Schafe sterben - blasse Schleimhäute

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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#76von Claudia » Sonntag 25. August 2013, 19:23

vielleicht solltest du auf ziegen umstellen? die machen sowas - wie kopf in halfter stecken : )gut auch andere dinge- die man nicht unbedingt will, aber DAS kannst du denen in 5 minuten beibringen. ziegen finden auch tierarzt toll-solange die anderen dran sind oder schafe scheren- beim letzten scheren habe ich auf die popcorn bestellung der ziegen gewartet.

ein guter hund platziert dir das schaf so, das du es packen kannst, da wäre auch die hilfe durch kiddies, das sie einfach eine treibegasse in eine geeignete ecke bilden.
ein übereifriger hund treibt dir dann in dem moment die schafe auseinander, weil ja sonst die schöne arbeit zuende wäre.

vielleicht hilft dir ein schäferstab (heissen die so)? dieses teil mit haken am anderen ende, hat den vorteil das du nicht so nah ran musst. ansonsten -finde ich- hilft nur vorher ein hinterbein aussuchen, das man packen will und dann schnell sein : )
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#77von Christina » Sonntag 25. August 2013, 21:36

Bis zum Hinterbein komme ich allein auch ohne Probleme. Aber das hilft mir nicht. Ich bin zwar nicht besonders zart, aber mir scheint, ab 50 kg zappelnd und bockend am anderen Ende des Beins hört bei mir die Halteleistungsgrenze deutlich auf. Selbst mein Mann hat da Schwierigkeiten ohne Hilfe. Also müssen wir mindestens zu zweit auf die Weide... und dann weiß selbst der Bock, dass ihm was blüht... was natürlich bedeutet, dass ich nicht mehr ganz so einfach an sein Hinterbein ran komme. Alternativ müssen wir zukünftig immer zu zweit hin, damit er den Unterschied nicht merkt, aber dafür fehlt uns die Zeit.

Uwe, du hast Recht, das Halfter allein wird nicht reichen. Was meine Reitlehrerin wohl sagt, wenn ich den Unterricht in Bodenarbeit nicht nur mit den Pferden mache, sondern für nächsten Samstag auch noch den Bock mit anmelde. gicker... Die Webcam lässt sich aber richtig einrichten, kein Problem. Ich muss nur überlegen, ob ich Dir den Spaß gönne! ;-)

Nee, Ziegen kommen mir nicht auf den Hof. Ich kann mich hier in der Gegend an keinen einzigen Bauernhof in meiner Kindheit mit Ziegen erinnern. Das passt hier einfach nicht. Außerdem sind die mir wie die Schweine einfach zu schlau. Ich lerne ja gerade erst, das Geflügel schlachten zu lassen, Bocklämmer wird dann die nächste Herausforderung. Das reicht erstmal.

@ ClaudiaL:
Die Antwort auf a) findest Du im vorderen Verlauf. b) ebenfall... Bisher alles negativ. Für c) scheint es nicht die richtigen Symptome zu geben und für d) ist die Heilung zu gut und schnell gegangen - meine ich.

Das stark erkrankt gewesene Schaf ist topfit, frisch und fröhlich. Das Mittel beim Bock scheint nun besser zu wirken. Bisher humpelt er noch nicht wieder. Das andere Schaf ist rund, sieht von den Schleimhäuten her gut aus, frisst ganz normal... Allein die Augen sind nicht ganz so wach. Der einzige Behandlungsunterschied ist, dass es nicht die Vitamine bekommen hat. Kann natürlich sein, dass es deshalb nicht ganz so schnell wieder in Schwung kommt....

Alle drei sind mir (oder besser dem Eimer in meiner Hand) vorhin artig auf die andere Weide gefolgt. So mag ich sie! :-)
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#78von schnuckened » Dienstag 27. August 2013, 11:38

Claudia hat geschrieben:es gab vor einiger zeit eine studie von parasitologen. ich glaube mich zu erinnern das es die TIHO Hannover war, bin mir aber nicht sicher, auch nicht ob diese studie noch in den tiefen meines rechnersystems schlummert.....

auf jeden fall war dort das fazit, das es pro ziege/schaf einen hektar fläche (ohne winterfuttergewinnung) braucht, um den parasitendruck zu minimieren.....


liebe claudia,

diese studie geht mir irgendwie durch den kopf, es wäre sehr schön, wenn du diese doch in den katakomben wühlst, denn die zahlen (ein tier pro hektar) widersprechen eigentlich dem, was man im allgemeinen an richtwerten für die haltung kleiner wiederkäuer heranzieht. man spricht von ca. 10 tieren/ha je nach örtlichen verhältnissen in punkto flächenbedarf an futter und platzbedarf ohne heugewinnung. das ist so auch in ordnung. wenn nun gesagt wird, in fragen des parasitendrucks handelt sich es um ein zehntel, dann muss schon darüber nachgedacht werden, unter welchen umständen und verhältnissen diese studie entstand. sind das angenommene werte oder erfahrungen eines feldversuches? bei einer kleinherde (ein schaf geht ja nicht) von sagen wir 4 tieren wären das 4 ha. diese tiere verlieren sich auf der weide, man kommt mit einem halber wege ausgeklügelten weidemanagement niemals herum! anders wäre es vielleicht, die weide ist parasitenverseucht und ist gezwungen, trotzdem die tiere weiden zu lassen, aber eigentlich unsinn! wir haben also viel zu viel aufwuchs für zu wenig schafe. mein fazit: die zahlen stimmen nicht! was denkst du?

grüße

ed
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#79von Claudia » Dienstag 27. August 2013, 12:26

hallo ed, nein ich habe sie nicht mehr, hab schon geschaut- ich denke sie ging bei einem festplatten crash vor ein paar jahren verloren.
ich hab im moment auch nicht die zeit im inet nach der studie zu suchen oder die unis anzuschreiben(sind ja nur 4-6- also überschaubar)

es ging bei dieser studie auch nicht um landwirtschaftliche richtwerte, weidenflächennutzung oder sonstwie flächenplanung, sondern darum welche bedingungen für das tier nötig wären um ohne weitere massnahmen parasitenfrei zu bleiben.
und da es eine hochschule/uni oder ähliches war und nicht von einem pharmazeutischen unternehmen gesponsert wurde(da gucke ich immer nach) werden die bedingungen schon ok gewesen sein.sonst hätte ich es mir nicht gemerkt

ich fand es damals sehr plausibel mit dem fazit (für mich) das es praktisch so nicht umsetzbar ist und immer weitere maßnahmen nötig sind.
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