Schafe sterben - blasse Schleimhäute

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Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#1von Christina » Mittwoch 7. August 2013, 22:08

Hallo an die Schafzüchter,

heute melde ich mich mit einem unschönen Thema.
Uns ist vor 4-5 Wochen eine Aue gestorben und heute fing die nächste mit gleichen Symptomen an:

Die erste (wie auch diese) war tagsüber schlapp und irgendwie blass um die Nase, sonst aber nicht weiter auffällig. Abends wollte sie kein Kraftfutter fressen. Letzte Mal dachte ich, ich warte bis zum nächsten Morgen. Heute hab ich den Tierarzt aus dem Feierabend her geholt, denn letztes Mal kam der gerufene Tierarzt morgens nur noch um die letzten beiden Zuckungen festzustellen! Mir war nicht klar, dass Schafe so schnell mit so wenig Symptomen sterben können!!!

Die heutige Untersuchung am lebenden Schaf hat folgendes ergeben:
Sieht nach Afteruntersuchung auch wieder nicht nach Wurmbefall aus (wurde kürzlich auch entwurmt), keine Zecken, Flöhe oder ähnliches. Ordentliches Fell. Kein Fieber. Darmgeräusche unauffällig. Kein Durchfall. Zunge, Zähne unauffällig.

Einzige Symtome: sieht schlapp aus, frisst nur wenig, ist mickriger geworden, aber auch nicht wirklich dünn und hat blasse Schleimhäute.

Das andere Schaf hatte morgens noch dunkleren Urin (hatte aber wohl auch nichts mehr getrunken, bei diesem ist der Urin noch normal), hat dann gehechelt, sich hingelegt und ganz zum Schluss Speichelschaum um die Schnute gehabt. Abends hätte ich noch gesagt, das ist grad mal etwas schlapp, aber morgens ging es dann seeehr schnell, so dass ich heute auf eine Untersuchung/Behandlung trotz Feierabend gedrungen habe (Wir kümmern uns um alle Tiere, wenn wir das Wassergeflügel vorm Dunkelwerden einsperren. Ich denke, ich muss mir die Schafe zukünftig eher ansehen).

Wir haben nun Aufbaumittel gespritzt. Der Tierarzt will nachlesen, was es sein könnte. Vermutet auf Vergiftung. Allerdings stehen die Schafe auf einem anderen Stück als letztes Mal! Ich ärgere mich ziemlich über mich selbst, dass ich nicht eher reagiert habe. Aber bei der extremen Hitze die letzten Tage haben sich alle Schafe und Pferde in den Schatten verkrochen und den Tag verschlafen so weit es ging...

Habt Ihr Erfahrungen / Ahnungen, was das sein kann???
Bei einer Kupfervergiftung sollen die Schleimhäute gelblich sein und es kommt zu Durchfällen. Das passt hier nicht. Kirschlorbeervergiftung äußert sich anders, meint der Tierarzt. Von dieser Weide hatte ich neulich EINE JKK-Pflanze geholt. Aber die war nicht angefressen.
Das Brunnenwasser???? Die Pferde trinken auch davon... Und warum gehts fast zwei Jahre mit Schafen gut und jetzt sterben sie kurz nacheinander? Echt blödes Gefühl...

Gruß, Christina

PS: Ob der neue Bock etwas eingeschleppt hat? Aber was könnte das sein???
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#2von Herwig » Donnerstag 8. August 2013, 05:54

Hallo Christina,
sehr rätselhaft. Ich würde auch auf Vergiftung tippen, obwohl Parasiten auch ein ähnliches Krankheitsbild erzeugen können.
Der schnelle Verlauf beim letzten Mal und der Speichelfluss ist eher ein Symptom für Vergiftung. Kirschlorbeer hätten ja aber die anderen wohl auch gefressen... Man muß ja auch immer mal an Neider denken, Nachbarstress?? Einstellerstress?? Da ist dann meistens Rattengift im Spiel! Vitamin C hilft dann bekanntlich. Blasse Schleimhäute sind ein Zeichen für "Blutarmut". Rattengift, also eingefäbtes Getreide wird von Schafen gern genommen! Mal schauen ob es auf der Weide rote oder blaue Flecken gibt. Das innere Verbluten färbt auch den Urin dunkel...
Wäre das Wiesenstück vor 20 Jahren an der Autobahn würde ich auf Bleivergiftung tippen, kann das sein?? So was greift bei Wiederkäuern viel schneller als bei Pferden.
Leberegel entwurmt?? Ist doch ziemlich feucht bei euch...

Das Spritzen von Vitaminen und sogenannten Aufbaumittel ist typisch, wenn der TA auch nicht recht weiter weiß.
Wichtig ist, bei allem Drama, sollte tatsächlich das Schaf verenden, das Schaf in die nächste Tierklinik schaffen um es untersuchen zu lassen. Blutuntersuchung sollte man vielleicht jetzt schon mal machen.
Nur so kann man dann die anderen Schafe der Herde schützen.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#3von schnuckened » Donnerstag 8. August 2013, 06:19

christina, welche schafrasse hältst du eigentlich (land-oder leistungsrasse)? bleivergiftungen nehmen in der regel eher einen chronischen verlauf. welches mineralfutter verabreichst du, ist kupfervergiftung möglich? schafe können in der regel allerhand pflanzengifte problemlos ab, sofern sie nicht dauerhaft zur verfügung stehen und aus futtermangel gefressen werden müssen. das ist ja bei dir nicht der fall. also sehr misteriös, lass auf alle fälle untersuchen.

grüße

ed
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#4von Christina » Donnerstag 8. August 2013, 07:21

Hallo Ihr Beiden!

ed, ich hab Moorschnucken.

Heute früh zeigt sich ein unverändertes Bild. Zum Glück lebt sie noch, aber sie wirkt auch nicht fit.

Futternot kann nicht sein, die stehen satt im Gras. An Kirschlorbeer kamen sie auf der anderen Weide auf keinen Fall, da standen sie einfach nur mitten auf einer Weide ohne Büsche etc.. Die Böcke vorletztes Jahr hatten den Zaun mal so gedehnt, dass sie die Nachbarhecke angegangen waren... Aber das blieb ohne Symptome. Ich gehe den Zaun nachher mal ab.

Die Nachbarn... Kann ich mir nicht vorstellen. Der eine ist sehr tierlieb, der andere wartet mit seinen Töchtern auf Lämmer und der dritte würde eher dem Hahn was antun, was ich aber auch nicht glaube, weil er immer nen Gänsebraten und Eier bekommt. Die Einsteller würden eher an die Pferde gehen, oder? Sind aber auch zu tierlieb... Man weiß es nicht, aber ich glaube es eigentlich nicht.
Der Urin war heute früh nach einer verregneten Nacht aber auch sehr hell. Sah vollkommen normal, eher etwas wässrig aus.

Generell wäre Vitamin C aber ja einen Versuch wert. Ist es wie beim Menschen, dass überschüssiges einfach ausgeschieden wird? Man also nichts damit falsch machen kann?

Ich hab die Nacht über noch sehr viel gelesen im Netz. Was immer nicht passt, ist, dass kein Durchfall vorliegt und auch keine Gelbverfärbung der Schleimhäute. Die sind ja eher einfach nur zu hellrose-weiß. Ansosnten hätte ich auch auf Leberegel getippt.

Der Tierarzt hat die Aufbaumittel gespritzt, weil ich ihn darum gebeten hatte. Ich hab gesagt, ich bräuchte jetzt zumindest das Gefühl, etwas getan zu haben. Werde nachher mit ihm telefonieren und noch einmal Blut abnehmen lassen.

Kupfervergiftung ist vom Futter nicht möglich. Eher ein Mangel... Aber ich muss das Brunnenwasser vielleicht noch einmal testen lassen. Da stecken die Pferde wahrscheinlich mehr weg. Hab jetzt erstmal Hauswasser genommen.
Nur: Warum geht es fast zwei Jahre mit dem Wasser gut und ausgerechnet jetzt nicht mehr?!?

Ich vermute irgendwie, dass es Parasiten sind...
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#5von Christina » Donnerstag 8. August 2013, 09:40

Hab die Weide noch einmal gründlich kontrolliert und konnte nichts Auffälliges finden. Wenn der Tierarzt gleich kommt, werde ich Blut abnehmen lassen.... Und ihn um eine Wunderbehandlung bitten.

edit: Auch der Tierarzt konnte auf der Weide nichts finden. Wir haben Blut abgenommen, das wie erwartet recht hell war, und aufgrund keiner Idee vorsorglich gegen Parasiten behandelt (Ob das nun der Gnadenstoß, die Rettung oder völlig egal war... Ich weiß es nicht!!!). Morgen bekomme ich das Ergebnis der Blutprobe. Hab mit ihm besprochen, dass sie untersucht wird, wenn sie stirbt, da die letzte noch verbliebene Aue trotz sehr gutem Futterzustand auch schon etwas müde schaut (ansonsten völlig unauffällig, aber die Anzeichen kennen wir nun ja und können sie sehr frühzeitig erkennen).
Bin sehr gespannt/angespannt! Hoffentlich hält sie durch!!!

Für uns ist es sehr wichtig zu erfahren, was es ist, weil es sich merkwürdig und überflüssig anfühlt ohne das Wissen über das Warum wieder eine Schafherde aufbauen zu wollen...
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#6von Uwe » Donnerstag 8. August 2013, 11:04

Moin Christina,
das tut mir aufrichtig leid!
Ich hoffe auf eine Klärung des Problems, vielleicht bringt die Blutuntersuchung näheres?!

LG
Uwe
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#7von Christina » Donnerstag 8. August 2013, 11:08

Danke, Uwe! Ja, ich hoffe auch auf Klärung. Ich hab so ein unklares Schuldgefühl, weil ich nicht weiß, was ich falsch gemacht habe und das Schaf nun leidet. Aber vielleicht lag es auch gar nicht an mir... Dieses Unwissen mit dem Gedanken, dass man vielleicht helfen könnte, wenn man was wüsste, ist am schlimmsten.. Wenn ich weiß, woran es liegt/lag, kann ich wenigstens was ändern... oder erlösen.
Drückt die Daumen, dass sie durchhält und wir was machen können!
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#8von Christina » Donnerstag 8. August 2013, 14:27

Jetzt haben wir auch noch eine Kotprobe genommen. Es soll wohl laut Aussage irgendeines Professors einen (roten?) Wurm geben, der genau in diese Jahreszeit und zur Blutarmut passt und KEINEN Durchfall macht. Die Probe geht heute noch in die Post, so dass wir hoffentlich morgen mehr wissen.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#9von Alex » Donnerstag 8. August 2013, 15:43

Hallo,

es könnte auch eine Clostridienvergiftung sein, da sterben die Tiere sehr schnell, auch ohne Durchfall. Oft mit schaumigen Maul.

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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#10von Herwig » Donnerstag 8. August 2013, 16:11

Roter Wurm?? Blutwurm?? Der geht auch an Pferde!
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#11von Christina » Donnerstag 8. August 2013, 21:20

Hallo Alex,
ich finde gerade nur Symptome von Clostridienvergiftungen bei Ziegen. Wo finde ich mal etwas über Schafe?
Dies Schaf ist nun seit gut 24 Stunden wirklich auffällig, hat aber gar keinen Schaum vor dem Maul. Bei dem anderen war es ja auch nur ganz zum Schluss. Das müsste doch eigentlich gegen die Clostridienvergiftung sprechen, oder?

Oh, Herwig, stimmt! Sehr wichtiger Hinweis! Ich muss unbedingt an die Pferde denken bei den weiteren Ergebnissen!!!!
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#12von Uwe » Donnerstag 8. August 2013, 21:33

Christina, ich habe mal doof gegoogelt nach "Anämie Schafe" ... da wird mir schwindelig!
Was das alles gibt! Aber: Was ist es denn nun ... ?
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#13von Alex » Donnerstag 8. August 2013, 23:29

Hallo,

schaumiges Maul haben sie erst zum Schluß. Die Symptome sind bei Schafen und Ziegen gleich, es gibt aber Unterschiede im Krankheitsverlauf, manche haben schweren Durchfall, manche gar keinen. Oft jammern sie wenns zum Ende geht. Meistens geht es schnell. Es sind oft die gutgenährten Tiere die es erwischt. Aber wie gesagt, es ist nicht immer identisch, manche halten mehrere Tage durch, andere sterben innerhalb von Stunden, die einen Schreien, die anderen sagen gar nichts, Was immer gleich ist, wenn es ausgebrochen ist, hilft nix. Das einzige ist eine vorbeugende Impfung. Sollte das Schaf sterben und du lässt es untersuchen, würden sie, falls es daran gestorben ist, eine Clostridienvergiftung normalerweise feststellen und du könntest deine anderen schützen. Ich weiß, das ist kein wirklicher Trost.

Alex
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#14von Christina » Freitag 9. August 2013, 07:47

Ein kleiner Lichtblick: Heute morgen standen alle drei Schafe, der Bock mit den beiden Auen, am Zaun! :-) :-) Ich hoffe so sehr, dass die Untersuchungsergebnisse heute einen Hinweis bringen, so dass wir gezielt helfen können! Hoffentlich hat mit der Post alles geklappt!!!
Die kleinere, bisher krankere hat wieder etwas gefressen! :-) Dafür die größere, dicke nun nicht. Aber wenn wir mehr wissen, können wir da ja schnell handeln.
Vom Gefühl her würde ich sagen, dass die kleine sich anfing etwas zu berappeln, nachdem ich ihr Vit C eingeflößt habe. Da konnte ich sie mir nämlich einfach so greifen, ohne dass sie ansatzweise weggelaufen wäre. Als der Tierarzt später für die Kotprobeentnahme da war, mussten wir ordentlich rennen, um sie zu bekommen. Allerdings war das ja auch der böse Mann, der immer so übel piekst...

Uwe, je mehr man liest, desto gefährlicher scheint das ganze Leben und man fragt sich, wie man das bisher alles so hinbekommen hat.

Alex, bei uns scheinen die Auen eher "von unten weg" dahingerafft zu werden. Also die kleinste zuerst, nun die zweitkleinste und die dicke fängt erst jetzt mit Symptomen an. Ich hoffe sehr, dass es keine Clostridien sind!

Ich könnte mir schon vorstellen, dass vielleicht der Bock etwas eingeschleppt hat... oder von den Pferden etwas übertragen wurde. Das erste Schaf starb nachdem der Bock schon da war und die Schafe auf einer Weide standen, die letztes Jahr von den Pferden genutzt wurde. Da hatte ich auch einige neue Einstellerpferde...

Wenn allerdings wirklich das Vit C geholfen hat, würde es ja eher für eine Vergiftung sprechen.... Oh Mann, hoffentlich kommt der Tierarzt bald mit den Ergebnissen. Ich gehe mich jetzt mal wieder ablenken...
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#15von Christina » Freitag 9. August 2013, 18:16

Vorsichtige Prognose: Es scheint bergauf zu gehen! Die Schafe fressen beide wieder. Sehen zwar noch müde aus, aber etwas besser als gestern bzw. heute früh.

Die Ergebnisse sind da! Der Tierarzt und ich sind gleich stark verwundert! Wurmbefall!!!! Magendarmstrongyliden. Also wohl wirklich der rote Magenwurm. Dabei hatte ich gerade diese Aue kürzlich noch einmal entwurmt, weil sie mir insgesamt etwas zu dünn aussah.... die andere ist im Moment eigentlich sehr gut im Futter. Sehr merkwürdig!!!
Aber das Wurmmittel von diesem Tierarzt scheint nun anzuschlagen. Bleibe ich also zukünftig mit den Schafen bei ihm.
Erwartet hätte ich eher wegen des Geflügels Kokzidien oder wegen der Feuchtigkeit Leberegel. Aber das ist beides negativ getestet.

Laut Blutbild liegt noch ein "Allgemeininfekt" vor. Dazu fällt uns im Moment nichts Anderes ein als abzuwarten, ob sich das gibt, wenn die Verwurmung abgeklungen ist.

edit: Ich muss also gleich Montag zu meiner anderen Tierärztin für die Pferde und das entsprechende Entwurmungsmittel holen!
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#16von Uwe » Freitag 9. August 2013, 18:24

Na wenigstens was ... den ganzen Tag habe ich gewartet! Hoffentlich war es das nun aber auch!?
Welches Mittel hat der Tierarzt eingesetzt das es jetzt schon gleich wirkt??
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#17von Christina » Freitag 9. August 2013, 18:56

Du stellst Fragen! Er hat es aus einer Flasche gezogen und die Flüssigkeit war orange... (Im Gegensatz zu der weißen Paste, die ich vorher gegeben hatte).
Topfit sehen die Schafe noch lange nicht wieder aus. Aber es ist nicht schlechter geworden. Tendenziell eher besser. Also hoffe ich, dass sie über den Berg sind und es an der Verwurmung gelegen hat. Ich denke, morgen früh werden wir sehen, ob es das nun war.

Der rote Magenwurm macht tatsächlich keinen Durchfall, dafür aber die Blutarmut. Da hatte der Professor wohl den richtigen Riecher. Dazu passt auch der erhöhte Thrombozytenwert im Blutbild.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#18von Claudia » Freitag 9. August 2013, 19:02

das ist das problem der resistenzen.
die parasiten sind ja auch nicht doof und passen sich den mitteln an.
meiner meinung nach, machen regelmäßige kotproben mit untersuchung auf resistenzen sinn.
mehr als regelmäßig einfach zu entwurmen.
ich würde eine solche kotprobe auch vorab von den pferden machen, bevor du ein mittel gibst.
hast du 2 tierärzte?

eine mitursache von resistenzen ist auch, das oft nicht der gesamte bestand entwurmt wird, sondern nur einzelne tiere oder teilstallungen, gleicher tierart. die eier schleppt man über die schuhsohlen durch den hof. und die parasiten haben eben die möglichkeit sich abzuhärten.

aber schön das es den schafis besser geht
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#19von Christina » Freitag 9. August 2013, 21:18

Als ich neulich bei einem Pferd ne Schlundverstopfung hatte, hätte ich gerne noch mehr Tierarztnummern gehabt, die ich hätte probieren können. Deshalb ist mir das so ganz lieb mit dem zweiten Tierarzt, den ich für die Schafe nun dazu geholt habe. Die beiden sind unterschiedlich spezialisiert, aber für den Notfall können sie auch bei den anderen Tieren helfen.

Die Pferde müssen eh mit ner Wurmkur behandelt werden, weil ich seit letztem Jahr mit einem neuen Pferd die Dasselfliege hier habe. Dafür brauch ich ja keine Kotprobe... Da bin ich letztes Jahr nur 1 x gegen vorgegangen, aber das hat mir bei meinem magenempfindlichen Pferd nicht gefallen, außerdem scheinen ja offensichtlich welche überlebt zu haben... Nicht viele, aber doch einige, die weg sollen. Eigentlich wollte ich Anfang September und Anfang Dezember etwas geben... Aber dann zieh ich die erste halt vor.

Ich entwurme sonst eher wenig und wenn dann richtig, eben wegen der Resistenzen.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#20von Claudia » Samstag 10. August 2013, 05:57

schlundverstopfung ist böse. gibt es keine bereitschaftsdienst bei den tierärzten bei euch in der region?

ist das nicht ein wenig früh für dasselfliege?

wie geht es den schafis?
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#21von Christina » Samstag 10. August 2013, 08:38

Zu früh gefreut. Eben hatte es Schaum vorm Maul. Ich hab sofort den Tierarzt gerufen und hochgradig Vit C eingeflößt. Jetzt können wir nur hoffen, dass der Tierarzt bald kommt und ne neue Idee hat.
Gegen Clostridien soll man nur gesunde Tiere impfen. Das würde jetzt nur noch dem Bock helfen... Wenn es das ist, was ich natürlich nicht hoffe!

Claudia, wir wohnen hier ziemlich im Niemandsland.... Weit und breit keine Klinik mit 24-h-Dienst.

PS: Dasselfliegen hatten wir schon Anfang Juli! Die sind schon im 2 Larvenstadium und langsam auf dem Weg in den Magen.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#22von Herwig » Samstag 10. August 2013, 09:24

Hauptsache es wird nicht mit Panacur entwurmt! Hilft nix mehr bei Schaf und Ziege!!
Dieser Schaum macht mich echt stutzig, hat in der Regel wenig mit Parasiten zu tun. Grübel... Pansen ist also beteiligt...also Nahrung...????????
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#23von Herwig » Samstag 10. August 2013, 09:25

Ach ja, Rattengift muss ja nicht in böser Absicht ausgelegt sein...
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#24von Claudia » Samstag 10. August 2013, 09:53

ich wohne auch im niemandsland, die nächste klinik ist 200 km weg :)
aber die tierärzte haben sich untereinander abgesprochen, das immer mindestens einer bereitschaft hat.ich merke schon, ich wohne in einer luxusgegend :)

geschwächte tiere können durch eine wurmkur belastet werden und die letzte intakte pansenflora durcheinander kegeln

bei solchen problemen UND schaum vor dem maul gebe ich gerne arsenicum album (höompathisch) und ein päckchen backpulver/Natron in gut wasser aufgelöst mit der spritze ins maul.
evtl wiederholen. wenn kein schaum mehr ist, aufhören.
oder einem gesunden tier etwas von dem wiedergekäuten aus dem maul pulen, in wasser verdünnen und ins maul spritzen oder über die schlundsonde einflössen,
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#25von Christina » Samstag 10. August 2013, 11:51

Herwig, wir sind die Weide nun so oft abgelaufen. Für Rattengift gibt es keinen Hinweis (was natürlich auch nicht unbedingt etwas sagt). Welche Farbe hat Panacur? Paste oder Flüssigkeit?

Claudia, das Risiko mit der Wurmkur war mir klar. Allerdings mussten wir das eingehen bei dem Wurm und der Blutarmut, denke ich.

Backpulver??? Treibt das nicht furchtbar auf????

Nach der starken Vit-C-Gabe hat das Schäumen aufgehört. Merkwürdig ist, dass Darm-Pansen-, Lungen- und Herzgeräusche nach wie vor unauffällig sind. Wir finden auch, dass die Schleimhäute etwas mehr Farbe bekommen haben. Aber offensichtlich hat sie Schmerzen. Die Ohren hängen, sie steht belämmert oder liegt rum. Grünfutter nimmt sie nur sehr wenig auf. Aber das Kraftfutter interessiert sie wieder, nur mag ich ihr davon auch nicht viel geben. Auch die andere Vitaminlösung und die Vit-C-Flüssigkeit hat sie ohne Probleme getrunken/geschluckt.

Bei den anderen Tieren würde ich jetzt EM-A oder Bierhefe für die Darmflora geben. Aber ich traue mich nicht, das da auch noch reinzuhauen... Was meint ihr? Ich hab schon überlegt, ob ich ihr einen Pamp mache. Luzernecobs hab ich von den Pferden her da. Wenn ich versuche ihr das mit etwas Apfelmus schmackhaft zu machen???
edit: hab gerade gelesen, dass Schafe von Luzerne Blähungen bekommen. Ist also derzeit nicht das Futter der Wahl!! Dung, dass meine normalen Heucobs gerade leer sind!

Der Tierarzt meinte, für Clostridien dauert es seiner Meinung nach eigentlich schon zu lange. Ich könnte mir ja vorstellen, dass das Absterben der Würme eine totale Schlappheit auslöst. Aber laut Tierarzt dürfte das auch nicht zum Schaum führen...
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