Mareksche Geflügellähme


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Mareksche Geflügellähme

Beitrag#1von smallfarmer » Sonntag 15. März 2009, 13:07

Hallo ihr Hühnerspezialisten

Man hört hier und da vom Auftreten der marekschen Geflügellähme. Ich kenn mich nur mit Schwarzkopfkrankheit bei den Puten ein bißchen aus. Wirtschaftsgeflügel wird glaube ich grundsätzlich
gegen Marek geimpft. Wie wird das bei euch gehandhabt?
Anzeigepflicht
Impfung
Möglichkeiten der Selektion auf unempfindliche Tiere
tritt sie nur regional auf
uvm.....

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Beitrag#2von Frankenvieh » Montag 16. März 2009, 08:05

Mit Marek stecken sich die Hühner am Schlupftag an. Also müssten diese in den ersten 24h gegen Marek geimpft werden. Da es diesen Impfstoff erst ab 1000Dosen gibt, ist es wieder mal für die "kleinen" etwas sinnlos.
Marek bricht erst so mit 18Wochen aus. Ich hatte mal zwei Hähne gehabt, die Symptome gezeigt hatten. Ein befreundeter Züchter hat gemeint es könnte auch eine Stoffwechselerkrankung sein. Meine TÄ sagte das selbe und das ich die erkrankten zwar hochpäpeln könnte, sie aber nicht zur Zucht einsetzen sollte. Ich habe diese 2 sofort getötet. Seither ist Ruhe.
Die Elterntiere könnten Marek haben was aber nicht klinisch wird. Sie übertragen es auf ihre Eier und die Küken stecken sich beim Schlupf an. Entweder sie kommen damit klar, oder sie erkranken daran und werden gemerzt. Laut TÄ tritt es wohl öfters mal auf, aber nicht so seuchenhaft.

Hier müssen wir wieder züchterisch dran arbeiten und unsere Hühner gesund halten, füttern etc....
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Beitrag#3von Herwig » Montag 16. März 2009, 10:39

VickyBildBild

In meinem Hühnerbestand hatte ich auch schon zwei Marekfälle. Tiere wurden geschlachtet und fertig. Trotz ungefähr 100 Geflügeltieren gabe es keine weiteren Infektionen.

Wir müssen und von den Pandemie Utopien trennen. Sonst müssen wir übermorgen behördlich angeordnet gegen Erdbeben impfen!Bild
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Beitrag#4von steinadlerehemann » Dienstag 17. März 2009, 12:44

Hey,
Marek gibt es in drei verschiedenen Stufen.
Aber.... die Infektion kann bereits im Brutschrank während des Kükenschlupfes erfolgen.
doch finden die meisten Infektionen während der Aufzucht statt, insbesondere dann,
wenn die Aufzuchthygiene mangelhaft ist.
Heißt also: auch Ansteckung durch fremde Bruteier (deren Staub) möglich - auch oder gerade
während der Brutzeit.
Die Aufzucht von nicht geimpften und geimpften Marekbeständen gemeinsam kann ich nicht
empfehlen.

Kontakt mit Alttieren, die Virusträger sen können, und die Aufnahme der Krankheitserreger
über die mit infiziertem Kot, verunreinigte Einstreu / Futter- und Trinkgefäße sind die häufigsten
Infektionsquellen

Wie gesagt, eine Weiterverbreitung der Krankheit über das Brutei, das von erkrankten Hennen
(die gesund aussehen) stammt, ist möglich.

Im allgemeinen treten die ersten Symptome äußerlich sichtbar im Alter von 3-6 Monaten auf,
meist jedoch kurz vor oder nach Beginn der Legeperiode bzw. Geschlechtsreife.
Je jünger die Küken sind, desto größer ist die Infektionsgefahr - jedoch wächst von der 6. Lebenswoche
an die Widerstandskraft, so dass sich 8 Wochen alte Küken nur noch selten anstecken, nach der 16. Woche
eine Infektion kaum noch möglich ist.

Da die Krankheitserreger im gesamten Nervensystem Veränderungen auslösen (können), zeigt sich
das Krankheitsbild sehr unterschiedlich.
Meist sieht man Tiere, wo die Läufe vor- und rückwärts gestreckt sind, verursacht durch Lähmungen.
Auch Atmungsorgane - Flügel u.a können gelähmt sein.
Auf alle Fälle ist eine Behandlung nicht möglich.

Wenn man einen Marekfall hatte auf dem Hof, so ist die Impfung Pflicht am 1. Tag innerhalb von 24 Stunden,
also die Brüterei entsprechend der Öffnungszeiten des TA´s berücksichtigen bitte.
Nochmals eine 2. Anschlussimpfung zwischen dem 10. - 14. Tag
Dies drei Jahre mindestens. Danach kann man dann sehen, ob man es später bei nur ener ersten
Impfung beläßt.

Marek-adulte-Tiere sind Dauerausscheider. Heißt, wo Marek war, ist immer Marekt. Also immer impfen.
Und Vorsicht vor BE aus anderen Beständen, wo man nicht sicher ist, dass diese marekfrei sind,
und wer weiß dass schon - so mein TA. Selbst bei Aussstellungen ist man sich nie sicher, ob man nicht
doch ein Marektier neben seinem Käfig hat.

In diesem Sinne liebe Grüße
Christiane

p.s. ach ja, was ich vergaß: wenn per Patho Marek festgestellt worden ist, dann ist das anzeigepflichtig.
Nun kann man sich selbst überlegen, wie man weiter vorgeht. Tiere dürfen auf alle Fälle nicht auf die
Ausstellung für einen bestimmten Zeitraum
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steinadlerehemann
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