Probleme mit dem Butter machen

Moderator: Frankenvieh


AbonnentenAbonnenten: 1
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 1265

Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#1von Jürgi » Dienstag 26. Juli 2011, 20:32

Hallo Gemeinde,

seit einiger Zeit schon frage ich mich, warum es mir nicht gelingen will, in einem dieser alten Buttergläser Butter zu schlagen.

Gestern hatte ich drei Liter Sahne (selbst zentrifugiert aus frischer Rohmilch) zu verarbeiten, und wollte es mal wieder mit einem der Buttergläser versuchen, die ich einmal auf ebay ersteigert hatte. Zwar hatte ich damit noch nie Erfolg, aber dieses Mal war die Sahne aus der Zentrifuge sehr dick, so dass ich dachte, es könnte klappen.

10 Minuten, 20, 30, 45, 60.... nach einer Stunde-dreißig gab ich mit schmerzenden Armen auf, und füllte die mittlerweile zu Buttercreme gewordene Sahne in den mir eigentlich verhassten "Quickchef" von Tupperware um, mit dem das Buttern aber bisher immer geklappt hat (Problem damit ist nur, dass der zu klein ist - mit ca. 400ml ist das Ding voll).

Seltsamerweise ging es diesmal aber auch hiermit nicht weiter - keine Veränderung mehr über das Stadium von Buttercreme hinaus :cry: :?: (einzige Vermutung: Ich hatte die Sahne pasteurisiert - wie immer - da sonst die Butter ziemlich schnell sauer wird, vielleicht aber etwas zu heiß... 81°C)

Meine Frage(n) an Euch:

1. Woran liegt es, dass ich mit dem Butterglas (mit dem ja zu Omas Zeiten überall in den Privathaushalten Butter gemacht wurde) einfach keine Butter hinkriege? Bin ich zu ungeduldig, wenn ich nach 45 Minuten abbreche? Oder kurbele ich zu langsam?

2. Woran könnte es denn liegen, wenn Sahne einfach gar nicht zu Butter werden will. Ich kann nichts im Internet dazu finden (es scheint, als ob das Wissen ums Buttermachen völlig verloren gegangen ist).

Auf eure Antworten oder Tipps bin ich schon ganz gespannt...

Viele Grüße
der Jürgen
Benutzeravatar
Jürgi
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 78
Registriert: 12.2010
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: männlich

Beitrag#2von Alex » Dienstag 26. Juli 2011, 22:09

Hallo,

dass würde mich auch interessieren, habe auch so ein Butterglas und auch noch keine Butter zustande gebracht, wir haben sie damals in Afrika mit der Gabel geschlagen, da hats funktioniert, dort hat man aber auch mehr Zeit. Buttersahnecreme wurde es immer mit dem Handrührgerät.

Vielleicht wird sie zu warm, Die Sahne muss ja immer kalt sein?

Grüße Alex
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 765
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Beitrag#3von Jürgi » Dienstag 26. Juli 2011, 22:34

..."Vielleicht wird sie zu warm, Die Sahne muss ja immer kalt sein?"

Muss sie das wirklich - Butter hat man ja schon gemacht, als es noch keine Kühlschränke gab...(?)
Die Temparaturfrage habe ich jedenfalls auch noch nicht abschließend beantworten können.

Gruß
Jürgen
Benutzeravatar
Jürgi
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 78
Registriert: 12.2010
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: männlich

Beitrag#4von karinenhof » Mittwoch 27. Juli 2011, 13:30

Wenn ich mich recht erinnere, muss die Sahne kühl sein. Auch früher wurde die Sahne im Keller od. Kammer kühl gelagert.
Erinnert euch mal an die Fabel mit den zwei Fröschen, die in den Sahnetopf gefallen sind. Der stand in der kühlen Vorratskammer.



Bildle Grüße von Karin aus dem Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
Nutztier- Arche Karinenhof, Hof Nr. 81
Benutzeravatar
karinenhof
Moderator
Moderator
Beiträge: 1430
Registriert: 04.2007
Wohnort: 14662 Wiesenaue/ OT Brädikow
Highscores: 25
Geschlecht: weiblich

Beitrag#5von Jürgi » Mittwoch 27. Juli 2011, 20:58

Hallo Karin,

ja, das sehe ich ein. Und deshalb habe ich bisher auch nur aus Kühlschrank-gekühlter Sahne gebuttert (hatte in diesem Zusammenhang nur einen Tipp gelesen, in dem es hieß: "...wenn´s nach der Schlagsahne nicht weitergehen will, Gefäß in warmes Wasser eintauchen, dann geht es recht schnell...").

Nun, an der Temperatur scheint es auch dieses Mal nicht gelegen zu haben - und ich habe mich eher gefühlt, wie der erste Frosch, der ertrunken ist...

Was mir noch einfällt: Wenn das Butterschlagen (zu) lange dauert, erwärmt sich die Sahne ja dabei. Deshalb habe ich auch immer wieder "nachgekühlt". Leider half das auch nichts.

Schöne Grüße
Jürgen
Benutzeravatar
Jürgi
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 78
Registriert: 12.2010
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: männlich

Beitrag#6von magda » Mittwoch 27. Juli 2011, 22:01

hallo jürgen,
mit dem buttern kann ich zwar nichts zu dem alten butterglas sagen. unser ist erst auf dem weg. noch benutzen wir unsere umgebaute standbohrmaschine (s. photos). aber wir haben festgestellt, es geht wesentlich leichter butter zu schlagen, wenn die temperatur der sahne zwischen 18 und 21 grad ist -je nach fettanteil- stephan gab uns den tip. und es geht echt superschnell. bei dieser temp. braucht das teil zwischen 5-12 min um die butter zu schlagen. im mixer haben wir immer die butterteile zerschlagen und ne mantsche bekommen. und,"sahne muß kalt sein", das kenne ich nur vom schlagsahneschlagen. sonst wird es nämlich keine schlagsahne sondern butter (lt. meiner oma). die temperaturen können bei deiner sahne natürlich etwas anders sein. wir erhitzen den kuhsaft nie höher als 35 grad (es sei denn beim kuchenbacken ;-)). und, daß die butter bei unerhitzter sahne schnell sauer wird... nö. können wir nicht bestätigen. weder die milch, noch die sahne werden schneller sauer. kuhsaft hält sich unerhitzt 10 tage, sahne 11 (im kühlschrank wohlgemerkt). wasch deine butter gut aus. dann hält sie sich noch wesentlich länger. oder einfach portionsweise -gut ausgewaschen- einfrieren.

ach ja, wenn die sahne zu dick ist, dann wird das auch schwierig. einfach ein wenig kuhsaft mit rein. sollte -lt. unserer erfahrung nicht so dick wie souce sein...-
ps. wenn sahne sauer geworden ist: man kann da prima butter draus machen. wir nutzen die sahne erstmal 10-11 tage als sahne. wenn die sauer ist, wird es butter. dann gut auswaschen (entweder mit kalten-eiskaltem wasser immer wieder durchkneten bis das wasser rein bleibt oder mit dem mixer und immer neuem wasser durchkneten). schmeckt lecker.
liebe grüße
magda
Benutzeravatar
magda
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 43
Registriert: 04.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#7von Jürgi » Mittwoch 27. Juli 2011, 23:17

Hallo Magda,

was Du sagst, klingt ziemlich plausibel. Gerade habe ich auch folgendes Statement bei meiner (ziemlich mühsamen) Recherche zum Thema gefunden:

"...Sahne, und bei kleinen Mengen auch Gefäß und Schläger, sollten zwischen 4 und 8 Grad Celsius kalt sein. Dann wird die Sahne steif. Ist sie warm, kann daraus schnell Butter werden..."

Buttern bei höheren Temperaturen werde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall versuchen. Dieses Mal ist wahrscheinlich mit der Sahne beim Pasteurisieren etwas schief gegangen (anders kann ich mir das jedenfalls nicht erklären) - Eiweiß ist beim Erhitzen ausgeflockt; vielleicht braucht die Sahne das Eiweiß aber, um zu Butter zu werden...


Ich werde weiter von der Butterfront berichten - wer inzwischen noch weitere hilfreiche Hinweise hat...

Viele Grüße aus dem Rheinland
der Jürgen
Benutzeravatar
Jürgi
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 78
Registriert: 12.2010
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: männlich

Beitrag#8von Nissebarn » Montag 1. August 2011, 13:34

Hallo,

habe diesen Threat leider erst heut gelesen.

Magdas Oma hat völlig recht - wenn man Sahne schlagen will, die etwa Zimmertemperatur hat, wird daraus Butter. Ist uns schon passiert: direkt nach dem Einkauf Sahne schlagen, der Kuchen stand praktisch schon auf dem Tisch und wir hatten Butter ohne es zu wollen.

Ich habe sonst noch nie gebuttert, aber mein Vater hat es aus Spaß schon öfter gemacht, hat auch nie soo lange gedauert.

LG Nissebarn
Benutzeravatar
Nissebarn
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 41
Registriert: 05.2010
Wohnort: Niedersachsen
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#9von HunterHank » Donnerstag 15. Mai 2014, 20:23

Da meine Zentrifuge derzeit noch nicht funktioniert, nehme ich bei meinen Kinderprojekten 32 % ige frische Schlagsahne.
4l-Butterglas hab ich zwar, aber noch nicht benutzt.
Heute bei den 14-Jährigen habe ich einfache Schraubgläser ca. 100 - 500 ml benutzt, halb voll mit Sahne gemacht und so 5 - 10 min (bis halt Butter entstanden ist) von denen schlagen/schütteln lassen.
Im Lehmbackofen wurden dann kleine Teile gebacken - dazu schmeckte die Butter allen ...

Aber das Butterglas hab ich auch noch im Plan ...
Benutzeravatar
HunterHank
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Beiträge: 9
Registriert: 05.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#10von Herwig » Freitag 16. Mai 2014, 08:17

Das Butterglas kannst du Problemlos verwenden. Sahne rein, paar Minuten kurbeln, fertig...
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3344
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#11von Jürgi » Samstag 22. November 2014, 19:28

Hallo allerseits,

lange ist´s her, aber ich habe immer noch nicht nicht aufgegeben. Trotzdem habe ich noch immer keinen Erfolg beim Butter machen. Irgendwie scheint es mir, als ob ich der einzige Mensch auf diesem Planeten bin, der das nicht schafft. Überall im Netz finde ich diese netten Videos, wo selbst das Buttern in einem Glas mittels Schütteln gelingt. Selbst die Kinder schaffen das offenbar relativ mühelos. Ich habe ein wunderschönes Butterglas, 1 Liter Fassungsvermögen, mit einem hölzernen "Paddel". Ich habe es bis heute nicht ein einziges Mal geschaftt, darin Butter herzustellen. Jedes Mal gebe ich, nach ca. 2-3 Stunden, völlig entmutigt und entkräftet auf. Das Endergebnis ist eine Art Buttercreme, die zwar fester als Sahne ist, aber noch nicht von der Molke getrennt. Das einzige "Gerät" mit dem mir das Buttern ab und zu gelingt, ist dieses unselige Tupper-Ding mit Namen "Quick-Chef". Meine einzige Erklärung hierfür ist, dass man damit genügend Drehzahlen produziert, obwohl ich immer wieder gelesen habe, dass es darauf beim Butter machen gar nicht ankommt. Auch der Handrührer bekommt es nicht besser hin. Eigentlich muss es an der Sahne liegen, eine andere Erklärung habe ich nicht - Ich nehme immer zentrifugierte Sahne (recht dick) von der Rohmilch; die ich entweder vor oder nach dem Zentrifugieren abkoche. Ich habe schon Tipps gelesen (und befolgt) die sagen, lieber etwas wärmer Buttern (20°) und solche, die eher etwas kälter empfehlen (ca. 12°). Aber trotzdem - Nix. Was mache ich bloß falsch???

Ich hoffe, dass es irgend jemanden in diesem Forum gibt, der etwas darüber weiß und mir den alles entscheidenden Hinweis geben kann... der bekommt von mir in alle Ewigkeit die Hälfte meine Butter ab :-)

Viele Grüße
Jürgen
Zuletzt geändert von Jürgi am Samstag 22. November 2014, 20:54, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Jürgi
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 78
Registriert: 12.2010
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: männlich

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#12von Claudia » Samstag 22. November 2014, 20:29

Hast Du sie anschließend durch ein Sieb abtropfen lassen und geknetet?
Benutzeravatar
Claudia
Moderator
Moderator
Beiträge: 837
Registriert: 04.2013
Wohnort: Wendland
Geschlecht: weiblich

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#13von Jürgi » Samstag 22. November 2014, 20:51

Hallo Claudia,

danke für die schnelle Antwort.
Wenn sich Molke und Fett nicht offensichtlich getrennt haben, habe ich die "Masse" auch nicht gewässert und geknetet. Soll ich?
Zuletzt geändert von Jürgi am Sonntag 23. November 2014, 12:02, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
Jürgi
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 78
Registriert: 12.2010
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: männlich

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#14von Herwig » Sonntag 23. November 2014, 09:47

Versuche mal, nach dem Zentrifugieren, der Sahne wieder etwas Magermilch dazuzugeben. (ein zwei Esslöffel) Deine Zentrifuge scheint vielleicht zu "fett" eingestellt zu sein. Wenn der Rahm zuuu Hochprozentig ist, hat er keine Möglichkeit sich zu trennen, bzw. ist zu wenig Buttermilch vorhanden um eine Absonderung der Fettkügelchen zu ermöglichen. Ein weiterer Tipp ist, einen Becher Sahne kaufen und dein Butterglas einmal ausprobieren. Dann bekommst du ein Gefühl dafür wie es funktioniert und vor allem, wie die Sahne von der Konsistenz her sein sollte.
Es ist eine Minutensache und nicht über Stunden. Es entspannt und entkräftet nicht.
Sahne natürlich vorher nicht aufkochen.
Ich empfehle Zimmertemperatur zum buttern, die Butter lässt sich besser kneten wenn man sie kühl hat.
Für mich sieht es aus, als läge es an der Zentrifuge und somit am Rahm und nicht an dir, deine Einschätzung, dass buttern schrecklich einfach ist, ist richtig. Man kann wirklich kaum etwas verkehrt machen.
Ein weiterer Test wäre, die verwendete Milch nach altem Muster zu entrahmen, in flache Schüsseln stellen und stehen lassen bis sich der Rahm oben abgesetzt hat. Mit einem Löffel abschöpfen und in das Butterglas füllen, paar Minuten drehen, fertig ist die Butter.
Zuletzt geändert von Herwig am Sonntag 23. November 2014, 09:51, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3344
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#15von Jürgi » Sonntag 23. November 2014, 12:15

Das war es offenbar! Ich habe eben gerade mal versucht, die "Buttercrememasse" nach dem Kühlen (es war mir einfach zu schade, sie wegzuwerfen) zu kneten und in Eiswasser auszuwaschen. Es kommt tatsächlich Butter heraus. So wie Du, Herwig, gesagt hast, ist die Sahne offenbar zuuu dick und zu wenig Molke vorhanden, um sich vom Milchfett zu trennen.

Ich werde beim nächsten Mal versuchen, etwas magerere Sahne zu Zentrifugieren, und vorher den Vorschlag mit der gekauften Sahne einmal ausprobieren...

Vielen Dank für die Hinweise. :smileyvieh:
Benutzeravatar
Jürgi
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 78
Registriert: 12.2010
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: männlich

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#16von Jürgi » Mittwoch 26. November 2014, 23:48

Hallo,

:greensmilies052:

auch auf die Gefahr hin, dass mich die netten Ratgeber hier in diesem Forum für einen hoffnungslosen Fall halten (hoffentlich nichts Schlimmeres), berichte ich einfach mal weiter. Vielleicht gibt es ja noch Andere, die ähnliche Erfahrungen machen/gemacht haben wie ich, und die nicht ganz so frustriert über ihre Erfahrungen sein müssen, wenn sie erfahren, dass sie damit nicht alleine sind (...und ein Bisschen natürlich auch, um mir meinen Frust von der Seele zu Schreiben).

Heute habe ich einen neuen Versuch gestartet - mit einer neuen Wochenration Rohmilch (10L). Diesmal habe ich wesentlich magerer zentrifugiert. Die Sahne war nun fast schon flüssiger, als Gekaufte, aber immernoch dicker, als wenn man sie nur von der Milch abschöpft. Also wieder ran an das gute alte Butterglas...

Die ersten 10 Minuten - nichts, nur flüssige Sahne.
Dann etwas abgekühlt (draußen, bei 6 Grad). Die Sahne hatte vorher Zimmertemperatur, etwas Kälte kann vielleicht nicht schaden.

Die zweiten 10 Minuten - wieder nichts. Allerdings sah das "Gemisch" schon ein gaaanz klein wenig flockig aus (zumindest habe ich mir das eingebildet).
Wieder etwas abgekühlt, denn bei dem ganzen Kurbeln muss es ja im Butterglas wärmer werden...
Die dritten... 8 Minuten. Yessssss, Bingo, Strike, Heureka!! Es hat geklappt. B U T T E R :greensmilies011:


Fazit: Ich bin doch nicht ganz doof! Nur ein Bisschen (wahrscheinlich aber nur ein Opfer des verloren gegangen Wissens unserer Großeltern, vor denen ich bei der ganzen Kurbelei einen Höllenrespekt entwickelt habe - immerhin haben bis vor ca. 80 Jahren millionen von Haushalten mit solch einem Butterglas Ihre Butter tagtäglich selbst hergestellt...)

Scherz beiseite - mir fehlt wohl noch etwas die Technik. Aber ich arbeite und berichte weiter...

Grüße
Jürgen
Zuletzt geändert von Jürgi am Mittwoch 26. November 2014, 23:50, insgesamt 4-mal geändert.
Benutzeravatar
Jürgi
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 78
Registriert: 12.2010
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: männlich

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#17von Herwig » Donnerstag 27. November 2014, 06:46

Na Gott sei Dank, Dachte schon wir leiden an kollektiver Verblödung. Der Ausdruck Zimmertemperatur orientiert sich allerdings auch nicht an ein Wohnzimmer des 21. Jahrhunderts... Eher an die Kellertemperatur des Jahrhunderts...
Ich bin froh , dass es endlich geklappt hat, das konnte einfach nicht mehr sein.
Noch etwas fiel mir später ein, die Umdrehung der Zentrifuge darf nicht zu schnell sein, an die Drehzahl von einer Umdrehung per Sek. orientieren. Denn je schneller gedreht wird, desto fetter ist die Sahne...
Noch ein Tipp, das Butterglas klemmen viele zwischen die Oberschenkel beim Kurbeln, dadurch heizen sie den Inhalt und die Butter wird matschig.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3344
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 236
Geschlecht: männlich

Re: Probleme mit dem Butter machen

Beitrag#18von Jürgi » Donnerstag 27. November 2014, 13:55

Danke für die weiteren Tipps. Das mit der "Kellertemperatur" werde ich beim nächsten Mal von Anfang an so machen.

Übrigens hat meine Zentrifuge ein kleines Schräubchen zum Einstellen des Fettgehalts. Und mit ca. 1 Umdrehung pro Sekunde drehe ich auch.

Natürlich ist das Alles keine "Wissenschaft", aber ich merke, dass man doch ein Bisschen Gefühl dafür entwickeln muss.

Viele Grüße
Jürgen
Zuletzt geändert von Jürgi am Freitag 28. November 2014, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Jürgi
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 78
Registriert: 12.2010
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: männlich


Beteilige Dich mit einer Spende