Permakulturgarten

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Permakulturgarten

Beitrag#1von Dine » Mittwoch 27. August 2014, 09:03

Hallo ihr Lieben,
in den letzten Monaten hat mich das Thema Permakultur sehr interessiert und ich würde den Winter nun gerne nutzen um einen solchen Garten für unseren Hof zu planen. Ich weis natürlich, das Permakultur weit über den reinen Garten hinaus geht, aber es wird mein Anfang sein, zumal ich finde, dass sich Permakultur und kleinbäuerliche Strukturen und alte Tierrassen hervorragend mit einander kombinieren lassen.

Ich würde aber gern bei meinen Planungen die Hilfe von einigen Erfahrenen Permakultur'lern unter euch in Anspruch nehmen, um grobe Schnitzer und Anfängerfehler zu vermeiden. Und vielleicht ergibt sich ja daraus auch ein fruchtbarer Gedankenaustausch unter der Berücksichtigung alter Rassen? Ich fänd's schön.

Welche (alten) Pflanzen/Gemüsesorten habt ihr bei euch im Permagarten?
Ich habe erst vor 14 Tagen mein erstes Beet im geschützten Innenhof bekommen und darin erstmal Basilikum (der stand vorher in einem Kübel den Sommer über draußen), Petersilie und Maca gepflanzt sowie noch ein bisschen Spinat ausgesät. An Blumen habe ich Lavendel und zwei kleine Herbstchrysanthemen gesetzt. Nächste Woche wollte ich noch einige kleine Pflanzen Glockenheide als Saisonbepflanzung setzen.

Der Beetaufbau besteht aus Ästen, darauf Strauchwerk (ca. 20cm), einer dünnen Lage frischen Pferdeäpfeln (ca. 10cm) und einer dickeren Schicht feinem Kompost (ca. 20cm). Wir könnten noch Muttererde von einem Bekannten bekommen und oben auf verteilen. Was sagt ihr soweit erstmal?

LG,
Dine
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#2von Fuhrmann » Freitag 3. Oktober 2014, 12:02

Das Thema interessiert mich auch. Leider fehlt mir jegliche Erfahrung.

Dine bist du denn voran gekommen ?
Dann wären Deine Erfahrungen schon mal interessant !
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#3von Herwig » Montag 6. Oktober 2014, 05:46

Die Bayrischen Nutztier-Archen haben sich im Permakulturgarten Waldgarten getroffen und haben dort allerhand geshen und erfahren. Nach dem Treffen schrieb mir die Regionalbetreuerin Dani, sie hätte festgestellt, es wäre nichts für sie. Villeicht kann sich Danni ja mal dazu äußern...
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#4von dani » Donnerstag 23. Oktober 2014, 12:41

für mich ist diese Methode schon wegen meines kleinen Gartens nicht praktikabel. Ich muss möglichst vielfältig auf kleinstem Raum anbauen. Ich habe nicht die Möglichkeit mir große Flächen durch mulchen, Schweinetraktor oder ähnliches über 2-3 Jahre nutzbar zu machen. Bei mir muss das zackig gehen. Zudem bevorzuge ich Hochbeete oder auch Hügelbeete, da zwischen meinen Beeten die Enten laufen und Schnecken jagen.
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#5von Herwig » Freitag 24. Oktober 2014, 05:33

Ich glaube man muss sich da genau informieren und dann ausloten was man möchte und was möglich ist.
z.B. ist Sepp Holzer auch ziemlich in die Kritik geraten und ihm werden Sachen unterstellt die, sofern sie der Realität entsprechen, einige seiner Behauptungen in Frage stellt. So soll er z.B. für seine Permakultur Böden Unmengen von Klärschlamm angefahren lassen haben. Nun könnte man sagen, dass die Personen, die das behaupten lügen, wäre ja eine Kleinigkeit über eine "einstweilige Verfügung" von Holzer dieses zu Unterbinden. Lest Euch das mal alles so durch. So ein astreine Person ist eben auch Holzer nicht: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Wer das liest, dem stehen die Haare zu Berge, alles schein bewiesen und unbestreitbar:
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Wenn man bei Google Kritik an Sepp Holzer googlet kommt einiges zum Vorschein...
Nun ist Holzer nicht die Permakultur in Person, wird jedoch immer wieder als Fachmann gehandelt, diese Fachkompetenz stellt sivh aber so in Frage.
Er verbreitet Fachwissen, das so scheinbar gar nicht stimmt. Alle Leute die Permakultur versuchen und scheitern, denken dann es läge an ihnen, ohne zu wissen, das es bei Holzer auch nicht funktioniert hat und große Teile seiner "Lehre" scheinbar manipuliert sind.
Ich bin auch davon überzeugt das gewisse Permakultur Ideen funktionieren, zweifelslos ist das so.
Also einfach ein wenig mit Vorsicht genießen, nicht alles ist vielleicht so einfach wie es im ersten Moment erscheint.
Zuletzt geändert von Herwig am Freitag 24. Oktober 2014, 05:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#6von Claudia » Dienstag 28. Oktober 2014, 07:01

Ich hab mit meinem Minigarten ja auch das Problem das ich das alles gar nicht umsetzen könnte. Ich fand die Tips zu "Gärtnern im Quadrat" ganz hilfreich und wir konnten uns dadurch bis Späütsomnmer/Herbst selbst versorgen und einiges ist noch eingefroren. Ideal um kleine Flächen maximal ausnutzen zu können.Ohne Düngung wird das aber nicht gehen, aber ich hab ja genug Dung und wenn ich den Garten winterfest habe, kommt im Winter das Kartoffelkochwasser darüber- ich denke das reicht schon fast aus
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#7von Fuhrmann » Sonntag 9. November 2014, 16:50

Ich will das Thema noch mal stubsen. Vlt. können wir es ja doch ein bisschen vertiefen oder Lust drauf machen.

Ich habe schon ein bisschen gelesen und mich auch ausgetauscht. Was bei mir so hängen geblieben ist, Permakultur = permanent Kultur !
D.h. doch das ständig etwas wächst. Ergo das "vermeiden von blanker Erde", was die Natur ja auch von sich aus nicht machen würde.
Das läßt sich natürlich auch auf vielen Wegen erreichen.

So ist z.B. Wald, oder Gras oder eine Streuobstwiese oder Beerentsträucher eine permanente Kultur. Mit einjährigen Pflanzen ist es dann schon schwerer denen solche Bedingungen zu schaffen, dass sie sich selbst erhalten. Hier muss man nachhelfen.
Meine Mutter schafft das ungewollt mit Feldsalat der sich in ihrem Garten immer selbst aussäht und sie ist erstaunt an welchen Ecken der auf einmal wächst.

Ggf. muss man dann eben nachhelfen damit permanent Kultur entsteht.
Hat denn schon jemand Erfahrung mit Wintergemüse ? Kann man sich auch über Winter davon selbst versorgen ?
Mir fehlt im Moment leider die Zeit für alle meine Ideen.........
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#8von Herwig » Donnerstag 13. November 2014, 06:43

Ja, uns geht das so mit Borretsch. Das sind allerdings Kulturen bei denen das fabelhaft funktioniert, weil sie keinen hohen Anspruch haben. Allerdings haben wir festgestellt, das diese selbstaussahmenden Kulturen auch zur Plage werden können, ruckzuck ist die Kräuterschnecke kaum noch vom Borretsch zu befreien und muss abgerissen werden. Beinwell überwuchert auch alles. Letztlich machen dann diese Kulturen genau so viel Arbeit wie ein angelegter Garten.
Ich habe immer wieder das Gefühl, diese perma Geschichte wird total hochgepuscht und fußt auf den Aussagen von Holzer, die aber scheinbar nicht völlig real sind. Man müsste einmal Menschen sprechen und hören, bei denen das wirklich genau so funktioniert, wie Holzer es in seinen Büchern beschreibt. Ich kenne bisher niemanden... alle meinen immer, bei ihnen würde es nicht funktionieren weil sie irgendetwas falsch machen, nicht genug Platz haben oder nicht genug Zeit haben. ( Dabei sollte ja genau diese Argumentation bei der Permakultur nicht greifen)
Das Schwermetallgemüse von Holzer mit Klärschlamm gedüngt möchte ich echt nicht essen wollen, da ist für mich dann Permakultur echt "vorn Po".
Seit ich diese Seite über Holzer entdeckt habe, bin ich leider total skeptisch, würde mich jedoch wirklich gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#9von Fuhrmann » Donnerstag 13. November 2014, 10:31

Permakultur kommt nicht vom Holzer.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann war es ein Australier namens Mollison ! Dass seine Arbeit Permakulur sei, wurde wohl eher von aussen anHolzer herangetragen. So habe ich es zumindest aus seinen Büchern verstanden.

Nun wie es wirklich ist beim Holzer wird man nur beurteilen können wenn man es selbst anschaut. Sicher sollte man kritisch hinterfragen, aber nicht jede Kritik ist ehrlich. Das muss ich selbst auch immer wieder feststellen. Oft geht es doch nur im die Charakterzüge die im Grünen Planeten so schön benannt werden. Oder wie es Corell beschreibt, Soziale Anerkennung zu bekommen ist die höchste Motivation die Menschen antreibt. Letztendlich heißt das: ich will auch wichtig sein ! Das fachliche bleibt dabei oft auf der Strecke.

Also müssen wir einen Ausflug machen und Holzer mal anschauen, würde mich interssieren. Und dann am besten gleich weiter nach Südtirol und den Bio-Bergbauenrhof von Reinhold Messner anschauen.

Am Sa. ist bei uns in der Nähe auf einem großen Bio-Hof wieder ein Tageskurs Permakultur. Aber ich schaffe es einfach zeitlich nicht mir einen ganzen Tag rauszunehmen. Ich hoffe auf das nächste Jahr.
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#10von Herwig » Mittwoch 19. November 2014, 10:36

Schon klar, das Permakultur nicht von Holzer kommt. Jedoch ist er der "Hauptinformator" im deutschsprachigen Raum. Das scheint aber immer ungefiltert zu sein. Permakultur wird in D immer sofort mit Holzer in Verbindung gebracht.
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#11von Claudia » Donnerstag 20. November 2014, 15:09

ist doch immer so, das irgendwer zum Guru ernannt wird oder sich ernennen lässt und schon ist die Verbindung fest im Hirn verankert.
Was ich bei dem System nicht verstehe: Wo bleibt der Fruchtwechsel?
Wenn immer die gleiche Pflanze auf dem gleichen wächst/nachsäät, kann das weder für den Boden gut sein noch zur Schädlingsbekämpfung
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Re: Schutzausrüstung im Privatwald

Beitrag#12von Herwig » Donnerstag 20. November 2014, 15:38

Nicht nur das, du hast natürlich alles durcheinander... Wenn ich Rapunzel oder Feldsalat einzeln suchen muß, entkraute ich lieber regelmäßig ein Beet, dann ist das auch vernünftig zu ernten.
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#13von Fuhrmann » Donnerstag 20. November 2014, 20:39

Claudia hat geschrieben:Was ich bei dem System nicht verstehe: Wo bleibt der Fruchtwechsel?
Wenn immer die gleiche Pflanze auf dem gleichen wächst/nachsäät, kann das weder für den Boden gut sein noch zur Schädlingsbekämpfung


Wenn ich das richtig verstehe, ist das dann nicht notwendig, weil Du keine Monokultur hast. Das ist dann Mischkultur in möglichst großer Mischung.
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#14von Claudia » Freitag 21. November 2014, 06:18

Weil ich nur einen Minigarten habe, hab ich dieses Jahr "Gärtnern im Quadrat" ausprobiert, auch nicht eins und eins, aber so ungefähr.
Da geht es um maximale Ausnutzung von kleinen Räumen durch geschickten Fruchtfolgenwechsel, aber auch viel um zusammenpassen der verschiedenen Arten. Welche Arten sich gut kombinieren lassen zur Schädlingsbekämpfung, welche sich nicht mögen, welche sich unterstützen etc.
Auch welche sich gut kombinieren lassen um Platz zu sparen z.B. die Bohnen an den Zuckermaispflanzen hochwachsen lassen.

Sicherlich klingt immer logisch und einleuchtend was irgendwer irgendwo zu seiner Theorie schreibt, aber im Grunde war vieles davon was mir schon meine Oma gesagt, wen man zusammenpflanzen darf und wenn man zusammenpflanzen muss.
Diese kleine Ökologie wird doch durch Mischkultur gestört und irgendwann werden doch Pflanzen verdrängt.
Dann doch lieber blühen lassen und die Samen absammeln oder auf der Saatgut-Börse tauschen und dann ausääen. Dann hat man auch bewährtes Saatgut und mehr Vielfalt.

Und wie Herwig schon schrieb- ich habe auch wenig Lust wie ein Huhn auf großer Fläche nach Feldsalat zu picken. Und Unkrauttechnisch war es auch einfacher, einfach jeden Tag ein Quadrat befreien- das machte die Arbeit auch überschaubarer.Und manchmal weiß ich auch nicht, wächst da schon was was ich haben will oder ist das Unkraut.
Auch wenn sich Unkraut prima Eierlikör und wunderbarer Schinken herstellen lassen, wenn ich nicht aufpasse habe ich den "Kampf" verloren.
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Re: Permakulturgarten

Beitrag#15von Dine » Freitag 16. Januar 2015, 09:37

Jaaaa, mein erster Versuch mit dem Beet im Innenhof...

Zunächst einmal: der Beetaufbau an sich wie im Eröffnungspost beschrieben funktioniert sehr gut. Dann kamen allerdings leider die Schnecken und haben mir nach einander erst die Chrysantemen, dann das Maca abgefressen. Einzig "Überlebende* in dem Beet waren das Basilikum (das dort sehr gut gekommen ist), der Lavendel, die Petersilie (die immer noch fröhlich vor sich hin wächst) und eine Küchenzwiebel, die ich keimend in meinem Netz gefunden hatte und einfach einmal Spaßes halber neben die Petersilie in die Erde gesteckt habe. Der Spinat war nicht aufgegangen.

Ich verstehe Permakultur als ein System, indem sich sämtliche Bereiche gegenseitig unterstützen. Ich versuche mir herauszusuchen, was ich in meiner Nutztierarche umsetzen kann und was zu uns passt. Im Moment zum Beispiel bin ich mir ziemlich sicher, dass wir keinen Teich anlegen werden in den nächsten Jahren. Bei unseren großzügigen Gräben ums Grundstück vielleicht auch nicht so schlimm, denn kleine Amphibien, Blindschleichen, Azurjungfern und seit meinem "Tick" auch mal die Brennesseln und riesen Disteln bis nach der Blüte stehen zu lassen auch Schmetterlinge und Wildbienen tummeln sich auch so bei uns.
Was ich aber absolut toll finde und auch unbedingt noch als weiteres Element integrieren möchte sind Hühner. Nicht nur in einem Stall zur Eierproduktion, sondern in einem sogenannten Hühnertraktor gesetzt auch zur "Beweidung" der kleinen Streuobstwiese oder zum "Umpflügen" der Beete nach der Ernte, oder wenn ich ein bisheriges Rasenstück in ein Beet umwandeln möchte (zum Beispiel soll der jetzige Vorgarten (noch fast unverfälscht wie von der Vorbesitzerin des Hauses lieblos angelegt übernommen) soll Bauerngarten in vielfältiger Mischkultur werden). Auch würde ich den Hühner gern die jetzt 3-4 Jahre alten Knicks die wir haben anlegen lassen und die mit Büschen und jungen Bäumen bepflanzt sind zugänglich machen. Ich denke, das würde Ihnen gut gefallen und könnte Ihnen ein guter Schutz gegen Habicht und Co sein. Und wenn sie dabei das Gras auf den Knicks etwas runter picken (allein das dem Stall nächste Knickstück hat etwa 400 m²) dann ist alles gut. Sie können sich Insekten suchen und mir überwuchert das hohe Gras die Knicks nicht. Die Schafe haben sich ebenfalls schon als (ungewollt und ungeplant) als Knickpfleger versucht, hatte allerdings keine Erfurcht vor den jungen Bäumen. Ich hoffe, die Hühner werden da zartfühlender sein, zumal die Stämmchen jetzt schon Fingerdick sind und mit keinem Grashalm mehr verwechselt werden können.

Zur Zeit orientiere ich mich bei meiner Idee eines wie es mal betiteln möchte "ökologischen Hoforganismus" an "Anders Gärtnern. Permakultur-Elemente im Hausgarten" von Margit Rusch und fürs Praktische konkrete an den Büchern von Marie-Luise Kreuter, die sich eben mit Bio"gärtnern" auskennt. Dazu noch einige Recherchen im Internet, vor allen Dingen auf Youtube gibt es herragende Dokumentationen oder wissenschaftliche Beiträge.
Aktuell habe ich das "Neue Buch vom Leben auf dem Lande" von John Seymoure vor der Nase. Bin aber noch nicht sooo weit gekommen. Doch auf hier fasziniert mich die Idee eines nahezu geschlossenen positiven Systems. Allerdings sehe ich mich bei aller Liebe (noch) nicht bei Anbau des eigenen Getreides. Aber Kolbenhirse für die Hühner kommt eindeutig als "Hintergrund Zierpflanze" in den Garten. :smileyvieh:
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