Hoflädchen im Internet sucht noch Anbieter...

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Hoflädchen im Internet sucht noch Anbieter...

Beitrag#1von weingut-brenneri » Samstag 19. September 2009, 20:48

Moin,
also, wir "krebsen" seit Jahren schon als Nutztierarche Nr.19 so rum, und haben, bzw. hatten auch diese Werbeproblem, nun haben wir uns gedacht, das man sich ja auch zusammenschließen kann, wir haben nun unser "Online-Hoflädchen" endlich schon einmal gelistet, es ist zwar noch im Aufbau, aber irgendwann einmal muss man ja Anfangen.
Die Idee dahinter war, das wenn wir Produkte von anderen Nutztierarchen listen, der "Besucher" des "Online-Lädchens" eine größere Auswahl hat, somit für den anderen Werbung gemacht wird, naja, eben, so, ähnlich wie mit den Quengelregalen im Supermarkt.

Würde mich interessieren wie Ihr darüber denkt, oder eventuell sogar Interesse habt.

Grüße Jens
www.jugendfarm-jorishof.de
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Beitrag#2von armin » Samstag 19. September 2009, 23:18

Mit ganz ähnlicher Zielsetzung hat VIEH schon vor Jahren die Verkaufsplattform *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** geschaffen.Hier kann jeder Betreiber einer Nutztier-Arche sein eigenes "Hoflädchen" aufbauen. Da alle Shops gemeinsam über die Plattform erreichbar sind, profitiert jeder Anbieter auch von dem Angebot der anderen.

So würde es jedenfalls funktionieren, wenn es bei den Nutztier-Archen die bereitschaft gäbe, sich hier in größerer Zahl zu beteiligen. Leider scheint dem nicht so zu sein und jeder wurschtelt lieber selber vor sich hin, an statt sich mit anderen zu vernetzen - schade!

Mit Eurer Idee tragt Ihr am Ende selbst auch dazu bei, dass sich eine gemeinsame Verkaufsplattorm nicht etabliert und Ihr werdet wohl die gleiche erfahrung machen: Kaum Resonanz, wenig Beteiligung, so wie bei anderen Kooperationsideen, die in diesem Forum auch schon vorgeschlagen wurden...

Warum das so ist, ist mir nicht verständlich.

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Beitrag#3von Frankenvieh » Sonntag 20. September 2009, 18:47

Hallo Armin!

Was darf ich denn da verkaufen? Wurst und Schinken: da brauchst dann ja wieder eine Genehmigung nach der anderen. Marmelade, Käse, seife,.... Kann ich alles selbst herstellen, aber die ganzen Bescheinigungen etc. pp um es zu verkaufen zu können ist mir zu aufwendig und zu teuer. Außerdem habe ich , wie viele andere hier im Osten, ganz andere Preise. Ich denke aus diesen Gründen wurschteln die meisten allein vor sich hin.
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Beitrag#4von Conny » Sonntag 20. September 2009, 20:01

Und wir haben erst gar keinen Hofladen, sind reine Selbstversorger. Die Arbeit in unserer Freizeit auf der Nutztier-Arche ist vollkommen zeitfüllend, für mehr reicht es nicht, sonst blieben die Tiere auf der Strecke.
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Beitrag#5von armin » Sonntag 20. September 2009, 21:24

Hallo Vicki, hallo Conny,
wenn Ihr keine Probleme habt, Eure Erzeugnisse los zu werden, dann ist doch für Euch alles in Ordnung. Es gibt aber genug Leute, die sich beklagen: Kein Absatz, wir sitzen auf 'zig Kilo Lamm/Schwein/Geflügel - was tun, usw. usw...

Wenn das Zeug gar nicht "verkehrsfähig " ist, weil aus Hausschlachtung z. B., dann muss man sich nicht über fehlenden Absatz beklagen - man darf ja gar nicht absetzen.

Wenn aber doch, dann kann man im Hofladen oder per Internet verkaufen, Konserven so wie so. Und wenn ich dann als Nutztier-Arche die Möglichkeit habe, auf einer speziellen Plattform anzubieten, was spricht dann dafür, es nicht zu tun und irgendwelche anderen Verkaufswege aufzubauen?

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Beitrag#6von Conny » Montag 21. September 2009, 09:52

Guten Morgen Armin,

mein Beitrag sollte nicht als Kritik aufgefasst werden, sondern viel mehr als Rechtfertigung.

Ganz im Gegenteil finde ich die Idee mit dem "Internethofladen" gut. Wir sind in der glücklichen Lage, gar nicht so viel Fleisch produzieren zu können und auch nicht zu wollen, wie Freunde, Bekannte und die eigene Familie gerne hätten.

Mir drängt sich bei den meisten Nutztier-Archen der Gedanke auf, dass es ihnen einfach nur um den Status einer Arche geht. Haben sie die Aufnahme erfolgreich hinter sich gebracht, ist der Rest zur Nebensache geworden. Man kann es an der Beteiligung hier im Forum sehen, die meisten Archen sind nicht präsent. Das war sicher nicht der gewünschte Grundgedanke. Und so werden leider auch die angekurbelten Aktivitäten aufgrund von Mangel an Beteiligten vielmals im Sande verlaufen, schade.
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Beitrag#7von armin » Montag 21. September 2009, 19:25

Ich glaube, ich habe Dich schon richtig verstanden Conny, und ich gebe Dir voll und ganz Recht.

Alles, was ich sagen wollte, ist: Wenn jemand seine Produkte über das Internet verkaufen will, dann sollte er als Nutztier-Arche die bestehenden Angebote von VIEH nutzen, das hilft uns allen.

Wer alles im Familien- und Freundskreis los wird, für den ist das natürlich kein Thema, wir selbst haben ja auch (noch) keinen Shop...

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Beitrag#8von Frankenvieh » Montag 21. September 2009, 19:29

Es sollte eigentlich Pflicht sein über VIEH zu verkaufen, wenn man übers Internet verkaufen will.
@ Conny: Viele haben gar kein Interesse hier was reinzuschreiben, lesen wohl aber mit. Wenn man einen Hof hat und nur draußen wurschtelt, keine Zeit
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Beitrag#9von Conny » Dienstag 22. September 2009, 10:54

Wie man aber sieht, mitlesen allein genügt aber nicht Bild. Wenn ich schon mitlese, warum kann ich dann meine Erfahrungen nicht auch niederschreiben und andere daran teilhaben lassen? Ich sage ja nicht, dass sich jeder an Aktivitäten, wie Ausstellungen, Hoffesten etc., beteiligen soll/muss. Dafür fehlt den meisten sicherlich die Zeit. Aber wenigstens das Hofschild und die Rassetafeln aufhängen, Flyer auslegen bzw. mit zu den Produkten legen usw. sollte wohl drin sein. Dazu haben wir uns auch verpflichtet und das kostet nicht alle Zeit der Welt.

Ich bin selbständig, habe viel zu tun, dann noch der 5 Hektar große Hof mit Schlachtung und eigener Heu- sowie Strohgewinnung und auch noch bauen. Das alles kann aufgrund guter und straffer Organisation bewerkstelligt werden und es bleibt sogar noch Zeit für's Forum. Wir haben auf dem Hof lediglich ein Helferlein, der sich um das Wohl der Tiere unter der Woche kümmert, misten muss ich aber am WE selber. Er hilft auch am WE beim Bauen oder Heu machen.


Entweder ich mache etwas richtig, oder ich lasse es ganz sein, so jedenfalls meine Devise Bild
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Beitrag#10von Frankenvieh » Mittwoch 23. September 2009, 21:47

Conny hat geschrieben:Wir haben auf dem Hof lediglich ein Helferlein, der sich um das Wohl der Tiere unter der Woche kümmert, misten muss ich aber am WE selber. Er hilft auch am WE beim Bauen oder Heu machen.


Entweder ich mache etwas richtig, oder ich lasse es ganz sein, so jedenfalls meine Devise Bild

Es sind zwar viele Mondscheinbauern unterwegs, aber nicht nur Weekendfarmer, so wie du. Ich arbeite, habe Hof, habe Bau, habe Kind und kein Helferlein. Mmmmmh, nur ich (er)arbeite, wahrscheinlich wie du viel am PC, da hat man mal schnell ins Forum geklicktBild UND ja, es gibt Bauern ganz OHNE PC und die sind auch noch unter 60! Und es gibt welche die ihre Erfahrungen hier nicht reinschreiben wollen.

Ich finde es nicht schlimm, wenn sich der ein oder andere nicht am Forum beteiligen will oder kann!
Alles andere, wie das Hofschild, sollte schon selbstverständlich sein. Rasseschilder häng ich nur auf Schauen, Feste etc. auf. Wenn ich nicht da bin hat hier keiner was zu suchen und wenn ich da bin kann ich ja erklärenBild.
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Interesse

Beitrag#11von plaetzchenwolf » Freitag 21. Mai 2010, 06:21

An dieser Stelle will ich nochmal mein ausdrückliches Interesse an einem "virtuellen Hofladen" anmelden, bei dem man bestellen, ggf. auch vormerken und vor Ort abholen kann, wenn's Frischware ist oder sperrig wird.
Ich weiß allerdings nicht welche Regeln eingehalten werden müssen- wir unter uns könnten eigentlich auch "Privatverkäufe" machen -oder?
In dieser Richtung werde ich am Wochenende mal ausgiebig recherchieren und an dieser Stelle die Resultate posten - bis dann!
Bild

Gut, es ging viel viel schneller zu recherchieren als gedacht- das Resultat ist allerdings in keiner Weise erfreulich:

Direktvermarktung, Privatverkauf, gemeinnützige Speisenbereitung.
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

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*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Hausschlachtung:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Eigenbedarf: (kleiner Lichtblick)
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Somit hätten sich die rechtlichen Bestimmungen geklärt und führen zu folgendem Resultat:
Es ist schier unverantwortlich Lebensmittel herzustellen oder zu verkaufen oder zu vermarkten oder auch nur auf Festen jedwelcher Art
-auch unentgeltlich- anzubieten, ohne diese Regeln einzuhalten und zusätzliche eine fette Versicherung abzuschließen, die evtl. Schadensersatzansprüche mit Anwalts- und Gerichtskosten (Verdienstausfall, Krankenhausaufenthalt bis zur Reha und was es sonst noch so gibt) abfedert.
Nicht vorstellbar, daß wir mal Kartoffelsalat mit selbstgemachter Maionaise Gästen oder für eine Schulfeier gemacht haben.
(Manchmal steht das Produkt ein paar Stunden, bevor der letzte Gast eingetrudelt ist)
Man steht glatt mit 1,5 Beinen im Gefängnis, wenn man sich als ehrenamtlicher Helfer bereitstellt !
Wehe dem, ein empfindlicher Gast erkrankt und gibt dem Kartoffelsalat die Schuld, selbst wenn dieser einen solchen Salat noch nie vertragen hat !!

An eine Direktvermarktung wage ich nach dieser Recherche nicht mal im Traum zu denken - achtet mal auf den Internetvermarkter im Link, der nur einkaufen und verkaufen wollte..

Als Ausweg sehe ich nur die Möglichkeit per Mail, dh. nicht öffentlich im Forum eine Übereinkunft zu treffen, die im Vorfeld bereit jede Haftung ausschließt und das Produkt -unter Einhaltung der Sauberkeitregeln, die in jedem Haushalt üblich sind- weitergibt.
(Gegen eine Spende oder Tausch, bei der kein Nachteil entsteht)
Illegal? Womöglich auch ganz egal.


Aus diesen Gründen werde ich keinem Freund oder Bekannten meinen selbstgemachten Wein geben können- sehr sehr schade..
Mir ist deshalb die Website wichtig, die sozusagen platonisch oder virtuell die Verbreitung dieser Idee ermöglicht.
just for fun
(Das ist meine Rache an den Herstellern -eher Chemiker als Winzer- der vielen gepantschten und viel zu teueren "Weine", die ich aus den Regalen und sogar aus dem Gourmet-Handel bezogen hatte...)

! Wer diese Idee gut findet, möchte mir bitte per Mail oder PM antworten und nichts dazu öffentlich posten !

Bild

PS Wer Schreipfehler findet, darf sie gerne behalten, sie dienen der allgemeinen Belustigung und sind absichtlich...
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Beitrag#12von Herwig » Freitag 21. Mai 2010, 10:33

Harald, verstehst du mich jetzt?

Das Wort Vermarktung ist schnell geschrieben, aber die gesetzlichen Hürden sind so gestaltet, das wir kleinen "Krauter" auf der Strecke bleiben und das ist auch politisch so gewollt!!!
Wenn dann jemand dann einen Knochensplitter in der Dose findet, kann einen das den Kopf kostenBild
Eines der Gründe, warum nicht der Erzeuger den Preis bestimmen kann, weill er sonst seinen Kram niemals los wird.
Ich habe jedenfalls schon oft getauscht und viele Dinge tausche ich gegen Schweinefleich.Bild
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ja leider

Beitrag#13von plaetzchenwolf » Freitag 21. Mai 2010, 15:31

Ja leider verstehe ich Dich jetzt - Mehläugigkeit gehört halt zum "konsumieren" dazu.
Ich habe inzwischen keinen Plan mehr, wozu die ganzen Verkehrsschilder und Gesetze dienen, ausser der Beschäftigung von Anwälten.
Ein §1 müsste eigentlich reichen.
Bild
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Beitrag#14von plaetzchenwolf » Montag 31. Mai 2010, 17:58

Eigentlich könnte man "Besuch" einladen, der dann vor Ort ggf. etwas "tauscht", von Verkauf ist somit keine Rede.
(So lohnt sich die Schlachtung oder Gemüseernte doch noch, der teuere und bei Lebensmitteln umständliche Versand fällt weg)
Ein Ring vertrauenswürdiger User kann durchaus aufgebaut werden, der dann informiert werden könnte, wenn was ansteht.
-nicht öffentlich, sondern per Mail und als privater Besuch, bereits im Vorfeld auf jegliche Regressanprüche verzichtend-
(Der Ersteller schreibt dem regionalen Verteiler mit Interessentenliste, die er aus den Mitgliedern erfragt hat-, der dann die Kontakte in die Wege leitet: Datum, Uhrzeit, Ort, Tauschobjekt)
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