Geflügelhaltung = Hobby, aber Vorschriften = Profi

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Geflügelhaltung = Hobby, aber Vorschriften = Profi

Beitrag#1von Ingo » Freitag 14. September 2007, 12:48

Hallo Hobbyhalter,
jetzt kommt ein heikles Thema!

Laut Gesetz muß jeder Tierhalter, egal ob 1 oder 1000 Tiere, seine Tiere
beim Seuchenfond anmelden.
Seit der Vogelgrippe, Geflügel auch beim Kreis.

Jeder Geflügelhalter muß seine Tiere alle 3 Monate gegen Geflügelpest impfen!

Wer seine Hühnereier über Dritte verkauft, so wie ich, muß eine
Legehennenbetriebs-Registernummer haben.(auch bei Rassegeflügel)Bild
Bedeutet Eier StempelnBild.(Herkunftsnachweis)

Ob das Alles sinnvoll ist oder nicht, als Nutztier-Arche sollte man gesetzlich auf der
sicheren Seite sein.

Hinzu kommt noch das ich monatlich den Kreistierarzt auf den Hof habe, wegen Tierverkauf.

Das sind Kosten die sich in Grenzen halten.
Kotproben von meinen Gänsen mal abgesehen, das ist mein Anteil an Arterhaltung.Bild


So jetzt bin ich mal gespannt auf eure Meinungen.
Ingo Grossnick
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Beitrag#2von Canaria111 » Freitag 14. September 2007, 12:52

oha, da bin ich ja mal gespannt, waas ich hier alles brauche. Warte auf die Antwort von unseren Vet.-Amt, was es so alles an Auflagen hier in Spanien gibt. Warten wir ab...
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Beitrag#3von Herwig » Freitag 14. September 2007, 14:15

Mein lieber Ingo, da sprichst du echt ein heikles Thema an!!
Du hast noch das Bestandregister vergessen, brauchen wir hier jedenfalls in Niedersachsen!

Sag mal, wie stempelst du denn die Eier?

Ich wollte mir ja einen Hammerstempel von der Post leihen und den "Ergebnismatsch" dem Horst in's Büro kippen!

Meine Meinung ist also klar, die denken:
Wäre doch gelacht, wenn wir die ganzen kleinen "Krauter" nicht kaputt kriegen. Fällt hier im Ministerium nicht noch jemanden eine blödsinnige Verordnung ein, die wir denen noch aufbrummen können! Wenn einer 5 Hühner hat, wo lässt der eigendlich seinen Dung? Ah ja, nicht lachen, aber das fällt unter die Stickstoffeinbring Verordnung, allerdings, wenn man über 2 ha Ausgleichsfläche verfügt ist die Bagatellgrenze noch nicht überschritten.

Im Prinzip ist mir gar nicht mehr geläufig, wie ich vor 20 Jahren als Nebenerwerbslandwirt ohne diese vielen Statistiken, Anträge, Meldebögen Ohrmarken und entsprechende Zangen, Tätowierfarbe, Internetdatenbanken etc überlebt habe. Fest steht, ich konnte die doppelte Menge anTieren einfach so nebenher versorgen, brauchte keinen Bürotag. Komischerweise gab es auch die ganzen Seuchen gar nicht. Wenn ich mal ein totes Huhn im Hühnergarten hatte, und das kam mal vor, habe ich das auf dem Misthaufen vergraben, fertig. Wenn du heute ein totes Huhn im Auslauf hast, hast du morgen die GSG9 auf dem Hof und 50 in ABC Schutzkleidung vermummte Wissenschaftler.
Ich halte diese ganzen Seuchen für selbstgemacht.
Früher sind auch nicht sonderlich viele Schäfer an Scrapie gestorben!

Recht hast du natürlich damit, das man sich gegen den Schwachsinn nicht wehren kann und sich an die Verordnungen halten muß!
BildBildBildBildBild
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Eier stempeln leichtgemacht

Beitrag#4von Ingo » Freitag 14. September 2007, 17:58

Hallo Herwig

Na klar Bestandsregister führe ich auch, Bild Nobody are perfekt.

Die Eier werden mit einen Eierstempel gestempelt, geiler SatzBild.
Sowas gibt es auch für den Kleinsthalter, ganz normaler Stempel einreihig.
Stempelfarbe gibs dazu, Lebensmittelecht und zugelassen.
So stempel ich in der Woche ca. 100 Eier.
Aber nur weil gewisse Tierschützer neuerdings auf den Wochenmärkten
den lauten machen.

Eine Mistverordnung haben wir noch nicht.
War de Gard de Buer de kümmt, der Spruch von früher ist in Dithmarschen
wieder sehr aktuell.

Die Kieler haben festgestellt das mit Dithmarschern Bauern nicht zuspaßen ist.
In gewissen Dingen halten die Bauern, ob groß oder klein zusammen.
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Beitrag#5von herzwig » Samstag 15. September 2007, 15:33

Lieber Ingo,
verrat uns doch mal, wo du deinen Stempel her hast.
Oder ist das ein Betriebsgeheimnis??Bild

In unserer Linkliste steht ja ein Hersteller, aber vielleicht hast du ja noch eine Adresse?
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Eierstempel

Beitrag#6von Ingo » Samstag 15. September 2007, 18:44

Betriebsgeheimnisse habe ich noch nicht.

www.DerStempelprofe.de

Der Link steht bei Uns in der Linkliste.

Kostenpunkt ca.25 €.
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Beitrag#7von jirzik » Sonntag 16. September 2007, 10:58

moin liebe leute
ja, ja die verordnungen. habe ich kürzlich auch gelesen - für meine schweine. wenn ich das alles erfüllen soll na prost mahlzeit. alles, selbst der zaun muß genehmigt werden. allerdings war bei mir noch keiner zur kontrolle obwohl ich meine tiere angemeldet habe, was ja auch pflicht ist. ich hoffe nur es kommt auch keiner zum kontrollieren. ich denke aber wenn man seine erzeugnisse irgendwor verkauft, kommt man auch um diese ganze bürokratie nicht herum. viel spaß beim schreiben wünsche jirzik aus haselünne
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Beitrag#8von Herwig » Samstag 29. September 2007, 16:53

Ja jirzik,
grundsätzlich gehen die erstmal davon aus, das du das so machst wie es Vorschrift ist. Aber dann, eines unerwrteten Tages steht plötzlich der Amtstierarzt vor der Tür und möchte sich die Schweinehaltung ansehen. Dann kommt man da nicht herum.
Wenn du allerdings die Schweine nur bei der Tierseuchenkasse angemeldet hast, weiß das Vet.amt nix davon. Die stehen nicht zwingend in Verbindung.
Alles geht immer so lange gut, bis ein neidischer Nachbar oder ein eifersüchtiger Mitbewerber aus reiner Boshaftigkeit beim Vet.amt anruft.

In der Regel bekommt man dann aber nicht gleich eine Strafe, sondern eine Frist innerhalb der man für Nachbesserung sorgen muß.
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Bestandsbuch

Beitrag#9von steinadlerehemann » Dienstag 20. November 2007, 20:28

Hey All,
ein Bestandsbuch ist Pflicht.
Womit ich nicht das normale Bestandsbuch meine,
sondern ein Bestandsbuch über die Anwendung
von Arzneimitteln.
Und zwar nicht nur für Tierärzte und Landwirte,
sondern auch den Hobbyzüchter und -halter z.B.

Hierin muss u.a. auch vermerkt sein, dass man z.B.
eine Wurmkur durchgeführt hat.

Im Bestandsbuch des Hobbyhalters sollten also
alle Medis aufgeführt sein, die der TA den Tieren
verordnet hat. Das ist bei Hobbyhaltern so gut
wie gar nicht bekannt als auch vorhanden.
Liebe Grüße
Christiane
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Beitrag#10von Katrin » Dienstag 20. November 2007, 21:29

Hallo!

Viel mehr, als was Du für einen Stempel benutzt würde mich interessieren, wo Du die Registriernummer her hast und was das Registrieren gekostet hat. Hier im Kreis OS gabs die Nummer ja mal relativ günstig vom Vet-Amt, aber jetzt hat das angeblich eine Fremdfirma übernommen und die Rede war mal von ca 220 Euro, ist das wahr?

VG Katrin
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Beitrag#11von Ingo » Dienstag 20. November 2007, 22:00

Ich habe meine Legehennenbetriebs-Registernummer vom
Amt für Ländliche Räume in Kiel bekommen.
Kosten 50 €.

Bei denen sind alle Rassehühner Legehennen.Bild

MfG Ingo
Ingo Grossnick
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Beitrag#12von bergerw-2004 » Mittwoch 12. November 2008, 18:44

Oh-ha!
Das mit dem Bestandsbuch für Hobbyhalter und alle 3 Monate gegen Geflügelpest, wusste ich aber auch nicht!
Bestandsbücher dürfen auch elektronisch, sprich EXCEL-Tabelle geführt werden?
Viele Grüße,

Wolf
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Beitrag#13von Ingo » Mittwoch 12. November 2008, 20:39

Jo das darf mann oder frau, aber auch in gedruckter Form
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Beitrag#14von bergerw-2004 » Sonntag 16. November 2008, 21:26

Sofort geschehen!

Danke!

Was muss denn eigentlich genau, alles dokumentiert werden?
Habe jetzt "neu hinzugekommen am" mit Ursprungsort und "Entnahme/Verstorben" sowie ein Bemerkungsfeld (z.B. vom Fuchs geholt Bild) angelegt.
Viele Grüße,

Wolf
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