Suche Informationen über die Zucht alter Hühnerrassen


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Suche Informationen über die Zucht alter Hühnerrassen

Beitrag#1von Thomas D. » Dienstag 28. August 2007, 21:38

Hallo
Seit einigerZeit beschäftige ich mich mit alten Haus und Nutztierrassen. Besonders angetan haben es mir die Hühner (Lakenfelder, Vorwerk-Hühner, Westf. Totleger). Nun suche ich Literatur und Informationsquellen über die Zucht. Die Hühnerhaltung gibt es bei uns schon ewig auf dem Hof, aber die Brut und Aufzucht ist noch Neuland für mich. Besonders intessiert mich die Naturbrut.
Wer kann mir helfen und mir Informationen geben? Ich feue mich auf eure Tips und Infos. Vielen Dank im vorraus für eure Bemühnungen.
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Thomas D.
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Beitrag#2von Herwig » Mittwoch 29. August 2007, 09:21

Hallo Thomas,

Bücher über die Zucht explizit von alten Hühnmerrassen gibt es nicht. Aber einige gute Bücher die sich allgemein mit der Hühnerzucht und Aufzucht beschäftigen.
Schau doch mal in unseren Büchershop, ich habe da, so glaube ich eine gute Auswahl:
Bücher über Hühnerzucht Ich würde die Bücher Hühnerzucht für jedermann, Glückliche Hühner oder Hühner halten empfehlen.
Aber auch Selbstversorgerbücher von z.B. Seymoure geben gute Tips: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
In der Regel unterscheidet sich die Zucht von alten Rassen nur wenig von der der neuen Rassen.
Auch bei den alten Rassen gibt es Rassen bei denen nur sehr selten Glucken vorkommen. Für Hobbyzüchter finde ich das besonders schade, aber auch für unsere Kinder. Es ist nämlich wirklich ein toller Anblick, wenn eine Glucke mit 12 Küken über den Hof läuft und sie umsorgt.
Natürlich ist die Glucke für die Brut- und Sorgezeit nicht wirtschaftlich. Dafür spart man aber Strom und Arbeit, dass wird bei der künstlichen Aufzucht immer vergessen. Brutmaschine und Wärmelampe verbrauchen Unmengen an Strom, das macht die Glucke alles umsonst. Außerdem hat die Glucke viel bessere Schlupfergebnisse als jede Brutmaschine.

Die besten Küken hatte ich immer, wenn plötzlich ein Huhn verschwunden war. Wie immer mache ich dann den Fuchs oder sonst ein Raubzeug verantwortlich, bis dann auf einmal das Huhn wieder herumläuft mit einer ganzen Horde Küken hinterher.
Dann muss man die allerdings auch schön bewachen, weil die Hofkatze auch gerne Küken mag.
Das ist immer meine gesundeste Nachzucht!!
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Beitrag#3von karinenhof » Donnerstag 30. August 2007, 12:46

wir waren in der vergangenen Woche im Haustierpark in Passen-Tützen (Mecklenburg Vorpommern). Dort beschäftigen sie sich auch mit alten Haustierrassen. Eine traumhafte Anlage - neidisch guck-
Beim Rundgang habe ich dort Vorwerk-Hühner und Westf. Totleger gesehen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Dir Tips geben könnten.
Leider gibt es da eher Schieferplatten mit Meißel und Hammer, als PC und Internet. Aber Telefon haben sie schon. Bei Interesse schreib mir, dann gebe ich Dir die Telefonnummer.

liebe Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Grundlegende Info im Internet.

Beitrag#4von ranulf » Donnerstag 30. August 2007, 18:59

Moin, Moin
zu den genannten Hühnerrassen gibt es Grundlegende Infos über *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***. In deren Schwerpunkt Heft "Geflügel" wird ausführlich auf diese Rassen und andere auf der Roten Liste stehende Rassen (auch Enten, Puten, Gänse) eingegangen. Zu beziehen über die Homepage der GEH. Ansonsten mal nach den Sondervereinen Googeln. Der Zuchtring der Vorwerkhühner hat auch eine gute Home. im übrigen und im eigenen Interresse empfehle ich mal die Ramelsloher, die ja nahe verwandt mit Vorwerkhühner sind. Infos unter *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Gerne gebe ich weitere infos.

Erstmal schöne Grüße
ranulf
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Beitrag#5von Katrin » Donnerstag 18. Oktober 2007, 10:50

Hallo!

Zu den Vorwerkhühner kannst Du mich auch gern direkt fragen...Bild

Viele Grüße Katrin
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Viele alte deutsche Kulturrassen am Rande des Vergessens....

Beitrag#6von altsteirer.at » Dienstag 27. November 2007, 22:34

Hallo!

Erfreulich, dass sich jemand für die Erhaltung alter Kulturrassen interessiert. Immerhin wurde hier schon auf die GEH verwiesen. Diesen Verein habe ich vor rund 15 selber beraten und darauf hingewiesen, dass es in der BRD noch viele Kulturrassen als Wirtschaftsrassen gabe. Mir fallen davon ad hoc v. a. die Ramelsloher, Lakenfelder, Gold- und Silberbrakel, deutsche Reichshühner oder Rheinländer ein. Etliche Rassen haben sich vor etlichen Jahrzehnten noch aus anderen Kulturrassen entwickelt, wie etwa Dresdner, Augsburger oder Vorwerkhühner, sind also ein Cocktail aus mehreren Rassen, wenn sie längst einen eigenen Standard oder Rassetyp haben. Dennoch, bis Ende der 50-er Rassen waren fast alle anerkannte Wirtschaftsrassen, welche nicht nur in Herdbuchbetrieben gezüchtet und verkauft wurden, sondern die sich auch jährlichen, genormten Leistungskontrollen unterziehen mussten.

Nun haben nur mehr die Sportzüchter mit mehr oder minder "sportlichen" Motiven im Rahmen der Standardzucht diese Rassen mehr oder weniger gut erhalten. Natürlich ist der wirtschaftliche Blickwinkel in den Hintergrund getreten. Dennoch haben sich bestimmte Parameter erhalten, die insbesondere in Zeiten wie diesen nicht nur erhaltungswürdig sind, sondern in ein professionelles System geleitet werden sollten.

Ich versuche selber in Österreich mit weißen Altsteirern , neben den "Rassemerkmalen" der Sportzucht, v. a. auch die wirtschaftlichen Parameter (Eigewicht, Legeleistung, Fitnesst, Robustheit etc.) zu verbessern. Daher bedaure ich sehr, dass in der BRD dies nicht mit den alten Kulturrassen Reichshühner (heißen bei Pro Specie Rara "Schweizer Hühner") Ramelsloher, Westfälische Totleger, Lakenfelder, Gold- und Silberbrakel, Hamburger Silberlack, etc. nicht möglich ist.

Ich mache an dieser Stelle aber auch kein Hehl, dass ich mich mit dem System der deutschen Vorwerkzüchter kaum identifizieren kann. Jedenfalls versuche ich im Rahmen meiner sehr begrenzten Möglichkeiten die Arbeit der einstigen Herdbuchzuchten noch etwas am Leben zu erhalten.

So verwende ich wohl als einziger auf der Welt noch die sehr praktischen Fallennester nach Armin Arbeiter, der vor rund 100 Jahren aus lokaler Genetik in der Steiermark die Sulmtaler als Wirtschaftshuhn und Marktschlager erzüchtet hat.

Wenn Du Dich entschließen könntest, von einer klassischen deutschen Wirtschaftsrasse eine Nukleusherde auf Deinem Hof einzurichten, so wäre das eine bahnbrechende Angelegenheit und ich würde das sogar als Marktlücke bezeichnen, wie es sie jedenfalls in der biologischen Landwirtschaft im eigentlichen Sinn nirgends gibt. So Interesse Deinerseits besteht, solltest Du Dich mit dem Herdbuch des BdRG in Verbindung setzen, die Bundesvereinigung der Geflügelzüchter. Günter Wesch führt dort noch immer das Herdbuch und man kann Dir dort sicher sagen, welche Züchter ehem. deutscher Wirtschaftsrassen im Herdbuch organisiert sind. Ebendort könntest Du wohl am ehesten Zuchtmaterial beziehen, wonach Du offenbar nicht nur suchst, sondern was auch letztlich Deiner Erwartungshaltung entsprechen sollte.

Viele Grüße von

Altsteirer.at
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Beitrag#7von Sylvies kleine Alm » Samstag 2. Februar 2008, 16:34

Liebe Katrin,

kannst Du mir evtl. einen Tipp geben, woher ich Bruteier vom Vorwerkhuhn bekommen kann? Ich möchte mit zwei nachbarn umsteigen auf diese Rasse, aber bei der Suche nach Eiern war ich bisher nicht erfolgreich, habe da ein paar sehr merkwürdige "Vögel" getroffen, die Bruteier anbieten. Habe dankend abgelehnt.

Du weißt doch sicher wasBild

LG Sylvie
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Beitrag#8von knüllbergfarm » Sonntag 3. Februar 2008, 21:39

Kuck doch mal in unsere Züchterdatenbank frag mich demnächst nochmal hab die selber

Gruss Thomas
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Beitrag#9von Katrin » Sonntag 3. Februar 2008, 22:28

Hallo Sylvie!

Oder schau mal hier nach *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** und such jemanden in Deiner Nähe aus. Dort kannst Du Dir die Zuchttiere dann selbst anschauen und Eier direkt mitnehmen.

Viel Erfolg !!! Katrin
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Beitrag#10von Sylvies kleine Alm » Montag 4. Februar 2008, 19:06

Danke,

die HP kannte ich nicht. Leider ist keiner der Züchter in meiner Nähe, daher wird Versand nicht zu vermeiden sein.

Sylvie
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