Infos zu den Altsteirer Hühnern


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Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#1von Drachenreiter » Freitag 15. August 2008, 14:14

So damit das mal noch jeder sehen kann, hier noch ein Paar Bilder und Infos zu den weißen Altsteirern:

Geschichte:

Das Altsteirer Huhn oder einfach das Steirer Huhn, wie es früher auch genannt wurde, dürfte direkt vom deutschen Landhuhn abstammen. Erste Erwähnungen stammen aus dem 14. Jahrhundert.

Im Jahr 1846 verfasste Professor Hlubek einen Zeitungsartikel, worin er die Legeleistung der Steirerhühner mit 100-160 Eiern jährlich angibt. Aus dem Jahr 1890 existieren schon Rassebeschreibungen für Altsteirer. Züchter, wie Armin Arbeiter, Feldhof bei Graz, erkannten schon sehr früh das Potential, dieser alten Rassen und begannen mit den noch erhaltenen Blutlinien, die heutigen Landhuhnschläge der Steiermark zu erzüchten. Desweiteren wurde dann im Jahre 1911 bis 1912 ein Erprobungstest von einem Stamm Altsteirern durchgeführt, mit dem Ergebnis von durchschnittlich 191 Eiern pro Henne in 12 Monaten.

Zu den damaligen Zeiten gab es die Altsteirer Hühner noch in vielen Farbvariationen. Leider wurden später dann die Farbschläge nur noch auf wildbraun und weiß standartisiert.
Der weiße Altsteirer Schlag wurde lt. Armin Arbeiter vor allem in der Untersteiermark gezüchtet (heutiges Slowenien). Schon damals betrug das Gewicht des weißen Hahns 2,5-3 kg. Die Eier waren bei ganz rein erhaltenen Tieren milchweiß und wogen zwischen 56 und 60 gr.


Infos:

Das Altsteirer Huhn war schon immer dafür bekannt, das es ein ausgezeichneter Futtersucher ist,daher einen möglichst großen Auslauf benötigt, unbegrenzt wäre natürlich ideal. Bei optimalem Auslauf muss über die Sommermonate sodann fast bzw. gar nichts zugefüttert werden. Die Küken aus März-Mai Bruten befiedern rasch; bei reinblütigen Tieren ist schon bei wenigen Tage alten Küken das rasche Wachstum der Schwanzfedern charakteristisch; diese frühen Küken ergeben gute Winterleger. Altsteirer sind sehr wetterhart und leicht züchtbar. Das Fleisch der Altsteirer ist sehr zart, feinfassrig und wohlschmeckend. Weiße Altsteirer benötigen einen Auslauf der Deckung aufweist um somit vor Greifvögeln mehr Schutz zu haben.

Die weißen Altsteirer gelten als extrem bedroht, bei ca. 100-150 Zuchttieren in Dt. u. Österr., Gesamtbestand bei. ca. 500 Tieren max. 1000.

Für die weißen etwas schwereren Altsteirer sollte man folgendes noch beachten:
1. Legeleistung der Hennen soll bei 180 Eiern und einem Gewicht über 58 gr. im ersten Jahr liegen, wobei ein Eigewicht von mind. 60 gr. anzustreben wäre.
2. Die Schalenfarbe der Eier ist elfenbeinweiß
3. Auf die Mastleistung ist ein Augenmerk zu richten, beim Hahn ein Mindestgewicht von 2,75-3,5 kg mit 12 Monaten und bei der Henne mit 12 Monaten von 2,3 – 2,5 kg.
4. Leistungen, die die Wirtschaftlichkeit in einer nachhaltigen bäuerlichen Geflügelhaltung begünstigen – wie Robustheit, gute Futterverwertung, Wetterbeständigkeit, Krankheitsresistenz, usw. sind zu erhalten und gegebenenfalls besonders zu fördern.


Bilder von weißen Altsteirern:

Ein weißes Altsteirer Küken, 1 Tag alt, die leichte Haube ist schon zu erkennen, wobei keine Protuberanz vorliegt - keine Verformung der Schädelknochen.
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Weiße Jungtiere mit Glucke
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zwei Jungehenne mit 11 Wochen
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1 Junghahn mit 11 Wochen
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Junghenne
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Althahn, leider diese Woche an Hitzschlag gestorben
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Weiße Altsteirer Herde
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Gruß
DR
Zuletzt geändert von Drachenreiter am Sonntag 21. Februar 2010, 23:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag#2von Drachenreiter » Sonntag 21. Februar 2010, 23:53

Nachdem nun einige Zeit vergangen ist, mal noch ein paar Erfahrungen mit den Altsteirern.

Altsteirer sind sehr gute Flieger. Aus dem Stand können die Tiere locker auf 4 mtr. hohe Äste und so rauffliege.
Teilweise übernachten die Tiere im freien im Garten auf dem großen Apfelbaum wenn ich sie lasse. Aus dem Stand können die Tiere (vorallem die Hennen) locker in 1-2 mtr. Höhe über eine Distanz von 30-50 mtr. weit fliegen. Leichtere Tiere noch weiter und höher!
Im Herbst habe ich sie dann in den Stall eingewöhnt, da haben dann die wildbraunen das Stadelgebälk für Ihre nachtruhe entdeckt.

Den Sommer über sind die Altsteirer sehr gute Futtersucher, im Winter muss man sie wie alle anderen auch fütter, wenn draussen nix zu finden ist.

Ohne Lichtprg. haben die Tiere den Winter über gelegt. Die Jungtiere aus März-Mai Schlupf haben im Oktober-Dez. mit dem Legen angefangen und dann bis jetzt gelegt, auch bei den großen Minusgraden. Die Althennen haben auch Ende Dez. nach einer 4-8 wöchigen Mauserpause wieder jeden 2 ten Tag ein Ei gelegt.

Trotz der Kälte hat schon eine Junghenne mit dem Brutgeschäft begonnen. Altsteirer Hennen sind sehr gute Glucken. Eine wildbraune Glucke hat sich im Sommer bei der Futtersuche im freien Feld auf den Habicht gestürzt als der ein Küken wollte und eine weiß-rotgesattelte Henne hat den Falken vertrieben. Die Hähne haben im Jahr 2008 schon zu 4 den Habicht angegriffen und vertrieben. 2009 habe ich dann Hähne weggegeben, der verbliebene Hahn hat dann aber nicht mehr das Feindverhalten gezeigt. Momentan habe ich aber wieder 7 ausgewachsene Hähne und die haben sich schon wieder dem Habicht engegengestellt und seitdem ist der Habicht nicht mehr gekommen.

Altsteirer Küken und Jungtiere sind sehr neugierig und unternehmungslustig. Sie gehen auch ohne Glucke auf Erkundungstour!

Bilder von wildbraunen Altsteirern:

wildbraune Küken, zwei Tage alt
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Glucke mit Küken (in versch. Farben)
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schon etwas älter:
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Der Chef
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Beitrag#3von Angelika » Montag 22. Februar 2010, 00:18

Verkaufst Du auch Bruteier ins Ausland ?
(vielleicht sind die ja zu selten dafür...)

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Beitrag#4von Drachenreiter » Montag 22. Februar 2010, 00:35

Angelika hat geschrieben:Verkaufst Du auch Bruteier ins Ausland ?
(vielleicht sind die ja zu selten dafür...)

Angelika


Ich verschicke auch BE - hast du nicht schon welche bekommen?
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Beitrag#5von Angelika » Montag 22. Februar 2010, 01:31

Nein, dann würde ich ja nicht fragen... :wink:
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Beitrag#6von Christina » Montag 22. Februar 2010, 08:07

Wie hoch sind denn die Verluste, wenn man sie tagsüber frei hält?
Am neuen Haus sind wir zwar nicht mehr in totaler Waldnähe, aber dennoch am absoluten Ortsrand mit Wiesen rundherum, also schon noch Jagdgebiet der Greifvögel und Füchse.
Ich würds ja schrecklich finden, wenn da jeden Tag eines weniger wäre...

Viele Grüße,
Christina
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Beitrag#7von Drachenreiter » Montag 22. Februar 2010, 11:57

Christina hat geschrieben:Wie hoch sind denn die Verluste, wenn man sie tagsüber frei hält?
Am neuen Haus sind wir zwar nicht mehr in totaler Waldnähe, aber dennoch am absoluten Ortsrand mit Wiesen rundherum, also schon noch Jagdgebiet der Greifvögel und Füchse.
Ich würds ja schrecklich finden, wenn da jeden Tag eines weniger wäre...

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Den Verlust kann man nie genau sagen.
Ich hatte die letzten 5 Jahre 1 Hybridhenne an den Greifvogel und zwei Brahma an den Marder verloren (da habe ich den Stall nicht zugemacht). 2008 haben die Altsteirer den Habicht vertrieben wo er sich eine Henne schnappen wollte.
2009 habe ich ca. 15 Jungtiere (die waren oben im Garten im Gehege) an den Habicht verloren). Nachdem die Gehege der Jungtiere offen waren und schon 4 Hähne ausgewachsen waren habe ich nur noch 1 Althenne und 3 Jungtiere verloren. Danach haben die Altsteirer Hähne den Habicht bei seinem letzten Versuch im vergangenen Jahr vertrieben.

Das kommt also bei dir auf verschiedenes an.
Stammen die Tiere aus Freiland- und Feinderfahrener Aufzucht?
Am besten schon Alttiere in die neue Umgebung integrieren.
Beschaffenheit des vorhandenen Auslaufes
.....

Mit Verlust muss man aber immer wieder rechnen.
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Beitrag#8von Angelika » Montag 22. Februar 2010, 14:56

Drachenreiter hat geschrieben:
Christina hat geschrieben:Wie hoch sind denn die Verluste, wenn man sie tagsüber frei hält?
Am neuen Haus sind wir zwar nicht mehr in totaler Waldnähe, aber dennoch am absoluten Ortsrand mit Wiesen rundherum, also schon noch Jagdgebiet der Greifvögel und Füchse.
Ich würds ja schrecklich finden, wenn da jeden Tag eines weniger wäre...

Viele Grüße,
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Nachdem die Gehege der Jungtiere offen waren und schon 4 Hähne ausgewachsen waren habe ich nur noch 1 Althenne und 3 Jungtiere verloren. Danach haben die Altsteirer Hähne den Habicht bei seinem letzten Versuch im vergangenen Jahr vertrieben.



Deswegen ja will ich die haben. Wohne auch am Waldrand und will gerne "wehrhafte" Hühner haben.

-Oder lernen die das von den Eltern, und werden nicht so mutig/kampffreudig wenn ich die aus Bruteiern züchte ?

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Beitrag#9von Christina » Dienstag 5. Juli 2011, 12:38

So, weiter im Thema... :-)
Ich hab nun viele tolle Bilder von Altsteirern in "wilden" Gärten gesehen und auch davon gelesen, dass mehrere Hähne zusammen gehalten werden, die Tiere gerne auf hohe Bäume fliegen und auch dort übernachten...

Nun meine Fragen an die Altsteirer-Halter:

Wie zäunt ihr das Gelände ein oder hofft ihr einfach, dass sie sich nur bis zu einem gewissen Punkt ausbreiten? Wir haben eine große Fläche zur Verfügung, aber an einigen Stellen ist der Nachbar nah. Da reicht dann der geplante Zaun von 1,5 m Höhe gar nicht aus, oder? Aber ich kann ja nicht 5 m hoch einzäunen!?!

Wie schafft ihr es, dass die Hühner im Stall legen??? Bei meinen jetzigen Mixhühnern ist es einfach, die kommen morgens einfach grundsätzlich nicht aus dem kleinen Auslauf und legen dann im Stall. Aber die Altsteirer kann ich wohl kaum vormittags in einem kleinen Auslauf halten, oder?

Dann lese ich davon, dass mehrere Hähne zusammen laufen. Leben die auch in einem Stall oder wird nachts getrennt?

Ich würde mich über Erfahrungen und Hinweise sehr freuen!

Beste Grüße,
Christina
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#10von Christina » Montag 16. Dezember 2013, 19:45

Wow! Die sind in Natura ja noch schöner als auf den Fotos!!! Ich hab gerade meine beiden ersten Altsteirer-Damen geliefert bekommen und bin von der Optik ganz hin und weg! Nun hoffen wir, dass sie artig sind und den einen Nachbarn nicht belästigen. Mal sehen, was das die nächsten Tage gibt...
Beste Grüße,
Christina

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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#11von lucky9 » Montag 16. Dezember 2013, 23:41

Hallo,

Also wenn jemand bruteier abgeben kann ich würd welche nehmen. Und hätte gleich ne frage zu wen man die jetzt mit kunstbrut ausbrütet brüten die dann trozdem selbst?
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#12von Jaegertom » Dienstag 17. Dezember 2013, 14:38

Unsere Altsteirer sind von Anfang an zusammen mit Sulmtalern und Zwerghühnern und eineigen Legehühnern undefinierbarer Rasse.
Die Hähne der Altsteirer sind untereinander sehr verträglich, gegen die SUlmtaler nicht immer.
Wir füttern im Stall zusätzlich etwas gequetschte Gerste, Mais und Weizen.
Die Tiere sind abends trotz 1ha Auslauf IMMER im Stall.
Bei uns haben sie nie etwas überflogen, eher mal untendurchgeschlüpft.
Sie legen in kleinen Kisten im Stall, sogar im Winter, lediglich während der Mauser geizen sie mit Eiern. Sie mausern imm Spätherbst und Frühjahr.
Die Hennen sind außergewöhnliche Glucken und führen sehr gut, gehen wie kleine Löwen auf vermeintliche Feinde los.Ob Hund oder Katz, egal.
Wir haben unseren ersten Satz aus Kunstbrut erhalten und von 3 Tag alt aufgezogen. Sie sind recht zahm uns gegenüber.
Alle Hennen brüten und führen.
Die Sulmtaler sind nicht ganz so wildlebend, im Charakter noch zahmer werdend. Einige lassen sich hochnehmen und streicheln, auch Hähne.
Wobei die aber auch untereinander sehr friedvoll sind.
Momentan haben wir eine Henne, die vom Pferd umgerannt wurde und sich den Rücken gebrochen hat. Wirklich das Kreuz gebrochen! Hat Liegekur bekommen, wurde von Hand gefüttert und der Bruch ist nach zwei Wochen tatsächlich wieder verwachsen . Nun humpelt sie etwas, vermutlich Bänderriss, ist sehr fit und legt uns alle zwei Tage ein Ei!
Der haben wir dass sie nicht alleine ist, einen Hahn dazugegeben.
Der hat sich sehr um sie gekümmert, ihr die Federn am Hals gezupft und si dann zum Aufstehen ermuntert.
Durch Zfall haben wir einen zweiten sehr großen Sulmi mit an die 5kg bekommen und auch noch dazugesetzt. Einmal Federnstellen ohne Kampf und die Reihenfolge war geklärt. Sie sitzen zu zweit mit der Henne auf einem Strohbett und sind ein Herz und eine Seele.
Der Hahn wurde weggegeben weil er seine Vorbesitzerin trotz Freilauf auf einem großen Hof regelmäßig angriff. Hire macht er das gar nicht, im Gegenteil er ist sehr friedlich.
Auch Hühner können an unterschiedlichen Menschen durchaus anderes Verhalten zeigen, den einengreifen sie an, den anderen nicht. Warum weiß ich auch nicht.
Ich kann jedenfalls von beiden Rassen nur Allerbestes berichten, von Zutraulichkeit über Brüten und legen.
Freilich ist die Legeleistung nicht so hoch wie bei Hybriden und die Sulmis futtern ganz schön was weg.
Aber ein besserschmeckendes Fleisch und nach 3 Jahren einen gewaltigen 5 kg Braten spricht für sich. Die Qualität ist mit keiner anderen Rasse zu vergleichen.
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#13von Conny » Dienstag 17. Dezember 2013, 15:32

Hallo Lucky,

den Hühnern, wie auch anderem Geflügel, ist es vollkommen Banane, ob sie natürlich oder per Kunstbrut ausgebrütet werden. Der Brutinstinkt steckt in den Genen, nicht im Nest ;).

LG Conny
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#14von matt23 » Dienstag 17. Dezember 2013, 17:21

Jaegertom hat geschrieben:Aber ein besserschmeckendes Fleisch und nach 3 Jahren einen gewaltigen 5 kg Braten spricht für sich. Die Qualität ist mit keiner anderen Rasse zu vergleichen.

Ist das Fleisch nach 3 Jahren noch als Braten (Brathendl) zu verwerten? Oder taugt das nur noch als Suppenhuhn?
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#15von Jaegertom » Dienstag 17. Dezember 2013, 17:33

matt23 hat geschrieben:
Jaegertom hat geschrieben:Aber ein besserschmeckendes Fleisch und nach 3 Jahren einen gewaltigen 5 kg Braten spricht für sich. Die Qualität ist mit keiner anderen Rasse zu vergleichen.

Ist das Fleisch nach 3 Jahren noch als Braten (Brathendl) zu verwerten? Oder taugt das nur noch als Suppenhuhn?

Das Fleisch ist nach 3 Jahren sehr gut und nicht zäh wie oft angenommen wird.
Relativ dunkel, sehr zart und beinahe wildartig schmeckend.
Unser ältester Hahn den wir verspeist haben war ein Zwergitaliener mit 10 Jahren alt , nur weil ihn der Marder verletzt hat musste ich ihn notschlachten.
Gewicht 1,2 kilo, ab in die SUppe und unglaublich wie der noch zart war.
Ist bei freilebenden Hühner wohl ganz anders als bei Stallhühnern.
Bei Hennen kann ich dir es nicht sagen, da ich normal keine schlachte. Sie werden aber auch sehr alt und legen sehr lange, in unserem Falle bereits 3-5 Jahre alte Tiere. Ab und zu stirbt halt eines, deswegen werden immer Jungtiere nachgezogen.
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#16von Christina » Dienstag 17. Dezember 2013, 20:10

Etwas freiheitsliebender sind sie schon. Die eine musste ich heute vom Baum pflücken und die andere haben wir gerade jetzt auf dem Holzhaufen unter unserer überdachten Terrasse gefunden... Hoffen wir mal, dass sie morgen schon mit in den Stall gehen. Bei den anderen Neuzugängen hat das eigentlich immer so geklappt. Die konnten aber auch nicht so super gut fliegen. Das ist schon beeindruckend. :-)
Wirklich wunderschöne Tiere. Ich hoffe so sehr, dass es mit ihnen gut geht.

edit: Überrascht bin ich von der Größe. Ich hatte sie mir immer kleine vorgestellt. Das sind schon ganz Hühner. :smileyvieh:
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#17von Jaegertom » Dienstag 17. Dezember 2013, 22:25

Christina hat geschrieben:Etwas freiheitsliebender sind sie schon. Die eine musste ich heute vom Baum pflücken und die andere haben wir gerade jetzt auf dem Holzhaufen unter unserer überdachten Terrasse gefunden... Hoffen wir mal, dass sie morgen schon mit in den Stall gehen. Bei den anderen Neuzugängen hat das eigentlich immer so geklappt. Die konnten aber auch nicht so super gut fliegen. Das ist schon beeindruckend. :-)
Wirklich wunderschöne Tiere. Ich hoffe so sehr, dass es mit ihnen gut geht.

edit: Überrascht bin ich von der Größe. Ich hatte sie mir immer kleine vorgestellt. Das sind schon ganz Hühner. :smileyvieh:

Nur kleiner Tipp: Lass sie drei bis vier Tage nicht aus dem Stall. Dann wissen sie wo sie hin müssen.
Etwas leichter wäre gewesen mit Küken zu beginnen, die haben dann schneller drauf wie der Hase bzw das Huhn läuft.
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#18von lucky9 » Dienstag 17. Dezember 2013, 23:37

Hi,

Ja da hast du wohl recht conny ich hab paar rassen gekreutzt (brutaparat) und sind trozdem glucken aber ich hab es bis her bloß vermutet du wirst wohl ein paar jahre mehr erfahrung haben (deutlich mehr).

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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#19von Christina » Mittwoch 18. Dezember 2013, 18:16

Eben saßen sie schon artig im Stall. Haben also doch schnell gelernt, wo sie hingehören! :smileyvieh:
Beste Grüße,
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#20von Christina » Mittwoch 25. Dezember 2013, 14:08

Hier nun mal ein Foto unserer Neuzugänge:
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Re: Infos zu den Altsteirer Hühnern

Beitrag#21von Christina » Montag 14. Juli 2014, 09:36

Ich glaube, das ist meine Rasse.
Ich hab mir jetzt noch einen ordentlichen Schwung Bruteier bestellt. Da ich es bunt mag allerdings auch in vielen Farben.
Mal sehen, was da raus kommt.
Beste Grüße,
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