Wiesenpflege


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Beitrag#26von Herwig » Donnerstag 3. Februar 2011, 19:16

Du hast ja vermutlich einen Anhänger? Hänge die Egge einfach hinter den Anhänger.

Ansonsten baue dir einen einfachen Metallrahmen (dorfschmied) darauf schweißt du einen alten Autositz (Oder Metallstuhl, oder einfache Plattform zum draufstellen) oder etwas ähnliches...daran hängst du dann die Wiesenschleppe.

Meine erste Wiesenschleppe habe ich aus alten Metallreifen geschweißt, musste mich dann ärgern, dass die nicht schwer genug war und über die Hügel hinweg rutschte, dass kann dir nicht passieren, wenn du drauf sitzt...

Schau dir einfach mal die Bauart einer einfach Schleppe beim Bauern oder Händler an. Eine schmalere Variante, ohne Hydraulik für einen Einachser ist einfach nachgebaut. Diese oft verbauten Gußsterne kannst du bei jedem Landhandel nachkaufen.
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Re: Wiesenpflege

Beitrag#27von Christina » Dienstag 11. April 2017, 21:03

Jahre später mal wieder ein Bericht...
Unsere neuen Hausweiden haben wir nun seit 5 Jahren mit Pferden beweidet und diese Woche das erste Mal mit dem EIGENEN Trecker abgeschleppt, per Hand etwas nachgesät und dann gewalzt.
Wir haben so unendlich viele Maulwurfshaufen gehabt!
Eine Hälfte werden wir dieses Jahr beweiden, die andere bekommt Pause. Dort will ich mal folgendes Programm ausprobieren: Im Mai 1x mulchen, im Hochsommer Heu oder Heulage machen, dann noch 2 x mulchen und ab in den Winter.
Ich bin sehr gespannt wie die Idee aufgeht.
Beste Grüße,
Christina

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Re: Wiesenpflege

Beitrag#28von Christina » Donnerstag 20. April 2017, 22:46

Meine Bodenproben sind da.
Demnach liegt Kalium-, Bor- und Kupfermangel vor.
Zink und Magnesium ist hoch bis sehr hoch.
ph-Wert passt, Phosphor und Mangan auch.
Beste Grüße,
Christina

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Re: Wiesenpflege

Beitrag#29von Uwe » Dienstag 25. April 2017, 21:36

Christina hat geschrieben:Jahre später mal wieder ein Bericht...
Unsere neuen Hausweiden haben wir nun seit 5 Jahren mit Pferden beweidet und diese Woche das erste Mal mit dem EIGENEN Trecker abgeschleppt, per Hand etwas nachgesät und dann gewalzt.
Wir haben so unendlich viele Maulwurfshaufen gehabt!
Eine Hälfte werden wir dieses Jahr beweiden, die andere bekommt Pause. Dort will ich mal folgendes Programm ausprobieren: Im Mai 1x mulchen, im Hochsommer Heu oder Heulage machen, dann noch 2 x mulchen und ab in den Winter.
Ich bin sehr gespannt wie die Idee aufgeht.


Moin Christina, nach langer Zeit mal wieder ...
Bei uns im Moor mulche ich nicht, da wird im Frühjahr die Fläche abgeschleppt und dann gewalzt.
Erste Maat Mai/Juni (je nach Wetter sollte das Heu nach 3 Tagen in Rundballen liegen), zweite Maat je nach Aufwuchs.
Vor Jahren hatten wir mühsam 2x18 Rundballen, im letzten Jahr 28 bzw. 32(!) - immer von derselben Fläche. Bioheu, kein Dünger. Hängt sicher von den Bodenverhältnissen ab, hier ist Moor, bei euch wohl eher Geest ...
Btw: Was machen die Schnucken? Ich habe mal wieder Flaschenlämmer angeschafft ... Alle fit!

Gruß aus dem Moor
Uwe
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Re: Wiesenpflege

Beitrag#30von Christina » Samstag 29. April 2017, 09:49

Auf meinen Moorweiden habe ich damals auch nicht abgeschleppt (nichts gedüngt). Hier auf dem Sandboden mit den Millionen Maulwurfshaufen macht es schon Sinn. Anfangs hatte ich es nicht gemacht, aber das wurde alles immer huggeliger, sodass das Mähen mühsam wurde und zu viel Sand im Schnittgut war.
Wenn ich früh 1 x mulche, komme ich mit dem Heuen über die Zeit der Rehkitze hinweg. Wir haben hier einige "Hausrehe". Und ich muss dann hinterher nur noch 2 x mulchen. Mal sehen, wie der Plan so aufgeht.

Schnucken haben wir keine mehr. Da hatten wir immer Probleme mit. Hatten ja auch Blutproben usw. nehmen lassen. Der Tierarzt wusste auch so recht keine Erklärung. Zumal die Pferde auf der Weide gut aussahen. Nachdem die Schnucken weg waren, kamen an zwei Stellen JKK-Pflanzen. Ich habe schon überlegt, ob sie, da sie ja auch Ampfer fressen, wohl auch daran gegangen sind... Ist aber nur eine Mutmaßung. Der TA hatte empfohlen mal 2 Jahre abzuschaffen und dann wieder neu anzufangen, falls ne Ansteckung im Bestand ist. Aber wir haben hier inzwischen den Wolf und irgendwie habe ich Sorge, dass es doch wieder so problematisch wird. So bleibe ich inzwischen bei Pferden, Hund und Geflügel - aktuell neu ein Paar Pommerngänse.
Beste Grüße,
Christina

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Re: Wiesenpflege

Beitrag#31von Uwe » Samstag 29. April 2017, 19:53

Zitat: "Schnucken haben wir keine mehr."

Das ist schade ... wir haben 10 alte Damen und einen Kinderchor von 9 Lämmern.
Alle fit, auch die "alten"!
Bei zweien steckt Leineschaf mit drin und eben die beiden haben Klauenprobleme,
die (Moor-)Schnucken nichts!
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Wiesenpflege

Beitrag#32von Thorsten » Samstag 22. Juli 2017, 08:16

Christina hat geschrieben:Meine Bodenproben sind da.
Demnach liegt Kalium-, Bor- und Kupfermangel vor.
Zink und Magnesium ist hoch bis sehr hoch.
ph-Wert passt, Phosphor und Mangan auch.


Hallo Christina,

so wie Dir ging es uns auch. Boden super, die Wiese sah super aus,
aber die Schafen sahen echt beschissen aus und Nachwuchs gab es so gut wie nie.......
Blutproben und Kotproben okay.
Alle waren ratlos. Dann haben wir Kontakt mit der Hochschule Hannover aufgenommen.
Die wussten auch erst nicht weiter.
Unser Tierartz hat aber keine Ruhe gegeben bis er die zündende Idee hatte.
Selenmangel !!
Wir haben den Schafen dann Selenlecksteine reingestellt und die Wiese mit Selendünger / Kalk gedüngt.
Hurra unsern Schafen geht es jetzt wieder richtig gut. Das erstel Lamm ist da und es ist auch top fit.
Man glaubt es nicht, die zu geringe Umweltverschmutzung ist schuld.
Pferdehalter kennen das Problem wohl. Da gibt es Lecksteine die sowieso Selen enthalten.
Auch Futterzusatz mit Selen ist da zu haben.
Der Leckstein für unsere Schafe war da nicht so einfach zu besorgen.
Viele Grüße aus Hamm und eine gute Zeit !!
Thorsten

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Re: Wiesenpflege

Beitrag#33von legasp96 » Samstag 22. Juli 2017, 16:39

"Der Leckstein für unsere Schafe war da nicht so einfach zu besorgen."

Bei der Raiffeisen gibt es loses Mineral"futter" mit Selen für Schafe. Das sind praktisch lose Mineralien, die man nach Anweisung auf dem Sack in den Futtertrog oder eine Schüssel gibt.
Falls Deine Raiffeisen das nicht hat, können sie es bestellen. Ich rufe vorher immer an und mit der nächsten Lieferung kommt der Sack.

Wo finde ich denn die Zitatfunktion?
Grüße
Monika
Zuletzt geändert von legasp96 am Samstag 22. Juli 2017, 16:42, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wiesenpflege

Beitrag#34von Thorsten » Samstag 22. Juli 2017, 21:02

legasp96 hat geschrieben:"Der Leckstein für unsere Schafe war da nicht so einfach zu besorgen."

Bei der Raiffeisen gibt es loses Mineral"futter" mit Selen für Schafe. Das sind praktisch lose Mineralien, die man nach Anweisung auf dem Sack in den Futtertrog oder eine Schüssel gibt.
Falls Deine Raiffeisen das nicht hat, können sie es bestellen. Ich rufe vorher immer an und mit der nächsten Lieferung kommt der Sack.

Wo finde ich denn die Zitatfunktion?
Grüße
Monika


Wir füttern nix ausser Wiese im Sommer und Heu im Winter.
Ein Mineralleckstein ist auch immer da. Aber bei Schafen ist da kein Selen drin.
Den Seleneimer haben wir über unseren Raiffeisenmarkt bekommen.

Selen scheint bei Schafen aber eher die Ausnahme zu sein.
Wenn man da nicht drauf achtet schaut man schnell in die Röhre.
Zuletzt geändert von Thorsten am Samstag 22. Juli 2017, 22:12, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße aus Hamm und eine gute Zeit !!
Thorsten

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Re: Wiesenpflege

Beitrag#35von legasp96 » Samstag 22. Juli 2017, 21:27

Thorsten, ich füttere auch nichts zu. Im Sommer gibt es Weide und Heu und wenn im Winter Schnee liegt, eben nur Heu.
Das ist Mineralfutter ist kein wirkliches Futter für die Schafe sondern es sind lose Mineralien im Sack statt als Stein. Den Leckstein brauche ich von daher nicht mehr.
Grüße
Monika
Zuletzt geändert von legasp96 am Samstag 22. Juli 2017, 21:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wiesenpflege

Beitrag#36von Thorsten » Samstag 22. Juli 2017, 22:20

Hallo Monika,

wir brauchten möglichst viel Selen in kurzer Zeit im Schaf.
Und das ohne die Schfe damit zu "vergiften".
Also haben wir lieber den Leckstein genommen. Da gingen die Schafe nach Bedarf ran und es ging ruck zuck besser 👍
Der Selendünger ist jetzt auch in den Pflanzen und nun ist alles prima.
Schafe gesund, Lämmer gesund, alles gut.

Kannst Du mir mal den Hersteller mit Artikelnummer und Produktnamen zukommen lassen.
Ich frag dann mal bei unserem Raiffeisenmarkt nach.

D A N K E !!
Viele Grüße aus Hamm und eine gute Zeit !!
Thorsten

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Re: Wiesenpflege

Beitrag#37von legasp96 » Sonntag 23. Juli 2017, 09:28

Hallo Thorsten,
habe leider der Sack nicht mehr da ich das Mineralfutter immer in eine geschlossene, dichte Tonne fülle.
Frag einfach bei der Raiffeisen nach "Mineralfutter mit Selen für Schafe". Die sehen dann nach ob sie es bestellen können.
Grüße
Monika
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Re: Wiesenpflege

Beitrag#38von Thorsten » Sonntag 23. Juli 2017, 10:54

Hallo Monika,

ich werde morgen mal bei der Raiffeisen fragen. Hab aktuell Urlaub und Zeit dafür 👍
Werde berichten 🚜
Viele Grüße aus Hamm und eine gute Zeit !!
Thorsten

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Re: Wiesenpflege

Beitrag#39von Claudia » Dienstag 25. Juli 2017, 19:11

Chevivit kann man gut als 1. Hilfe verabreichen. Ist mir lieber weil ich weiß wie viel das Tier bekommen hat.
Ich bin kein Freund davon alle Mineralien /Vitaminen immer zufüttern. Das kann mehr schaden als nutzen.
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Re: Wiesenpflege

Beitrag#40von legasp96 » Dienstag 25. Juli 2017, 20:01

Claudia hat geschrieben:Chevivit kann man gut als 1. Hilfe verabreichen. Ist mir lieber weil ich weiß wie viel das Tier bekommen hat.
Ich bin kein Freund davon alle Mineralien /Vitaminen immer zufüttern. Das kann mehr schaden als nutzen.

Das verstehe ich nicht. Meine Kameruner wissen was sie brauchen. Manche Tage gehen sie gar nicht ans Mineralfutter und dann wieder vermehrt.
Vielleicht haben sie einfach ein natürliches Gespür dafür was sie brauchen im Gegensatz zu anderen Schafen.
Grüße
Monika
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