Ostfriesisches Milchschaf

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Ostfriesisches Milchschaf

Beitrag#1von Herwig » Dienstag 15. Juni 2010, 19:00

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat die Züchter ostfriesischer Milchschafe angeschrieben, daß die Rasse ab 2010 als gefährdete Nutztierrasse förderungsfähig ist.
Auch die Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland (TGRDEU) stuft das Ostfriesische Milchschaf, in beiden Farbschlägen, als Beobachtungspopulation ein.
Wir nehmen das zum Anlass, diese Rasse in unsere Liste der gefährdeten Nutztierrassen aufzunehmen.
Im Jahre 2008 wurden 2479 weibliche Tiere und 211 Böcke in Deutschland gezählt. Damit war bereits vor zwei Jahren der Bestand des Ostfriesischen Milchschafes weit unter dem Bestand, des, auf der sogenannten Roten Liste stehenden, Rauhwolligen Pommerschen Landschafes, gesunken.
Milchschafe wurden früher und werden auch heute fast ausschliesslich in Kleingruppen zur Selbstversorgung gehalten. Das Milchschaf dürfte die rentabelste Schafrasse für Selbstversorger sein, fast ist es die "eierlegende Wollmilchsau".
Der Ursprung des Milchschafes liegt in Ostfriesland, wo um 1850 die zwei dort beheimateten Schläge des Marschschafes (Groninger- und Friesenschaf) zu einem einheitlichen Typ zusammengefasst wurden.
Wir möchten Zeichen setzen und dem Negativtrend, dem besonders die Wolle tragenden Schafe ausgesetzt sind, entgegenwirken und nehmen das Ostfriesische Milchschaf auf die Liste der gefährdeten Nutztierrassen.
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Beitrag#2von schmidti » Dienstag 15. Juni 2010, 19:14

Hallo Herwig,

dem kann ich vollumfänglich zustimmen! In Sachsen wird die Haltung des OM gefördert.

Heute besuchte ich eine Versammlung des Zuchtverbandes. Die Bestandszahlen sind erheblich zurückgegangen.

Milchleistungsprüfungen werden immer weniger. Die verbliebenen Züchter sind eher alt als jung.

Also, Milchschafe halten - Schafmilch schmeckt lecker!

Bildische Grüße, schmidti
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Beitrag#3von milchschaf » Donnerstag 17. Juni 2010, 17:46

fehlt nur noch hessen
allerdings bin ich ja nur hobbyzüchter
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Beitrag#4von Andreas » Freitag 18. Juni 2010, 06:34

Hallo miteinander,
sehr gut dass wir das Milchschaf jetzt bei uns aufgenommen haben. Aber es stimmt mich doch jedes mal traurig wenn wieder eine Rasse diese Schwelle überschreitet, oder besser gesagt unterschreitet.

Die so genannte Soziale Marktwirtschaft, oder besser der Kapitalismus ist gerade dabei sich zu verabschieden, Aldi wird schon in nicht all zulange Zeit aufhören müssen Milch aus der Agrarindustrie zu Dumpingpreisen auf den Markt zu schmeißen. Dann werden bestimmt auch die guten alten Milchschafe wieder gefragt werden.

Ich werde die eine alte Dame die ich noch habe also noch mal rein Decken lassen,

Bildle Grüße

Andreas
Sorry,Rechtschreibung kann ich gaaar nicht,
ich hoffe Ihr versteht trotzdem was ich meine.
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Beitrag#5von Herwig » Freitag 18. Juni 2010, 11:10

Ich arbeite gerade an der Rasseseite der Milchschafe. Ich suche einige Fotos der Rasse. Wer kann mir so ca. 3 Fotos zur Verfügung stellen?
Schön wäre ein Bock, ein Muttertier(e) und ein Lamm, oder geschoren und ungeschoren. Vielleicht wäre auch der Schwanz sehenswert, ist immerhin etwas besonderes.

Bitte per emal an info@vieh-ev.de

Danke für eure Mithilfe.
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Beitrag#6von milchschaf » Freitag 18. Juni 2010, 19:04

hallo herwig per mail klappts leider bei mir nicht ich machs dann hier Bild
Uploaded with ImageShack.us milchschaf mit drillingen

Bild
Uploaded with ImageShack.us der papa ein brauner milchschafbock
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Beitrag#7von milchschaf » Freitag 18. Juni 2010, 19:07

buBild
Uploaded with ImageShack.usnte milchschaflämmer
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Beitrag#8von schmidti » Freitag 18. Juni 2010, 20:03

Hallo liebe Mitstreiter,

um die heutige Situation des OM einschätzen zu können, ist es immer gut, etwas über seine Geschichte zu kennenBild

Im "Hand - und Lehrbuch der Schafzucht" von Schäfereidirektor Johannes Heyne (Leipzig) aus dem Jahr 1924, steht bemerkenswertes

zu dieser Rasse: Das OM gehört zu den kurzschwänzigen Landschafen...; Es ist groß, von guten Formen, mastfähig und von großer

Frühreife...; Mit neun Monaten paart man bereits diese Tiere, die dann ein Gewicht von 65 bis 75 kg haben, die Böcke 100 - 125kgBildBildBild

Milchleistung 400 bis 700 l/Laktation... ;Fruchtbarkeit 2-4 Lämmer...; liebt feuchtes Klima...; im Zuchtgebiet gibt es auch

schwarze Schafe die dem weißen in der Leistung gleichzustellen sind und wegen der schwarzen Wolle besonders geschätzt werden...;

seit Einführung der Bockkörungen 1901 wurden nur noch weiße Tiere zugelassen...; Wolle 3-6 kg Ertrag, CD Qualität einer guten

glänzenden Kammwolle, die sich zu Strumpfgarn sehr gut eignet...

Die Lämmer werden mit einem Gewicht von 4,5 - 5,5 kg geboren...; die Lämmer werden auf der Weide geboren und bleiben draußen Tag

und Nacht bis in den Herbst hinein...; die Tiere sind abgehärtet, brauchen keinen Unterstand, kalter Regen und Schnee kann ihnen

nichts anhaben...; die Tiere sind abgehärtet und das dichte Wollvlies schützt sieBild

Bezüglich Foto hab ich auch noch was zu bieten, aus 1931 Junge (ca.5) Auge in Auge mit einem Milchschaf und Drillingen, aus dem

sächsischen Vogtland. Scannen bin ich zu blöd, aber mitbringen zum Treffen gehtBild


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Beitrag#9von Herwig » Samstag 19. Juni 2010, 08:46

Die Fotos sind leider zu klein, wraum klappt das mailen nicht??

Einfach die Bilder als Anhang an eine Mail hängen und auf senden klickenBild
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Beitrag#10von dani » Samstag 19. Juni 2010, 15:21

Bild

unser ehemaliges Schaf mit Zwillingen
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Beitrag#11von Herwig » Samstag 19. Juni 2010, 15:43

seeeehr gut
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Beitrag#12von Herwig » Samstag 19. Juni 2010, 17:20

Neue Rassebeschreibung mit Foto ist online:

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Beitrag#13von serradella » Montag 6. September 2010, 14:01

Leeve Lüe,

dank für die Mühe ums Ostfriesische Milchschaf!

Wir halten hier im LK Nienburg ein paar Tiere für den Eigenbedarf und schätzen Milch und deren Produkte sehr, auch ist uns der Umgang mit den Tieren angenehm.

Schade, wenn es mit dem Bestand der Tiere bergab gehen sollte, aber leider mussten auch wir einen Bock aus einer seltenen, vermutlich nun erloschenen Linie schlachten, da er für 2 - 4 Muttern zu aufwendig in der Haltung war und uns ein anderer Schafhalter nur 80 Euro dafür bot.
Anfragen auf ein Inserat unsererseits gab es gar keine.

Dafür kann ich sagen, dass er ein fantastisches Fleisch hat. ;-)

Die Wolle der Schafe ist grad unterwegs zum Kämmen und wird übern Winter versponnen und verstrickt.

Über fachlichen Austausch mit anderen Milchschafhaltern freue ich mich immer sehr.

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