die Post aber nach Gewicht!

Ungekämmte Rohwolle sollte keine Schwanzwolle oder Bauchwolle enthalten. Ebenso darf in Wolle zur Verarbeitung kein Futter eingefilzt sein. Wer soetwas verkauft handelt unseriös. Die frühere Deutsche Wollverwertung hat den Schäfern dann sofort empfindliche Abzüge in Rechnung gestellt.

Also wenn dir jemand 5 kg Wolle sendet sollten das 10 Euro für die Wolle sein + Versand. Alles andere ist unlauter!! (Wenn große Schäfer ihre Gesamtwollen abgeben, bekommen sie im Moment maximal 50 Cent per kg.)
Du solltest mit dem Wollverkaüfer abmachen die Wolle erst zu bezahlen, wenn du sie erhalten hast, also die Qualität kontrolliert hast. (Natürlich nicht zu penibel, das dort mal ein Strohhalm oder Grashalm dabei ist kann man nicht vermeiden)
Schreib dir dann auf, wer alles vernünftige Wolle geschickt hat und nehme die als Standartlieferanten und zahle demnächst per Vorkasse. Vielleicht kannst du auch einen gößeren Posten kaufen, z.B. 25 Kg in 4 Lieferungen, die der Tierhalter dann für dich einlagert. Da kommen dann allerdings 4 mal Versandkosten zum Tragen. Das ist aber dennoch eine gerechte Vorgehensweise, weil es für beide interessanter ist.
Wie dem auch sei, würde ich an deiner Stelle in unserem Kleinanzeiger von VIEH kostenlos inserieren, da hast du auch gleich die richtigen Leute.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

es stimmt

Beitrag#37von ansaregina » Freitag 18. Januar 2008, 10:10

Es war schon richtig. Ich hatte gar keine Rohwolle mehr. In Berlin habe ich keine richtige Lagermögligkeit.
In Anklam haben wir unser Hütte und einen Schuppen. Im Frühjahr will ich mein ganzes Jahresbedarf besorgen und es dort lagern. Nicht mehr kleckerweise einkaufen. Natürlich muss es für beide Seiten lohnen, für den Schafhalter und zum Schluß für mich. 2-2,50 Euro für Rohwolle ist schon in Ordung, habe meistens so bezahlt. Normalerweise hole ich die Wolle selber ab, wenn nicht zu weit ist. Wenn Versand, klar, dass ich die Kosten übernehme.
Nun habe ich Schwarzkopf und Milchschaf gehortet, aber im Frühjahr werde ich wieder Wolle brauchen.
Benutzeravatar
ansaregina
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 27
Registriert: 12.2006
Wohnort: Berlin
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#38von Biela » Sonntag 20. Januar 2008, 22:26

Hallo, ich habe das Thema mit Interesse gelesen, da mein Vater vor 10 Jahren selbst einmal Milchschafe gehalten und auch immer viel Wolle übrig hatte.

In meiner Vorstellung schreibe ich ja, dass ich als Hobby eine mittelalterliche Darstellung betreibe, unter anderem deshalb bin ich auch hier im Forum angekommen.
Euer Problem verstehe ich gut, es ist mehr als eine Schande, dass ein nachwachsendes Naturprodukt zugunsten maschinell und künstlich hergestellter Stoffe auf den Müll wandern muss.

Aus meiner Erfahrung mit dem Hobby Mittelalter weiß ich, dass es leider sehr sehr schwer ist, Wollstoffe zu finden, die in Naturfarbtönen wie dunkelbraun oder grau gewebt wurden.
Leider kann ich selbst nicht weben und kenne keine Weber, sonst würde ich gerne eine ganze Menge gesponnene Wolle bestellen. Allerdings könntet ihr versuchen, Weber zu finden und euch mit ihnen zusammenzutun. In der Szene der mittelalterlichen Darsteller gibt es immer wieder Personen, die gerne ein wenig mehr Geld bezahlen, wenn sie handgesponnene/handgewebte/naturfarbene Wollstoffe beziehen und vielleicht sogar noch erfahren könnten, von welcher Rasse diese Wolle stammt. Eine mögliche Rasse wären zb. Guteschafe.


Eine andere Idee für die Verwendung von Wolle (leider nur in geringeren Mengen), habe ich auch noch und auch schon selbst ausprobiert. Ich habe mir aus dem gekämmten Flies eine dicke Schicht Wolle zwischen zwei Lagen Stoff genäht und abgesteppt. Das ergibt eine sehr angenehme Bettdecke für jede Jahreszeit oder auch schöne Kissen. Es ist jeder Daunendecke vorzuziehen und ganz besonders jeder künstlichen Bettdecke.

Vielleicht lässt sich daraus ja etwas machen.
Benutzeravatar
Biela
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 54
Registriert: 01.2008
Wohnort: Nohfelden
Geschlecht: nicht angegeben

Wofür ist noch Schafwolle gut

Beitrag#39von ansaregina » Freitag 25. Januar 2008, 15:21

Ja, aus Schafwolle kann man schon viel machen. Alleine Rohwolle ist für die Haut gut (wegen Lanolingehalt).
Seit wenn ich spinne, habe ich immer weiche Hände. Ich spinne die Wolle meistens direkt von Vlies.
Wunde Stellen z.B. zwishen Zehen (kleine Zeh und 2.Zeh) hat man oft, einfach Wolle umwickeln, in paar Tagen ist es geheilt. Das meine finnische Oma immer gemacht,und bei mir hilft auch. Gegen Schweissfüße Schafwollsocken und Bäder mit Essigwasser. Wirkt Wunder. Übrigens Erkältung bekommt man wegen kalte Füße,also Schafwollsocken.Ich habe selber Kopfkissen mit Rohwolle gefüllt, sehr gut. Die Füllung rutscht nicht weg. Moorschnucken habe ich als Tischdecken und als Teppiche gewebt. Die Menschen müssten nur noch verstehen, wie gut und wertvoll Schafwolle ist. Aber nein, Sie wollen nur PET-Faser. Man darf nicht aufgeben, man muss immer weiter versuchen den Leuten Schafwolle und Naturprodukte näher zu bringen.
Ich selber tobe hier in Berlin rum, ich gehe mit dem Tierhof Marzahn zu Veranstaltungen, mit Spinnrad und Wolle. Sommermonaten bin ich auf den Hof, die Menschen kommen und sehen wie aus Rohwolle Garn ensteht, und wie mit einfachen,einheimischen Pflanzenfarben gefärbt wird. Es wird sogar Wolle gekauft, aber noch nicht genug. Handarbeitsgeschäft bekommt gar nicht mehr 100% Schafwolle.
Vereinigens nicht aus deutschen Schafen. Vermarktung muss besser funktionieren. Die Frage ist nur noch,wie.
Benutzeravatar
ansaregina
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 27
Registriert: 12.2006
Wohnort: Berlin
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#40von Herwig » Freitag 25. Januar 2008, 17:41

Hallo Biela, hallo Ansaregina,

wir haben hier im Forum eine Handwebermeisterin, wie ich gerade gelesen habe.
Vielleicht kann man hier ja Verbindungen knüpfen??

Schaut mal hier unter dem Beitrag von Barbara:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#41von Daniel » Freitag 1. Februar 2008, 17:25

An Handgesponnener Wolle von alten Schafrassen hätte ich auch großes Interesse. Wenn da also jemand etwas hat, möglichst mit Angaben der Schafrasse und der Dicke(vielleicht ist ein Nm Vergleich möglich?) würde ich mich über "Angebote" sehr freuen.
Benutzeravatar
Daniel
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 47
Registriert: 02.2008
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#42von Herwig » Freitag 1. Februar 2008, 18:48

Hallo Daniel,

gerne kannst du auch in unserem Kleinanzeigenmarkt kostenlos inserieren. Weil natürlich nicht alle Züchter und Nutztier-Archen hier rein schauen.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#43von klosterbauer » Freitag 1. Februar 2008, 19:45

Hallo Daniel,

auch wir spinnen - derzeit in weißer Wolle. Allerdings weniger auf Vorrat (ist ja richtig viel arbeit: Waschen, kardieren, spinnen ....) Aber was alles Dich an Bergschafwolle interessiert, meld Dich einfach.

Apropros melden: Ansaregina - ich habe Dir vor einiger Zeit, als Du Dich wegen fehlender Angebote beklagt hast, per persönlicher Nachricht Infos rübergeschickt. Klappt die persönliche Nachricht bei Dir nicht??? Oder ist sie nicht angekommen? Dann kannst Du Dich gerne melden.

Bis dahin an alle Wollverarbeiter und an alle, die mitlesen, beste Grüße aus dem Bergischen von

Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#44von klosterbauer » Dienstag 5. Februar 2008, 19:04

Hallo in die Runde - wir haben gerade mal für Ansaregina unsere Wolle kalkuliert - so mit Schurkosten und Aufwand und so. Eine ganz normale Kalkulation also.

Dabei kommt raus, dass sich pro Vlies (rund 2,5 kg) ein Preis von 10 Euro ergibt - das wären 4 Euro pro Kilo unsortiert. Wie kommt Ihr auf die rund zwei Euro??? Nehmt Ihr die Schur selber vor? Solche Preise können aus meiner Sicht nur zustande kommen, wenn keinen Mann mit dem großen Rasierapparat bezahlt, wenn man große Herden hat (geringe Stückkosten bei der Schur) oder wenn man Wolle als Abfall versteht und die "Müllkosten" gering halten will.

Wir schaffens nicht. Aber wir wissen der Wert ja auch zu schätzen, schließlich wird auch in diesem Hause gesponnen.

Beste Grüße aus dem Bergischen von
Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#45von schmidti » Samstag 9. Februar 2008, 20:55

Glück Auf,
liebe Leute, ich glaube die Schafwolle gewinnt wieder an Bedeutung Bild. Ich verwerte meine Wolle wie folgt:
Ich veranstalte Wollwerkstätten(Filzen, weben, stricken, häkeln, spinnen) mit Schulen, Kindergärten und allen anderen möglichen Leuten. Ausserdem verkaufe ich Wolle für eben diesen Bedarf, auch als Bastelsets. Geplant ist nun der Verkauf von Strickwolle, weil die nachgefragt Bild wird. Wichtig finde ich, dass ich die Wolle selbst geworben habe. Für die Strickwolle brauche ich aber gewisse Postengrössen. In Sachsen gibt es einen kleinen Betrieb, der die Wolle kämmt und spinnt. Waschen muss man die selber, aber das mache ich draussen , funktioniert prima. Zum Filzen und Basteln geht die Wolle weg wie Westsenf. Das Filzen zu lernen und zu vermitteln ist leichter als man denkt, einfach probieren.
Ich gehe zu vielen kleineren Betrieben die schafe scheren, weil ich scharf auf deren Wolle bin Bild. So erhalte ich alle möglichen Sorten, in den unterschiedlichsten Naturfarben Bild

Also, wohl dem der noch eine Schermaschine im Keller hat(oder eine Kardiermaschine) Bild
oder jemanden kennt, der sowas hat Bild
Benutzeravatar
schmidti
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 113
Registriert: 02.2008
Wohnort: Amerika
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#46von Herwig » Sonntag 10. Februar 2008, 09:41

Halo Schmidti,
ich glaube auch, das Schafwolle wieder mehr nachgefragt werden wird, ursächlich begründet sehe ich das in folgendes Aspekten:
  • Die Kopfzahlen der Schafe in Deutschland fallen dramatisch (Blauzune und die damit verbundenen behördlichen Auflagen), besonders die Hobbyhalter nehmen ab, (Direktvermarkter) immer weniger Wolle ist im Angebot.
  • Es ist ein Trend zu verzeichnen, hin zu alten Handwerken, Mittelalterliche Märkte, Rückbesinnung und Entschleunigung des Lebens.
  • Große Schäfereien bemühen sich, für den bestehenden Kilopreis, nicht mehr ihre Wolle direkt zu vermarkten.
  • Vielleicht gibt es auch bald eine Rückbesinnung auf natürliche Rohstoffe, zu deren Produktion kein Erdöl gebraucht wird, das CO2 neutral produziert werden kann etc.? Schön wärs.



By the way, kannst du hier die Adresse veröffentlichen von der kleinen Spinnerei/Kämmerei sowas wird von unseren Lesern hier immer gesucht.

@Peter
Ich sehe folgendes in deiner Kalkulation:
Dein Schafscherer ist zu teuer, das kommt daher, weil deine Stückzahlen zu niedrig sind. Ich schere selber, habe das mal gelernt und brauche von daher für ein Schaf max. 9 Minuten.
Je nach Rasse hat ein Schaf einen Rohwollertrag bis zu 4 kg. (incl. Lanolin) verwertbare Wolle.
Bei Leineschafen ist das so.
Macht rechnerisch 8 Euro per Schaf, macht weiterhin bei langsamen Scheren 5 Schafe in der Std, incl Pause.
Macht wiederum für mich mindestens 40 Euro in der Stunde netto, abzüglich Strom und Abschreibung der Maschine, schärfen der Messer etc Mindestens 35.- Euro.

Schäfer bekommen für ihre Wolle an der Wollabgabestelle ca. 50 Cent per kg. Das vierfache finde ich gerechtfertigt, das achtfache wird schwierig zu vermitteln.
Darum finde ich es wichtig, die Wolle zu veredeln, so wie z.B. Schmidti das macht. Färben, waschen, spinnen, filzen.
Reich kann man mit Wolle nicht werden, das stimmt allerdings.
Letzlich muß jeder für sich kalkulieren und schauen was er bekommen kann. Ich hätte auch gerne 4 Euro per kg, finde jedoch niemanden der das zahlen will für Rohwolle.
Was nimmst du denn konkret für ein Kilo und iwe ist der Absatz und an wen?
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#47von klosterbauer » Sonntag 10. Februar 2008, 13:39

Hallo Herwig,

das mit der Wollvermarktung läuft zwar gerade erst seit einiger Zeit an, klappt aber ganz ordentlich. Hier in der Region gibt es so einige "Wollmäuse", die die Rohwolle gleich am Hof abholen. Die haben wohl auch die Qualität der Bergschafwolle erkannt - und freuen sich so nebenbei über naturbraun oder auch naturschwarz (und das eben in Bergschafqualität ...).

Ansonsten veredeln wir z.T. selbst (spinnen ...), verkaufen auch kardierte Päckchen (geht per Postversand raus). Unsere Einschätzung ist: Wenn man das Thema liebevoll und etwas engagierter betreut, dann kriegt man die Wolle tatsächlich auch weg.

Und mit den großen Schafmengen, das hatte sich mit der Flächenvergrößerung einfach erledigt. Großvieh wie Kühe sind im gesamten Arbeitsaufwand geringer - 70 bis 100 Schafe mit Nachzucht brauchen mehr viel mehr Pflege und kosten im Unterhalt weit mehr als die umgerechnete Menge an Kühen/Pferden. Und vom Arbeitsaufwand ist es einfach leichter, mit den großen Tieren zu arbeiten. Schließlich leben wir nicht von der Landwirtschaft - da muss es schon schaffbar sein.

Also blieb ein Zuchtstamm brauner Bergschafe - der jetzt durch die Blauzunge erheblich zusammengeschmolzen ist. Die Hälfte der Muttern (incl. Mutterlämmer) ist jetzt hin oder muss bald zu Wurst verarbeitet werden, weil sie nichts mehr werden. Im Zuchtbuch stehen nur noch zehn Tiere - davon fünf Lämmer.

Aber nichts desto trotz habe ich mir immer vorgenommen, kostendeckend zu vermarkten. Und der Scherer nimmt ja einerseits die Schurkosten (rund 5 €/Tier) und andererseits gerechtfertigt die Anfahrt. Das gehört für uns ja in die Vollkostenrechnung. Bei dem Scherer bleibe ich aus guten Gründen, der schert zügig und tierschonend. Sauber und seltenst ist ein Tier geritzt - das kann bei Billigscherern anderns aussehen. Das habe ich erlebt, und so bleibe ich meinem treu, der ist sein Geld halt wert.

Bevor ich unter Preis abgebe, veredlen wir lieber selbst ... - und bislang hat das ganz gut funktioniert. Schon mal nehmen wir auch die Spendenbescheinigungen in der dafür notwendigen Höhe.

Da die Schäferpreise (50 cent) eine echte Unverschämtheit sind, sind die für mich kein Vergleichsmaßstab. Damit sollten wir bitte auch nie argumentieren. Die Orientierung an "versauten Dumpingpreisen" versaut auch die Kundschaft. Denn allein die Diskussion entwertet den Rohstoff Wolle. Für solch einen Preis bau ich die Wolle lieber als Dämmung irgendwo ein. Wenn Deine Argumentation richtig ist (das sehe ich genauso), dann sollten wir überlegen, was die Wolle wert ist! Denn wir richten uns an eine Kundschaft, die den Rohstoff wertschätzen soll - dies muss man inhaltlich vermitteln. Ich weiß, warum meine Wolle einen bestimmten Wert hat. Und meine Wollmäuse finden es ja auch ... (leider hat sich eine lieber zwei Schafe von mir gekauft, mmmh). Die Preise sind - als Direktvermarkter - über Haltung, Hofkundschaft etc. sicherlich zu vermitteln. Man muss halt ins Reden kommen - vielleicht auch Schulprojekte machen etc. Da basteln wir dran, unsere Ideen sind da mannigfach.

Soweit für jetzt - beste Grüße aus dem Bergischen von
Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#48von Herwig » Montag 11. Februar 2008, 09:24

Ja, Peter, ist schon richtig so.
Ich glaube auch das es einzig und allein über den persönlichen Kontakt zur Kundschaft richtig gut geht. Ein weiterer Vorteil ist es natürlich, wenn man in der sogenannten Umweltbildung Kindern verschiedene Hintergründe transparent machen kann. Die Schulen und Kindergärten auf dem platten Land sind da noch nicht immer so empfänglich wie in der Stadt. Aber es beginnt sich zu ändern, mit zunehmender Verjüngung des Personals. Viele Pädagogen dachten früher: "Was sollen wir die Kinder hier auf dem Lande mit Bauernhöfen und altem Handwerk belasten." Die sind lieber in die nächstgelegenden Vergnügungsparks gefahren. Das war in der Stadt schon immer anders, da haben sich auch die Erzieher für eine Kuh interessiert. In der Dorfschule hatten die Kids die Kühe schließlich zu hause.

Ich beobachte es mit Genugtuung, wenn heute verschiedene Fertigkeiten der Vergangenheit zu neuen Hobbys werden. Als wir vor 30 jahren eine Kardiermaschine zum Wolle bearbeiten gekauft haben, musste ich mir anhören ob wir zuviel Geld übrig hätten. Dabei hatten wir uns die 250 DM echt vom Munde abgespart.
Ich hoffe einfach, das durch solche Leute wie Ansaregina solche schönen kreativen Hobbys wieder mehr werden.
Vielfäligkeit im Hobbybereich sozusagen.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3343
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Beitrag#49von torsten » Donnerstag 14. Februar 2008, 21:12

BildHallo Leute

Mal wieder ein schönes Thema,Wir wollen ja diesen Jahr die Wolle unserer Skudden verarbeiten,bzw verarbeiden lassen.Wir haben die Wolle der letzten Jahre gesammelt,da es sich nicht unbedingt lohnte von der Masse her sie wegzuschaffen. Bei uns in Sachsen ist ja jemand der Wolle von alten Schafrassen abnimmt und diese verarbeitet. Schaut mal unter Schäferei Drutschmann(Wollinformation- und Logistikzentrum nach. Da erfahrt ihr das was Schmidi schon angesprochen hatt. Gruß Torsten
Benutzeravatar
torsten
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 151
Registriert: 12.2007
Wohnort: Belgern
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#50von ansaregina » Dienstag 26. Februar 2008, 19:25

Ich bezahle auch 4 Euro für Rohwolle, wenn die Qualität stimmt. Nun passiert es auch oft dass man wirklich sehr schlechte Wolle bekommt. da ich direkt spinne, ohne Kardieren, nur die Spritzen mit Hundebürste ein wenig lockern und dann rein ins Spinnrad. Ich wasche die Wolle erst nach dem spinnen.Was denken Sie wie schwer es ist Wolle, was voll mit Einstreu ist ,zu spinnen , es dauert ewig und der Materialverlust ist gross.
ich habe schon Wolle gehabt, ich habe sie weggeworfen. Gute Qualität hat sein Preis. Ich nehme für gesponnene Wolle 65,00 Euro/kg. Ist sehr schwer loszubekommen, wenn die Menschen den Preis hören, haben die plötzlich Schafwollallergie. Trotzdem, Geduld zahlt sich aus.Irgendwann verkauft die Wolle sich doch.
Die Vermarktung ist halt nicht einfach. Man muss Ideen haben. Z.B. ich habe angefangen aus Heidschnucke(Moorschnucke) Teppiche zu weben. Vielleicht werde ich die auch mal los. Nun muss ich erstmal warten bis die Schnucken geschert werden. Das will ich auch mit Bergschafwolle versuchen.
Nun will versuchen mit meiner Familie eine grosse Kardiermaschine zu bauen, wenn ich irgendwo Kardenbelag finden würde. Vielleicht hat jemand eine Idee. So viel Schafe wie ich verspinne , ist es manchmal eine Quälerei mit Hundebürste die Vliese zu kämmen.Vergangenen Jahr habe ich ca.50 Schafe und 20 Hunde versponnen.
Schäferei Drutschman aus Sachsen habe ich Jahrelang meine Rohwolle gekauft, nun letzten Herbst haben die mich einfach sitzen lassen. Folge, zwei Weihnachtsmärkte müsste ich absagen, weil nicht genug Wolle hatte.
Ich bezahle überpünktlich meine Rechnungen, daran lag nicht. Ausserdem haben die meistens nur Merino-Suffolk Mix. Das war der Grund, warum ich bei der Vieh fing an Wolle zu suchen.
Mehr habe ich heute nicht zu sagen, will noch für Klosterbauer schreiben, ob er noch Bergschaf hat.
Benutzeravatar
ansaregina
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 27
Registriert: 12.2006
Wohnort: Berlin
Geschlecht: nicht angegeben

VorherigeNächste

Beteilige Dich mit einer Spende