Jachtpächte was darf er und was nicht

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Jachtpächte was darf er und was nicht

Beitrag#1von Aisha » Samstag 26. März 2011, 07:38

Hi,
mich würde mal interessieren was denn so ein Jachtpächter darf und was nicht.
Zum Beispiel, darf er bestimmen dass man keine Schafnetze benutzen darf oder wieviele Litzen man hat?

Bin auf eure Antworten gespannt.

VG
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Beitrag#2von Harm Wulf » Samstag 26. März 2011, 08:45

Ich bin selber Jäger und wie Du Deinen Besitz einfriedest darf er Dir nicht vorschreiben,
eventuell ist die zu entrichtende Jagdpacht zu mindern, wenn Flächen dem Wild und Jäger, also der jagdlichen Nutzbarkeit, entzogen werden.
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Beitrag#3von Aisha » Sonntag 27. März 2011, 06:19

Hallo Harm Wulf,
erst mal Danke für deine Antwort.
Und diese Jagdpacht hat ja mit mir nichts zu tun.
Stelle mir nur die Frage wieso der gute Mann auf die Idee kommt, einem zu sagen was er zu tun hat.
In diesem Bereich wo ich meine Pacht habe ist ein Hof, bei dem der ganze Tag Hunde frei laufen, hier habe ich noch nie Rehe gesehen.
Und der alte Jagdpächter hat mich sogar auf die Fläche aufmerksam gemacht.
Was darf er denn ?

VG
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Beitrag#4von Herwig » Sonntag 27. März 2011, 08:47

Jagdpacht bezahlt der Jadtpächter (wie der Name schon sagt) an die Eigentümer der Ländereien. Also hast auch du damit zu tun, auch wenn du persönlich nicht das Geld bekommst!

Außerhalb deines Hofes besteht besonders zur Brut- und Setzzeit Anleinpflicht für alle Hunde, ganz egal ob du die Fläche gepachtet hast oder nicht! (Das sollte auch, besonders im Interesse aller Tierliebhaber, eingehalten werden)

Vorschriften über die Einzäunung Deines Landes kann er dir nicht machen, kann dir aber untersagen zur Brut und Setzzeit deine Hunde auf dem Grundstück frei laufen zu lassen (wenn es nicht dein Hofgrundstück ist und er Jagdpacht dafür bezahlt). Schließlich jungen auch Vögel, Kaninchen , Hasen und Rehwild auf deiner Wiese.
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Beitrag#5von Harm Wulf » Sonntag 27. März 2011, 15:51

Herwig sollte das wesentliche für Dich zusammengefaßt haben, auch wenn ich die Fragestellung bezüglich des "Hundeproblems" nicht verstanden habe. Da, wie Herwig schon geschrieben hat, der Eigentümer vom Jagdausübungsberechtigen (JAB) die Pacht erhält, würde ich an Deiner Stelle auch auf den Eigentümer des Bodens verweisen und auftretende Unstimmigkeiten mit ihm direkt besprechen. Der Eigentümer nimmt als Verpächter eine wichtige Rolle für den JAB ein, im zweifelsfall sind "Probleme" dann in der Jagdgenossenschaft( dem Zusammenschluß der Verpächter) zu klären. Hunde sollten außerhalb von Siedlungen möglichst immer an der Leine geführt werden, solange man sich nicht auf hundegerecht eingefriedeten Besitz befindet, um unsere wildlebenden Tiere zu schützen. Ein solches Bewußtsein wäre bei vielen auf landgezogenen, selbsternannten Wildtierbiologen wünschenswert. Es würde die Aufgabe des Jägers, nämlich in erster Linie das Wild zu hegen und zu beschützen, ungeheuer erleichtern.
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Beitrag#6von Aisha » Mittwoch 30. März 2011, 17:24

Sorry Herdwig
das verstehe ich nicht, was habe ich mit der Jagdpacht zu tun?
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Beitrag#7von Herwig » Mittwoch 30. März 2011, 17:27

Das Land , das du gepachtet hast, hast du nicht ALLEIN gepachtet.

Der Verpächter, also Eigentümer, bekommt von zwei Leuten Pachtgeld:

1. von Dir wegen landwirtschaftlicher Nutzung
2. vom Jäger wegen der jagdlichen Nutzung

In einem ordentlichen Pachtvertrag ist das auch vermerkt...
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