Schafe sterben - blasse Schleimhäute

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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#51von Uwe » Montag 12. August 2013, 18:58

... die ist dann nicht alt geworden: Geb. 04/2012, Wurmkur (Cestocur, später Vecoxan) am 5.06. ... und am 13.7. zu Dir. Schade drum!
Stimmt, gut dass ich keinen Bock wollte! Puh ...
Aber nun ist es gut!! Hoffentlich bleibt es so!!
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#52von Herwig » Dienstag 13. August 2013, 06:06

Zu dem Kamala folgende Info:

Kamala (Fruchthaarpulver der Malottus philipinensis), wird heutzutage nicht mehr als Wurmkur verwendet; trotzdem gute Anwendung und ausgezeichnete Wirkung; starke abführende Wirkung (!); das Kamalapulver (Apotheke o. Kräuterfachhandel) normalerweise wird es nur einmal gegeben, aber wenn nötig, nach einer Woche wiederholen Geeignet für Schafe, Ziegen, Rinder, Schweine, Pferde, Hunde und Geflügel.
Empfehlung zur Dosierung bzw. Orientierung: man sollte sich heran tasten, da Kamala zwar rein pflanzlich, aber toxisch ist. ( Meine Erfahrung: kleine Schafe 10gr, große Schafe 12gr) Es kann als flüssiger Brei über einen Eingeber verabreicht werden.
Erfolg über Kotuntersuchung kontrollieren, bis man die richtige Dosis hat.
Es ist heute kostengünstig als Drogerieartikel zu erwerben.
Wartezeiten zum Schlachten gibt es nicht.

Ich weise darauf hin, das ich kein Veterinär bin und ausdrücklich keine Empfehlung hier gebe dieses Pulver auch zu verwenden. Eine Verantwortung für die Wirksamkeit und gefahrlose Verwendung übernehme ich nicht!!!!

Für Insider:

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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#53von schnuckened » Dienstag 13. August 2013, 08:44

hallo christina und die anderen...
danke herwig für die ausführungen zum kamala. ich habe ergoogelt, dass es dafür keine zulassung als veterinärpräparat (mehr) hat. die gründe liegen wie in anderen wirksamen naturpräparaten auf der hand und brauchen hier nicht weiter diskutiert werden. aber ich denke, es ist eine klasse alternative.
zu christina. wichtig zum weidewechsel ist natürlich auch die entsprechende weideruhe. lieber soll die weide mal von der sonne verdörren. aber den luxus kann sich selbstverständlich nur der leisten, wo auch genügend fläche vorhanden ist. ich kann dir nur empfehlen, den pferden etwas von ihrem freiraum zu berauben um die weide auch vom pferdekot frei zu halten. du beschreibst ja, dass du für die schafe eher zu viel fläche hast, sie den aufwuchs nicht auf einmal schaffen. das ist doch schon mal der "luxus" von zu viel fläche! ich denke, wenn deine schafe wieder richtig fit sind, kannst du bei einer frühjahrsbeweidung durch die pferde im spätsommer die schafe auch kurz auf dieser fläche weiden lassen. aber zwischendurch weideruhe ist natürlich wichtig. bei zu starkem aufwuchs zwischendurch mal abmähen/heuen. wie ist denn dein boden beschaffen, betonhart oder eher sandig, denn letzterer ist besser, ein gesundes bodenleben zu beherrbergen. am letzten wochenende hat es wieder nur so geschillert von mistkäfern, schafköttel und damit parasitenträger sind fast keine zu finden, dort wo die schafe gerade nicht weiden.

die andere seite ist, einfach aufhören prohylaktisch zu entwurmen. ich denke, man verliert dadurch die feinfühligkeit für ansonsten auffällige situationen und bekommt erst das ende eines verlaufes mit, der sich schon länger ankündgen kann, weil man sich in sicherheit wähnt. wenn die schafe immer "falsch" kötteln, kann das durchaus normal sein. bei anderen (bei meinen schnucken) ist das schon ein alarmsignal, weil hier eine situation sichtbar wird, mit der die tiere nicht wie gewohnt klar kommen. selbst kann man viel sensibler reagieren. das alles ist bei geringer tierzahl natürlich auch einfacher. mehr tiere machen aber auch häufigere kontrollen selbstverständlich.

nagut, ich muss aber auch mal zugeben, dass das milieu auf meinen flächen sicher ein anderes ist, keine pferde, immer trocken, jeder regentropfen ein seegen.

grüße

ed
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#54von Claudia » Dienstag 13. August 2013, 15:54

Hallo Christina,
ich blick hier nicht mehr durch, helfe mir doch mal kurz weiter.
Welcher Parasit ist denn jetzt in der Kotprobe festgestellt worden?
Und geht dieser Parasit auch tatsächlich auf Schafe UND Pferde oder gibt es Wirtsspezifische Unterarten dieses Parasiten?
Einige Parasiten kann man ja durch Wechselbeweidung Pferd/Schaf reduzieren, dann muss Prioritäten setzen, zu dem am meisten vorhandenen oder problematischsten.
bleiben alle Schafis weiter stabil?

@ ed
ein Irrglaube das nur da wo es Köttel gibt, auch Parasiten lauern.
Die verteilen sich schnell und gleichmäßig, gerade bei Schafen, die nicht solche "Klos" pflegen wie Pferde. Und einige Insekten, Kriechtiere etc sind durchaus Zwischenwirte für Parasiten, tragen sie also weiter fort über die Fläche. Und mit ein paar Wochen Weideruhe ist es nicht getan, ich denke da braucht es eher viele Monate bis Jahre
aber die Fläche die man für ein Parasitenmanagement braucht, hat sowieso kaum einer
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#55von Christina » Dienstag 13. August 2013, 19:01

Claudia, der Professor hatte nach Telefonat mit dem Tierarzt auf Blutwurm getippt und deshalb die Kotprobe angeraten. Deutlich positiv getestet wurde darauf hin die Gruppe "Magendarmstrongyliden", zu der auch der "Blutwurm" gehört. Blutwürmer gehen auch auf Pferde. Ob nun aber genau die Blutwürmer der Schafe, kann ich Dir tatsächlich auch nicht sagen. Da kann ich den Tierarzt noch einmal drauf ansetzen. Gute Idee.
PPS: Ich hab den Professor per Mail angeschrieben. Mal sehen, ob er dazu antwortet.

Für die Pferde hab ich nun so viel Platz, dass sie auf jedes Weidestück nur 1 x im Jahr kommen. Eigentlich mit dem Ziel, die Weiden nicht mehr abäppeln zu müssen (Paddock und Laufgang werden abgeäppelt.). Zwischendurch wird gemulcht und es sollte nächstes Jahr erstmals Heu für die Schafe gemacht werden. Die Schafe sollen langfristig auch überall nur 1 x rauf. Aber so weit war ich noch nicht gewesen, weil mir die wandernde Weidehütte dazu noch fehlte. Die kann nun aber nächsten Monat kommen. Es bleibt als Standweide dann allerdings die Winterweide.

Der Boden ist teils feucht, teils aber auch gut durchlässig. Auf dem trockenen Bereich stehen jedoch hauptsächlich die Pferde.

PS: Das sehr krank gewesene Schaf macht heute wieder einen sehr guten Eindruck. Es hat jetzt richtig freche Augen und zupft an meiner Hose, weil es gefälligst irgendwas haben will!
Der Bock läuft auch wieder gut. Was ich Euch bisher noch vorenthalten hatte, weil einfach zu viele Themen durcheinander und zu frustrierend, war, dass er sich bei all den dilettantischen Fangaktionen, die wir inzwischen aber so weit perfektioniert haben, dass sie vollkommen harmonisch ablaufen, wohl vertreten hatte und am Wochenende gehumpelt hatte. Ich war kurz davor, das als Zeichen zu deuten, dass ich die Schafe einfach abgeben sollte. Gestern konnten wir mit dem Tierarzt die Stelle lokalisieren (kurz über der Klaue...) und ein Medikament spritzen, so dass es besser wurde und heute nichts mehr zu sehen ist. Mal schauen, ob sich das hält.
Die Aue, die neuerdings den Schlafzimmerblick entwickelt hatte, gefällt mir heute auch noch nicht vom Auge her, ist ansonsten aber unauffällig. Allerdings hab ich nun ja gelernt, dass ich mich bei den Schafen genau wie bei meinen Pferden auf den Blick ins Auge verlassen kann. Das sagt ganz deutlich, ob alles in Ordnung ist oder nicht. Da sie die Wurmkur und ein Antibiotikum bekommen hat, weiß ich aber noch nicht, was wir da machen könnten... Ich warte noch mal morgen ab und schaue mir die Tendenz an. Sie hat natürlich auch eine Menge umzusetzen mit den beiden Mitteln. Wenn ich das frische Schaf dagegen sehe, denke ich aber, dass da noch etwas fehlt.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#56von schnuckened » Mittwoch 14. August 2013, 06:27

ja claudia, das ist natürlich klar. es geht hier auch um ein dauerhaft verbessertes weidemanagement, damit ist meines erachtens schon sehr viel bewirkt!

grüße

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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#57von Christina » Donnerstag 15. August 2013, 07:50

Das Schaf sieht heute etwas besser aus. Grundsätzlich ist es völlig unauffällig nur vom Auge her noch nicht ganz so wach.
Diezuerst erkrankte Aue und der Bock sind richtig gut drauf.
Ich glaube, nun hab ich sie über den Berg!

In ein paar Wochen werde ich noch einmal eine Kotprobe nehmen und ggfls. die Entwurmung wiederholen.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#58von schnuckened » Donnerstag 15. August 2013, 09:10

"...aber die Fläche die man für ein Parasitenmanagement braucht, hat sowieso kaum einer[/quote]..."

erst mal finde ich, dass die anfangs schlimme situation bei christina nun eine wendung nimmt, ist eine gute geschichte. auf den gewonnenen erfahrungen lässt sich nun aufbauen, so hat sogar der tod deines schafes seinen tieferen sinn!

claudia, ohne dich kritisieren zu wollen sonderen als denkansatz gemeint, der zitierte satz, läuft da nicht etwas grundlegend verkehrt? ist das nicht schon "beginn" von massentierhaltung, wenn ich den tierbestand über das erträgliche maß der verträglichkeit (für boden, parasitendruck, krankheitsanfälligkeit etc.) aufstocke? natürlich nicht gemeint sind spitzen wie sie bei extremen wetter- oder invasions-(z.b.seuchen-) lagen entstehen. VIEH als philosophie sollte doch vom grunde her genau dem entgegenwirken!

grüße

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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#59von Claudia » Donnerstag 15. August 2013, 17:22

hallo ed,
ich verstehe was du meinst und wo du gegensteuern möchtest.

es gab vor einiger zeit eine studie von parasitologen. ich glaube mich zu erinnern das es die TIHO Hannover war, bin mir aber nicht sicher, auch nicht ob diese studie noch in den tiefen meines rechnersystems schlummert.

auf jeden fall war dort das fazit, das es pro ziege/schaf einen hektar fläche (ohne winterfuttergewinnung) braucht, um den parasitendruck zu minimieren.

praktisch umzusetzen ist das nur in der wanderschäferei. mag ja sein das du diese fläche hast, aber ich kenne niemanden.
wer die hat, der betreibt ackerbau oder verpachtet die teuer. aber stellt bestimmt nicht ein paar schafis drauf.
da würde das lammkotelett sonst bald mit gold aufgewogen werden können.
wir leben nunmal nicht mehr im mittelalter mit einer geringen bevölkerungsdichte und vielen brachflächen. jeder cm land wird genutzt, bebaut, beackert, subventioniert

wenn man dem jetzt deinen grundgedanken zugrunde legt dürfte es kaum schafshaltungen geben.
wenn man dann noch die stark rückläufigen zahlen zu schafen in der landschaftspflege berücksichtigt (durch fehlenden schäfernachwuchs und fehlender wirtschaftlichkeit der schäferei) wäre wahrscheinlich das schaf bald komplett ausgestorben oder ein museumsobjekt mit wenigen schauschäfereien für den tourismus.

also - finde ich - muss man sich mit den gegebenheiten die wir haben, arrangieren und kompromisse und eine adäquate behandlung und vor allem (leicht umsetzbare) prophylaxemassnahmen (wozu auch zuchtselektion gehört) finden.
meinetwegen bin ich dann gerne massentierhaltungsbetrieb (ein beliebig dehnbarer und definierbarer begriff - mehr ein politikum, als ein wort)
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#60von Christina » Donnerstag 15. August 2013, 20:19

So, die Antwort vom Professor ist da. Ich versuche sie mal so gut es geht in "durchschnittsdeutsch" zusammen zu fassen:

Claudias Riecher war richtig:
Der Blutwurm, auf den er getippt hatte, gehört zur Familie dieser MDS-Würmer, die aufgrund der Eier jedoch nicht unterschieden werden kann. Dieser Wurm lebt erwachsen im Labmagen und nimmt dem Schaf bei starkem Befall bis zu 500 ml Blut pro Tag!!!
Er ist nicht auf Pferde übertragbar. Von den MDS-Würmern ist lediglich der "Trichostrongylus axei" bei Pferd und Schaf anzutreffen, also rät er grundsätzlich zu einer Wechselbeweidung, da dies zu einer "Verdünnung der Parasitenbesiedlung" führt.
Weiterhin rät er aber natürlich zu regelmäßigen Kotproben bei Schafen und Pferden, auch NACH der Behandlung, um Resistenzen auszuschließen. Die Sinnhaftigkeit dessen haben wir hier ja gerade deutlich feststellen mussten. Hätte ich nach der Wurmkur eine Kotuntersuchung machen lassen, wäre mir das erste Schaf sicher nicht gestoberen.
Hätte, hätte... Wie geschrieben: Ich kann nur noch draus lernen und das werde ich sicher tun.
Etwas beruhigt bin ich jetzt, dass diese massive Problematik nun wahrscheinlich keine Gefahr für die Pferde darstellt.

Ich fasse meine Gedanken zum Weidemanagement zusammen: Möglichst lange Ruhephasen, mulchen, Heu machen, Wechselbeweidung, gezielte Entwurmung nach Kotuntersuchung, weitere Kotuntersuchung nach Entwurmung, Dung nur gut abgelagert

Claudia: Interessant wäre, ob die Untersuchung sich auf Dauerstand- oder Wanderweiden bezog. Mit meiner Wanderbeweidung kommen meine Pferde (und zukünftig ja auch die Schafe) auf jede Fläche frühestens nach über einem Jahr. Als Standweide würde das anders aussehen. Da brauchen sie viel mehr Platz.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#61von Claudia » Donnerstag 15. August 2013, 22:38

bist du dir sicher mit 500 ml oder ist da eine 0 zuviel?
mensch hat um die 70 ml/kg KG. ich denke mal schaf auch in etwa (sind ja alle säugetiere), dann wäre so ein schaf in einer woche blutleer.
wobei ich 50 ml, selbst 5 ml täglich würde ich schon enorm viel finden. könntest du mir die antwort mailen? schicken-bin ja neugierig.
also als standweide habe ich im kopf, das darunter alles fällt was nicht länger als mind. 3 jahre ruht. weiß aber nimmer ob es in zusammenhang mit dieser studie oder einer anderen oder überhaupt "wissen" ist oer einfach nur blödsinn.
also bis vor 2-3 jahren weiß ich das prof ganter an der tiho hannover sich intensiv mit den kleinen wiederkäuern (vor allem und auch ziegen die ja sonst stiefmütterlich behandelt werden) beschäftigt hat, eben auch mit der parasitologie. ob es noch so ist, weiß ich nicht, weil ich mich aus gesundheitlichen gründen damit weniger beschäftigt hatte.

aber ich merke es wird dringend zeit für ein up date :)

wer ist denn dein professor?

also von früher, also ganz früher, als ich klein war, hieß es immer kein heu von der weide wo das tier drauf steht. also pferdewiese=rinderheu und umgekehrt. pferdemist muss mindestens 3 jahre lagern. immer misten, reinigen der boxen nach wurmkuren, keine wurmkur auf der weide.was eben einem kind von einem alten landwirt (onkel) so eingebleut wird : )

und glaub mir: das hätte, hätte, hätte bleibt einem erhalten. egal ob mit viehzeugs oder kindern oder einem selbst- ändern kann man nur für die zukunft

wie ist denn die inkubationszeit bei dem parasiten, weil du den neuen bock in verdacht hattest, passt das oder käme noch eine andere quelle in betracht? (ich suche immer gerne den ursprung, weil das ein klareres bild vom verlauf und damit zur prophylaxe gibt)

p.s
ich weiß nicht, ob du gerne mit hömopathika arbeitest, aber china ist ein gutes mittel bei hohen blutverlusten (Eine Verantwortung für die Wirksamkeit und gefahrlose Verwendung übernehme ich nicht- copy von herwig :))
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#62von Christina » Freitag 16. August 2013, 06:57

"Mein" Professor ist auch Dr. Ganter. ;-)
Und er schrieb wirklich von 500 ml! bei Massenbefall!! Dann ist auch nicht verwunderlich, dass die Schafe so zügig sterben. Da es der Lab-Magen ist, scheint mir auch der Schaum nicht mehr verwunderlich.

Inkubationszeit... Wieder eine gute Frage...

Ich wollte Heu immer von der Weide machen, die im Jahr zuvor von der jeweils anderen Tierart genutzt wurde. Da ich das Heu hauptsächlich dazu kaufe (aus "politischen" Gründen; will mir meinen "Heubauern" als Hilfe für alle Treckerarbeiten erhalten), muss ich nicht so viel Heu gewinnen und nutze das fast eher zur Weidepflege.

An Homöopathika komme ich irgendwie nur bedingt ran. Ich kann mehr mit Kräutern, Vitaminen etc. anfangen...
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#63von Claudia » Dienstag 20. August 2013, 19:24

danke für deine mail : )
hab ich dann auch gelesen- 500 ml wahnsinn!
zumal dieser verlust ja nocht von jetzt auf gleich eintrittm sondern vorher schon und nur immer größer wird.
da hilft wahrscheinlich auch keine regelmäßige kontrolle der schleimhäute um den wurm frühzeitig zu erkenn. wenn es schon soweit wird es eilig.

wie geht es denn den schafis?
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#64von Christina » Mittwoch 21. August 2013, 06:41

Unverändert. Das Schaf, das so krank war, ist nun sehr vorwitzig geworden. Das hat man immer fast an der Hose hängen. :-)
Das andere schaue ich mir noch jeden Tag kritisch an. Es frisst ganz normal, ist schön rund... Schleimheute sehen normal aus. Aber es schaut nicht ganz so wach. Wenn das bis nächste Woche nicht besser wird, lass ich noch einmal den Tierarzt kommen...
Der Bock hat am Wochenende wieder begonnen zu humpeln. Er wurde gestern noch wieder behandelt...
Ich glaub, jetzt hab ich die Schafe bald vergoldet. ;-)
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#65von Claudia » Freitag 23. August 2013, 06:27

naja, bei den blutverlusten dauert auch, bis sich der organismus erholt, ich weiß nicht die formel für schafe, wieviel blut da täglich neu gebildet wird, aber den turbo hat der körper da auch bestimmt nicht drin.
wieso wieder angefangen? was ist denn mit dem bock? kam der krank?
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#66von Christina » Freitag 23. August 2013, 06:44

Der scheint hier auf irgendetwas rauf getreten zu sein. Die Klaue selbst in unauffällig, aber oberhalb ist er empfindlich und es ist etwas angeschwollen.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#67von Herwig » Freitag 23. August 2013, 08:25

Klingt wie Panaritium,
Melkfett mit etwas Kupfersulfat mischen und auftragen.
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#68von Christina » Samstag 24. August 2013, 06:55

Tatsächlich. Das könnte es sein.
Das Problem bei dem Bock ist, dass er echt viel Gewicht und Kraft hat... Wir können ihn nur im Stall einfangen und da hat er sich letztes Mal dann auch noch den Kopf aufgestoßen. Ich dreh hier echt noch bald durch. Jetzt läuft er mit einer blauen Stirn rum.
Er hat vom Tierarzt ein Antibiotikum und einen Entzündungshemmer gespritzt bekommen. Ich glaube, so viel Antibiotikum wie in letzter Zeit bei den Schafen hab ich bei meinen gesamten Tieren in den ganzen Jahren zusammen noch nicht eingesetzt!! Aber ich muss gestehen, dass mich das tote Schaf da gerade ziemlich radikal gemacht hat.

Melkfett mit Kupfersulfat auftragen ist also bestimmt ein schönerer Weg, aber wenn ich mir vorstelle, ich soll meinen Mann jetzt jeden Abend zum Bockeinfangen animieren, dann mach ich mir echt Sorgen um unsere Ehe. Der hasst die Viecher gerade.... und ich will mir auch nicht vorstellen, was der Bock sich dann noch alles an- und aufschlägt. Wenn das so weiter geht, bau ich mir einen Fangtunnel, durch den sie täglich 2 x durch müssen und bei Bedarf einfach festgesetzt werden können.

Blöd ist auch, dass sie eigentlich dringend von dem Weideabschnitt runter müssten, aber da ist halt der feste Stall zum Einfangen drauf...

Achja, Claudia, das Schaf, das stark krank war schaute bereits nach einem Tag hellwach!
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#69von Claudia » Samstag 24. August 2013, 07:20

naja schafe sind da genauso individuell wie zweibeinige säugetiere auch
was den einen umhaut, packt der andere locker weg.regeneration braucht zeit
gibt es keine motivierten nachbarskinder zum schafe einfangen?

ersetze deinen mann doch durch einen arbeitshund : D
(der arbeitet immer und gerne und braucht viel weniger lob für das bisschen arbeit - als ein mann)
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#70von Herwig » Samstag 24. August 2013, 13:40

Darum schaffen sich Männer lieber Ziegen an, auf deren Meckern braucht man nicht reagieren!!!
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#71von Claudia » Samstag 24. August 2013, 19:01

also ich kenne eigentlich keinen mann der ziegen hält.
die ziegenhaltungen die ich kenne beruhen alle auf der frau des hauses.
aber ich kenne ganz schön viele frauen mit arbeitshund : D

du hast auch keine ziegen (mehr)? : D
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#72von Alex » Samstag 24. August 2013, 22:17

Och mein Nachbar hält Ziegen und seine Frau fürchtet sich vor denen.

Aber über den Arbeitshund, da muss ich ernsthaft nachdenken. Allerdings hab ich Kinder, die sind auch recht fleißig, da zieht schon ein Eis als Motivation.

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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#73von Christina » Sonntag 25. August 2013, 17:29

Das Einfangen an sich ist gar nicht das Problem, eher das Packen und Festhalten. Stelle mir gerade vor, wie unser Hund das übernimmt. Ich glaube, dann hätte ich ein noch größeres Problem.
Beim Packen können mir dann auch keine Kinder helfen, weil nicht mal ich den halten kann. Die Mädels ja, aber bei dem Bock hab ich keine Chance. Blödes fettes riesiges Herdbuchteil. Ich bin am Überlegen, ob es Sinn macht, die Schafe halfterführig zu machen. Meiner Vorstellung nach halte ich das Halfter hin und sie kommen freudig angelaufen, stecken ihren Kopf rein und fertig. Könnte klappen. Aber wenn das an zwei Tagen mit dem Tierarzt geendet hat, werden sie am dritten auch nicht mehr kommen. Deshalb bringt mich das wahrscheinlich nicht wirklich weiter nach vorne und ich kann gleich drauf verzichten.

Heute kommen sie auf die nächste Weide. Wenn wir wieder einfangen müssen, werden sie halt für den Moment umgetrieben.

Viele Grüße, Christina
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#74von Uwe » Sonntag 25. August 2013, 17:49

Christina hat geschrieben:Blödes fettes riesiges Herdbuchteil.

Und den Vogel am Halfter ... bitte die WebCam entsprechend einstellen!

... muss gerade schmunzeln!
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Re: Schafe sterben - blasse Schleimhäute

Beitrag#75von ClaudiaL » Sonntag 25. August 2013, 19:02

Hallo Christina,
Ich würde zunächst garnichts ausschließen. Bei einem schlappen Schaf würde ich im Moment folgende Erkrankungen in Betracht ziehen:
a) eine Vergiftung
a.1. durch Pflanzen auf der Weide (Jakobskreuzkraut, Kirschlorbeer, Tuja, etc.....)
a.2. durch Fremdkörper (Fasern von Kunststoffband, andere Fremdkörper.....)
a.3. durch Fremdfütterung und falsche Fütterung (Nachbarn geben Rasenschnitt oder andere böse Küchenabfälle, etc....)
a.4. durch falsche Fütterungj ( zu schnelle Futterumstellung, zu viel Kraftfutter oder anderes eiweißreiches Futter, wie z.B zu fette Weide etc....)

b. Außen- und Innenparasitenbefall, den ihr bereits ausgeschlossen habt. Wie sieht es aus mit Leberegeln? Auch ausgeschlossen - und Bandwürmer?

c. Virenerkrankungen - Nach allem, was Du beschreibst, erscheint mir eine Virenerkrankung nicht so unwahrscheinlich.
Mich erinnert Deine Beschreibung an die Blauzungenerkrankung. Ich kenne das. Allerdings zeigten unsere Tiere (Scottish Blackface) auch Fieber und zeigten Schmerzen, wie z.B. Zähneknirschen. Sie lagen dann auch fest. Es war bei uns wichtig, die Tiere am Fressen zu halten. Wir haben alle unsere Tiere durchbekommen. Sie bekamen allerdings auch Medikamente gegen Schmerzen und gegen Krankheiten, die sich auf Virenerkrankungen aufsezten.

d. Clostridien oder Listeriose (Mit diesen Erkrankungen habe ich keine Erfahrung, da wir damit noch keine Erfahrung hatten.)

Ich würde jetzt aber auch anfragen, ob die Tiere husten?
Hat der Tierarzt auf Paratuberkulose, Pseudotuberkulose oder Maedi untersucht?

Ach es gibt noch weitere blöde Erkrankungen. Allerdings würde ich auf die genannten zunächst untersuchen lassen.
Liebe Grüße
Claudia
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