Pommern, die geeignete Schafrasse für mich!?

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Pommern, die geeignete Schafrasse für mich!?

Beitrag#1von Christina » Montag 28. September 2009, 08:58

Hallo liebe Forumsmitglieder und Schafhalter,

auf meiner Suche Bild nach der geeigneten Schafrasse für mich, komme ich wohl letztendlich auf die Pommern. Bild

Ein Teil meiner Weide ist recht feucht, Heidschnucken haben wir dort jedoch über Jahrzehnte erfolgreich halten können. Die hübschen Coburger fallen mit dem feuchten Standort aber leider raus. Heidschnucken finde ich zwar sehr hübsch (und lecker), vor allem die weißen gefallen mir optisch sehr, aber ich hätte gerne Schafe, deren Wolle ich spinnen kann. Dafür sind die Pommern geeignet, heißt es.
Außerdem möchte ich gerne hornlose Tiere, da ich mit Strom-Weidenetz arbeiten muss.
Und nicht zuletzt sind die Pommern sehr robust und anspruchslos, ich muss nicht viel mit tausend Extrafuttersorten unternehmen... kann sie naturnah halten...
Ursprünglich fand ich sie nicht so hübsch, weil sie auf den Fotos der Rassebeschreibungen immer so aufgeschreckt gucken Bild , aber nachdem ich mir Bilder auf privaten Homepages angesehen habe, konnte ich feststellen, dass sie auch ganz normal schauen können Bild .

Einziger Minuspunkt, der jetzt noch bleibt: Laut Literatur und Fotos, sind sie allesamt irgendwo im Grauschattierungsbereich einzustufen. Mir wären weiße oder bräunliche lieber.... Aber in den Farben finde ich keine Rasse, die alle obigen Punkte so gut erfüllt.

Habt ihr noch Ideen oder Hinweise?

Viele Grüße,
Christina
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Beitrag#2von Conny » Montag 28. September 2009, 18:24

Hallo Christina,

nachstehende Schafrassen sind vielleicht auch etwas für dich, ob ihre Wolle spinnfähig ist, weiss ich allerdings nicht, aber ich glaube eher doch.

Moorschnucke:
anspruchslos und widerstandsfähig, kommt gut mit Moorlandschaften/feuchten Gebieten zurecht. Mischwolliges Landschaft. Weiße Wolle, feste Klauen, in der Regel hornlos.

Bentheimer Landschaf:
Widerstandsfähig, anspruchslos, harte Klauen, Moderhinkefest. Wollmenge zwischen 3 und 5 kg, hornlos, weiße Wolle.

Waldschaf:
Genügsam, robust, wetterhart, harte Klauen, schlichtwollig, Moderhinkeresistent, hornlos. Meist weiß, seltener hell bzw. dunkelbraun und schwarz.
Wollertrag 3-3,5 kg.

Quessant:
Hart und anspruchslos, geringe Futteransprüche, kleinste Schafrasse der Welt, Mischwolle, Fließfarbe einheitlich weiß, schwarz oder braun, lange Wolle mit sehr dichter Unterwolle, Muttern hornlos oder Hornstummel, Böcke ausgeprägte Schnecken.

Finnschaf:
Anspruchslos, widerstandsfähig, Muttern hornlos, gelegentlich kommen gehörnte Böcke vor, kommen in rein weiss, vereinzelt auch in schwarz, grau und braun vor. Schlichtwollig, Wollmenge zwischen 2,5 kg und 3,0 kg (Bock weniger, Muttern mehr).

Romanov:
anspruchslos und widerstandsfähig, ertragen Kälte und starke Temp.-schwankungen gut. Böcke meist behornt, Muttern hornlos, schlichtwollig, Wolle graublau in verschiedenen Schattierungen. Wollmenge pro Jahr zwischen 3-4 kg Bock und 2-3 kg Muttern.

LG
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Beitrag#3von Christina » Montag 28. September 2009, 19:40

Hallo Conny,

herzlichen Dank für die vielen Hinweise!

Moorschnucke !!
Die wäre mein Favorit, wenn die Wolle zu spinnen wäre. Ich vermute und meine bisher gelesen zu haben, dass sie ebenso wie die Schnuckenwolle nur für das Weben von Teppichen usw. geeignet ist.
Trotzdem bin ich fast geneigt, sie doch zu wählen... zumal wir hier im Ort auch eine Moorbahn mit Aussichtsturm und Kaffee als Ausflugsziel haben. Das könnte langfristig evtl. Vermarktungsmöglichkeiten bieten. Moorbahn und Moorschnucke hört sich gut an!

Bentheimer Landschaf
Das sagt mir leider vom Aussehen gar nicht zu, einfach nicht mein Geschmack, obwohl bestimmt ein tolles Schaf.

Waldschaf
Das muss ich mir nochmal genauer ansehen. Was genau bedeutet schlichtwollig??

Quessent
Das hatte ich auch schon in die engere Wahl genommen, aber letztendlich ist es mir ZU klein. Hätte Sorge, dass die Füchse gleich alle Lämmer mitnehmen...

Finnschafe
...hören sich so weit sehr gut an, aber die hohe Ablammrate mit den vielen Totgeburten und Aufzuchtverlusten mag ich nicht. Da leide ich zu sehr mit den Lämmern, das kenn ich von früher. Lieber weniger Lämmer, die aber durch kommen.

Romanov
Ist ebenso wie das Bentheimer nicht mein Ding.

Lieben Gruß
Christina
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Beitrag#4von Christina » Montag 28. September 2009, 20:42

Hab nun doch gelesen, dass man Moorschnuckenwolle spinnen kann!?

Die Waldschafe gefallen mir allerdings auch sehr.
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Beitrag#5von Herwig » Dienstag 29. September 2009, 08:56

Spinnbar ist letzlich jede Wolle, nur ob man dann mit dem Produkt etwas anfangen kann, ist die Frage. Ich möchte keinen Pullover oder gar Socken aus Schnuckenwolle anziehen. Ne Mütze vielleicht die nicht über die Ohren geht.
Also im Ernst, durch das lange Stichelhaar, kratzt die (schlichtwollige) Schnuckenwolle sehr stark, und mit sehr stark meine ich sehr stark! Nix für Menschen. Vielleicht Puppenkleidung, Hundekleidung oder eben, wie du schon sagtest, Teppiche.
Filzen ist bei der Wolle auch sehr schwierig...
Mit deinem Anspruch würde ich mich für eine mischwollige Rasse entscheiden.

Schlichtwollig ist gröbere, lang abgewachsene Wolle.

Mischwolle, das heißt, dass die Wolle für unterschiedliche Nutzungen, wie Spinnen oder Filzen, zu gebrauchen ist.

Leider ist es jedoch heute so, das die Qualität der Wolle eher sekundär ist. Weil es kaum Absatz bzw. einen Markt dafür gibt.
Wenn du einen guten Absatz für das Schnuckenfleisch hast, nutze den Verdienst und kaufe dir gute Spinnwolle von jemanden der gute Wollschafe hat. Das ist echte Vernetzung...
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Beitrag#6von Conny » Dienstag 29. September 2009, 09:35

Die Wolle vom Juraschaf (schwarz-braunes Bergschaf, auch Elbschaf (Hellbraun (Elb) genannt) soll sich hervorragend zum Spinnen eignen. Die Tiere sind hornlos. Mäßige Ansprüche an Futter und haltung, robust, wiederstandsfähig gegen Krankheiten, guter Mutterinstinkt.

Das Vlies ist dicht geschlossen,ausgeglichen und gut gestapelt, die Wollhaare haben nahezu Merinocharakter. Farbe einheitlich schwarz, braun oder elb(beige). Jahresgewicht männlich 3,5 - 4 kg, weiblich 3 - 3,5 kg.
Feinheit F2-3 bzw. B - C, Stapeltiefe in 180 Tagen 3 - 3,5 cm.


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Beitrag#7von klosterbauer » Dienstag 29. September 2009, 12:47

Hallo - da ich mich bei Bergschaf ein wenig auskenne, hier nur ein kurzer Hinweis:

Bei den Bergschafen gibt es durchaus unterschiedliche Wollen - manche lassen sich super verspinnen (machen unsere Kunden auch). Andere sind eher filzbar. Ich weiß nicht genau, wie dies bei den anderen Rassen ist - aber ob man es immer so über einen Kamm scheren kann??

Mein Tipp wäre: Schau Dir die Schafe wolltragend an und entscheide dann. Und: was ist Dir wichtiger: Spinnen oder Fleisch-Produktion zur Vermarktung? Willst Du mal ins nebenerwerbliche rein, wäre eine Schafrasse mit halbwegs vernünftiger Schlachtausbeute nicht verkehrt. Denn die Wolle ist ja nicht wirklich ein Gewinnbringer. Auch wenn wir unsere Wolle fleißig vermarkten und somit zumindest kein Minus zu machen versuchen ...

Soweit ganz kurz

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Beitrag#8von Christina » Dienstag 29. September 2009, 15:48

Vielleicht ist dein Hinweis, Herwig, am sinnvollsten. Wahrscheinlich werde ich ja gar nicht die Zeit haben, sooo viel Wolle zu verspinnen. Die kann ich dann tatsächlich auch einkaufen.
Dem gegenüber steht nämlich ganz klar der Vorteil, dass es hier sehr viele feuchte Weiden gibt, die günstig zu pachten sind, weil da im Grunde niemand etwas mit anfangen kann - außer er hält Moorschnucken. ;-)

Peter, kann man mit Schafen heute noch in den Nebenerwerb kommen??? Dann bin ich mit den Schnucken bestimmt falsch bedient. Denn ich weiß noch, dass mein Vater schon früher selbst mit Fördergeldern glücklich war, wenn da am Ende des Jahres eine schwarze Null unterm Strich stand.
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Beitrag#9von Andreas » Dienstag 29. September 2009, 19:20

Hallo mitteinander,
@ Christina, also ich würde sagen Pommern und sonst nichts, aber auch rein gar nichts, das sage ich natürlich nur weil sie meine Lieblingsschafe sind. Aber Spaß bei Seite weiter oben ist schon viel gesagt worden, mein Gedanke dazu ist noch, sollte man nicht auch ein wenig schaun wo man wohnt, und wo die Rasse die man halten will herkommt. Ich gebe zu ich hatte schon allerlei Rassen, Zackels zum Beispiel, mein Wohnort in Nordhessen hatte herzlich wenig mit der Pusta zu tun. Auch Juras habe ich schon gehalten, ein Bergschaf, die waren im Mittelgebirge ausgezeichnet.

Mohrschnucken geht sicher gut. Schon Heidschnucken kommen ehr von trockenen Sandböden. So jetzt kommt wieder Reklame für die Pommern, die kommen sehr gut auf Feuchten Wiesen klar, was ja ehr nicht schafstypisch ist, aber die wurden halt über Jahrhunderte auf feucht und Sandwiesen gehalten, so wie die Juras über Jahrhunderte in Kalkgebirge gehalten wurden.

Also ich war immer ganz großer Bergschaffan, und die Coburgerfüchse haben es mir auch angetan, als ich nach Norddeutschland umgezogen bin habe ich damals schon etwas schweren Herzens auf Pommern umgestellt, und die kommen auf unseren zum Teil sehr nassen oder armen Böden extrem gut klar, immer rund und gesund, deshalb sind die jetzt halt auch meine Lieblinge. Die Bergschafe sind hier nicht wirklich gut klargekommen, sahen ehr schlecht aus , hatten viele Probleme mit Würmern etc. tja und schon haben die gleichen Schafe die im Mittelgebirge Top waren, kläglich versagt. So hat sich meine Vorliebe halt auf die Pommern verlagert.




:smileyvieh: le Grüße

Andreas
Sorry,Rechtschreibung kann ich gaaar nicht,
ich hoffe Ihr versteht trotzdem was ich meine.
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Beitrag#10von Christina » Dienstag 29. September 2009, 21:13

Hallo Andreas, jau, deshalb hatte ich die Pommern ja auch in die engste Wahl genommen, halten sich prima auf feuchten Standorten. Bild

Was die Region angeht, leben wir hier wohl so zwischen Heidschnucken und Moorschnucken im Niemandsland. Inzwischen gibt es hier auch viele kleinere Heidschnuckenherden, aber als mein Vater damit vor gut 30 Jahren anfing, war das fast exotisch, zumal er seine Herde mit 3 Jungböcken begründete! Bild DAS WAR EXOTISCH! Naja, sollten halt nur einen Sommer Rasenmäher sein und galten als ruhiger als die "normalen" Schafe. Dann waren sie so nett, dass sie über den Winter geblieben sind. Im nächsten Sommer kamen dann 3 Muttern zur wirklichen Herdengründung dazu und zwei Böcke mussten wegen der Krawalle gehen (die Hörner aber hängen noch am jetzigen Hühnerstall).
Ein Nachbar hatte in seiner Schnuckenherde damals plötzlich eine weiße ohne Hörner. Ich weiß noch, dass wir dachten, der hätte hochgradige Inzucht betrieben. Bild Ich muss gestehen, dass ich erst hier im Forum davon las, dass er sich wohl damals schon eine Moorschnucke zugelegt hatte. Bild

Keine Ahnung, was die hier zwischen Hamburg und Bremen früher hielten. Vom Gefühl her würde ich eher sagen, was schwarz-buntes, das "Muh" macht! Bild
Von Texel weiß ich, aber die sind wohl weniger regionstypisch hier und eher auf den trockenen Weiden zu finden.

Ich hab als Kind schon Bilder mit Schnuckenherden gemalt, deshalb finde ich sie jetzt wohl auch so hübsch, wobei mir eben die Moorschnucken besser gefallen als die normalen Heidschnucken, aber ich mag auch lieber Schimmel als Füchse. Bild
Ich finde, die Pommern haben schon was Ähnliches in der Ausstrahlung.... Hier in der Nähe gibt es eine Herde, vielleicht sehe ich mir die mal an.


Mäeääeeehhhhh! Viele Grüße,
Christina

Achja: Vorteil der Pommern gegenüber den Schnucken scheint zu sein, dass man sie sehr gut in kleinen Herden und standorttreu halten kann. Wobei unsere Schnucken eigentlich auch nur über den Zaun gesprungen sind, wenn wir mit Futtereinmer zu lange auf der anderen Seite standen.
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Beitrag#11von Christina » Mittwoch 30. September 2009, 06:56

Mir ist heute Nacht eingefallen, dass es hier unheimlich viele alte Schafställe gibt. Also ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es hier früher auch viele Schafe gegeben haben muss. Bild Bild ...Aber welche Rasse? Bild
Leider sind die alten Dorfbewohner, die ich hätte fragen können, inzwischen alle nicht mehr...
Muss mal recherchieren.
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Beitrag#12von Christina » Sonntag 12. Juni 2011, 10:44

So. Da wir trotz Gänse zu viel Gras am Haus haben und auch die Pferde nicht alles schaffen:

Wir bekommen Moorschnucken! Bild Bild Bild Bild Bild


Stall ist vorhanden, Zaun teilweise auch.... Es kann relativ kurzfristig los gehen. Uwes Buddellämmer haben uns letztendlich überzeugt. :-)
Wobei die theoretische Überlegung bei uns auch für diese Rasse spricht.

Moorige Grüße,
Christina
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Beitrag#13von alfredo » Dienstag 12. Juli 2011, 09:31

Liebe POMMERN-FREUNDE,
nachdem ich diese und andere Beiträge über die Pommern verfolgt habe, und der Schäfer, von dem wir im August einen
Altdeutschen Hütehund-Welpen (Gelbbacke) bekommen werden, auch knapp 100 Pommern-Muttern hat, werden wir nun
unsere Streuobstwiese künftig mit einer kleinen Herde Pommern bewirtschaften.

Nun werde ich schon einmal bei dem regionalen Spinnverein anfragen, dass sie uns die Vliese im Herbst
zu strickfähiger Wolle verspinnen...

Aus der Nutztier-Arche-Mitgeschöpfe
grüßen
Alfredo&Silvia
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Beitrag#14von karinenhof » Dienstag 12. Juli 2011, 15:07

beim verspinnen kann ich auch mitmachen Bild.

Grüße von Karin aus dem Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Beitrag#15von alfredo » Dienstag 12. Juli 2011, 19:35

Das ist ja super!

Nur würde Silvia zu gern dickes Garn haben...

Zu welchem Preis kannst Du das Kilo verspinnen?

Wir denken im Herbst an ca. 2 Kilo.

Herzliche Grüße aus der Altmark
Alfredo
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Beitrag#16von karinenhof » Mittwoch 13. Juli 2011, 14:59

hallo Alfredo,

dick ist immer relativ.
Ich bringe mal Wolle mit zum Treffen. Dann kannst Du mal schauen und anfassen - und dann können wir uns darüber unterhalten. Einverstanden?

Grüße von Karin aus dem Havelland
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Beitrag#17von alfredo » Donnerstag 14. Juli 2011, 05:28

Ja gern!

Dann bis zum Bundes-Treffen...

Viele Grüße
Alfredo
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Re: Pommern, die geeignete Schafrasse für mich!?

Beitrag#18von Christina » Samstag 13. Juli 2013, 10:54

Sodale... Letzte Woche ist bei uns ein Moorschnucken-Bock mit Papieren eingezogen. Ich bin sehr gespannt auf die ersten Lämmer nächstes Jahr!
Das haben wir nun zum Anlass genommen, den Nutztier-Arche-Antrag auszufüllen.... zumal der hübsche PommernErpel auch eine passende Dame bekommen hat.
Es geht voran! :-)
Aufgrund des Antrags ist nun auch mein Mann Feuer und Flamme und peilt langfrisitg die Umstellung der Gänse auf die Bayerische Landgans an.
Im Moment bastelt er gerade an unserer Homepage, damit Platz fürs Logo ist...
Wer hätte das bei meiner Anmeldung hier gedacht, als ich noch mit Hund in einer Mietwohnung saß?!? Muss ich extra erwähnen, dass ich sehr zufrieden bin? ;-)
Viele Grüße, Christina
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Re: Pommern, die geeignete Schafrasse für mich!?

Beitrag#19von Claudia » Samstag 13. Juli 2013, 15:07

@alfredo: ich würde dir gerne auch wolle von den pommern abnehmen- die fehlen mir (auch) noch in meiner sammlung.
bist ja nicht sooo weit weg : )

@christina: glückwunsch!
falls du die wolle verarbeiten möchtest: moorschnuckenwolle gibt übrigens prima sockenwolle- die halten und halten und halten.
am körper würde ich sie aber nicht tragen wollen, allenfalls noch als jacke : D

färbeversuch morrschnuckenwolle mit luvotexfarben hab ich heute nachmittag gemacht. wird prima, wenn man sie vorher 1-2 tage in essigwasser einweicht und die wolle kurz richtig kochen lässt.

bunte grüße aus dem wendland
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Re: Pommern, die geeignete Schafrasse für mich!?

Beitrag#20von Christina » Samstag 13. Juli 2013, 18:03

Also für dicke Stiefelsocken? Wäre eine Idee für nächstes Jahr. Dieses Jahr hab ich die Wolle zum Mulchen genommen, weil ich zu nichts komme. Ansonsten hatte ich mir überlegt, dass sie prima gewebt zu Sitzteppichen für die Stühle und Bänke zu verarbeiten sein müsste. Da hätte ich mit wenig Aufwand viel erreicht.
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Re: Pommern, die geeignete Schafrasse für mich!?

Beitrag#21von Claudia » Samstag 13. Juli 2013, 19:35

Christina hat geschrieben:Also für dicke Stiefelsocken? Wäre eine Idee für nächstes Jahr. Dieses Jahr hab ich die Wolle zum Mulchen genommen, weil ich zu nichts komme. Ansonsten hatte ich mir überlegt, dass sie prima gewebt zu Sitzteppichen für die Stühle und Bänke zu verarbeiten sein müsste. Da hätte ich mit wenig Aufwand viel erreicht.



ja genau, stiefel nummer größer und es passt oder als innensocken, die haben sogar ohne weitere sohle gehalten. wenn es mit dem gerben dieses jahr weiter klappt, hoffe ich das ich leder als sohle habe.
ich hatte mit moorschnucke und stäbchenwebrahmen experimentiert, der ist für erstversuch prima geworden und ging fix.ist auch weitaus flauschiger als er auf dem foto aussieht.

Bild


was anderes wo ich gerade herumexperimentiere. wenn die schnucke recht filzig ist und im gesamten vlies abgeht, habe ich sie auch in die waschmaschine gefilzt. die unterwolle filzt und geben halt und die langen haare bleiben wie sie sind.(rechts der stuhl ist zackelschaf). wenn größere löcher drin sind, mit wolle zunähen, dann filzt das zusammen


Bild
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Re: Pommern, die geeignete Schafrasse für mich!?

Beitrag#22von Herwig » Samstag 13. Juli 2013, 19:44

Habe ich just im Original bei Claudia gesehen, alles seeeehr praktisch!
Auch die Socken, sind sehr gut, ich habe sie nur nicht anprobiert.
Weiterhin viel Erfolg!!!!
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Re: Pommern, die geeignete Schafrasse für mich!?

Beitrag#23von Christina » Sonntag 14. Juli 2013, 08:21

Ja, genau so hatte ich mir die Sitzteppiche vorgestellt! :-)
Hier im Dorf war früher eine Frau, die auch die Schnuckenwolle der grauen so verabeitet hat. Hat man da noch die Wolle von den Jährlingen dabei, gibt es dann noch schöne Farbvarianten, ohne dass man Färben muss. Sie hatte ihre ganze Wohnung voller netter Teppiche daraus (auf großem Rahmen gewebt).
Wenn ich die ganze Familie mit diesen Sitzteppichen versorgt habe, könnte ich anfangen welche für die Moorbahn im Nachbardorf zu produzieren. Aber bis dahin muss ich noch einige Male scheren lassen. ;-)

Die flauschige Variante sieht ja auch nett aus! irgendwie lebendiger als würde der Stuhl gleich los laufen. :-)
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Re: Pommern, die geeignete Schafrasse für mich!?

Beitrag#24von Claudia » Sonntag 14. Juli 2013, 13:21

@herwig: hab ja auch grad nur welche für kleine, zarte füsse *hust


@christina:hab hier auch gerade so schöne schwarzweiße schnuckenwolle liegen, kaum grau, wirklich schwarzweiß. die ist auch schon für einen teppich verplant, überleg nur noch ob ich die weißanteile gelb einfärbe, für den bvb fan des hauses. aber die natürliche schaffarbe zu nutzen, macht mehr spass, als alles nur einfach bunt zu färben

was auch gut aus schnuckenwolle oder ähnlicher wolle geht(zackel, skudde mit viel grannen) sind fliegenschutzbänder für vor die türe. kleinfingerdicke schnüre flechten mit schlaufe, die schlaufe durch einen dünnen ast ziehen, aufhängen-fertig.
evtl noch kleine astscheiben oder sowas mit einflechten für ein bisschen gewicht.. durch die pieksigen grannenhaare halten die gut fliegen ab, auch wenn sie nicht so dicht hängen.
meiner hängt nun den 2. sommer und hat wetter, vierbeinige adrenalinjunkies (border) und kids problemlos überlebt.

alle anderen hatten eine halbwertszeit von einer woche
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