Welche Hühnerrasse und woher beziehen?


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Beitrag#26von legasp96 » Donnerstag 17. Februar 2011, 20:56

Ich kann mich der Meinung von Alex nur anschließen. Es ist günstiger und vor allem sind die Küken robust und lernen ein gutes Sozialverhalten.

Von Wurst und Käseresten in Mengen würde ich abraten. Hühner sollten kein Salz zu sich nehmen.
Grüße
Monika
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Beitrag#27von Herwig » Freitag 18. Februar 2011, 10:40

Tut mir leid, aber von dieser Salzdebatte halte ich wenig!!

Wo steht das, das Hühner kein Salz aufnehmen dürfen???

Hühner brauchen Salz, wie jedes Lebewesen, (Spurenelemente etc) und wie so oft macht es eben die Dosis. Wer verfüttert schon Wurst oder Käse in Mengen?

In industriellem Legemehl wird z.B. Salz zugemischt weil es die Tiere eben brauchen und es in der Käfighaltung nicht anders aufnehmen können.
Grundsätzlich enthälz z.B. Muschelkalk mehr Meersalz als z.B. BrotBild

Natürlich sollte man grundsätzlich Tierfutter nicht speziell salzen, aber Panik ist in keinster Form angebracht. Irgendwo, hat irgendwann, einmal irgendwer dieses, sich hartnäckig haltende Gerücht aufgebracht wegen des Salzes und seitdem wird es ungebremst, und vor allem ungeprüft, weitergegeben.

Wenn jemand z.B. selbst gemischtes Körnerfutter an seine Tiere verfüttert, nehmen die in der Regel darüber kaumn Salz auf. Aber alle möglichen Kriechtiere, die sie fressen enhalten auch Salze. Ebenso wurde immer Seefisch an die Hühner verfüttert, ebenfalls hochgradig salzhaltig, wie alle anderen übrigens Krustentiere auch.

Außerdem, das sollte man vielleicht berücksichtigen, ist Zucker viel schädlicher, das wird z.B. auch durch Früchte aufgenommen. Sollten wir jetzt alle Äpfel, Kirschen, Birnen etc aus dem Hühnerhof verdammen??

Tiereisches Eiweiß in Form von abgelaufener Wurst oder Käse kann deshalb bedenkenlos verfüttert werden, schon vor dem Hintergrund, weil es Jahrhunderte lang so gemacht wurde. Niemand käme auf die Idee, Fleisch und Käse extra zu erzeugen um seine Hühner damit zu füttern, es wird also immer maximal einige Tage im Jahr verfügbar sein und das hat meines Wissens nicht dazu geführt das die Hennen reihenweise von der Stange kippen. Zumal sie ja auch selten älter als 4 Jahre werden...
Ich habe bei keinen meiner, sagen wir mal 5000 geschlachteten Hühnern einen Nierenschaden festgestellt und weil es keine einzige wissenschaftliche Aussage dazu gibt, oder Tierärtze die auch nur annähernd diese vermuteten Schäden festgestellt haben, halte ich diese viel zetierte Salzdebatte für wenig realistisch.
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Beitrag#28von Christina » Freitag 18. Februar 2011, 19:30

Da bin ich ganz Herwigs Meinung.

Alte Nutztierrassen haben früher kein spezielles, genau berechnetes Futter bekommen. Da haben die Hühner ne Hand voll Körner, Reste und viel Auslauf bekommen...

Mir haben auch alle gesagt, Hunde dürften keine Essensreste, weil die zu salzig seien. Meine Hündin wird dieses Jahr trotzdem 14! Und niemand mag glauben, dass sie so alt ist, weil sie noch so gut drauf ist. Bild

Und wieso dürfen überhaupt alle Tiere kein salziges Essen, wir Menschen aber schon? Oder dürfen wir es auch nicht, essen es aber trotzdem? Warum dann die Tiere nicht auch hin und wieder mal?
Meine Hühner drehen jedenfalls durch, wenn wir den Vortag beim Griechen waren. Da stehen die richtig drauf! Und da sich die Reste auf eine größere Anzahl Hühner verteilt und das Standardfutter trotzdem gegeben wird, gibt es auch keinen Durchfall.

Ich hatte da mal ein Schlüsselerlebnis im Bioladen: Da kam die Frage, warum es extra Babynahrung geben müsse. Wieso wir selbst denn etwas essen würden, das so schlimm wäre, dass Babys es auf keinen Fall dürften?!?

Seitdem sehe ich die ganze Ernährungsfrage recht entspannt... Auch bei den Tieren....
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Beitrag#29von legasp96 » Freitag 18. Februar 2011, 19:50

Auch wir Menschen essen viel zu salzig. Das viele Salz muß nicht sein. Wir können unsere Lebensmittel auch durch Gewürze schmackhafter machen.

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Die extra Babynahrung hat meiner Meinung nach sehr viel mit Faulheit zu tun. Es ist viel einfacher ein Gläschen aufzumachen als dem Baby das Essen Babygerecht zuzubereiten.
Grüße
Monika
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Beitrag#30von Christina » Freitag 18. Februar 2011, 19:58

Früher hieß es auch, man dürfe wöchentlich nur 5-6 Eier essen...
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Beitrag#31von Herwig » Samstag 19. Februar 2011, 11:52

...oder Spinat sei gesund. Neben hohen Nitrit bzw. Nitratwerten hat es viel zuviel Oxalsäre, diese führt bei häufigem Genuss zu Nierensteinen, Oxalathsteine suind die häufigsten Nierensteine.

Nicht alle Weisheiten von früher stimmen also. Im Gegenzug ist aber auch nicht jede neuzeitliche Marotte von Wert, da muß jeder selber schauen...
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Beitrag#32von Conny » Samstag 19. Februar 2011, 15:01

Ich glaube, es ist wie bei allem, die Menge machts.

Für ein Kleinkind ist bereits ein Teelöffel Salz gesundheitsgefährdend, ja kann auch zum Tode führen. Und sagt jetzt nicht, wer isst denn schon so viel Salz auf einmal? Mein jetzt 3jähriges Enkelkind stand auf Salz, sie hätte es essen können, wie andere Zucker Bild.

Wenn bereits im Legefutter Salz enthalten ist, dann können zusätzliche Gaben, wie auch immer verabreicht, an unsere gefiederten Freunde auch schädlich sein, man bedenke das Gewicht eines Huhnes in Bezug auf Verträglichkeit Salz, sofern man es regelmässig verfüttert.

Mal hier und da Reste vom Essenstisch sind sicherlich nicht schädlich. Aber mir ist schon untergekommen, dass es Leute gibt, die Essensreste in nicht unerheblicher Menge vom Restaurant erhalten und Enten und Hühner täglich damit füttern.

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass Hühnern die Möglichkeit fehlt, überschüssiges Salz, obwohl sie Nieren besitzen, wieder auszuscheiden.

LG
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Beitrag#33von Herwig » Samstag 19. Februar 2011, 15:28

Ich habe mal irgendwo gelesen, nicht Osama bin Laden hat Flugzeuge in die Türme geschickt, sondern der CIA hat die gesprengt.Bild

Dieses hartnäckige Gerücht über das Salz und dessen Schädlichkeit ist unauslöschbar.

Fakt ist, Rauchen ist schädlich und kostet Leben, Alkohol ebenso etc.
Aber mal im Ernst, wenn mir jemand eine Statistik zeigt, in der auch nur annähernd belegt wird, wieviel Menschen oder Tiere an Salz gestorben sind ( Außer Statistiken über verschüttete Menschen in Salzbergwerken) nehme ich alles zurück.

Dass Salz so in Verruf geriet, verdankt sich einigen großen Studien.
  1. Eine 1972 in den USA von Lewis Dahl durchgeführte Untersuchung zeigte, dass der Blutdruck von Ratten auffallend ansteigt, wenn Salz in ihr Futter gemischt wird. Kritisch an diesen Ergebnissen: Niemandem schien aufzufallen, dass die zugeführten Salzmengen auf einen Menschen übertragen täglich ein Pfund betragen hätten! Das ist eine Menge, die freiwillig niemand zu sich nimmt.
  2. Einen weiteren Negativ-Meilenstein stellten die 1988 veröffentlichten Ergebnisse der Intersalt-Studie dar. Hier wurde das Ernährungsverhalten von 52 Bevölkerungsgruppen der Welt verglichen. Die Forscher kamen zu folgenden Ergebnissen:


  • Wenn es einen Zusammenhang zwischen der Salzzufuhr und hohem Blutdruck gibt, dann in der Form, dass der Blutdruck entgegen allen Erwartungen mit steigendem Salzkonsum nachweislich sinkt.
  • Die Bewohner der chinesischen Region Tianjin verzehrten durchschnittlich 14 Gramm Salz pro Tag, ohne an Bluthochdruck zu leiden.
  • Eine Studie bei vier Naturvölkern aus dem Amazonas-Gebiet ergab, dass die Menschen keine Neigung zu Bluthochdruck zeigten und fast kein Salz verzehrten. In der Folge meinte man, den aus heutiger Sicht verheerenden Umkehrschluss ableiten zu können, dass weniger Salz Bluthochdruck verhindere und damit lebensverlängernd wirke.


Die Daten dieser Studie wurden selbst auf Anfrage anderer Wissenschaftler nie veröffentlicht, so dass am Ende nur Ungewissheit über die Reproduzierbarkeit dieser Daten und die vermutlich in mehreren Bereichen fragwürdige Messgenauigkeit bleibt, die bei dieser und ähnlichen Studien an den Tag gelegt wurde. Es sollten also nicht nur die amerikanischen Fachgesellschaften kritisch gesehen werden, sondern auch die begierige Aufnahme dieser amerikanischen Studien in Ländern wie Deutschland, wo die Ergebnisse als Tatsachen aufgefasst werden.

Studienwissen ad acta legen - oder neu interpretieren?
Wird das Salz also rehabilitiert? Bislang sind die falsch interpretierten Studienergebnisse in zahlreichen Fachjournalen und Publikumszeitschriften veröffentlicht worden. Vor Salz warnte annähernd jeder, der Bluthochdruck behandelte.

Eine amerikanische Studie mit einigen tausend Teilnehmern bewies 1997 jedoch das Gegenteil durch eindrucksvolle Ergebnisse: Eine salzarme Diät bringt über Jahre gesehen bei mäßig erhöhtem Blutdruck absolut nichts (TOHP-2-Studie, USA).

Im gleichen Jahr veröffentlichte die sogenannte DASH-Studie sogar, dass hoher Blutdruck nicht durch eine salzarme Diät zu senken sei, sondern durch eine vermehrte Ernährung mit Gemüse und Milch.
Das Salz des Lebens ...
Medizin-Professor Harald Förster, Leiter der Arbeitsgruppe Biochemie der Ernährung, geht davon aus, dass organisches Leben ohne Kochsalz unmöglich ist. Manche Empfehlungen zum Salzverzicht sind daher sogar gefährlich. Zum Beispiel bei der Schwangerschaftsvergiftung, genannt Schwangerschaftsintoxikation oder Gestose: Hier sammelt sich extrem viel Flüssigkeit im Körper an, die Hände, Füße und Beine schwellen an. Wenn in dieser Situation zusätzlich eine Salzverarmung auftritt, potenziert sich der Effekt durch Flüssigkeitsverlust in das Gewebe. Begleitet werden diese Beschwerden oft von Bluthochdruck. Eine Situation, die lebensgefährlich für die Mutter und das ungeborene Kind werden kann. "Diese Frauen brauchen jetzt ganz viel Salz, denn nur so können die Nieren wieder richtig arbeiten," sagt Sabine Kuse, Gründerin der Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen.

Immer noch kursiert die Annahme, dass Natrium das Wasser im Gewebe bindet, wodurch dieses aufschwemmt. Fakt ist jedoch, dass Wasser nur aus dem Körper ausgeschieden werden kann, wenn es vorher durch Salz im Blut gebunden wurde.
Richtig eingesetzt wirkt das Gewürz also wie ein Medikament.


Wann schadet Salz?
Übrschüssiges Salz (Natrium) wird über den Urin normalerweise problemlos ausgeschieden.
Bei einigen Patienten jedoch scheint ein Defekt der Salzausscheidungen vorzuliegen: Über komplexe nervale und hormonelle Mechanismen kann sich in der Folge ein Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) ausbilden.

Folgender Mechanismus scheint abzulaufen:
Wenn zuviel Kochsalz über die Nahrung aufgenommen wird und somit ins Blut gelangt, wird vermehrt Wasser in das Blutvolumen eingebunden. Dadurch erhöht sich das Blutvolumen. Auf mehr Blut im Kreislauf reagieren die Blutgefäße mit Gegendruck: Ein Bluthochdruck entsteht.
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Beitrag#34von Alex » Samstag 19. Februar 2011, 23:24

Hallo,

ich hatte weder bei meinen Hühnern noch den Schweinen fütterungsbedingte Probleme, obwohl die alle Essensreste zu ihrem Futter dazu bekommen. Meine Hühner verliere ich vorzugsweise durch den Habicht oder durch Ratten, dann noch durch die Vogelmilbe oder Kokzidiose bei den Kleinen(und die kriegen noch nichts vom Tisch) aber noch nie durch zuviel Salz, oder mal ein übriges Wurstglas.

Es wurde ja auch jahrelang Kaffee verpönnt, er würde austrocknen usw. Mittlerweilen wurde festgestellt, dass das gar nicht stimmt und dass das Risiko an Diabetes zu erkranken sinkt, wenn man regelmäßig Kaffee trinkt.

Grüße Alex
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Beitrag#35von Mathias Vogt » Dienstag 1. März 2011, 22:34

....
Zuletzt geändert von Mathias Vogt am Montag 7. Oktober 2013, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag#36von Jürgi » Donnerstag 12. Mai 2011, 11:48

So, jetzt ist es endlich soweit:
Um diesen Thread gebührend abzuschließen, hier ein paar Bilder von meinen Jung-Mechelnern, die am vergangenen Wochenende eingezogen sind (3 Hennen, 1 Hahn und 1 "Weißnochnicht" :D )

Besten Dank nochmal für eure Beratung
Viele Grüße,
der Jürgen

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Beitrag#37von bienenhof » Freitag 13. Mai 2011, 14:24

Wow, der Stall ist ja klasse!!!! Ist das eine Selbstbau? Erinnert mich an eine gekonnte Verschmelzung von Seymour & manufactum ;-)
Hast Du von dem noch ein paar mehr Fotos?

Natürlich sind die Hühner auch hübsch, um die geht es ja eigentlich.


Herzlichen Glückwunsch aus dem Havelland

Peter
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Jürgi hat geschrieben:So, jetzt ist es endlich soweit:
Um diesen Thread gebührend abzuschließen, hier ein paar Bilder von meinen Jung-Mechelnern, die am vergangenen Wochenende eingezogen sind (3 Hennen, 1 Hahn und 1 "Weißnochnicht" :D )

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Beitrag#38von Jürgi » Donnerstag 19. Mai 2011, 20:11

Hallo Peter aus dem Havelland,

danke für die Blumen - ja, der Stall ist ein Selbstbau; eine "Hühnerarche" nach britischem Vorbild: Hühner schlafen und legen oben, unten ist´s immer trocken und kann zusätzlich noch als Pferch benutz werden. Ist außerdem transportabel und dient in dieser Größe 5-6 großen Huhnies als Zuhause (kann man den Stolz eines Hobbyschreiners raushören?) :mrgreen:

Ich kann gerne in den nächsten Tagen noch mehr Bildchen posten...

VG
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Beitrag#39von karinenhof » Freitag 20. Mai 2011, 09:11

der Stall gefällt mir auch. Kannst Du mal ein Foto von etwas weiter machen? So, dass man den ganzen Stall sehen kann?

Bildle Grüße von Karin aus dem Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Beitrag#40von Jürgi » Sonntag 22. Mai 2011, 20:35

@ Matthias (eine kleine "Generalkritik" an Deiner Äußerung muss ich, wenn auch reichlich verspätet, noch anbringen:)

Mathias Vogt hat geschrieben:
...Meine Rasse wären Sie nicht, da sie mir rel. zuviel Futter fressen bezogen auf die zu erwartenden Eier und das Hühnerfleisch.


Stünde der Aspekt der Wirtschaftlichkeit ganz oben, gäbe es dieses Forum wohl nicht!

Gottseidank muss ich meinen Lebensunterhalt nicht damit bestreiten, deshalb kann (und möchte) ich mir leisten, die Rasse nicht nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten auszusuchen. Ungeachtet dessen kann die Produktivität der Mechelner aber gar nicht sooo schlecht sein, da sie in Sachen Wirtschaftlichkeit offenbar erst von den modernen Hybridzüchtungen abgelöst wurden... (siehe: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** )

Was mir jetzt schon auffällt - die Mechies suchen eifrig und erfolgreich selbst Futter - man möchte gar nicht glauben, wie schnell und wendig diese mächtigen, sonst eher behäbigen Tiere werden, wenn z. B. eine Mücke ihren Weg kreuzt. Bei mir haben sie zudem mehr Gelände zur Verfügung, als Sie tatsächlich nutzen, und das merkt man abends an der Menge der üblichen Tagesration Futter, die schlichtweg übrig bleibt.

Also das mit der "Futter/Ei" bzw "Futter/Fleisch" (oder auch "Kosten/Nutzen) -Relation passt wahrscheinlich nur dann zusammen, wenn man eine alte Wirtschaftsrasse auch unter den Fütterungs- und Haltungsmethoden ihrer Zeit betrachtet. High-Tech Futter ist m. E. für High-Tech-Hühner entwickelt worden, und dementsprechend teuer. Wenn aber ausreichend Freilauf mit natürlichem Futtervorkommen vorhanden ist, glaube ich, brauchen sie dieses teure top-notch-all-inclusive-Futter auch nicht - oder zumindest nicht in solchen Maßen, dass hierdurch Eier oder Fleisch übermäßig teuer würde...

(...nur meine bescheidene Meinung - wer es besser weiß, möge mich bitte aufklären...)

Viele Grüße
der Jürgen
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Beitrag#41von Jürgi » Montag 23. Mai 2011, 12:25

...so und hier, wie versprochen, mehr Bilder vom Stall.

Einen Bauplan bekommt man hier: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** (sehr gut und liebevoll gemacht, daher geht der Preis für mich mit knapp 20 Dollar völlig in Ordnung)

Man kann so einen "Chicken Arc" allerdings auch fertig kaufen, ist für meinen Geschmack nur etwas teuer: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Viele Grüße,
der Jürgen

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Standardversion: Platz für 5-6 große Hühner - könnte man aber
ohne Weiteres doppelt so groß (lang) und mit mehreren Nestern
bauen

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Wenn man genau hinsieht, erkennt man oben links den auto-
matischen Pförtner


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Das Nest (vorne im Bild) ist noch "außer Betrieb" (meine Jung-
hennen legen noch nicht)

Bild
Die Fenster im Sommer immer schön nach Norden ausrichten
(sonst Backofen) - im Winter natürlich nach Süden, das wärmt
etwas.

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Ich habe noch eine Auslauferweiterung dazu gebaut (aber noch
nie wirklich gebraucht, da das Gehege nochmal abgezäunt ist -
s. orangefarbener Kunststoffzaun)

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Beitrag#42von Alex » Montag 23. Mai 2011, 21:58

Hallo,

der Stall ist ja wirklich super geworden, gefällt mir.

Grüße Alex
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!

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Beitrag#43von bienenhof » Dienstag 24. Mai 2011, 07:25

hätte ich nicht schon das Fundament für einen neuen Hühnerstall fertig - ich würde es mir nochmal überlegen. Überzeugende Konstruktion und voll mobil.
Bei dem Stall kann und soll der Hobbyschreiner stolz sein!!!

Eine einzige Frage fällt mir noch ein: was planst Du im Winter? Ist es da warm genug?
Wir haben zur Zeit bei unserem Hühnerstall eigentlich nur eine einfache Bretterkonstruktion (nur zur Wetterseite hin doppelwandig) - letzten Winter mit Nachts bis zu -18°C hatte ich trotz Lampe und zusätzlicher Abdeckung ein schlechtes Gewissen. Deswegen bauen wir auch diesen Sommer einen festeren Hühnerstall.

Viele Grüße und Danke für die vielen Bilder

Peter
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Beitrag#44von Jürgi » Dienstag 24. Mai 2011, 10:37

Hallo ,

ich bin zwar kein Experte in der Hühnerhaltung, aber meine Meinung zum Winter ist die Folgende:

Mein letzter Stall war so ein doppelwandiges Konstrukt mit gutem Dämmmaterial dazwischen (Styrodur). Trotzdem war die Innentemparatur gleich der Außentemparatur. Um die Körper-Abwärme der Hühner ein wenig nutzen zu können, dürfte eher das Verhältnis Anzahl Hühner / Raumgröße etwas ausmachen. Die Hühnerarche hat im oberen Teil kaum mehr Raumhöhe als die Tiere groß sind und ist ansonsten auch ziemlich klein.

Darüber hinaus habe ich bisher noch keine Hühner wegen Kälte leiden sehen, selbst bei strengem Frost nicht. Gelesen habe ich allerdings schon von Erfrierungen an Kamm oder Kehllappen (keine Ahnung, ob das wirklich stimmt, oder ab welcher Temperatur es kritisch werden kann). Irgendwie glaube ich aber, dass Hühner in unseren Breitengraden nicht so erfolgreich über Jahrhunderte gehalten und gezüchtet wurden, wenn sie unser Klima nicht vertragen könnten...

Grüße
der Jürgen
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Beitrag#45von Christina » Dienstag 24. Mai 2011, 12:44

Und zur Not kann man dies mobile Teil dann ja nachts in die Garage schieben. :-)
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Beitrag#46von Jürgi » Dienstag 24. Mai 2011, 16:13

...oder ins Wohnzimmer :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Beitrag#47von karinenhof » Donnerstag 26. Mai 2011, 13:05

oh man, so in seiner vollen Schönheit läst er mich ein wenig neidisch werden. Eine super Idee, die Du klasse umgesetzt hast. Auch die Erweiterung mit den Rädern ist echt klasse.

Besonders gut gefällt mir die Geschichte mit dem Auslauf. Nur das Untergeschoss finde ich zu klein.

Das Einzige, was ich so auf den ersten, zweiten, dritten .... Blick ergänzen würde ist Drahtgeflecht auch am Boden. Dann ist der Stall gleich noch Fuchssicher. Unser Wohnzimmer liegt 1/2 Treppe hoch Bild.

Vielen Dank für die vielen Bilder und Links.

Bildle Grüße von Karin aus dem Havelland
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Beitrag#48von Conny » Sonntag 29. Mai 2011, 17:43

Hallo,

Erfierungen an Kehllappen und Kamm kommt in der Regel nur bei Tieren mit großem Kamm und langen Kehllappen vor und auch nur dann, wenn es im Stall bei Frostgraden feucht ist. Da sich dann die Feuchtigkeit auf Kamm und Kehllappen niederschlägt und gefriert.

Ansonsten benötigen Hühner nur einen zugfreien und trockenen Stall. Zusätzliche Wärmequellen im Winter führen nur zu Erkältungen und werden nicht benötigt.

Auch sollte man von einer Isolierung des Stalles absehen. Hat man einmal Milben im Stall, finden diese Quälgeister in einer Isolierung die besten Bedingungen zum Überleben und da bleibt dann nur noch der "warme Abriss". Man wird sie sonst nie wieder los.

@Jürgi: in das Nest würde ich Heu oder Stroh oder Sägespäne geben, damit sich das Huhn in seinem Nest auch wohl fühlt, sonst werden die Eier woanders gelegt. Zeitung ist zu kalt und eher abträglich. Ein Nest sollte kuschelig sein ;).

LG
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Beitrag#49von Jürgi » Mittwoch 1. Juni 2011, 19:17

Hallo Ihr Lieben,

@Conny: "...[FONT=Verdana][size=25]in das Nest würde ich Heu oder Stroh oder Sägespäne geben, damit sich das Huhn in seinem Nest auch wohl fühlt,..."
Noch legen die Hühner ja nicht - deshalb habe ich mir gedacht, ich lasse das Nest absichtlich ungemütlich, damit es nicht gewohnheitsmäßig als Schlafquartier missbraucht wird.
[/size] Das funktioniert auch soweit - sollte ich Deiner Meinung nach das Nest trotzdem jetzt schon "attraktiv und kuschelig" machen?[/FONT]@karinenhof: "...Das Einzige, was ich so auf den ersten, zweiten, dritten .... Blick ergänzen würde ist Drahtgeflecht auch am Boden. Dann ist der Stall gleich noch Fuchssicher."
hatte ich mir zuerst auch gedacht - da ich das Gehege unter dem Stall aber nie zumache (Hühner dürfen den ganzen Tag in abgezäunten Teil im Garten Scharren) habe ich mir und den Hühnern das erspart...

Viele Grüße
Jürgen

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Beitrag#50von Schafhirte » Donnerstag 2. Juni 2011, 08:42

Hallo zusammen,

toller, interessanter Thread, der die ganze Geschichte gut protokolliert.
Möchte nur kurz anmerken: der Stall ist der absolute Knaller!!! Sehr sauber gearbeitet. Den kannst Du auch ruhigen Gewissens in Kleinserie fertigen und verkaufen ... ;)

LG
Roman
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