Mutterschafe geben zu wenig Milch

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Mutterschafe geben zu wenig Milch

Beitrag#1von Dine » Dienstag 5. Februar 2013, 11:55

Hallo ihr Lieben,

bitte,es ist wichtig: zwei unserer Mutterschafe (RPL) von diesem Jahr (beides zweitgebährende) haben offenbar zu wenig Milch für ihre Lämmer, trotz Mineralleckmasse. Wir füttern die Kleinen jetzt mit der Flasche zu, aber schöner wäre es natürlich, man könnte die Milchproduktion der Mütter anregen. Von der Milch abgesehen machen die beiden einen guten Job.

Was kann man da Tun? Malzbier? Frauenmantel? Homöopathisch?

Ich bin ganz Ohr!

Danke schon mal und liebe Grüße,

Dine.
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Re: Mutterschafe geben zu wenig Milch

Beitrag#2von dani » Dienstag 5. Februar 2013, 12:00

Hallo,

wir haben schon gute Erfahrungen mit Urtica D6 bei Milchmangel gemacht.

LG
Dani
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Re: Mutterschafe geben zu wenig Milch

Beitrag#3von Alli » Dienstag 5. Februar 2013, 18:27

Zur Zeit ist ja draußen noch nicht viel Futter, also fressen sie vermutlich Heu o.ä., bekommen, bzw. trinken die beiden denn genug Wasser?
Gruß
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Re: Mutterschafe geben zu wenig Milch

Beitrag#4von matt23 » Dienstag 5. Februar 2013, 19:31

Was die Mütter jetzt brauchen sind Energie und Eiweiß für die Milchproduktion!!! Das bedeutet Kraftfutter wie z.B gequetschtes Getreide, Grascobs usw.
Mach dich da mal bitte schlau!
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Re: Mutterschafe geben zu wenig Milch

Beitrag#5von Herwig » Dienstag 5. Februar 2013, 19:45

Wichtig ist, wie alt sind denn die Lämmer??
Das beide Muttern zu wenig Milch haben ist verdächtig!!! Soetwas kommt selten vor, und wenn das dann alle beide haben, ist es schon ziemlich auffällig.

Eiweiß+Wasser wurde schon genannt vieleicht noch Kraftfutter geben.
Wichtig ist es, die Lämmer nicht zu sehr zu füttern, Kann es sein das Du zu früh angefangen hast beizufüttern? Indem Du die Flasche gibst, nimmst Du der Mutter evtl. die "Arbeit" ab Milch zu produzieren die MIlch wird also weniger. Nicht jedes Euter läuft immer direkt über.
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Re: Mutterschafe geben zu wenig Milch

Beitrag#6von la-pastorella » Mittwoch 6. Februar 2013, 02:02

Habe gerade ein Jungschaf, das auch etwas wenig Milch hatte, sie bekommt nun eine extra Portion Haferflocken (max 300g/Tag) mit 4-5 Karotten, eine kleine Hand voll Haferkörner und ab und zu auch eingeweichten Leinsamen drunter. Dazu noch Pulsatilla C30 einmalig, Nun ist alles ok. Das Lamm ist nun ne Woche alt und putzmunter. Außerdem sollte gutes feines Heu sein. Das Lamm bekommt bei mir nichts extra (kommt aber natürlich auf seine Konstitution an).
Gruß Barbara
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Re: Mutterschafe geben zu wenig Milch

Beitrag#7von starkepferde » Mittwoch 6. Februar 2013, 16:47

Hallo Dine,
Saftfutter (Futterrüben, Karotten und ev, noch ein paar Rote Bete) mit gequetschtem Hafer bzw. einer Getreidemischung wirken sich auch sehr gut auf die Milchleistung aus. Langsam anfüttern damit Alttiere keinen Durchfall bekommen und die Lämmer keine Blähungen bzw. ebenf. Durchfall. Habe da sehr gute Erfahrung damit und man kann das Mineralfutter noch gut mit verabreichen.
Viel Glück!
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht
würde ich heute noch einen Baum pflanzen.

:smileyvieh: le Grüße Nutztier-Arche 139 \\\"Hardeck"\\\
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Re: Mutterschafe geben zu wenig Milch

Beitrag#8von Dine » Donnerstag 7. Februar 2013, 10:21

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für die vielen Tips!
Trinken tun sie genug, ca. 10l/Tag. Ich hab jetzt noch eine 1/2 Flasche Malzbier auf 5l ins Wasser gemischt, um durch den leicht süßlichen Geschmack das Wasser noch aktraktiver zu machen. Die anderen Mutterschafe und der Hammel sind fast durchgedreht, als sie das gerochen haben. :-) Das eine der beiden Mutterschafe leckte sich auch sofort die Schnauze, als ich ihr die leere Flasche zum Beriechen hingehalten habe. :-) Gestern habe ich den Mädels gut 75gr gequetschten Hafer pro Nase mit Kanne Fermentgetreide gemischt angeboten. Die Rationen wurden zur Gänze verputzt. :-)

Die Lämmer sind jetzt vom 30.01. sowie vom 04.02.2013.
Bei unserer Giesi (ein Bocklamm vom 30.01.) hatten wir sogar extra den TA da, weil das Lamm hungrig und eingefallen wirkte und wir keine Milch abmelken konnten. Auch der TA konnte nur sehr wenig Milch abmelken. Daher haben wir angefangen mit der Zufütterung. Im letzten Jahr hatte sie ebenfalls ein Bocklamm. Der kleine wollte nicht bei Giesi saufen, weil sie einen Pfropfen im Euter hatte. Das Lamm haben wir absichtlich aber bei ihr gelassen, weil sie ansonsten einen guten Job macht. Er nuckelt auch immer wieder bei ihr und nach der ersten Flasche Malzbier verschmähte er das erste Mal Abends sein Fläschen. :-)
Kudrun hatte letztes Jahr Zwillinge. Das Bocklamm hatte sie nicht angenommen und das Mädchen war nach 48 Stunden tot auf der Koppel. Wohl in einer kalten Nacht erfroren. :'-( Ihre diesjährigen Lämmer füttern wir nicht zu. Sie kümmert sich super, aber wir wünschten uns, dass sie etwas kräftiger und wärmer wären. Das eine liegt immer etwas viel nach unserem Gefühl.

Ich habe hier noch Leinkonzentrat (gequetsche Leinsamen + Leinöl) für meine Pferde. Davon werd ich den Mädels auch mal etwas geben.

Saftfutter bekommen sie bei uns eh fast das ganze Jahr. So ein bißchen Karotten-rote Beete-Apfel-allerlei. Ein kleiner 5l Eimer halb voll. Nur damit sie kommen und man schauen kann ob alles dran und gesund ist. Und Kanne Energiebarren oder Fermentgetreide. DAS darf in ihrem Eimer nicht fehlen. Sonst gibts mecker... ;-)

Der Futterplan lautet damit wie folgt:
-1 Flasche Malzier auf 10l Wasser tgl.
-75gr-100gr quetschten Hafer
-50gr Kanne Fermentgetreide (da sind sie irgendwie süchtig nach, aber alle...!!)
-20gr Leinkonzentrat

Was sagt ihr dazu? Ist das zuviel für Rauhwoller? Die Mädels haben so etwa 40kg...

LG,
Dine.
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