Milchzentrifuge, woher?

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Milchzentrifuge, woher?

Beitrag#1von Herwig » Mittwoch 26. September 2007, 15:35

Im Laufe der Jahre bin ich zum Experten für Milchzentrifugen mutiert. Ich kenne die manuellen Dinger von innen und außen.
Wenn jemand mal beabsichtigt sich eine gebrauchte zu kaufen, kann ich gerne mal ein Blick auf das Foto werfen um zu sagen ob die Funktion noch warscheinlich ist, aber zumindset ob die Teile komplett sind.
Bei ebay wird man übrigens fündig.
Zwischen 50 und 100 Euro werden dort geboten.

Wer natürlich eine neue elektrische für knapp 1000.- Euronen kauft ist profimäßig unterwegs.

Für ein paar Ziegen und eine Kuh reicht eine Kurbelmaschine völlig aus!!
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Beitrag#2von Canaria111 » Mittwoch 26. September 2007, 15:43

Oh, dass ist gut zu wissen. Habe mich dann doch entschlossen, nachdem ich die Milchpreise gesehen habe, meine Ziegen nicht abzugeben und am Freitag hol ich den Bock von einen Bekannten. Dann geh ich nächstes Jahr doch in Käseproduktion obwohl ich mich so lange gewehrt habe.
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Beitrag#3von viehev » Donnerstag 22. Oktober 2009, 10:35

Suche schon ne weile nach ner Zentrifuge, aber hab noch nichts gefunden, auch net von Ebay :(
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Beitrag#4von mangalitza » Donnerstag 22. Oktober 2009, 13:19

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Beitrag#5von viehev » Donnerstag 22. Oktober 2009, 20:25

Danke :)
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Beitrag#6von Björn M. » Montag 8. März 2010, 15:38

Hallo Herwig,
hätte da mal ne Frage zum Thema Zentrifuge. Habe demletzt eine handbetriebene Milchzentrifuge in ebay ersteigert - gestern habe ich sie dann mal ausprobiert. Leider musste ich feststellen, dass da ein Dichtungsring fehlt (die Milch kam nicht daraus - wo sie hätte rauskommen sollen) und der Stab, der den Milchdurchfluss regulieren soll war nicht dabei.
Aber Ok - mit ein wenig Improvisierung ging es zumeindest, dass die entrahmte Milch floss. Das Problem war aber, dass die Sahne (oder was es auch immer war?!) so dickflüssig war, dass sie in den Förmchen hengenblieb. War vielleicht die Umdrehungszahl zu hoch, oder der Milchfluss zu wenig? Wäre sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen könnte. Danke schon mal in vorraus.

vg
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Beitrag#7von Herwig » Montag 8. März 2010, 17:28

Es wäre wichtig zu erfahren, welcher Marke die Zentrifuge ist.

Dichtung kann man nicht mehr kaufen, muß man aus Weckring oder Schlauch eines Autoreifens selber herstellen.

Der Stab für den Milcjverschluß oben kann durch ein Rundholz ersetzt werden.

Die zu entrahmende Milch muß Umgebeungstemperatur haben, und vor allem muss es Milch sein, in der auch RAHM vorhanden ist!!
Ich vermute stark, dass die Milch schon entrahmt ist, die du benutzt hast??? (oder homogenisiert etc)

Der Milchfluß in die Maschine ist durch die Öffnung des Trichters festgelegt und muß ganz frei sein! Wichtig ist noch, den Milchfluß esrt dann zu öffenen, wenn die Umdrehung in etwa stimmt. Zu schnell kann man nicht drehen, zu langsam schon. (Manche haben eine kleine Klingel in der Kurbel, sobald die aufhört zu bimmeln, ist die richtige Umdrehung erreicht!

Frische Milch aus dem Euter bleibt nie in der Zentrifuge hängen! Es sei denn es ist etwas verstopft oder falsch zusammengebaut!

Stell hier mal ein Foto rein, von deiner Zentrifuge und den Einzelteilen, damit ich sehe ob alles vorhanden ist, was du brauchst.
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Beitrag#8von Björn M. » Montag 8. März 2010, 21:57

Hallo Herwig,
danke für die schnelle Antwort. Hier habe ich mal paar Bilder meiner Zentrifuge.
Kann leider nicht sagen, von welcher Marke sie ist - ist kein Typen Schild dran.
Ich habe natürlich Rohmilch verwendet - die etwa 30 °C hatte. Doch der Rahm war so dickflüssig, dass er so gut wie nicht fließen konnte.

mfG
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Beitrag#9von Björn M. » Montag 8. März 2010, 22:01

upps, wo sind die Bilder - ich kann sie irgendwie nicht einstellen!
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Beitrag#10von Herwig » Dienstag 9. März 2010, 09:47

Hallo,

was mir auffällt:
30 Grad ist viiiel zu warm, die Milch muß kühl sein!

Vermutlich hast du auch viiiel zu schnell gedreht, sodass der Rahm schon zur Schlagsahne wurde und deswegen nicht fließt in Kombination mit der Temperatur ist das warscheinlich.

Oder sind die Abläufe im " Aufschraubkegel " nicht richtig offen? Du solltest das mal mit einem Zahnstocher überprüfen.
Wäre dennoch schön ein paar Bilder zu sehen. wenn du es hier im Forum nicht hinkriegst, findest du ganz oben hier, rechts neben dem VIEH Logo unser Fotoalbum dort kannst du die Fotos hochladen.
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Beitrag#11von Björn M. » Dienstag 9. März 2010, 20:01

Hallo Herwig,
habe jetzt die Bilder im Foto Album "Altes Handwerk"

vG
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Beitrag#12von Herwig » Donnerstag 11. März 2010, 14:31

Hallo Björn,
der Rahm ist viel zu dickflüssig, da war bestimmt keine normale Frischmilch im Spiel!!!

Du kannst keine Milch aus dem Kaufhaus nehmen, sie muss vom Bauern bzw. aus dem Euter kommen.
Der Rahm auf deinem Foto ist auch gelblich, auch das ist nicht normal!!

Drehgeschwindigkeit sollte ungefähr bei einer Umdrehung pro Sekunde liegen.

Themperatur eher kühl, also keine 20 Grad.
Die Teile Deiner Zentrifuge sind komplett!!

Wenn du dir frische Kuhmilch oder Zigenmilch besorgst funktioniert es bestimmt einwandfrei!!
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Beitrag#13von Björn M. » Donnerstag 11. März 2010, 17:07

Das war wirklich ganz frische Kuhmilch (Rohmilch direkt aus der Kühlung vom Landwirt).
Ich habe zuerst versucht die gekühlte Milch zu trennen, dann nochmal mit Zimmertemperatur und nochmal etwas wärmer ...... - immer das selbe Ergebnis

VG
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Beitrag#14von magda » Freitag 2. April 2010, 20:21

hallo an den spezi Bild der mechanischen milchzentrifugen,

seit gestern sind wir stolze besitzer einer solchen. es handelt sich um eine westfalia von anno und krug.
irgendwie haben wir das teil zusammengebastelt bekommen. auch dank der photos im photo-album auf dieser seite. dabei haben sich aber einige fragen ergeben:
dichtungsring?!Bild wat für ein dichtungsring? und wo gehört der zwischen?
14 oder15 förmchen (die kegelteile mit den löchern)? die sind ziemlich beweglich auf der führung. ist das ok? und, wofür sind die? braucht man alle? stellt man mit der anzahl der förmchen die sahne-dicke ein? wie weit müssen die drei löcher übereinanderliegen?
schauglasBild das teil hat soetwas wie ein schauglas. und an der seite eine schraube, die eine kork?-dichtung vorweist. gehört da öl rein? wenn ja, welches nehme ich am besten? sonnenblumenöl, 15w40 motoröl oder altes getriebeöl?Bild
wärmflaschen? dabei waren zwei solche runden teile, die aussehen, wie unsere metallwärmflaschen aus urgroßomas zeiten. nur ohne schraubverschluß. auf jeder sind drei knubbeln auf jeder seite. was ist das und wo gehört das hin? und wofür braucht man das? Bild
leider weiß ich nicht, wie man hier ein bild hochladen kann. daher beschreibe ich einfach mal die teile mit nummern. dann können wir das zuordnen.
nr. 1 festes teil unten mit kurbel.
nr. 2 schwerer inneneinsatz mit den förmchen und verschraubbarem aufsatz
nr. 3 auslaufschnorchel 1
nr. 4 auslaufschnorchel 2
nr. 5 runder aufsatz
nr. 6 großer einfülltrichter mit verstellstab
so ähnlich wie euer zentrifugenbild im photoalbum
wir würden uns sehr freuen, wenn wir das teil verstehen und zum einsatz bringen könnten.
liebe grüße magda
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Beitrag#15von Herwig » Samstag 3. April 2010, 09:21

magda hat geschrieben:hallo an den spezi Bild der mechanischen milchzentrifugen,

seit gestern sind wir stolze besitzer einer solchen. es handelt sich um eine westfalia von anno und krug.
irgendwie haben wir das teil zusammengebastelt bekommen. auch dank der photos im photo-album auf dieser seite. dabei haben sich aber einige fragen ergeben:
dichtungsring?!Bild wat für ein dichtungsring? und wo gehört der zwischen?


#siehe Nr. 2

14 oder15 förmchen (die kegelteile mit den löchern)? die sind ziemlich beweglich auf der führung. ist das ok? und, wofür sind die? braucht man alle? stellt man mit der anzahl der förmchen die sahne-dicke ein? wie weit müssen die drei löcher übereinanderliegen?

#Wenn diese "Seperatoren" auf der Welle etwas wackeln, ist das kein Problem, sie dürfen sich allerdings nicht drehen!! Eingebaut werden müssen unbedingt alle. Eine "Sahnedicke" gibt es nicht. Sahne ist Sahne oder kennst du Magersahne??


'#Die Löcher müssen automatisch übereinander liegen.


schauglasBild das teil hat soetwas wie ein schauglas. und an der seite eine schraube, die eine kork?-dichtung vorweist. gehört da öl rein? wenn ja, welches nehme ich am besten? sonnenblumenöl, 15w40 motoröl oder altes getriebeöl?Bild


#Motoröl ist gut, Planzenöl verharzt mit der Zeit.


wärmflaschen? dabei waren zwei solche runden teile, die aussehen, wie unsere metallwärmflaschen aus urgroßomas zeiten. nur ohne schraubverschluß. auf jeder sind drei knubbeln auf jeder seite. was ist das und wo gehört das hin? und wofür braucht man das? Bild


# es handelt sich um Schwimmer, die im Gerät, direkt unter dem Einlauf eingebaut werden, um den Milchzufluß zu regulieren. Es wird in allen maschinen die ich kenne nur ein Schwimmer gebraucht. Vielleicht ist einer Leck und der andere Ersatz?? Foto wäre schon nicht schlecht!!


leider weiß ich nicht, wie man hier ein bild hochladen kann. daher beschreibe ich einfach mal die teile mit nummern. dann können wir das zuordnen.
nr. 1 festes teil unten mit kurbel.
nr. 2 schwerer inneneinsatz mit den förmchen und verschraubbarem aufsatz ##(Dazwischen kommt ein Dichtungsring)##
nr. 3 auslaufschnorchel 1
nr. 4 auslaufschnorchel 2
nr. 5 runder aufsatz
nr. 6 großer einfülltrichter mit verstellstab
so ähnlich wie euer zentrifugenbild im photoalbum
wir würden uns sehr freuen, wenn wir das teil verstehen und zum einsatz bringen könnten.
liebe grüße magda
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Beitrag#16von magda » Samstag 3. April 2010, 19:09

Hallo Herwig,
vielen dank für die infos. jetzt sind wir jedenfalls um einiges schlauer. als erstes werden wir mal einen dichtungsring basteln und das innenleben ölen.
ein photo würde ich gerne einstellen. ich weiß nur leider nicht wie und wo?!
spätestens sobald unsere sahne (Bildkeine magersahne, kenn ich auch nicht) fließt, gibt es info. wird wohl aber doch noch ein wenig länger dauern, als ich hoffte. jetzt ist hier der ehrgeiz ausgebrochen, das teil komplett zu restaurieren (incl. schriftzug etc). hoffentlich artet das nicht aus. ich will endlich meine sahne!!!Bild
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Beitrag#17von magda » Samstag 3. April 2010, 19:21

hallo,
habe tatsächlich zwei bilder hinbekommen. sind im photoalbum unter altes handwerk. da, wo auch schon die zentrifugen-bilder waren.Bild
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Handhabung der Milchzentrifuge

Beitrag#18von Herwig » Sonntag 4. April 2010, 09:16

Hallo Magda,

die gute Nachricht ist, die Maschine ist fast vollständig und scheinbar in sehr gutem Zustand.

Restauriert nicht zu viel daran herum, oft läuft die Maschine dann nicht mehr so wie sie mal eingelaufen ist. Wichtig ist es außer putzen nichts zu schmirgeln oder gar abzuschmirgeln!!

Wie ich vermutete braucht ihr nur einen Schwimmer, der kommt in das große Teil, ganz rechts auf dem Foto, wenn ihr genau hinseht, sieht man Abnutzungen in dem Teil von den Noppen des Schwimmers.
Der andere Schwimmer ist vermutlich als Ersatz gedacht.
Erfreulich ist, das soagr der Ablassstopfen und die Klingel noch dran sind, zeugt von guter Einlagerung und Pflege. Ihr besitzt die "Königin" unter den Kleinmaschinen, daran kann quasi nix kaputt gehen.

Schaut unter die Klingel, ob dort noch die kleine Metallkugel vorhanden ist, meistens ist die etwas festgegammelt in einer Bohrung, die müsst ihr gängig machen, aber nicht ölen! Besorg euch auf keinen Fall eine neue Kugel wenn die originale Kugel fehlt, denn sie muß ein bestimmtes Gewicht haben.
Die Klingel dient zur Überprüfung der Drehzahl, beim Kurbeln darf die nicht klingeln, nach dem Ankurbeln ist die richtige Drehzahl erreicht, wenn die Klingel aufhört zu bimmeln. Fehlt die Kugel, ist das nicht tragisch, dann kurbelt ca eine Umdrehung per Sekunde.

Die schlechte Nachricht ist, das der Dichtungsring tatsächlich fehlt.
Es ist normalerweise ein weißer, runder Ring aus Gummi.
Leider gibt es so ein Ersatzteil nicht in der passenden Größe. Für elektrische Maschinen gibt es welche, die leider nicht genau passen. Die obere Glocke muß aber perfekt und vor allem sehr dicht auf dem unteren Teil, dem Träger für die Seperatoren, sitzen.
Schneidet euch vielleicht einen Ring aus einem Autoreifenschlauch, manchmal geht auch eine bestimmte Größe eines Weckringes. Es ist sehr wichtig, das gut dicht ist, weil durch die Zentrifugalkraft schon ein ziemlicher Druck auf der Dichtung liegt und die Maschine nicht funktioniert, wenn dort Milch austritt.
Die runde Schraube muß also gut festgezogen werden, es gab bei Fabrikausliefrung der Maschine einen kleines Gegenstück, das man auf den Tisch oder Schemel schrauben konnte, auf dem die Maschine fest installiert war. Man konnte dann die Glocke mit der Schraube darauf setzen und sie richtig festziehen. Einfach handfest reicht also nicht..., aber auch bitte nicht mit der Rohrzange festziehen, das macht die Schraube kaputt. Mit einem entsprechenden Schlüssel auch nur "sanfte Gewalt" anwenden.
Wenn du einen Schlosser kennst, soll der dir einen Schlüssel bauen, ähnlich dem wie für eine Flex, zum Festschrauben der Scheibe, nimm die Schraube mit, zeig sie ihm, er wird das verstehen. Kostet bestimmt keine 10 Euro.
Weiter oben hatte ich schon über den Zustand der Milch gechrieben.
Wenn noch etwas unklar ist, meldet euch...
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Beitrag#19von magda » Sonntag 4. April 2010, 20:49

Hallo Herwig,
vielen dank für die ausführliche analyse. unwissentlich hast du auch gleich noch weitere fragen von mir beantwortet.Bild zb. ob die klingel gleichmäßig beim kurbeln klingeln muß oder ob sie zu schweigen hat.
kaum zu glauben, die kugel ist dabei gewesen. war dem guten menschen, der sie uns verkauft hat, zwar beim zusammenbau abhanden gekommen, aber er fand sie wieder, nachdem er das teil schon verpackt hatte. (gut gelagert und gepflegt ist sie wohl worden. war ein erbstück und derjenige, der das gerne haben wollte ist zwischenzeitlich dann auch verstorben...)
und, du wirst es nicht glauben, sogar die schlüssel zum anziehen (wofür der zweite ist, habe ich noch nicht entdecktBild) sind dabei. und sogar dieses teil (jippieh, jetzt weiß ich auch, was das ist), was man festschraubt um die glocke daraufzusetzen. auf die idee, das zubehör zu photographieren und auch einzustellen bin ich gar nicht gekommen. holen wir aber nach. vielleicht hilft das dann auch dem einen oder anderen.

was den dichtungsring angeht werden wir dienstag mal unseren haushaltswarenladen aufsuchen bezüglich weckring (wir haben sogar einen, der sehr gut paßt. leider ist der superbrüchig). ansonsten haben wir schon überlegt, eine wärmflasche zu opfern oder aus diesen "gepolsterten" telleruntersetzern uns was zu basteln.

heute hat es erstmal öl gegeben. wir haben das öl bis ca 3/4 schauglashöhe aufgefüllt. leider ist ja kein strich da, der besagt, wieviel min. oder max sein sollte.
was die "restauration" angeht... das sind rein optische aspekte. sprich ein bischen die farbabplatzer ausbessern. von unseren autos her wissen wir: don´t touch a running system! Bildvon dem nachzeichnen der verzierung und des etiketts wird jetzt abgesehen. davon MUß abgesehen werden. ich brauch bald sahne!!! unser vorrat geht zu ende!!!
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Beitrag#20von Herwig » Dienstag 6. April 2010, 13:58

Hallo Magda,

so eine kopmplette Maschine ist nicht oft zu bekommen, gerade das Zubrhör fehlt oft.
Also fehlt defacto nur der Gummiring.

Der zweite Schlüssel ist entweder für die Kurbel oder für die Ölschraube.

Kann aber auch sein, das der gewissenhafte Einlagerer auch eine Buttermaschine hatte, was ja logisch wäre.
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Beitrag#21von magda » Dienstag 6. April 2010, 21:00

Hallo Herwig,
ja, wir freuen uns auch sehr über den zustand und die vollständigkeit. vor allem, weil wir das teil nahezu blind gekauft haben.
momentan sind wir grad am dichtung basteln. klappt noch nicht so, wie wir das gerne hätten. aber sobald wir die zu unserer zufriedenheit hinbekommen haben gebe ich info, wie.
jetzt habe ich aber noch eine frage zu den separatoren (sprich förmchen). du sagtest, die dürfen sich nicht drehen und die löcher müssen übereinander liegen. richtig drehen kann man die nicht. aber die führung ist an einer stelle so abgenutzt, daß sich zwei von den teilen soweit verdrehen lassen, daß sie die löcher der darunterliegenden fast ganz verschließen. ist das ok und kann man das durch das anziehen ausgleichen? (ich fürchte mich vor der antwortBild).
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Beitrag#22von magda » Mittwoch 7. April 2010, 21:06

hallo an alle,
kurzer zwischenstand: eben haben wir das teil mal mit wasser ausprobiert. scheint soweit alles gut zu funktionieren. aus dem unteren rüssel kommt wasser aus dem anderen nichts (klar, sahne kann ich wohl kaum erwarten). nur mit unserer dichtung stehen wir noch auf kriegsfuss. das will einfach nicht richtig dichten. aus dem "notablauf" tritt auch noch wasser aus. momentan basteln wir am nächten versuch. sobald wir erfolg haben gebe ich info.
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juchuuu, wir haben sahne

Beitrag#23von magda » Donnerstag 8. April 2010, 21:34

so, erfahrungsbericht:
wir haben eine dichtung gebastelt, die sogar recht dicht ist. dazu haben wir eine art silikon verwendet. (ob das jetzt so tauglich ist, weiß ich nicht.weckring, fimo etc hat nicht richtig gedichtet.Bild aber so funktioniert es-wer genauer wissen will, was wir benutzt haben, kurze info und ich schau im keller nach) erstmal mit spüli einreiben und dann schmier-schmier... obendrauf den deckel (natürlich auch eingeschmiert) vorsichtig abheben und trocknen lassen. dann entsprechend zurechtstutzen. ("richtiges"silikon geht nicht!)
die wasserprobe ist bestanden. Bild
nun die milchprobe. wir sind supergespannt. dichtung hält. es kommt nichts aus dem überlauf. dafür aber magermilch aus dem unterem rüssel. nur kommt nichts aus dem oberen... Bildnach zwei litern milch mal nachgeschaut. wir haben leckeren dicken schmand in den förmchen... (siehe bilder von björn) und magermilch im topf. hm....Bild
erstmal das dicke zeug gefuttert und überlegt.
bis man darauf kommt, daß so ´ne kleine vierkanntschraube(s. bilder altes handwerk) dafür verantwortlich istBild, vergeht einige zeit und unser muskelkater ist vorprogrammiert... da ist so´n kleines unscheinbares teil, daß man rein- und rausdrehen kann (auf der höhe des magermilchrüssels). dreht man es weiter rein, wird die "sahne" dünner. dreht man es weiter raus, wird es eine pampe -s. bilder von björn (altes handwerk)-. nach einigem probieren und vierkanntschraube hin und her drehen haben wir jetzt jedenfalls unsere sahne. und die ist besser als erhofft. BildBildBild
ob unsere ausbeute von etwas mehr als einem liter sahne (echt dick) bei 9 lt. milch gut ist, wissen wir nicht. aber wir sind zufrieden.
jetzt müssen wir nur noch eine idee für den rest der milch haben. wär schade -und den kühen gegenüber ungerecht- das einfach wegzukippen.
wir stellen dazu auch noch ein paar bilder unter "altes handwerk" ein´.

liebe grüße und vielen dank für die hilfen
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Benötige Auskunft für eine Zentrifuge

Beitrag#24von bodibaer » Dienstag 27. Juli 2010, 11:45

Jetzt habe ich es doch noch irgendwie geschafft mich hier im Forum anzumelden und auch noch eine Nachricht zu senden.
Nun, ich habe letzte Woche eine Milchzentrifuge erhalten, nun weiss ich es auch um welche es sich handelt, eine Westfalia GA 135.
Nach langem Ausprobieren habe ich es doch geschafft, alle Teile so zu montieren, wie ich sie auch im Nachhinein im Forum entdeckt habe. Große Hilfen haben mir die Blogs von Magda und Herwig geleistet. Nun habe ich ein kleines Problem.
Erstens würde ich gerne wissen, was für eine Aufgabe der Ausfluss des oberen Kelches der Zentrifuge hat. Also noch ein eiserner Ausfluss. Bevor ueberhaupt die ganzen Blechteile auf die Zentrifuge gesetzt werden.
Dann bin ich mir nicht sicher wo das Dichtgummi hinkommt. Ich denke zwischen dem unteren Blechteil und dem oberen Blechteil, welches dann verschraubt wird. Zwischendrin liegen ja die vielen Bleche mit den Loechern. Vielleicht habe ich Recht?
Und zu guter letzt wuerde ich noch gerne wissen, ob der Antrieb der Zentrifuge nach oben, wo dann die schweren Teile raufkommen, abgedichtet werden muss. Oder ob ich da lieber die Finger weg lassen soll. Denke wenn ich mit dem Dichtgummi Recht habe, duerfte in die Eisenwanne oder Kelch keine Milch gelangen.
Ich habe auch im Forum gelesen, dass man das ganze mit Wasser ausprobieren kann. Wo kommt dann das Wasser raus? Aus beiden Schnorcheln oder nur aus einem?
Ich kann es schon gar nicht mehr abwarten, diese Zentrifuge auszuprobieren. Muss nur noch irgendwo frische Kuhmilch bekommen, ist bei uns schon ein bisschen schwierig.
An Magda: Aus was habt ihr die Dichtung gemacht?
Bedanke mich im Voraus bei Allen für die Antworten
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Beitrag#25von magda » Donnerstag 29. Juli 2010, 20:59

hallo,
erstmal die beantwortung der frage zu der dichtung. wir haben ein silikon für elastische anschluß- und bewegungsfugen im innen- und außenbereich genommen. der hersteller ist NONA osnabrück. gekauft haben wir das -glaub ich- im bauhaus. allerdings geht nur das zeug, das weiß ist. das transparente funktioniert nicht! wahrscheinlich gehen auch andere. allerdings funktionierte es bei div. versuchen NIE mit transparentem schmierkram. dann einfach den teil, wo das dichten soll -die kante von dem schweren unterteil großzügig damit abdecken (!Spüli-wasser vorher drauf!) und den spüliwassereingeschmierten "deckel" vorsichtig (!nicht mit richtig druck!) aufsetzen. ohne förmchen. s. zweite teil von rechts bilderstrecke handwerk westfalia. etwas warten, deckel vorsichtig abheben und dann durchtrocknen lassen. danach mit ner nagelschere oder so vorsichtig zurechtstutzen. aber achtung, bei unserer dichtet nur der minirand an der außenseite. die wulst nach unten hat wohl nur fixierende wirkung. daher: nicht zu fest aufdrücken!!! sonst wird das zu platt und dichtet nicht mehr beim anziehen.

der eiserne ausfluß, von dem du schreibst... ist das direkt unten an dem teil, in das dieses schwere teil mit den förmchen gehört? wenn du das meinst, da läuft milch raus, wenn man vorzeitig aufhört zu kurbeln. sprich, wenn die zentrifugalkraft nicht mehr ausreicht, um die milch in den ensprechenden rüssel zu schleudern. oder, wenn die dichtung undicht ist. mach dich aber nicht verrückt, wenn da ab und zu mal ein tropfen rauskommt. bei uns fängt es nach ca 5 litern ein wenig an zu tropfen. ändert aber nichts an dem ergebnis. man kann natürlich zwischendurch aufhören und die mutter auf diesem schweren teil noch EIN WENIG fester ziehen. dann ist das mit dem tropfen meist auch erstmal vorbei. aber wir kurbeln einfach weiter.

ansonsten brauchst du keine dichtung. -zumindest bei unserer nicht-

wir haben den wasserversuch nur gemacht um zu sehen, ob unsere dichtung ihrem namen ehre macht. und, da wasser nicht so viel fett enthält kommt nur aus dem "mager"milchrüssel wasser. ist der untere. der andere bleibt -mangels sahne- trocken.

frischen kuhsaft bekommst du beim bauern. einfach mal mutig sein, etwas aus der stadt raus und irgendwo klingeln und fragen. eigentlich weiß spätestens der zweite (der in einem bauernhofähnlichen haus wohnt) wo man kühe anzapft.
mach dir aber vorher schon mal gedanken, was du mit der restlichen milch machen willst. wir käsen inzwischen das ganze. ist lecker, aber auch zeitintensiv. (-nicht arbeitsintensiv-)

falls dir deine sahne sauer werden sollte (normalerweise hält die sich exakt 10 tage) kannst du daraus auch butter machen. ist lecker.

halt uns auf dem laufenden, wie es bei dir ausschaut. liebe grüße aus dem norden
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