Alles in Vorbereitung

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Alles in Vorbereitung

Beitrag#1von Tomsen » Dienstag 20. April 2010, 10:56

Hallo,

mein Name ist Tom. ich habe in den letzten 6 Jahren an der Restaurierung des örtlichen Schafhauses im kleinen Örtchen Drohndorf gearbeitet. Es ist aus dem Jahr 1897 und dort hat immer der Schäfer des Ortes gewohnt. Nun ist es soweit, das ganze zu "vervollständigen". Ich habe direkt am Haus eine 3500qm große völlig verwilderte Streuobstwiese, dazu einen Stall. Diesen möchte ich aber eigentlich für andere Dinge nutzen.
Mein Plan ist es, die Wiese einzuzäunen und ein paar Schafe halten. Durch Zeitungsberichte, hin und wieder im Fernsehen und eben mit der Beschäftigung mit altem bin ich auf die Soay-Schafe gestoßen.
Ich möchte die Schafe ganzjährig dort belassen.
Nun meine Fragen:
Wie muss ich die Streuobstwiese vorbereiten? Welche Pflanzen dürfen auf keinen Fall dort wachsen (Efeu, etc)?
Muss ich jeden Tag vor Ort sein?
Ich las jetzt schon im Forum, das verschiedene Mitglieder ihre Bäume schützen müssen, fressen die Soay auch
die Bäume an. Wenn ja, wäre das für mich ein Glücksfall: Jede heruntergefallene Pflaume hat (so sieht es jedenfalls aus) hat getrieben. Dazu kommt eine Heckenart die ich noch ergründen muss. Hagebutte, Apfel, Birne, alles in alter Kultur und eben total verwildert.
Mein Plan sieht vor eine Benjeshecke (ca. 120cm) von draussen zu erbauen. dahinter dann einen Knotengitterweidezaun, ohne Strom.
Ich bin glücklich über jeden Tipp zu Einrichtung, Haltung und Pflege.

Vielleicht lese ich ja bald von Euch

Tom
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Beitrag#2von karinenhof » Dienstag 20. April 2010, 12:24

hallo Tom,

ja, die Soay´s fressen fast alle (Obst)Bäume. Besonders mögen sie Äpfel, Birnen, Pflaumen, Pfirsiche und Aprikosen. Wenn es junge Bäume sind, dann finden sie auch Kirschen echt lecker.
Also vorher die Stämme gut schützen.
Stäucher und Bäume werden sehr gut zurückgedrängt. Auch Brenesseln kannst Du erfolgreich bekämpfen, da die Schafe die fressen, so bald sie angetrocknet sind. Also absensen und einfach liegenlassen.

Efeu mögen meine sehr gerne. Allerdings bekommen meine das eher als Medizin und vor allen Dingen ohne die Fruchbeeren. Also nicht zum sattfressen (was sie machen würden, wenn ich es zulassen würde).

Nach Giftpflanzen solltest Du die Wiese vorab auf jeden Fall in Augenschein nehmen.

Unsere Weiden sind alle mit 1,60 m/ 1,50 m Knotengitter außen eingezäunt. Lieber 1,60 m Draht nehen, weil dort im unteren Bereich die Abstände so klein sind, dass die Köpfe nicht durchpassen und damit sehr viel weniger Ohrmarken ausgerissen werden.
Innerhalb des Knotengitterzaunes dann in mehrere Portionen unterteilt, so dass jede Portion mindestens 6 Wochen nicht beweidet wird. Das hat den Vorteil dass
1. das Gras nachwachsen kann
2. der Parasitendruck nicht so hoch ist
3. die Wiese länger als Weide nutzbar ist

Die Unterteilung haben wir mit Stromlitzen vorgenommen. Vier Litzen im Abstand von ca. 15- 20 cm und immer ordendlich Strom drauf. Es gibt Geräte speziell für Schafe (wegen der Wolle). Durch Torgriffe können wir schnell die einzelnen Parzellen freigeben/ sperren.

Wir haben für die Tiere einen an 3 1/2 Seiten geschlossenen Unterstand. Den brauchst Du auch, um die Tiere fangen zu können. Die Tiere brauchen den nur wenn es lange in Strömen regnet oder sehr kalter Wind weht.

Immer sollte Wasser, Salz- und Mineralleckstein und Heu zur Verfügung stehen.

Bei 3500 qm kannst Du so viele Tiere nicht halten. Nach meiner Erfahrung und sehr guter Wiese max. fünf Tiere. Dann solltest Du aber einplanen das notwendige Heu zu kaufen.

Bildle Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Schon mal Danke

Beitrag#3von Tomsen » Dienstag 20. April 2010, 13:34

Hui, das geht aber schnell mit den Antworten. UND Danke schonmal. Mehr als 5 Schafe hatte ich eh nicht vor...
Bis bald

Tom
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Beitrag#4von Conny » Dienstag 20. April 2010, 16:27

Hallo Tom,

herzlich Willkommen. Schön, dass du hergefunden hast :).

LG
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