Psychologie der Schafe ...

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Psychologie der Schafe ...

Beitrag#1von Uwe » Samstag 8. Februar 2014, 22:03

Wie ja bekannt ist habe ich Moorschnucken ... das ist aber wohl eher egal.
Eine meiner Mädels aus 2012 hat im letzten Jahr ihre beiden Ableger zu Tode gestoßen, somit wäre sie eigentlich ein Kandidat für Sibirien.
ABER: Das ist die absolut anhänglichste und "verschmusteste"! Am Liebsten würde sie mir auf den Arm springen und nur betüdelt werden. Mit der kann ich ohne Leine loslaufen, die bleibt mir immer unmittelbar auf der Pelle, andere lässt sie nicht in meine Nähe! Aber die anderen folgen uns dennoch!
Wie soll ich das verstehen, kann jenmand dieses Verhalten erklären? Ist das normal?
Sehr auffällig anhänglich dieses Schaf! War ursprünglich ein Flaschenlamm - wie alle meine Schafe, liegt es daran?
Die anderen sind sicher auch nicht scheu, ich kann bei den meisten die Klauen im Stehen überprüfen, keine Scheu.
Aber die ist auffällig. Auf der Weide kommen immer alle angerannt und gehen dann wieder ihre Wege - nur nicht "33", die folgt mir auf dem Schuh.
Ach ja:Tollwut schließe ich aus ...

Nicht wichtig, nur so als allgemeine Frage ... wäre interessant dazu Meinungen zu lesen. Aber eben nicht wichtig!

@Christina: Die sind aus einem Jahrgang mit deinen ...
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#2von Dine » Sonntag 9. Februar 2014, 17:20

Hallo Uwe,

bei Erstgebährenden kann es schon mal zu Verwirrungen kommen. Die wissen mir dem Lämmern manchmal noch nicht gleich etwas anzufangen. Unsere Kudrun hat im ersten Jahr nur das zweite Lamm angenommen, das erste hatte sie vollkommen vergessen. Im Jahr darauf war sie die absolute "Übermutter", auch wieder mit Zwillingen. Eine andere Erstgebährende hat die ersten Minuten auch nach ihrem Lamm gestoßen, sich aber schnell wieder eingekriegt und war dann eine gute Mutter. Keine von unseren hat allerdings bislang ein Lamm tot gestoßen.

Ich würde dem Schaf noch eine weitere Chance geben - mit einem wachen Auge darauf. Notfalls eventuell anbinden. Von deiner Erzählung her würde ich darauf tippen, dass sie die dominanteste ist? Das Leitschaf? Vermutlich war sie wegen der Geburtsschmerzen ungehalten und verwirrt. Wäre sie das Leitschaf, würde es auch erklären, warum sie keine anderen in deine Nähe lässt und die anderen dennoch folgen. Sie verteidigt "ihre" Futterressource.

Olaf, Daisy, Lana und sogar unser "neuer" Halvar folgen uns auch auf Schritt und Tritt. Olaf sogar auch dann, wenn er nur mal kuscheln will. :biggrinn:
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#3von Uwe » Sonntag 9. Februar 2014, 17:48

Moin Dine , danke für die Erläuterungen!
So ungefähr in die Richtung habe ich auch schon gedacht. Denn: Der Schäfer, von dem ich die Tiere als Flaschenlämmer übernommen hatte hat mir angedeutet: Fast alle seiner Flaschenlämmer stammten von überforderten Müttern... was es alles gibt!
Gerade heute musste ich ein Schaf aus dem Zaun befreien - und wer wollte helfen? Klar! Später habe ich diesem Helferlein noch im Stehen die Klauen geschnitten ...
Beim Lammen im letzten Jahr war ich bei ihr vor Ort, alles lief glatt, die Lämmer haben angedockt - alles war wie es sein sollte. Drei Tage ging es gut und dann lagen da zwei tote Lämmer in eine Ecke
gestampft! Im nächsten Jahr werde ich es noch einmal mit einem Bock versuchen.

Da ich natürlich das Handwerk "Schäferei" nicht gelernt habe werde ich immer wieder überrascht.
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#4von Dine » Sonntag 9. Februar 2014, 18:13

Hallo Uwe.

Ja, es ist immer besser, wenn die Mütter nervlich gut mit einer Lammung klar kommen. Unsere Giesi zum Beispiel hatte bei den letzten beiden Lammungen (erstgebährend 2012 und danach nochmal 2013) auch immer leichte Probleme. Bei der ersten Lammung hat sie ihr kleines Böckchen nicht angenommen, beim zweiten Mal hatte sie wieder ein Böckchen, aber einen Pfropfen im Titt. Er mochte bei ihr dann nicht saufen. Dennoch haben wir beim zweiten Mal Mutter und Sohn zusammen belassen, da sie ihn angenommen hatte. Wir haben sie dann abgemolken und ihn aus der Flasche gefüttert. Richtig ordentlich Milch gab sie aber erst nach 2 Tagen. So war er später halb an der Flasche und halb bei Giesi. Mal sehen, wie es dieses Jahr bei ihr läuft. Ob es wieder ein Einling ist und wieder ein Böckchen? Wir füttern dieses Jahr auch im Vorfeld mehr zu, mal sehen ob es dann mit der Milch besser klappt.

Dennoch, auch im nachhinein würde ich den Kleinen immer wieder bei Muttern lassen, weil sie ihm eben beibringen konnte "Schaf" zu sein und ihn liebevoll versorgt hat. Obwohl er im Herbst geschlachtet worden ist und es "so gesehen" ja "nicht drauf an" gekommen wäre, finde ich dass es wichtig war. Sowohl für ihn, als auch für sie mal ein Lamm groß zu ziehen.

Ja, so kleine "Helferlein" haben wir auch! Deichwolf kann ein Lied davon singen. Olaf klaut Zollstöcke aus der Hosentasche, räumt den Werkzeugkoffer aus, beschnuffelt dir das Gesicht wenn du dich runter beugst um ein Brett anzuschrauben, etc. pp. Mittlerweile sperrt er die Schafe oft aus, wenn er etwas am Stall herum baut. ;) Mit Olaf und Dörthe habe ich auch schon Klauen anheben geübt. Ging recht gut. :biggrinn:

Nach 3 Tagen hätte ich aber auch nichts mehr in dieser Richtung erwartet... hmmm...

"Schäferei" habe ich auch nicht gelernt und stecke da echt noch in den Kinderschuhen. Zum Glück sind meine Rauhwoller echt übersprünglich, instinktsicher und sehr robust, ich muss da nicht viel bedenken.
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#5von Uwe » Sonntag 9. Februar 2014, 18:33

Nun, ich habe noch ein anderes "Problemkind"!
Im letzten Jahr Zwillinge (Auen) und keine Milch ... Ergo: wieder Flaschenlämmer die allerdings bei der Mutter geblieben sind und heute noch in der Herde mitlaufen ...

Und hierzu:
"Ja, so kleine "Helferlein" haben wir auch! Deichwolf kann ein Lied davon singen. Olaf klaut Zollstöcke aus der Hosentasche, räumt den Werkzeugkoffer aus, beschnuffelt dir das Gesicht wenn du dich runter beugst um ein Brett anzuschrauben, etc. pp. Mittlerweile sperrt er die Schafe oft aus, wenn er etwas am Stall herum baut."

Kommt mir sehr vertraut vor! Alles Werkzeug hochlegen, Taschen leeren, Material nur zum tatsächlichen Bedarf holen! ÜBERALL sind Schafnasen! Eigentlich wollte ich das so haben - aber manchmal nervt es schon!
Demnächst gibt es hier wohl wieder Flaschenlämmer - nicht von meinen, die haben im letzten Jahr keinen Bock gesehen ... Vlt. ist ein passender Bock dabei? Mal sehen ...
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#6von Christina » Sonntag 9. Februar 2014, 19:01

Bei mir ist die zutraulichste nicht die ranghöchste, sondern diejenige, die ich am zweitlängsten betüddelt habe.
Ich denke, das ist auch etwas Charaktersache...
Beste Grüße,
Christina

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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#7von Conny » Sonntag 9. Februar 2014, 20:13

Hallo,

bei Schafen läuft vieles anders. So z. B. lernen sie in der Herde, wie das mit Geburt und Lämmern funktioniert, bevor sie selber Mütter werden. Das ist den Schafen nicht angeboren, sie müssen es lernen. Gerade Flaschenlämmer machen später dann oftmals Probleme mit ihrem Nachwuchs ;).

LG Conny
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#8von schnuckened » Montag 10. Februar 2014, 07:06

...Uwe, du hast eine Problemherde und wirst das bei dieser Art und Weise der Schafhaltung auch nicht los! Schafe sind nicht doof, sie lernen vom ersten Tag der Geburt an und behalten diese Charakterzüge ein Leben lang, wenn man nicht beharrlich (auch sich selbst) umerzieht! Das mit der 2. Chance wird zu 99 % ein Reinfall, es verhält sich als dein Lieblingsschaf und das wird auch so bleiben! Und wie das mit verwöhnten Gören so ist....
Tips gebe ich dir keine, die wären alle rabiat!

Grüße

Ed
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#9von Uwe » Montag 10. Februar 2014, 11:11

Wenn alle Probleme so leicht zu händeln wären müsste man sie nicht vermeiden.
Ich sehe es auch nicht als Problem, eher empfinde ich es manchal nur etwas lässtig. Da die alle nicht böse sind - eben nur sehr anhänglich - werde ich nicht an deren Verhalten schrauben, es kann alles gerne so bleiben. Die "zweite Chance" ist bisher nur eine Absicht, noch nicht akut und nach Sibirien kommen die auch nicht in absehbarer Zeit. Die sind einfach nur da!
Mich interessierten andere Meinungen/Erfahrungen zu dem Verhalten und habe auch schon einige Erläuterungen bekommen. Ein Profi in der Schafhaltung wird sich wohl kaum mit diesen Kinkerlitzchen befassen und es so hinnehmen wie es ist! Es sind bei mir ja auch nur 10 Schnucken ...
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#10von Dine » Montag 10. Februar 2014, 16:39

@Conny: Stimmt, wenn ich so zurück denke, hatten wir am meisten Probleme in der Lammung von 2012. Damals hatten wir unser Scherflein Schafe ja gerade erst übernommen und es waren nur 2 erfahrene Muttern (problemlos) mit 3 erstlammenden Jährlingen (zu früh gedeckt, weil der Lammbock mitgelaufen war) und 2 kaum 4 Wochen alten Lämmern bei Huf. Probleme bereitet haben damals "nur" 2 der erstlammenden Auen. Beide haben ihre Lämmer nicht oder wie bereits erwähnt nur eines davon angenommen (welches dann allerdings kaum 24 Stunden später verstorben auf der Koppel lag). Die beiden kleinen Böckchen aus dem Jahr waren unsere ersten "Flaschies" und leben heute noch putzmunter und übelst verwöhnt in einer Ferienpension. :biggrinn:
Im nächsten Jahr waren beide Schafe gute Muttern. Die eine sogar eine "Übermutter". Dennoch auch da wieder: eines der Lämmer war nach 4 Wochen verstorben. Der TA meinte es sei ein Herzfehler gewesen. :unknown: Dieses Jahr haben wir einen anderen Bock genommen und hoffen, dass diese Kombination gesünder ist.

Vom Verhalten her allerdings hat man deutlich gemerkt, wieviel ruhiger und sicherer die Auen bei der Lammung 2013 waren. Sie lernen also definitiv noch dazu, zumal beide im letzten Jahr dann ja zumindest jeweils ein Lamm geführt haben. Die dritte Jungaue war im Übrigen gleich total problemlos... :yes4: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Flaschenlämmer da einfach ein echtes Defizit haben. Dass sie es gar nicht mehr lernen können, möchte ich zwar nicht sagen, aber sie haben es bestimmt deutlich schwerer.

@Uwe: ja, nur unsere "Helferlein" waren nie Flaschenlämmer. :biggrinn: Die einzigen Flaschies haben wir verkauft, bzw. den "Halbflaschie" haben wir im Herbst mit geschlachtet. Der Rest der Bande ist einfach "nur" sagenhaft neugierig und total anhänglich. Das Schafe auch so sind, hätte ich mir vor noch 2 Jahren nie träumen lassen.
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#11von Claudia » Montag 10. Februar 2014, 16:56

Dine hat geschrieben: Dennoch auch da wieder: eines der Lämmer war nach 4 Wochen verstorben. Der TA meinte es sei ein Herzfehler gewesen. :unknown: Dieses Jahr haben wir einen anderen Bock genommen und hoffen, dass diese Kombination gesünder ist. .



Wir haben hier im Norden Selenmangelgebiet, Das schlägt sich auch im Futter nieder. Selenmangel kann bei Lämmern in dem ungefähren Alter (neben anderen Problemen) plötzlichen Herztod verursachen
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#12von Dine » Dienstag 11. Februar 2014, 07:54

@Claudia: Ja, das haben wir. Ich kenne das von den Pferden her. Aber könnte das wirklich Selenmangel sein, wenn nur ein einziges Lamm aus einer ganzen Herde betroffen ist? Die Schafe haben permanenten Zugang zu einer Mineralschale und einem Mineralleckstein. Alle anderen Lämmer aus dem Jahrgang (6 Stück) waren putzmunter und fidel. Dieses eine war von Anfang an kleiner, schwächer und ein "Schreikind". Meinst Du, es könnte dennoch daran gelegen haben? Was machst du dagegen ausser den Muttertieren Mineral zur Verfügung zu stellen?
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#13von Alex » Dienstag 11. Februar 2014, 09:17

Wir haben auch das Problem, meine werden gleich nach der Geburt gespritzt.

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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#14von Claudia » Dienstag 11. Februar 2014, 15:22

@ dine
Du weisst ja nicht ob die Mutter schon einen Mangel hatte. Selen verbraucht sich ja und wenn sie einen höheren Bedarf hatte...
Außerdem ist der Mangel schon ganz schön ausgeprägt, bis man Symptome sieht.
Mögliche weitere Symptome bei Lämmer:
Saugschwäche, wackelige Hinterbeine, Froschstellung im liegen, nachziehen der Hinterbeine, aufgewölbter Rücken, X-Beine der Hinterläufe- die Lütten stehen einfach anders. Alles Symptome wo man einfach schnell eine einfache Ursache denkt und es übersieht.Selenüberdosierung ist zwar genauso übel wie zuwenig, aber ich denke wenn man kurzfristig Zusatz-Boli gibt, kann nicht viel passieren.

ich hab immer direkt nach der Geburt einen Hub von Chevivit gegeben(Buchstabe weiß ich nimmer), das war ein Abwasch mit Nabel kürzen/desinfizieren.dann nach 2-3 Tagen nochmal. Den alten habe ich in der Woche vor der Geburt immer einen gegeben. Die mochten das ganz gern : )

Alternativ: Paranüsse füttern- das wird aber teurer :connie_eatingpopcorn:

Ich hab im Wiki eine Seite Selenmangel aufgemacht(aber noch nix geschrieben), wäre ja schön wenn wir die Infos aus diesem Thread dort sammeln könnten
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***äuerliches-wiki.de/index.php?title=Selenmangel

@uwe
du als alterfahrenes Flaschenlamm, könntest Du im Wiki etwas dazu schreiben?
:boybrief:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***äuerliches-wiki.de/index.php?title=Flaschenlamm

War ja doch schon allerlei, was sich hier dazu angesammelt hat
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#15von Uwe » Dienstag 11. Februar 2014, 18:24

Claudia hat geschrieben:@uwe
du als alterfahrenes Flaschenlamm, könntest Du im Wiki etwas dazu schreiben?
:boybrief:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***äuerliches-wiki.de/index.php?title=Flaschenlamm
War ja doch schon allerlei, was sich hier dazu angesammelt hat

Moin Claudia,
das bischen was ich bisher erfahren/gelernt habe ist keinen Beitrag im Wiki wert!
Ich bin Laie und agiere aus dem Bauch raus - hatte allerdings bisher überwiegend Glück!
Der spontan einzig wichtige Punkt wäre: Lämmermilch mit Fencheltee ansetzen ... aber auch das weiß jeder.

Dennoch: Ich denke drauf rum ...

EDIT 1: Gerade den Link angeklickt ... geht nix! Liegt ggf. am "ä" ???

Verlinkung auf externe Foren gelöscht!

Ed
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#16von Claudia » Donnerstag 13. Februar 2014, 06:46

Weiß eben nicht jeder, ich wusste es auch nicht ....

Ein Wiki ist auch etwas, an dem viele, Kleinigkeiten schreiben und die vielen Kleinigkeiten machen dann das große ganze.

Sicherlich steht etwas ähnliches irgendwo in irgendeinem Forum oder sonstwo

Aber nicht jeder ist aktiv noch in anderen Foren unterwegs oder hat überhaupt Lust und Zeit stundenlang zu recherchieren.

Mit dem Wiki ist eine Möglichkeit gegeben, das Wissen zu bündeln und an einem Ort abrufbar zu machen und vor allem zu erhalten

Du hast ja selbst gemerkt - sonst gäbe es diesen Thread nicht - Flaschenlammaufzucht beschränkt sich nicht nur auf das anrühren von Milchpulver, sondern bringt auch weitere Probleme mit sich- Im Zweifelsfalle sogar über weitere Generationen.
Also warum nicht das hier zusammengetragene Wissen bündeln, ergänzen und im laufe der Zeit weiter wachsen lassen?

Ein Wiki ist kein fertiges Buch, sondern etwas dynamisches und vor allem wachsendes.
Von vielen für viele.

Selbst wenn 10 Leute nur einen Satz schreiben, kommt schon beachtliches zusammen.

Du musst auch nicht schreiben- ich wollte nur ein wenig motivieren, das sich mehr am Wiki beteiligen (und das werde ich auch weiterhin tun)

Übrigens im Wiki kann man auch Links zu externen Seiten setzen und so das dort geschriebene belegen, ergänzen.
Und ja das ä macht Ärger, muss man eben den Link kopieren und einfügen- ich weiß grad keine andere Lösung
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#17von Dine » Sonntag 16. Februar 2014, 10:24

@Claudia: Vielen Dank für deinen Tipp! Wenn ich jetzt darüber nachdenke, hat das eine Zwillingslamm das uns tot geblieben ist wirklich immer mit aufgewölbtem Rücken da gestanden und war sehr langsam. Ich habe es darauf geschoben, dass es der kleinere Zwilling war und einfach "mickerig". Ich könnt mich gerade Ohrfeigen, dass ich nicht weiter gedacht habe... !

Ich werde uns für diese Saison auf jeden Fall etwas zum Eingeben besorgen. Ich bräuchte nur etwas, dass ein Biozertifikat hat. Irgendwelche Tipps? Sonst muss ich nachher mal meine Betreuerin anschreiben.

Im Wiki bin ich auch regelmäßig wieder aktiv. Als letztes habe ich dem Artikel über Arbeitshunde weiter ausgeschmückt, der ja schon sehr gut vorgearbeitet war. :smileyvieh:
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#18von Dine » Sonntag 16. Februar 2014, 10:24

@Uwe: Das mit dem Fencheltee und der Lämmermilch wusste ich auch noch nicht... Danke für den Tipp! :)
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#19von Uwe » Sonntag 16. Februar 2014, 13:49

Dine hat geschrieben:@Uwe: Das mit dem Fencheltee und der Lämmermilch wusste ich auch noch nicht... Danke für den Tipp! :)


Sogar bei kleinen Feldhasen klappt es einwandfrei, dann aber mit "Katzenmilch" :-)
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#20von Claudia » Dienstag 18. Februar 2014, 07:57

@dine

ich glaub das chevivit ist biotauglich, nachfragen ist aber sicherer.
den Artikel mit den Arbeitshunden habt ihr beide schön geschrieben, es gibt auch eine Diskussion zu dem Artikel - hast Du gesehen? :dh:

@uwe

Ich habe keine Ahnung wo man Feldhasenbabys findet, was "Katzenmilch" ist, welche Trinkmengen und Saugergröße so ein Feldhasenbaby braucht.
Soll ich eine Seite im Wiki dafür eröffnen? :d_book:

Igelaufzucht wäre auch ein schönes Thema und Insektenhotels,Vogelschutz, Wolfschutz, Steinmauern für Echsen und co.....
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#21von Dine » Dienstag 18. Februar 2014, 09:51

@Claudia: nein, habe ich noch nicht gesehen, muss ich gleich mal nachgucken gehen! *neugier* :laie_60a:

Das chevivit ist mir auch noch meiner Betreuerin empfohlen worden, also absolut "bio" tauglich. Ich bin nur wirklich verwirrt, über die enormen Preisunterschiede im Netz? Von einem Laden zum anderen gestern gut 20 €... Was zahlt man denn so normalerweise für 250ml? Wo wenn wir schon dabei sind... wo? :unknown:

Deine angedachten Themen fände ich gut, kenne mich damit aber überhaupt nicht aus... Meine Insektenhotels werden alle nicht angenommen... :schwitz_gif:
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#22von Uwe » Dienstag 18. Februar 2014, 12:08

Moin Dine,
Feldhasenbabys findet man normalerweise nicht! Wenn doch, dann sollten die da bleiben wo sie sind, die Häsin ist nicht weit, die jungen Hasen sind nicht in Not!!

Will man sich das dennoch antun, hat die Zeit und Lust dazu, gibt es die Möglichkeit, Wildtieraufzuchtstationen anzubieten, Feldhasen zur Aufzucht abzunehmen. Die freuen sich ggf. über die Entlastung! Katzenmilch (auch für Igel tauglich) gibt es in den guten Zoofachgeschäften. Nicht die flüssige Variante sondern das Pulver zur Aufzucht von Katzen.
Im Netz steht so viel darüber das eine eigene Seite im Wiki eher nicht notwendig ist!
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#23von Finn » Dienstag 18. Februar 2014, 13:03

Uwe hat geschrieben:Im Netz steht so viel darüber das eine eigene Seite im Wiki eher nicht notwendig ist!


Theoretisch gesehen steht so viel im Netz, dass es dieses Forum nicht geben müsste. Es ist aber schön gleich Zugriff auf Informationen zu haben als Ewigkeiten überlegen zu müssen nach welchen Begriffen man am Besten googelt und dann noch 1000 Seiten durchforsten zu müssen.

Und wenn du nicht im Wiki schreiben möchtest kannst du das einfach sagen und es auch okay. Es besteht schließlich kein Zwang.
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Re: Psychologie der Schafe ...

Beitrag#24von Claudia » Mittwoch 19. Februar 2014, 07:14

Dine hat geschrieben:
Das chevivit ist mir auch noch meiner Betreuerin empfohlen worden, also absolut "bio" tauglich. Ich bin nur wirklich verwirrt, über die enormen Preisunterschiede im Netz? Von einem Laden zum anderen gestern gut 20 €... Was zahlt man denn so normalerweise für 250ml? Wo wenn wir schon dabei sind... wo? :unknown:




Ich hatte immer 100ml Flaschen. ich glaub das war das Chevivit K, das passt auch zum Preis von 12-15 Euro
Ein Hub waren (glaub ich) 2ml, dann hast Du 50 Gaben pro Flasche. Entweder über die Apotheke oder über Online-Apotheken, Manche haben schon mal Aktionen wo sie versandkostenfrei liefern. Google Shopping hilft da weiter :biggrinn:

Vielleicht steht das Insektenhotel am falschen Platz? zu windig, zu sonnig?

Im Hühnerstall?
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