Landwirtschaft oder Gewerbe?

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Landwirtschaft oder Gewerbe?

Beitrag#1von Tom » Montag 18. Januar 2010, 10:08

Hallo,

wir haben 2008 einen Hof mit 5 ha Wiesen/Weiden gekauft. Wir halten unsere eigenen Pferde, ggf. noch 2-3 Einsteller, ein paar Ziegen sowie demnächst noch Hühner, wahrscheinlich Bergische Schlotterkämme.

Stellt sich die Frage, wie man den "Nebenerwerb" am besten darstellt, da wir hauptberuflich unser Geld in der Industrie verdienen. Es wäre aber wünschenswert, dass wir steuerlich einige Kosten des Hofes (z.B. Dach der Scheune, Gebäudeversicherung, etc.) geltend machen können. Ist dies beim landwirtschaftlichen Betrieb möglich oder muss dann ein Gewerbe eingetragen werden?
Wie sähe es aus, wenn meine Frau den Hof hauptberuflich bewirtschaften würde?

Vielen Dank schonmal für Anregungen dazu! :D

Tom
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Beitrag#2von klosterbauer » Montag 18. Januar 2010, 10:20

Ahoi Tom

um dazu was zu sagen, braucht man mehr Eckdaten
Standort-Infos
Unternehmenskonzept
Kalkulation, Gewinnerwartung oder realisierte Gewinne
Perspektive

5ha Haupterwerb, das dürfte eher bei einem Gartenbau denn bei einem Gründlandbetrieb funktionieren

Klar aber können im Nebenerwerb auch Kosten beim Finanzamt geltend gemacht werden, dazu braucht es kein Gewerbe (es sei denn, es ist eins - das hat bei Euch u.a. was mit den Pferden und der entsprechenden Futtergrundlage zu tun - und mit der dazu gehörigen Perspektive).

Mehr kann ich da jetzt nicht zu sagen, denn jetzt musst Du erstmal ran.

Beste Grüße
Peter
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Beitrag#3von Tom » Dienstag 19. Januar 2010, 08:56

Hallo Peter,

erstmal vielen Dank für Deine schnelle Antwort!

Nach momentaner Planung wollen wir eigentlich nur 1-2 Pferde einstellen, und die Wiesen als Weiden bzw. für die Heuproduktion nutzen. Alles andere ist im Prinzip nur Hobby, und ohne externe Jobs nicht finanzierbar, da wir den Hof leider kaufen mussten. Bild Vielleicht kann man ja irgendwann mal ein paar Eier oder auch etwas Honig verkaufen...

Aber schon für die Pferde und den dazugehörigen Stall sowie die Bearbeitung der Wiesen fallen ja Kosten an, die über die Boxenmiete nur teilweise gedeckt werden können. Weiteres Futter müssen wir ja auch noch zukaufen wie ggf. auch noch Maschinen, Fahrzeuge, etc.

Wäre doch schön, wenn wir dazu etwas von den in der Industrie gezahlten Steuern zurückbekommen würden! Bild



Viele Grüße,
Tom
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Beitrag#4von Angelika » Dienstag 19. Januar 2010, 11:58

Hmm...

Ich bin gelernte Steuerfachgehifin, meine Mutter Steuerberater -aber ich wohne schon seit über 10 Jahren nicht mehr in Deutschland.
Das ganze sieht mir aber gefährlich nach Liebhaberei aus, gerade das mit den Pferden...
Meine Mutter hatte einen Mandanten, die standen auf Märkten mit ihrem Haupterwerb -und der Reitbetrieb war Groß, Reithalle, mindestens 10 Pensionspferde, Reitlehrerin auf Stundenbasis, Reitverein -und trotzdem hat das Finanzamt bei Prüfungen immer wieder gemäkelt und wollte das nicht genehmigen.

Will euch nicht entmutigen, aber ihr klärt das am besten gut ab bevor ihr eventuell etwas investiert -und sei es auch nur 1-2 Pferdeboxen für Pensionspferde...

Und wenn die Boxenmiete die Kosten für das Einstellen nicht deckt ist das sowieso ein Problem. Gewinne müssen ja zumindestens erwartet werden..
Boxenmiete= Grundgebühr (Sommerweide inklusive) plus Winterfutter zu Marktpreisen (ist so hier in Schweden)

Nunja, ich wohne wie gesagt schon eine Weile nicht mehr in D...

Viel Glück auf jeden Fall ! :P

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Beitrag#5von klosterbauer » Dienstag 19. Januar 2010, 14:40

hallo Tom

grundsätzlich neige ich dazu, Angelika zuzustimmen - und wollt Ihr wirklich Nebenerwerb draus machen, dann müsst Ihr wirklich ein Betriebskonzept und eine Kalkulation erstellen.

In Deinem Post ist nur nett formuliert, dass maximal (!) zwei Einsteller Euren Pferden Gesellschaft leisten. Die Kriterien wurden ja hier genannt, die Gewinnerzielungsabsicht erkenne ich derzeit aus der Ferne auch nicht. Das mag auch an der Lässigkeit liegen, in der Du formuliert hast. Grob würde ich es derzeit so einschätzen, dass Du da keine Kosten vom Finanzamt zurückholen kannst. Der Weg dahin ist - wie hier viele bestätigen können - so einfach nicht und auch nicht mal eben erledigt.

Mehr fällt mir beim jetzigen Wissenstand nicht ein.

Beste Grüße

Peter
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Beitrag#6von Tom » Donnerstag 21. Januar 2010, 08:41

Hallo Zusammen!

Vielen Dank für Eure Antworten! Bild

Scheint ja wirklich nicht so ganz einfach zu sein, da etwas raus zu machen...

Bringt es eigentlich irgendwelche Vorteile, bei der Landwirtschaftskammer angemeldet zu sein? Ist das für Nicht-Landwirte überhaupt möglich? Bei uns geht es nicht um die so oft gestellten Fragen zu Baugenehmigungen, da wir genügend Gebäude im Bestand haben.

Insgesamt müssen wir dann wohl erstmal an der Geschäftsidee arbeiten. Vielleicht ergibt sich ja in Zukunft eine weitere Möglichkeit, da meine Frau in ihrem Job gekündigt wird und mehr Zeit in den Hof investieren kann.


Viele Grüße,
Tom
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Beitrag#7von Angelika » Donnerstag 21. Januar 2010, 09:29

Hallo Tom,

wenn Deine Frau gekündigt wird und nur auf dem Hof ist, kann sie natürlich den Hof bewirtschaften. Und mit 5 ha sollte das gehen mit Landwirtschaft offiziell, da war so eine mindestgrenze wieviel Land man haben mußte, "damals" jedenfalls, aber ich glaube 5 ha reicht.

Wenn ihr wirklich ein zweites Einkommen durch den Hof haben wollt, dann müßt ihr planen und rechnen.
Außer Gartenbau oder vielleicht einer kleinen Ziegenherde und einer kleinen Käserei fällt mir nicht ein was man bei "nur" 5 ha so machen kann das da Geld bei rumkommt...
Jedenfalls nix mit Pferden...

Angelika
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Beitrag#8von klosterbauer » Donnerstag 21. Januar 2010, 11:27

Ahoi Angelika,

leider wissen wir nicht, wo Tom haust, bei uns in NRW ist für Grünland 5 ha grundsätzlich zu wenig (da muss schon ein ganz tolles Konzept her) - in anderen Regionen sind die Schwellen oft noch höher als in NRW, in Bayern hätte ich Hoffnung ....

Und für die Frau muss dann komplett landw. Sozialversicherung finanziert werden - da ist schon richtig viel Geld weg .... Ich glaube, da wäre der Nebenerwerb oftmals leichter. Wie man jetzt bei der realen Kündigung damit umgeht, dazu müsste ich auch recherchieren und mehr wissen.... Auf jeden Fall zählt für sie wohl keine Ausnahme von der Versicherungspflicht mehr.

Denkt sich
Peter
Zuletzt geändert von klosterbauer am Donnerstag 21. Januar 2010, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag#9von klosterbauer » Donnerstag 21. Januar 2010, 11:33

Vergessen:
Landwirtschaftskammer - meines Erachtens ist die Mitgliedschaft ab einer bestimmten Flächengröße Pflicht. Damit wäre der Gedanke um die Sinnhaftigkeit unnötig ....

Wenn Du keine Umlage bezahlst, beschwer Dich nicht, die Beratung erhälst Du trotzdem - ist eh oftmals hier in NRW kostenpflichtig.

Peter
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Beitrag#10von Angelika » Donnerstag 21. Januar 2010, 12:54

Nun, ich wohne wohl schon zu lange nicht mehr in D und hatte auch nie einen landwirtschaftlichen Betrieb in D. Nur hier in Schweden.

Am besten ziehe ich mich mit meinen veralteten halb-Kenntnissen aus der Diskussion zurück. *schleich davon.. :wink: *

Hoffe ich konnte bischen helfen..
:P Angelika
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Beitrag#11von Tom » Montag 25. Januar 2010, 11:46

Hallo Angelika und Peter,

erstmal noch vielen Dank für Eure Antworten.

Ich vergaß wohl zu schreiben, dass wir in NRW/Iserlohn sind. Also dann auch noch im wohl eher "schwierigeren" Bereich des Landes...

Da noch Sozialversicherung etc. abzudecken dürfte bestimmt schwer fallen. Wäre wahrscheinlich ein sozialversicherungspflichtiger Teilzeitjob & Nebenerwerb die bessere bzw. vielleicht auch einzig mögliche Variante.

Besteht denn beim Nebenerwerb überhaupt Aussicht auf eine steuerliche Geltendmachung? Oder rutscht man da fast automatisch in die Liebhaberei?

Schönen und möglichst rutschfreien Tag noch!

Viele Grüße,
Tom
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Beitrag#12von klosterbauer » Montag 25. Januar 2010, 14:13

Ahoi

NRW ist - glaube ich - nicht der schwierigere Teil Deutschlands. Zumindest komm ich gut damit klar. Iserlohn ist ja fast um die Ecke.

Wenn Nebenerwerb Hobby wird, ist es kein Nebenerwerb!!! Dein Konzept braucht immer zumindest perspektivisch einen realisierbaren Gewinn. Sonst ist es Hobby.

Nebenerwerb ist immer steuerlich relevant - Hobby nie.

Auch im Hobby fällt Berufsgenossenschaft etc an - als Versicherung fürs Risiko...

Nimm Dir einfach mal Zeit und komm nach der Eiszeit vorbei.

Beste Grüße
Peter
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Beitrag#13von Tom » Donnerstag 28. Januar 2010, 13:10

Hallo Peter,

vielen Dank für Dein Angebot!

Nach der Eiszeit melden wir uns einfach mal und dann können wir ja vielleicht ein wenig über die Möglichkeiten reden.

Bis dahin eine möglichst rutschfreie Zeit!

Viele Grüße,

Tom
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Beitrag#14von Niemka » Montag 12. April 2010, 19:58

Also, dass ist ein höchst schwieriges Unterfangen.

Bei einer ähnlichen Konstellation geht die Finanzverwaltung sehr gerne von Liebhaberei aus.

Fangen wir bei den Grundlagen, die auch bei der steuerlichen Beurteilung Indizien sind, an.

Ist der Hof in der Höferolle eingetragen?
Gibt es einen Einheitswertbescheid über einen landwirtschaftlichen Betrieb?
Wie wurde eine Zugmaschine von der Zulassungsbehörde gekennzeichnet?
Grundbesitzabgaben (Grundsteuer) Tarif A?
Wird Beitrag an die Kreisbauernschaft bezahlt?

Dann kommt die wirtschaftliche Betrachtungsweise.

Gibt es ein Unternehmenskonzept?
Kann der Betrieb nach 10 Jahren per Saldo einen Gewinn ausweisen?
Welche Tierarten und Rassen werden gezüchtet/gemästet?
Selbstvermarktung/Hofladen?
Zukauf fremder Produkte, dann zusätzlich Problematik, ob hier ein landwirtschaftlicher, oder ein gewerblicher Betrieb vorliegt.
In die gleiche Richtung geht auch die Frage nach den vorhandenen Vieheinheiten auf welchem Boden.
Denn Verluste aus gewerblicher Tierhaltung können mit anderen Einkunftsarten nicht verrechnet werden.

Wenn nicht, ist er vielleicht in die anderen Aktivitäten von Euch so eingebettet, dass ein Bezug der Einkunftsquellen untereinander besteht? - So einen Fall hatte ich mal, als ein Gastronomiebesitzer sich ein Rinderfarm, eine ehemalige LPG, einen Schlachthof, mehrere Metzgereien und Restaurants sowie Diskothek angeschafft hatte, und das Finanzamt die Verluste der Landwirtschaft nicht anerkennen wollte, weil sie aufgrund der Tierart (Scotish Highlands), die vielfach in der Landschaftspflege eingesetzt wird, von vorneherein "Liebhaberei" unterstellte. Den Rechtsstreit konnten wir gewinnen... (FG Düsseldorf, das Aktenzeichen muss ich heraussuchen).

LG Melanie
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Ist das kompliziert... ;-)

Beitrag#15von Tom » Dienstag 22. Februar 2011, 15:40

Hallo Melanie,

war lange offline, daher erst jetzt:

So viele Fragezeichen, wie und wo fangen wir denn da am besten an? :eyes:

Danke und LG,
Tom
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Beitrag#16von klosterbauer » Mittwoch 23. Februar 2011, 01:29

... mit dem Unternehmenskonzept ... - dann kann man sich erst weitere Gedanken machen...

Es grüßt

Peter
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Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft

Beitrag#17von Tom » Dienstag 15. März 2011, 09:51

Hallo Peter,

eine kurze "Zwischenfrage":

Wir haben Post von der LBG NRW bekommen, da die Vorbesitzerin den Verkauf an uns mitgeteilt hat. Allerdings ist darin nur 1 ha von 5 ha erwähnt.

Müssen wir Beiträge auch im Nebenerwerb/Hobby zahlen?

Danke und Grüße,

Tom
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Beitrag#18von Alex » Dienstag 15. März 2011, 15:11

Hallo,

ja, muß man.


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Beitrag#19von starkepferde » Dienstag 15. März 2011, 16:15

Es gibt für Hobby-Tierhaltung doch sowieso eine Höchstgrenze an Fläche, liegt bei uns in Hessen bei ca. 1,5 ha oder auch etwas darunter. Alles andere was über diese Fläche hinaus geht muss sowieso gemeldet und gegebenenfalls auch Soz-Versicherung gezahlt werden. Am besten einen guten Steuerberater für Landwirtschaft befragen.. Ich denke, dass es auch da mal wieder Unterschiede von Bundesland zu Bundesland gibt.
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht
würde ich heute noch einen Baum pflanzen.

:smileyvieh: le Grüße Nutztier-Arche 139 \\\"Hardeck"\\\
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Beitrag#20von klosterbauer » Mittwoch 16. März 2011, 11:02

Ahoi -

klaro, denn die BG sichert Risiken ab, die im Nebenerwerb ebenso vorhanden sind wie im Haupterwerb ....

Beste Grüße

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Re: Landwirtschaft oder Gewerbe?

Beitrag#21von Christina » Dienstag 23. Oktober 2012, 21:20

Vorausgesetzt man hat Gewinn mit den Einstellern....
Fällt das dann unter Gewerbe oder Landwirtschaft, wenn man etliches an Futter selbst hat, aber auch Winterfutter dazu kauft?
Oder hat man dann einfach Glück mit seinem Hobby? ;-)

Gruß, Christina
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Re: Landwirtschaft oder Gewerbe?

Beitrag#22von klosterbauer » Mittwoch 24. Oktober 2012, 10:30

Hi Christina

wennste Gewinn hast, erstmal Glückwunsch. Und dann: Du musst Futtergrundlage bieten (Fläche), darfst aber ebenso ganz entspannt Winterfutter zukaufen. Die Landwirtschaftskammer hat bei uns Infos, wieviel Pferde pro Hektar erlaubt sind und was zuviel ist.
Gefunden haben ich noch dies online:
Für die ersten 20 ha nicht mehr als 10 VE (Vieheinheiten) pro ha, für die nächsten 10 ha nicht mehr als 7 VE, für die nächsten 20 ha nicht mehr als 6 VE usw., wobei ein Pferd unter 3 0,7 VE entspricht, über drei 1,1 VE!

Andernorts heißt es, Du solltest 90 Prozent Deines Futters selbst herstellen (da gehört auch die Sommerweide zu ...)

Da würde ich en detail also sicherheitshalber die Kammer fragen.

Bis strackes
Peter
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