Einzäunung

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Einzäunung

Beitrag#1von Christina » Donnerstag 1. Oktober 2009, 19:40

So, nachdem die Rasse so gut wie fest steht (Es sieht nun doch sehr stark nach Moorschnucken aus, erste Kontakte zu Züchtern sind aufgenommen, aber ich will erstmal sehen, wie es mit der Umsetzung klappen könnte), geht`s an den nächsten Punkt: Einzäunung.

Hat da jemand noch DEN Hinweis? Mir scheint derzeit, dass der Zaun der teuerste Punkt an der Schafhaltung ist....

Ich überlege, eine Weide von ca. 1 ha, die genau gegenüber meiner neuen Pferdeweide liegt, dazu zu pachten. Sie ist gerade frei geworden, derzeit recht feucht und deshalb wohl auch günstig, hat Wasserpumpe und Unterstand.... Ich hätte ganz gerne mehr Fläche, weil ich die Pferde dort dann 1 x im Jahr weiden lassen könnte, ohne abzuäppeln... könnte also so eine Art Urlaubsweide werden...
Pfähle sind da noch brauchbare drauf, aber für die Schafe fehlt halt der Draht. Wo günstig kaufen???? Gibt es den überhaupt ansatzweise günstig?????

Die andere Alternative wäre meine alte Weide. Dort liegt / steht ganz außen rum noch der alte Schafdraht. Den Hund hält der drinnen, weil der die Idee des Zaunes versteht; vorletzten Winter hat der Zaun für die 3 Schnucken eines Bekannten auch noch gereicht, auf den 1 1/2 ha zu bleiben, aber sicher ist eigentlich was anderes und bei höherem Besatz (auch mal weniger Gras) könnte das ganz schnell schief gehen. Ich denke, der Draht wäre in großen Teilen noch zu gebrauchen, aber die Pfähle müssten neu und die sind bei der Fläche wahrscheinlich ebenso teuer wie der neue Draht auf der anderen Weide.... Teile einzäunen macht hier keinen Sinn, weil das Winterquatier der Pferde mit großzügigem Laufganz kreuz und quer übers Gelände geht....
Stall und Wasser sind natürlich auch hier vorhanden....
Hmmmm....

Ich glaub fast, ich kann das drehen und wenden wie ich will, unter 400 Euro werde ich da wohl kaum hinkommen.
Sparideen also immer zu mir! Bin über jeden Hinweis dankbar!

Viele Grüße,
Christina
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Beitrag#2von klosterbauer » Donnerstag 1. Oktober 2009, 20:50

Hi Christina,

beim Zaun sparen, lohnt wohl nicht - die Rennerei hast Du nachher. Ich nehme Eichenpfähle und Knotengeflecht (hatte da mal günstiges, da verrutschten die Drähte schon beim Hinsehen) Ich rechne pro Meter Knotengeflecht 1 € und nehme einen Zaun von 1 Meter Höhe - ob die Schnucken mit 80 Zentimetern auskommen, müssen Dir die Schnuckenleute sagen.

Wenn Du von innen Litze oder Seil für die Pferde spannst, muss das auch unter Strom sein, wenn die Pferde drauf sind - sonst nagen die Schäfchen die Litzen dann doch durch.

Und keine Sorge, die finden schon die Schwachstelle im Zaun ...

Aus dem Bergischen mal wieder

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Beitrag#3von Mathias Vogt » Donnerstag 1. Oktober 2009, 21:27

....
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Beitrag#4von Schafhirte » Donnerstag 1. Oktober 2009, 21:45

N'abnd,

das günstigste Kontengeflecht hab ich bei *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** bekommen, glaub' ca. 37 € für 'ne 50 m-Rolle. Kann da nicht drüber meckern, würde die Qualität als normal bezeichnen.

@Mathias: Meine Schafe kauen auch auf den Litzen rum, wenn zu lange kein Strom drauf ist, unglaublich, aber wahr ...

VG
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Beitrag#5von karinenhof » Donnerstag 1. Oktober 2009, 22:17

da bei uns alles "wild" rundherrum ist, und ich immer Angst vor Streunern habe, wurde die Wiese mit 1,60 m Knotengeflecht eingezäunt. Das ist in der Höhe günstiger als 1,50 m.

Den preiswertesten Anbieter haben wir direkt im Stassfurter Drahtwerk gefunden. Ab einer Menge von ? gibt es auch keine Transportkosten. Die liefern auch alles Zubehör wie Spanndraht, Drahtspanner und die Schlaufen zum festnageln.

Da kannst Du bei einer größeren Menge auch noch Rabatte raushandeln (jedenfalls ging es bei uns).

Bildle Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Beitrag#6von Christina » Freitag 2. Oktober 2009, 06:26

Hallo Mathias,
keine Sorge, meine Pferde werden niemals in die Nähe des Knotengitterzaunes kommen. Da kommt dann mit gutem Abstand Litze mit mobilen Steckern davor für die Zeit... und die Litze wird von meinen bestens akzeptiert. Ich bin sehr vorsichtig bei diesen Dingen. Sollten sie dennoch ausbrechen und über die Litze gehen, dann bin ich der Meinung, dass der Knotengitterzaun besser ist als die nächste Straße. Aber dein Hinweis ist für viele Menschen wichtig. Ich hab gerade erst wieder Pferde auf einer Knotengitter-Stacheldraht-Weide gesehen.... die ständig im Zaun hängen, um drüber zu fressen. Bild

Peter, da Schnucken sehr gute Springer sind, glaub ich nicht unbedingt, dass man mit der Zaunhöhe auf 80 cm gehen sollte. Ich muss aber mal messen, was der alte hatte. Im Grunde bin ich auch der Meinung: Wenn ich schon den Zaun baue, dann auch gleich richtig, so dass ich da nicht mehr wieder ran muss. Bild Hab das nur dieses Jahr gerade für die Pferdeweide und den Hühnerauslauf praktiziert... Das läppert sich langsam.... Aber wahrscheinlich warte ich lieber noch 2 Monate und bau dann ordentlich.
Die Litze wird wie oben beschrieben nur drauf sein, wenn die Pferde dort mal stehen... kann also keine Futterquelle darstellen.

@ schafhirte und karinenhof: Dann werd ich mal schauen! Bild

Viele Grüße,
Christina

PS: Achja, wenn ich die Schafe mit 1,60 m einzäune, erklären die mich im Dorf endgültig für verrückt.... Ich wurde schon bei der Pferdeweide mit oberer Litzenhöhe von 1,50 m gefragt, wann die Giraffen kämen. Bild ...hab gesagt: "Das dauert noch bis zum Herbst.", aber nun bin ich langsam in Zugzwang. Bild
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Beitrag#7von Christina » Freitag 2. Oktober 2009, 06:55

Ahh! Ich hatte gerade DIE Idee:

Ich könnte die Pfähle der neuen Weide raus nehmen (sind ganz einfache, aber in Ordnung und werden wohl noch 10 Jahre halten) und damit den alten Draht an der alten Weide wieder aufstellen. Das müsste mengenmäßig so ziemlich passen.

Im Frühjahr könnte ich auf der neuen Weide dann mit Eichenpfählen und neuem Draht einen schönen neuen Zaun ziehen.

So hätte ich nicht auf beiden Weiden "halbe Sachen"! ...und ich könnte gleich loslegen. Bild

Bild
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Beitrag#8von klosterbauer » Freitag 2. Oktober 2009, 08:25

Ahoi Mathias,

Litze durchbeißen, klar gibt es das. Das ist der Spiel-, Ausprobier- und Knabbertrieb. (kein Böser Wille des Schafes). Die knabbern doch auch an Kordeln etc. ... Bei der Litze ist es nur in soweit dumm, das die später keinen Strom mehr führen.

Aber ein wenig Strom verhindert das ganz flott ... Und gerade weil die Pferde ja nicht ans Knotengeflecht kommen sollen, wäre der Stromdurchfluss ja wichtig ...

Es grüßt ins Rund der
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Beitrag#9von Mathias Vogt » Freitag 2. Oktober 2009, 09:34

....
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Beitrag#10von Frankenvieh » Freitag 2. Oktober 2009, 09:54

Mathias Vogt hat geschrieben:. Eines der extremsten Beispiele für Technopathien ist z. B. das "Stangenbeißen" der Sauen im "Metallkäfig".

Gruß von Mathias Vogt

?

Wird ausgelöst durch Flüssigfütterung, weil das Kaubedürfnis nicht gestillt wird! Gibt man diesen Tieren Stroh, hört das auf. Bild
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Beitrag#11von Christina » Freitag 2. Oktober 2009, 10:42

Ich glaube nicht, dass man da in allen Fällen von Technopathie sprechen kann.... wenn es auch bestimmt ganz oft Ursache ist.
Gerade Jungtiere probieren alles aus und knabbern alles an. Bei Kindern spricht man ja auch nicht gleich von Technopathie. Bild
Meiner älteren Stute sind Plastikpfähle zum Beispiel egal, mein junger Wallach aber versucht schon, ob man damit etwas lustiges anfangen kann. Sicher, ist lange Weile... Aber Jungtiere und Kinder so umfangreich zu "bespaßen", dass sie diesen Trieb nicht mehr haben, ist meiner Meinung nach nicht möglich / sinnvoll.

Ganz sicher gibt es aber auch ganz viele Tiere, die wirklich unter Technopathie leiden, die ganz einfach abgestellt werden könnt!!! Bild
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Beitrag#12von klosterbauer » Freitag 2. Oktober 2009, 11:01

Ahoi
a) bin nicht auf dem Wasser und
b) ist für mich die Diskussion hier beendet - ich weiß, was ich sehe. Ich kenne meine Haltungsbedingungen, und muss jetzt nicht über Technopathie bei meinen Schafen reden ....
sonst muss Herwig noch weitere Thread-Teile löschen, das wollen wir doch auch nicht.

So long
Peter
Wenn noch was ist, Christina, dann gerne per PN
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Beitrag#13von Herwig » Freitag 2. Oktober 2009, 11:24

Ich kenne das Drahtkauen auch von meinen Ziegen und Schafen in der Hütehaltung, nur Nachts gepfercht und dennoch angeknappert. Ich dachte mir immer, die mögen diesen metallischen Geschmack...

Langeweile ist nicht immer schlechte Haltungsbedingung, schließlich kenne ich auch jede Menge Jugendlicher (beruflich) die trotz riesiger Pädagogenbespaßung Langeweile schiebenBild
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