Mobilzaun für Schafe

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Mobilzaun für Schafe

Beitrag#1von ranulf » Montag 24. September 2007, 12:14

Moin Moin.

Ich plane zur Zeit meine Schafhaltung. Da ich mehrere kleine Flächen auch ohne Pachtvertrag nutzen möchte (naturlich mit einverständnis des Eigentümers) brauche ich eine Mobilzaum, der sich schnell versetzen lässt. Gibt es vielleicht ein System, mit dem Ihr Erfahrung habt, oder eine bestimmte Firma, die günstig gutes material anbietet. ganz wichtig ist ein starkes Weidezaungerät.

Wer hat einen Rat

schöne Grüße

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Beitrag#2von Ingo » Montag 24. September 2007, 12:27

Hallo ranulf

schau mal hier: www.weidezaun.info

Firma Voß
Nord 5
25885 Ohrstedt-Bhf.

Die Firma hat alles über Weidezäune un viele Infos darüber.

MfG
Ingo Grossnick
Nutztier-Arche-Norderwisch

Arterhaltung fängt Zuhaus an !

Zuchtring zur Erhaltung der Emdener Gans
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Beitrag#3von ranulf » Montag 24. September 2007, 15:38

Vielen dank für den Tip, ich werd auf alle Fälle dort hin fahren, weil es ja nicht weit weg ist.

In der Internet Seite der Firma wird erwähnt, dass das Schaf drei stromführende Seile oder Drähte braucht, das scheint mir wenig, habt ihr andere Erfahrungen.
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Beitrag#4von Herwig » Montag 24. September 2007, 18:25

Hallo ranulf,
nu bin ich ja ursprünglich Schäfer und schon auf alle möglichen Zaunsysteme "reingefallen".

Ein vernünftiges Zaunsystem ist und bleibt das Schafsnetz, gleich nach dem Metallzaun Ursusgeflecht.

Bei festen Weiden würde ich grundsätzlich außen herum einen Metallzaun ziehen und die Portionsweiden mit Elektronetzen herstellen. Der Metallzaun sollte zusätzlich in 25 cm Höhe eine einzelne Litze haben, damit die Schafe nicht den Kopf durchstecken, das schwächst auf Dauer den Zaun und die Schafe reißen sich im Nacken die Wolle aus und sehen einfach unansehnlich aus.

Um Pachflächen abzuweiden ist auch das Netz das Mittel der Wahl. Hier ist es wichtig die Erdung des Netzes zu vermeiden um Stromableitung auszuschließen. Nur so ist optimale Hüteleistung zu erreichen.
Dennoch wird es immer wieder Pannen geben, da du beabsichtigst hörnertragende Tiere zu halten, diese geraten dann mal mit den Hörnern in das Netz, bkommen eine Schlag und reißen dann das Netz nieder.

Dennoch hat das Netz mehr Vorteile als die einzelnen Listen, der Aufbau geht sehr viel schneller und die Hütesicherheit ist sehr viel höher. Man bedenke das auch anderes Wild oder Hunde nicht von außen eindringen sollen!!
Allerdings ist das Netz auch teurer, aber auch haltbarer, da die Anzahl der Litzen viel höher ist und somit die Warscheinlichkeit das das Tier, auch bei einer kaputten Litze, an eine solche kommt.

Du soltest dich auf jeden Fall für das Netz entscheiden, das auch senkrechte Plastikversteifungen eingearbeitet hat. (Livestock nicht Flexinet) Netze, bei denen senkrechte Schnüre eingearbeitet sind halte ich für weniger gut.

Erstellst du vornehmlich den Pferch auf Acker (Klee, Weizenauswuchs, Raps etc) solltest du drauf achten das die Pfähle mit Doppelspitzen versehen sind, die allerdings den Nachteil haben, das man sie bei gefrorenem Boden schlechter rein und raus bekommt. Der Vorteil bei weichem Boden ist natürlich die Standfestigkeit. Die Netze die zum Unterteilen einer Wiese mit fester Umzäunung gedacht sidn können nur eine einfach Spitze haben. Die wiederum für Winterhut auch gut geeignet sind, wenn man die nicht in den Boden bekommt, kann man mal mit einem Eisenstab mit Hammer etwas "vorlochen".
Wenn du sehr steinigen Boden hast, bekommst du natürlich auch die einfache Spitze besser in den Boden.

Das Elektrogerät sollte mit einer wiederaufladbaren Batterie betrieben werden, sinnvoller weise 12V. Da kann man dan günstig eine Autobatterie kaufen, die man mit dem ladegerät immer wieder aufladen kann. Solltest du da Zweifel haben, erkundige dich in dem Laden mal, was eine 9V Ersatzbatterie kostet. Berechne dann., das du davon zwei per Jahr benötigst. Die Autobatterie hält 3-4 Jahre.

Als schlagstarkes Gerät kann ich immer nur wieder ein Gallagher Gerät empfehlen. Ich habe eines das ist nun fast 30 Jahre alt und läuft imme noch bestens! (
Akkugerät Power Plus B 280)



Wenn du dich vorher im Internet schlau machst, schau danach bei ebay und vergleiche. Manche Netze bekommst du für satte 15 Euro billiger!!
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Beitrag#5von ranulf » Dienstag 25. September 2007, 18:48

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. im übrigen möchte ich gotländische Pelzshcafe halten, die weitesgehend hornlos sind (und ich auch die so haben möchte). Bekannte von mir haben beides Probiert (Netz und Litze und haben sich für ein relativ Qualitätsvolle system mit Litze entschieden. Das auf und abbauen erfolgt mit 4 festen Haspeln und stabilen Eckpfählen. Dazu nutzen Sie ein sehr kräftiges Stromgerät und habe seit dem keine Aus- bzw Einbrüche erlebt, wenn Saft auf der Leitung ist. Sie halten Skudden, die sich sonst nicht viel gefallen lassen.

Wie befestigt Ihr bei den Netzen die Ecken, mein Geflügelnetz neigt sich in den Ecken gerne gen Erde? Und wieviel Fläche benötigt man für ca. 15 Mutterschafe und Nachwuchs bei bei gutem Aufwuchs in ca. 1-2 Wochen (meine geplante Umtriebszeit) daraus resultiert dann wieviel Meter Netz ich ungefähr bräuchte.

schöne Grüße

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Beitrag#6von micha » Dienstag 25. September 2007, 20:10

Z.B auch:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** Agrarschop Müller

Gruß Micha
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Beitrag#7von löringshof » Dienstag 25. September 2007, 22:40

Hallo,
ich halte seit 5 Jahren Schafe und habe seitdem 2 verschiedene Knoten/Mobilzäune ausprobiert. Leider kann ich die Empfehlung von Herwig bezgl. der Mobilzäune mit senkrechten Kunststoffstegen nicht unterstützen, da sich diese Stege mit der Zeit sosehr verspröden, dass sie zu Bruch gehen. Sie besitzen zwar zu Anfang eine etwas höhere Stabilität, brechen allerdings die Stege ist das Netz hin. Ich würde daher eher zu Knotenzäunen ohne Kunststoffstegen raten.
Im Moment will ich etwas neues ausprobieren und zwar wie auf den Rinderweiden zwei 2 mm Drähte in 25 u. 90cm Höhe welche von einem Weidezaungerät mit der höchstzulässigen "kilojoule Schlagkraft" ausgestattet ist, zusätzlich wird ein engmaschiges Weinrebenschutznetz in 90cm breite verspannt.
Den Vorteil sehe ich darin, dass sich gehörnte Tiere im Gegensatz zum Knotenzaun nicht mehr soleicht verfangen können. Bei zwei Drähten allein hüpfen die Ziegen immer wieder gekonnt durch.

MfG.
peter
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Beitrag#8von Herwig » Mittwoch 26. September 2007, 07:05

Hallo Peter,
vermutlich liegt die kurze Haltbarkeit deiner horizontalen Plastikversteifungen nicht an der Sonne, sondern an teilvergeblichen Ausbruchversuchen von Ziegen. Gehörnte Tiere bleiben wie gesagt im Maschengeflecht hängen, und zerreißen dann, beim Versuch sich zu befreien, die Plastik verbindungen. (Die man übrigens mit Heißkleber super wieder flicken kann) Die Versprödung kann ich selbst bei einem Zaun, der seit nunmehr 25 Jahren, bei mir herumliegt, nicht bestätigen. Bevor das Plastik überhaupt angegriffen wurde, waren die Metalllitzen im stromführenden Teil nicht mehr in Ordnung.
Der Nachteil des Flexinets ist eindeutig die Stabilität beim Pferchbau. Wenn Ecken oder Kurven in den Zaun gebaut werden hängt der hoffnunglos durch. Eine Hütesicherheit ist nur dann gegeben, wenn alle Pfähle außerhalb des gradlinigen Verlaufes des Zaunes zusätzlich abgespannt werden.
Hügeliges Gelände ergibt immer Schwachstellen im Zaun, das verhindern die Versteifungen des Livestock Systems. Teilweise lassen sich Pferche ohne Eckabspannungen erstellen, bei Flexinet unmöglich.
Die Versteifungen sind außerdem behilflich, den zweiten Draht von unten vom Gras wegzubringen, sodass die Ableitung geringer ist.
Wohl gemerkt spreche ich hier von zwei Markensystemen, billige Kopien gibt es natürlich auch.
Ein schlagstarkes Gerät mit Bewuchsvernichtung ist dennoch unumgänglich.
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Beitrag#9von karinenhof » Mittwoch 26. September 2007, 14:05

meine Soay ´ s haben Hörner. Wir haben vor ein paar Wochen ein Lamm tot aus einem E- netz gepult. Seit dem gibt es bei uns nur noch 10 mm gelb/ oranges Breitband. Da die Schafe nicht sehr groß sind, reichen drei Abspannungen innerhalb eines Festzaunes zum Portionieren der Wiese aus. Außerhalb haben wir noch ein viertes Band höher gespannt, um ein rüberspringen anderer Tiere zu minimieren.


Bei der Planung der Flächen geht man nach meinem Wissen von ca. 1000 m²/ pro Mutterschaf aus, wenn von den Flächen auch Heu geworben werden soll.
Bei kleinen Schafen od. ohne Heu Ernte kann der Bestand etwas höher sein.
Ich empfehle Dir aber lieber mit weniger Tieren anzufangen und dann aufzustocken. Erst einmal ausprobieren.

Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Beitrag#10von Herwig » Mittwoch 26. September 2007, 14:19

Genau das ist das Problem Karin, für Hörner Tiere ist das wirklich nicht so prall.

Bei der Flächenberechnung spielen soviele Komponenten eine Rolle:

Bodenverhältnisse, Sommerdürre mit Beregnung üblich?, Bodenpunkte, Stickstoffversorgung, Grassorte, Schafrasse, Fruchtbarkeit, etc.

Da hat Karin völlig recht. Erstmal mit 2 Mutterschafen anfangen und dann sehen, wie die Weide reicht. ( da kommt ja dann auch noch ein Bock dazu und 2bis 4 Lämmer)

Bei großer Futternot kann man auch mal einen Wegrand einzäunen. Im Herbst gibt es vielleicht auch irgendwo einen Acker mit Raps oder Klee.
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Beitrag#11von löringshof » Mittwoch 26. September 2007, 23:00

Hallo Herwig,
Du magst Recht haben wenn Dein Qualitätsnetz so lange gehalten hat. Bei meinem Netz war es aber eindeutig eine Versprödung durch UV-Strahung, das Netz hielt keine 4 Jahre, bei jedem umsetzen brachen mehr Stege, zuletzt habe ich nur die Stangen behalten und die Netze entsorgt. Mit den zusätzlichen Stangen stütze ich labile Stellen im Zaun zusätzlich.

MfG Peter
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Beitrag#12von löringshof » Mittwoch 26. September 2007, 23:01

Hallo Herwig,
Du magst Recht haben wenn Dein Qualitätsnetz so lange gehalten hat. Bei meinem Netz war es aber eindeutig eine Versprödung durch UV-Strahung, das Netz hielt keine 4 Jahre, bei jedem umsetzen brachen mehr Stege, zuletzt habe ich nur die Stangen behalten und die Netze entsorgt. Mit den zusätzlichen Stangen stütze ich labile Stellen im Zaun zusätzlich.

MfG Peter
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Beitrag#13von Rouven » Donnerstag 27. September 2007, 05:23

Hallo ranulf,
ich habe für meine Schafe Litze genommen, 4x im Abstand von 25 cm. Habe die Tiere 1 Jahr und gute Erfahrung damit gemacht. Ich habe aber auch eine feste Weide für die Tiere und muss den Zaun nicht immer auf- und abbauen.
Als Weidezaungerät habe ich dieses Jahr ein Kombigerät gekauft, welches sowohl mit 12V Autobatterie oder aber als Hausanschluss genutzt werden kann. Bin ich total zufrieden damit und hat etwas über 100 ,- € gekostet, also relativ preisgünstig.
Wenn du möchtest, informiere ich mich da nochmal genau.

Gruss Rouven
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Beitrag#14von Herwig » Donnerstag 27. September 2007, 08:08

Hallo Peter,
am Sonntag kannst du das besichtigen. Obwohl ich keine Schafe und Ziegen im Moment habe, habe ich noch die Netze. Ein neues beim Nachbarn steht auch gerade, da kann manschön sehen wie das mit dem unebenen Untergrund klappt.
Wenn die blöde Blauzungen Krankheit durchgestanden ist, kommen Schafe auf den Hof!
Bis Sonntag,
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Beitrag#15von ranulf » Donnerstag 27. September 2007, 11:54

@rouven

Vielen Dank für Deine Antwort, dein Weidezaungerät interresiert mich, da wir auch Koppeln am Haus haben und in der Ferne. Welche Schafe hütest Du mit Deinem Zaun, den ich glaube, das ist nicht unwichtig und welche Litze benutzt Du.

@herwig Du benennst immer die Firmen Livestock und Flexinet. In den meisten Angeboten finde ich nur Euronetze. Den Geflügelzaun habe ich von Euronetz und finde ihn gut verarbeitet, allerdings habe ich die Stronführung noch nicht gebraucht.
Gruß ranulf
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Beitrag#16von Rouven » Freitag 28. September 2007, 15:10

@ranulf
ich habe 5 Walachenschafe.

wegen des Gerätes, Litze und Pfähle hab ich heute mit der Firma gesprochen, die mailen mir eine Preisliste zu. Die Firma ist in Weddingstedt in Dithmarschen und würden die Sachen auch verschicken.
Geb mir doch mal deine mail-Adresse per privater Nachrricht, ich leite die Preisliste dann weiter.
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Beitrag#17von schweinchen criss » Freitag 19. September 2008, 23:22

hallo,
ich habe mir dieses jahr bei ebay 6 netze a 1,06 plus gerät für schlappe 60 euro selbstabholer ersteigert. muss aber sagen die absolut sichere zäunung gibts kaum. eigentlich sind meine schafe ganz nett, trotzdem ging mein schafbock dieses jahr erst durch das 90 er netz bei wenig batterieleistung, das ging ja noch, es war deckzeit. dann riss er mir die stromdrähte auf der anderen weide durch - fand ihn beim bauern in der 60 schaf herde wieder und zum schluss ist er über 1,20 weidezaun ohne beschädigung und das hohe koppeltor beim bauern einfach gesprungen, ohne schäden. na ja nun hat er zwei mutterschafe mehr bekommen, steht in maschendraht und eine front schafszaun aus holz mit stromlitze und das passt. aber mit den ziegen habe ich da auch immer mal probleme. hoch und stabil eingezäunt ist immer gut, aber bei flexi, da kanns schon mal passieren, dass sie einen trick haben, der ist dann von jahr zu jahr verschieden. der einzigste der richtig brav ist, ist mein pferd mit flexiband, der hat echt respekt. die ziegen muss ich wieder auf hohe kräuter umstellen, dann springt auch keine mehr drüber und wurschtelt drunter....ja, manchmal funktioniert es gut und sie bleiben drauf und der strom haut hin und manchmal da passt nichts zusammen. trotzdem kann ich sagen, dass in all den jahren die zäunungsperfektion schon gut geworden ist. aber man hat eben immer mal wieder mit kleinen dingen zu kämpfen. na ja. mit der zeit findest du das für dich passende raus, da stecken auch erfahrungen dahinter, weil es immer bissel auf die tiere ankommt, manche sind cool, andere machen ihr ding und ihre tricks. da kann man so pauschal gar nicht sagen, welche zäunung am besten ist. schliesslich kann man bei kurzfristiger beweidung und wechsel nicht immer die ideale festzäunung bauen. jeder wird da mit anderen dingen gute oder schlechte erfahrungen haben, weil auch die tiere unterschiedlich sind. je zufriedener und besser das futterangebot auf der weide ist, desto weniger gehen sie auch runter. die netze finde ich okay für schafe, wenn sie nicht springen, stromdraht ist auch gut, hat aber eben auch nachteile. manche kommen mit winkeleisen niedrig gut zurecht, bei meinem bock ist niedrig aber ein witz, da sollte es über 1,20 m sein, oder viele schöne mutterschafe innen.... die schafmädels sind richtig lieb. wer ziegen hat, da gehörts dazu, dass sie auch mal ausserhalb sind, sonst hätte er ja schafe, grins....
viel spass beim ausprobieren.Bild
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Beitrag#18von Christina » Samstag 18. Juli 2009, 21:14

Ich möchte noch einmal an dies Thema anknüpfen....

Nachdem meine Hühnerhaltung nun aufgebaut ist (Hahn ist da, morgen kommen seine neuen Hennen), denke ich natürlich schon wieder über eine neues Projekt nach. Bild
Ich würde langfristig ganz gerne die Abstände zwischen den einzelnen Weidephasen meiner Pferde verlängern und eine andere Tierart weiden lassen. An Kühe traue ich mich noch nicht ran, weil die mir einfach zu unbekannt sind. Heidschnucken hatten wir schon mal, Schafe liegen mir also näher.
Das bedeutet nun aber, dass ich eine Einzäunung finden muss, die mir für beide Tierarten eine große Sicherheit bietet.
Für die Pferde hab ich auf der neuen Weide Eichenpfähle und 3 Stromlitzen. So ist eigentlich auch die nächste Weide geplant. Einen Maschendraht oder ein Netz würde ich da ungern fest dran befestigen, weil ich Sorge hätte, dass die Pferde sich darin mal verfangen, wenn sie in Zaunnähe austreten oder sich wälzen.... Jedes Mal ein Netz für die Schafe aufbauen finde ich aber auch unpraktisch... Ich hab überlegt, ob ich unten einfach noch 2 Litzen dazwischen spanne, um die Schafe drinnen zu halten. Derzeit sind die Litzen auf 50 / 100 / 150 cm. Mit zwei mehr könnte ich Litzen auf 25/50/75/100/150 spannen, wobei das Problem wäre, die untere bewuchsfrei zu halten.

Wie sind inzwischen eure Erfahrungen zur Weidehaltung von Schafen mit Stromlitze? So geblieben oder hat sich inzwischen etwas verändert?

Viele Grüße,
Christina
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Beitrag#19von Fredo » Samstag 18. Juli 2009, 23:01

Moin, also ich hab mit Litze keine gute erfahrung gemacht. Die Schäfchen nehmen die Stromschläge garnicht wahr unsere sind einfach zwichen 30 und 50 cm abstand der Litze durgesprungen und auch wieder zurück (gott seis gedankt). Dabei hatten sie ja definitiv kontakt mit der Litze das sie, sie auseinander drücken mussten und das bei Bullenstrom den wir auch für die Kaltblut Hengste benutzen Bild. Und dann gings los nachdem motto uns könnt ihr mal.... aber sie sind ja zum Abend wieder zurück gesprungen und haben sich nur auf unserem Land aufgehalten. Mit Euro Netzen gehts es meiner meinung nach besser aber ist letzten endlich
auch Erfahrungs sache.

Grüße:Fredo
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Beitrag#20von Christina » Montag 20. Juli 2009, 23:33

Das ist ja doof. Dann muss ich doch weiter überlegen...
Oder ist das vielleicht rasseabhängig? Hast du vielleicht eine kleine, flinke Rasse und es gibt große, schwere, die artig drinnen bleiben?
Schnucken kommen überall drüber und durch, das ist mir schon klar.... Bei Skudden wird es ebenso sein...
Kennt jemand eine gemütliche Rasse, die sich hinter Strom-Litze halten lässt?
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Beitrag#21von Frankenvieh » Dienstag 21. Juli 2009, 06:11

Weidezaun ist eine Frage der Erziehung. Strom muss AUA machen und das richtig! Bei ganz hartnäckigen Fällen empfehle ich Ketten um den Hals zulegen und Netzstrom zu verwenden. Merken die Viehcher gleich am Anfang das es nicht sehr zuckt, hat man schon verloren.
Übrigens Schafe hüten nicht mit empfindlichen Pferden vergleichen.

Tiere nass machen ist auch noch eine Methode,. Aber alles gleich am Anfang, Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr....vor allem bei Schafen und Ziegen. Klingt zwar alles etwas brutal, ist aber nur am ersten Eingewöhnungstag und man hat dann Ruhe. Ausbrechende Tiere können ja auch eine Gefahr für sich und andere sein.

Was ich noch empfehle beim Umtrieb: NIEMALS die Tiere unter dem Draht durchtreiben oder über den Draht laufen lassen! Der Draht muss tabu sein! Also erst Zaun wegnehmen dann Tiere raus!

Schafnetz kann auch gefährlich für Hörner tragende Tiere sein, wie oft verfitzen sich sie darin...Bild
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Ich habe auch noch ein paar Weidezaunlinks:*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** und *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
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Beitrag#22von Fredo » Mittwoch 22. Juli 2009, 15:10

Hi,
wir haben leider nicht mehr die Möglichkeit gehabt sie zu erziehen, weil der vorherige besitzer hatte ein Schafszaun an der ausenliegenden Seite und eine Litze für die Pferde zum ineren der Weide so konnten die Schafe nie raus haben auber auch nie gelernt das der Zaun "Böse" ist. Nungut ich Schätze wir werden nun sowieso 3 komplet mit Schafszaun eingezäunte weider als winter weiden einplanen und sie dann ,über den Sommer, mit abgestecken Flächen auf den Pferde weiden ernähren und einen selfmade Mobilstall kommt noch dazu.
Grüße: Fredo
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Beitrag#23von Schafhirte » Sonntag 26. Juli 2009, 10:52

Hallo Ranulf,

wie Herwig schon meint: Livestok für die Portionierung innerhalb fest mit Knotengeflecht eingezäunter Koppeln ist sehr zu empfehlen. Ich fahre seit vielen Jahren sehr gut damit. Erhältlich zum Beispiel bei *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***.

@Frankenvieh: Alles klaro, Kette um den Hals, Viehcher nass machen. Und wenn alles nicht hilft, dann gäb's ja noch die Möglichkeit mit Selbstschussanlagen und Natodraht oder so zu hantieren. Nee im Ernst, das hab ich ja noch nie gehört!!!
:5headache:
Ein angemessenes Elektrozaungerät in Abhängigkeit von Bewuchs und Länge des Netzes tut es immer zu 100%. Da geht kein Schaf bei normalem Beweiden durch!

Viele Grüße aus dem Bergischen
Roman
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