E-Coli bei Küken


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E-Coli bei Küken

Beitrag#1von Alex » Sonntag 18. September 2011, 22:13

Hallo,

ich habe ein großes Problem bei meinen Hühnerküken, sie sind so zwischen zwei und drei Monaten alt, haben alle Durchfall bekommen und bauen allgemein immens ab, liegen nur noch, gesträubtes Gefieder, Kotprobe beim TA hat E- Coli ergeben und ich habe Antibiotika bekommen und gegeben. Hat aber überhaupt nichts gebracht, die Kleinen wurden immer schlechter und sind teilweise auch schon eingegangen, auch noch symptomlose sind jetzt mit erkrankt. Mische jetzt seit gestern Tierkohle mit ins Futter, (weil fressen tun alle seltsamerweise auch die ganz schlechten)um vielleicht den Durchfall wenigstens einigermassen in den Griff zu kriegen. Die ersten Schlupfe dieses Jahr sind sehr schön geworden, gleiches Futter und gleicher Stall, wie jetzt die Kranken.(die Großen sind aber mittlerweilen zu den Althennen umgezogen und alle gesund) Ich gebe auch noch ein spezielles Kräuteröl mit ins Trinkwasser, was eigentlich auch gegen E-Coli helfen sollte. Hat von euch schon jemand diese Krankheit und was hat geholfen?

Grüße Alex
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Beitrag#2von Conny » Montag 19. September 2011, 09:38

Hallo,

[LEFT][JUSTIFY]einfach irgendein AB zu verabreichen hat bei E. coli wenig sind. Da von E. Coli über 700 unterschiedliche Serotypen mit den Antigenen O, H, und K bekannt sind und diese Keime sehr anpassungsfähig sind, können nur spezielle Laboratorien, die über geeignete Untersuchungsverfahren verfügen, eine genaue Keimbestimmung durchführen. In den meisten Fällen genügt es aber, pathogene (krankmachende) Eigenschaften zu bestimmen. Dies gelingt z. B. durch den Nachweis von Haemolyse, shigelaähnlichen "Invasinen", die das Eindringen des Bakteriums in Zellen ermöglichen, Toxinbildung, die das Abwehrsystem unterdrückt sowie das Resistenzverhalten gegen Antibiotika.[/JUSTIFY]
Man kann vorab eine Behandlung mit furazolidon-t beginnen, bis ein Antibiogramm vorliegt.

Ggf. ist sodann eine Therapieumstellung, z.B. auf chloramphenicol-N oder ampicillin-t erforderlich.

Der Einsatz von Impfstoffen hat sich nicht durchgesetzt, da diese nur wenig Erfolg zeigen. Meist wird ein Amoxicillin-Präparat ohne Absetzfrist eingesetzt – allerdings mit mässigem Erfolg. Alle anderen Wirkstoffe sind mit längeren Absetzfristen verbunden und dürfen bei Legehennen gar nicht angwendet werden.

[JUSTIFY]Durch die Gabe von Milchsäurebakterien oder Hefeprodukten sowie die Ansäuerung des Trinkwassers (Obstessig) wird die übermässige Vermehrung von Escherichia coli im Darmtrakt reduziert und die Darmflora stabilisiert. Idealerweise sollte beides parallel durchgeführt werden.[/JUSTIFY][/LEFT]
[JUSTIFY]Die Ausmerzung von Schadnagern, wie Mäusen, die ein Reservoir sowohl für E. coli als auch für Salmonellen darstellen, sollte selbstverständlich sein. Eine gesichtete Maus am Tag ist stellvertretend für 20 in der Nacht.[/JUSTIFY]
Häufig proft sich der E. Coli auf eine schon vorhandene Erkrankung auf. Daher sollte diese Diagnose durch eine bakteriologische Untersuchung abgeklärt werden.

Die Heilungschancen sehen nicht rosig aus. Man geht davon aus, dass mind. 60% der Tiere sterben. Tiere, die überleben bleiben meist in ihrer Entwicklung zurück.

[JUSTIFY]Es gibt auch die Möglichkeit mit sog. Autovaccine zu behandeln: Bei wiederkehrenden Infektionen mit E.coli kann der Tierarzt auch Keime aus dem Urin/Kot des erkrankten Tieres an ein Speziallabor einschicken, damit ein Autovaccin (Eigenimpfstoff) hergestellt werden kann, das als Schluckimpfung verabreicht wird. Dieses wird vom Tierhalter selbst ein Mal täglich im Abstand von 24 Stunden über einen Zeitraum von 10 Tagen mit dem Futter verabreicht. Für den Erfolg ist darauf zu achten, dass der Tierhalter auf die vollständige Aufnahme der vom Tierarzt verschriebenen Dosis achtet. Die Behandlung erfolgt im Regelfall über einen Zeitraum von 10 Tagen.

LG
Conny[/JUSTIFY]
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Beitrag#3von Alex » Montag 19. September 2011, 15:47

Hallo,

danke für die sehr ausführliche, aber leider wenig aufbauende Antwort.


Grüße Alex
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