Jakobsschafe

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Jakobsschafe

Beitrag#1von schmidti » Samstag 16. Februar 2008, 21:25

Hallo,
ich möchte gern mal in die Runde fragen, wer sich mit Jakobsschafen auskennt und vielleicht auch welche züchtet?
Müssten die denn nicht auch als gefährdete Rasse gelistet sein?
Hintergrund: ich betreue eine kleine Zuchtgruppe in einem noch kleineren Tierpark, in dem ich regelmäßig Filzkurse gebe.
Die Gruppe besteht aus 1,4 Tieren. Leider schon mit Inzucht behaftet. Es ist dringend den Bock zu tauschen. Kann da jemand weiterhelfen?

Bildlen Dank!
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Beitrag#2von karinenhof » Samstag 16. Februar 2008, 21:56

schau doch mal in die Bücherecke von unserem Bild. Dort findest Du den Schäferkalender. Und in diesem sind bestimmt auch Züchter von den Jakobsschafen drin. Ich habe mir in diesem Jahr keinen geleistet. Bei Bedarf kann ich aber mal in den vom letzten Jahr reinschauen.
Gib mal Laut, dann suche ich.

Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Beitrag#3von klosterbauer » Sonntag 17. Februar 2008, 14:02

Hallo nach Amerika

ich weiß, das Bergische ist nicht gleich um die Ecke - aber hier kenne ich ein Mitglied der hiesigen Archegruppe, die auch Jakobschafe hat. Ich habe schon länger keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt, kann mich aber an schöne Tiere erinnern.

Der folgende Link listet den Tierbestand auf - unter Jakobschaf findest Du einen Kontakt.
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Vielleicht hilft es ja - beste Grüße aus der Bergischen Sonne von
Peter
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Beitrag#4von schmidti » Sonntag 17. Februar 2008, 14:03

Hallo Karin,
danke für den Hinweis. Da find ich aber nur HB Züchter. Dieser Tierpark hat leider wenig Geld, es sollte daher ein zwar reinrassiger, aber kein HB Bock sein. Ich bin ja schon froh, dass die sich überhaupt helfen lassen, da kann ich den Bogen auch nicht überspannen.

Bildle Grüsse
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Beitrag#5von karinenhof » Sonntag 17. Februar 2008, 21:53

hm, verstehe ich. Dann könntest Du es noch bei Deinem Schafzuchtverband versuchen. Die kennen auch oft diejenigen Halter, die nicht im HB züchten.

Ich werde noch mal wo anders schauen, wenn ich fündig werden, schreib ich es Dir.

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Beitrag#6von klosterbauer » Montag 18. Februar 2008, 09:31

Noch mal der Bergische:
Bei und würde der Schafzuchtverband nur Böcke aus Herdbuchzucht vermitteln - denn zur Vermehrung sind offiziell (laut irgendeines Gesetzes, dessen Name ich mir nicht merken musste bislang) nur HB-Böcke zugelassen.

Bislang wurden schon mal Schlachtböcke an Privat verkauft. Da war "Missbrauch" (hoppla, da hat der doch zufällig gedeckt) nicht auszuschließen. Doch mit den neuen Formularen im Bestandsregister wird dies auch schwieriger - das Problem hat dann eher der abgebende Betrieb....

Außerdem: Bei aller Liebe zu einem kleinen Tierpark: Wenn er schon reinrassig arbeiten will, dann sollte er doch wenigstens in einen guten Bock investieren. Und nicht jeder Tierhalter zieht anderen die Hosen aus. Wir bemühen uns hier auch, immer faire Preise zu nehmen. Doch nur Herdbuch gibt die Garantie auf reine Rasse - und ist halt auch ein wenig aufwändiger.

Ich weiß ja nicht, an welche Preise bei Euch so gedacht wird. Aber die Menschen, die bei mir für 60 Euro ein Schlachtschaf kaufen wollen oder für 80 Euro eine ausgewachsene Mutter, die muss man sich ja sowieso vom Leibe halten. Dafür können wir mit unseren Spezialrassen gar nicht arbeiten. Aber da kommen wir mal wieder zum Thema: "Was ist das wert, was wir hier tun?"

Zu meinen Heukunden beispielsweise sage ich immer: Wenn ihr Magerwiesenheu kaufen wollt, muss ich für weniger Heu genausoviel Trecker fahren wie die anderen. Also ist es was teurer. Lassen wir uns komplett vom Preisdruck erpressen, geht´s letztlich den Kunden wir hier in der Nachbarschaft: Der Pferdebetrieb wollte nicht genug fürs Heu zahlen, jetzt macht der Bauer kein Heu mehr ...

So auch mit den Tieren. Wenn jemand das professioneller macht (der Schafnachbar mit seinen 50 Stück, der das Fleisch vermarktet), der kann nicht an mir sparen. Sprich: Mich regt es einfach auf, wenn alle für kleines Geld beste Ware haben wollen. Nicht böse sein, Schmidti - aber da müssen die engagierten Tierhalter oftmals noch umdenken, finde ich. Denn auch die alten Rassen habe gerade dann eine Chance, wenn sie wirtschaftlich eingesetzt werden.

Soweit dieser etwas aufgeregte Beitrag aus dem Bergischen von
Peter
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Beitrag#7von Herwig » Montag 18. Februar 2008, 09:57

Mit den Jakobschafen ist das so eine Sache, z.B. Prof. Sambraus stellt die schon fast in die Ecke der Qualzuchten, weil sie genetisch dazu neigen Lidspalten auszubilden.
Ich persönlich bin immer etwas skeptisch bei der Bezeichnung Qualzucht...
Ich müsste sonst über Angorakaninchen, Lachshühner, Krüper nachdenken, wbei ich über Perserkatzen und Nackthunde schon genug nachgedacht habe...

Also das Jakobschaf ist zweifellos eine alte Schafrasse mir Erwähnung vor dem 19 Jahrhundert, jedoch sooo selten ist sie nicht, es kommt uns nur so vor. In Deutschland gibt es rund 300 Herdbuchtiere in kleinen Beständen mit vielen Vatertieren und Linien, das scheint nicht viel zu sein, aber weltweit gibt es mehr als 10 mal soviel, wobei England den größten Teil der Tiere hält. In Schottland soll es ganze Herden geben??

Diese Fehleinschätzung der Population liegt daran, das ihr Aussehen spektakulär ist. Wenn jemand im Zoo ein paar Jakobschafe sieht sagt er: Solche Schafe habe ich ja noch nie gesehen!
Wenn er jedoch das Leineschaf alte Zuchtrichtung sieht, nimmt er es gar nicht zu Kenntnis, obwohl es davon nur rund die Hälfte HB Tiere auf der ganzen Welt gibt.

Ich bin auch der Meinung, das immer, egal unter welchen Umständen, vernünftige Preise für Tiere verlangt und bezahlt werden müssen.

Wenn du ein Zuchttier aus dem Zoo kaufen möchtest und sagst, du hast ja wenig Geld, würde das umgekehrt auch nichts bewirken, denn der Zoo möchte möglichst viel Geld für die Zuchttiere haben.Bild
Also denn: Sponsoren suchen, Spendendose aufstellen und auf Vernunft hoffen.
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Beitrag#8von schmidti » Montag 18. Februar 2008, 10:19

Ihr habt natürlich uneingeschränkt recht Bild. Ich selbst bin ja ein strikter Vertreter der Herdbuchzucht. Ich kenne auch das Tierzuchtgesetz. Manchmal vernebelt meine soziale Ader eben meinen Verstand. Bild
Ich finde den Vorschlag gut, Spenden zu sammeln, da können die leute prima einbezogen werden.

Bildlen dank für Eure Ausführungen.
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Beitrag#9von knüllbergfarm » Montag 18. Februar 2008, 11:54

Hallo Peter das Gesetz hab ich nochnie gehört Bild.

Ansonsten sehe ich das genau so wenn bei mir einer Anruft und sagt das ist zuteuer kann er halt wegbleiben ich muss ja auch mein geld investieren um an vernünftige Tiere zukommen.
Genau das ist es ja was wir wollen reinrassige Haus-Nutztiere erhalten und da kann man eben nur bei Herduchzüchtern kaufen.

Gruss Thomas vone KNüllbergfarm
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Beitrag#10von schmidti » Montag 18. Februar 2008, 15:19

Hallo Thomas, hallo Peter

das gesuchte Gesetz ist wohl das Tierzuchtgesetz. Da gibt es eine ziemlich aktuelle Fassung von 2006.
Das kann man nachlesen z.B. unter: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** internet.de. Bild
Dort steht z.B.geschrieben, dass nur Zuchttiere deren Zuchtwert festgestellt wurde, auch zur Zucht benutzt werden dürfen.
Auch, dass es Zweck des Gesetzes ist, im züchterischen Bereich die Erzeugung der Tiere so zu fördern ist, dass eine genetische Vielfalt erhalten wird Bild.


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Beitrag#11von karinenhof » Montag 18. Februar 2008, 15:33

ich bin auch für HB Zucht. Wie schwierig es bei uns war könnt ihr hier im Forum nachlesen.

Allerdings muß ich in einem Pünktchen Peter widersprechen. HB muß nicht Reinrassigkeit sein. Leider. Wir sind auf der Suche nach einem HB Soay Bock. Was ich da schon gesehen habe - schüttel, schüttel -. Gerade bei den exotischen Rassen kennen sich nicht alle Zuchtleiter der Verbände 100 %ig aus.
Auf jeden Fall Kontakt mit anderen HB Züchtern aufnehmen und vergleichen!!

Gerade wenn man, so wir wir, noch am Anfang der Zucht stehen.

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Beitrag#12von klosterbauer » Montag 18. Februar 2008, 16:36

Hallo Karin,

dann hat bei Euch aber jemand Tomaten auf den Augen - reinrassig sollten die Viecher ja schon sein, sonst ist es kein Herdbuch. Ob dann noch schön und nach dem eigenen Geschmack, das weiß gar niemand. Aber bei uns wird kein Bock gekört, wenn er nicht über zwei Generationen reinrassig nachvollzogen werden kann ...

Bis dahin aus dem Bergischen
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Beitrag#13von karinenhof » Montag 18. Februar 2008, 21:36

ja, klar. So ist es bei uns ja auch.
Unsere Soay sind z.B. in´s Vorherdbuch aufgenommen worden. Die nächste Generation ist dann auch HB A3. Nach meiner heutigen Kenntnis ist aber mind. eine Aue keine reinrassige Soay. Der Zuchtleiter sah das anders. Ich mache ihm auch überhaupt keinen Vorwurf. Inzwischen konnte ich mit anderen Soay vergleichen.

Wir haben für uns entschieden, dass die Lämmer von dieser Aue auf keinen Fall zur Zucht genommen werden. Auch nicht als "Rasenmäher" verkauft werden. Auch wenn ihr Bocklamm aus dem vergangenen Jahr gekört worden ist und wir ihn als HB A3 verkaufen könnten, werden wir es nicht tun sondern ihn im Frühjahr nach Klein Sibirien verfrachten.
Es ist ja auch nur ein Beispiel. Zugegeben kein schönes aber ist das der absolute Einzelfall?

liebe Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Beitrag#14von Amber » Donnerstag 6. November 2008, 19:24

hallo
wir haben jakobsschafe, wenns fragen bigt einfach mailen
gruß kirstin
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Beitrag#15von jakobschafe » Dienstag 27. Januar 2009, 20:55

hallo
habe selber 6 muttertiere,aber kein HB.bei fragen einfach mailen.habe auch noch 2 böcke vom letzten jahr abzugeben.
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