Räude Bei Raubwild

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Räude Bei Raubwild

Beitrag#1von Herwig » Mittwoch 15. Januar 2014, 20:02

Das Thema wurde auf Grund seiner Entwicklung und der Wichtigkeit des nachfolgenden Textes getrennt!

Ed


Vielleicht regelt sich ja alles von allein viel besser??
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Re: Wolf greift Hund unmittelbar vor Menschen

Beitrag#2von Herwig » Mittwoch 15. Januar 2014, 20:21

Räude wird durch Füchse viel mehr verbreitet als ducrh Wölfe, war also bisher ein viel größere Gefahr. Kann mich nicht erinnern ob es im letzten Jahr tote Rinder oder Menschen in Folge von Räude gab??
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Re: Wolf greift Hund unmittelbar vor Menschen

Beitrag#3von Jaegertom » Mittwoch 15. Januar 2014, 23:03

Räude ist eine Zoonose und kann auf den Menschen übertragen werden.
Fuchs und auch der Wolf, der den Fuchs ja frisst, sind eine potentielle Übertragungsgefahr, weshalb wir Jäger auch immer bestrebt sind, den Fuchsbestand kurz zu halten.
Nachdem allerdings Füchse einen so hohen Bestand in größeren Siedlungen und Städten erreicht haben und dort nicht bejagt werden, bleiben Kontakte von Hund mit Fuchs nicht aus. Und wenn dann der Kontakt so dicht ist wie bei der Hundehalterin von untenstehendem Bericht, nun denn.
Wieder einmal bestätigt eine zu hohe Bestandsdichte beim Fuchs eine starke Übertragungsgefahr auf Hunde.
An Räude erkranke Tiere sterben unbehandelt elendig durch dauerhaftes Kratzen, Fellausfall und anschließende Entzündungen der Kratzwunden mit Blutvergiftung.
Wieder ein Grund mehr, die Überträger im Zaum zu halten.
Weil so selten die Räude gar nicht ist, habe schon einige erkrankte Füchse erlegt.
Bei Hunden ist es einfach zu behandeln, mit Entwurmungsmittel Ivomectrin, das auch auf Sarcoptes-Milben wirkt. Nur bei englischen Hunden wie Border etc aufpassen, die vertragen das Mittel nicht.
Hier der Bericht:

Monika Stern blickt auf zwei der schlimmsten Jahre ihres Lebens zurück. Sie und ihre Hündin "Sally" steckten sich mit Sarcoptes- Hautmilben (der "Räude") an, einer von Tieren auf Menschen übertragbaren Hautkrankheit. Doch da die Erkrankung in Österreich bereits beinahe in Vergessenheit geraten ist, wollten weder Human- noch Veterinärmediziner Frau Stern glauben. Am Ende sollte sie recht behalten – doch für ihre Hündin "Sally" kam die Hilfe leider zu spät.

Dr. Monika Stern hat ein bewegtes Leben hinter sich. Was ihr und ihrer geliebten Mischlingshündin "Sally" bevorstehen sollte, hätte sie jedoch nicht für möglich gehalten. Der Vierbeiner steckte sich mit der äußerst selten gewordenen Sarcoptes- Hundemilbe an, die hochgradigen Juckreiz, eine Schwarzfärbung der Haut und unangenehmen Körpergeruch hervorruft. Die sogenannte "Räude" zählt zu den Zoonosen, also zu den von Tieren auf den Mensch übertragbaren Krankheiten.

Zwar ist der Mensch ein Fehlwirt für diese Milbe (sie stirbt bei grundlegenden Hygienemaßnahmen ohne Kontakt zu einem infizierten Tier von selbst ab), Frau Stern erkrankte jedoch durch den engen Kontakt zu ihrer Sally selbst und stieß bei den behandelnden Ärzten auf taube Ohren. Die Symptome beim Menschen beinhalten wandernde Flecken, Knoten und Beulen auf der Haut sowie Juckreiz und größerer Durst. Dem Hausarzt fallen jedoch meist nur wenig charakteristische Hautveränderungen auf, oft kommt es zur Fehldiagnose und die "Räude" bleibt unerkannt.

Mehr als 2.000 Euro gab Monika Stern für ihre Behandlung aus, die "Krone"- Tierecke übernahm einen Großteil von Sallys medizinischen Kosten. Die Ärzte diagnostizierten schließlich psychische Probleme statt der wahren Ursache für die Beschwerden. Nach beinahe zwei Jahren setzte Frau Stern die entscheidenden medizinischen Tests durch, endlich erfolgten die korrekte Diagnose und Behandlung. Für ihre geschwächte Hündin Sally kam die Hilfe leider zu spät: Sie musste aufgrund der Nebenwirkungen der Medikamente eingeschläfert werden.
Achtung! Die "Räude" ist zurück!

Sally hat sich vermutlich im Wiener Augarten angesteckt, wo bereits mehrere andere Hunde mit typischen Symptomen gesichtet worden sind. Achte auf folgende Symptome bei deinem Hund: Hochgradiger Juckreiz (besonders abends), Schwarzfärbung der Haut, Ruhelosigkeit, vermehrter Durst! Die Symptome beim Menschen sind ebenfalls hochgradiger Juckreiz (besonders abends), schuppige Flecken und Pusteln auf der Haut.
Wer kann sich anstecken?

Sehr junge, sehr alte und immungeschwächte Tiere und Menschen, sofern sie engen Kontakt mit infizierten Vierbeinern haben. Die Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich!
Was tun bei Verdacht auf "Räude"?

Gleichzeitige (!) Behandlung von Mensch und Tier. Wartet man zu lange, kann die Erkrankung chronisch werden. Sprich deinen Arzt auf den Verdacht an! Die Milben können mittels Hautproben oder den Nachweis von Antikörpern im Blut, manchmal aber auch gar nicht nachgewiesen werden.
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Re: Räude Bei Raubwild

Beitrag#4von schnuckened » Sonntag 19. Januar 2014, 16:26

Hier zum Thema ein Pressebericht in der SVZ, vom 18.1.2014

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Grüße

ed
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