Cemani Huhn


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Cemani Huhn

Beitrag#1von Herwig » Montag 3. Januar 2011, 11:06

Haben die Hühnerexperten hier im Forum eine Ahnung in wie weit das Cemani Huhn mit dem Bohüslaner Schwarzhuhn verwand ist??

Ich beabsichtige das Huhn in unsere Liste aufzunehmen.
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Beitrag#2von Gothic » Montag 3. Januar 2011, 11:33

Ich weiss es nicht wirklich. Aber ich denke nicht wirklich, das Cemani Huhn ist doch eher vom Typ her ein Kämpfer.

Aber frag doch vielleicht einmal Andi Haller, der ist in meinen Augen einer der besten Kenner hier in Punkto Hühner aus den Kämpferschlägen.

Meine Kenntnisse sind da ja sehr beschränkt auf eher gängige Typen wie English- oder Irish Game. Bild
Wäre persönlich aber sehr interessiert einmal etwas über evtl. auch seltene Rassen zu erfahren, da mein Wunsch nach Hühner immer vor mir hergeschoben wird aus Gewissenskonflikten. Zum einen möchte ich wenn wieder Hühner gerne eine Bild - konforme Rasse zum anderen hatte ich bisher nur Haltungserfahrungen mit den obigen Rassen und würde sehr gerne bei dem Typ bleiben.
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Beitrag#3von Herwig » Montag 3. Januar 2011, 11:47

Also das mit dem Kämpfer kann ich so nicht bestätigen.

Hier auch ein Fachmann:
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Jedenfalls ist es interessant, da es selbst im Ursprungsland äußerst selten ist, in der Rassegeschichte gibt es weite paralelen mit dem Schwarzhuhn aus Schweden.


(ich habe inzwischen das erste geschlachtete Hähnchen gesehen: Tatsächlich ist Haut, Organe, Muskelfleisch grau-schwarzBild, würde das irgendwo auf den Tisch kommen würden die Leute vermutlich etwas verwirrt gucken. Das Blut ist aber nachweislich rot, eventuell etwas dunkler als sonst...)
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Beitrag#4von Gothic » Montag 3. Januar 2011, 12:11

Sicher? Also, was ich bisher über sie gelesen habe lies mich darauf schließen.
Hier mal kurz der Satz aus der Wikipedia Rassebeschreibung, so kannte ich das auch schon von englischsprachigen Züchterseiten:
"... Durch seine langen Beine und scharfen Krallen gilt es als ein sehr bewegliches Huhn mit Kampfhuhneinschlag..."

Und optisch sehen die Hühner auch nach einem Asil Einschlag aus und von dem bin ich auch ausgegangen.
Aber wie gesagt mit dem Ayam Cemani habe ich mich bisher nicht so intensiv beschäftigt.

Aber mit den Schwedischen Einschlägen könntest du wohl recht haben wie ich mich gerade einlese.

Weis nicht ob Du die Site schon kennst, da habe ich gelesen das das Cemani eine Varietät des Ayam Kedu sein soll.
Oh je, ich sehe schon da werd ich mich die Tage mal intensiver mit beschäftigen. Das mit dem dunklen Muskelfleisch etc. ist ja spannend. Kann ich mir das in etwa so vorstellen wie das dunkle Fleisch der Seidenhühner? Hast Du denn jetzt Hühner der Rasse oder bei jemandem welche geschlachtet? Bin ja nun doch neugierig was das für Hühner sind.
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Beitrag#5von Herwig » Montag 3. Januar 2011, 14:52

Das da mal irgendwann Kämpferblut reingekommen ist, steht für mich auch außer Frage, aber Kämpfer scheinen es heute nicht mehr zu sein.

Ich habe kurz vor Weihnachten ein geschlachtetes Cemani-Hähnchen gesehen, habe es aber eben roh nicht probieren können. Das Tier wurde von einer Indonesierin später zubereitet, ein deutscher Sternekoch hat assistiert. Ich habe nur mit den Verzehren später telefonisch Kontakt gehabt. Der Geschmack liegt eindeutig zwischen Fasan und Perlhuhn, also völlig eigener Geschmack.

Ich habe vorher noch nie so etwas gesehen. Die Haut ist tief dunkelgrau, das Fleisch ebenfalls, nicht etwa violett, wie man denken könnte. Innereien ebenfalls fast Schwarz.

Ich habe nun vier Hennen und einen Hahn zu einem Wahnsinnspreis (100.- Euro per Stück)

Sie sind 100% direkt rein aus IndonesienBild.

Sie heißen übrigens nicht Ayam Cemani Huhn, das ist doppelt gemoppelt. Denn Ayam heißt auf Indonesisch Huhn, hieße also übersetzt dann: Huhn Cemani Huhn. Darum sollten sie in D entweder Ayam Cemani oder Cemani Huhn genannt werden.

In Indonesien sind die äußerst selten, fast seltener als in Europa. In Deutschland sind einige Mischlinge unterwegs, das ist daran erkennbar, das in den sogenannten Cemani Beständen in NL, D, A und Ch immer wieder andersfarbige Tiere schlüpfen. Der Bestand des reinen Cemani ist also weiltweit als außerordentlich gefährdet anzusehen. Nur zu ganz besonderen Anlässen werden dort diese Tiere geschlachtet ( Hochzeit, Geburt) natürlich werden ihnen wegen der durchdringend schwarzen Farbe Zauber- und Heilkräfte nachgesagt.

Die Eier sind sehr klein und nicht vermarktungsfähig, darum sollte, zum Erhalt des Cemani eine Nische für das Fleisch gesucht werden.

Interessant aber wäre wirklich die genetische Verwandschaft mit dem Schwedischen Bohuslän-Dal Schwarzhuhn.
[url]http://www.bohuslän.de/nordens-ark/landgard/schwarzhuhn/schwarzhuhn.htm[/url]

Ich bin nun bestrebt einen Erhaltungszuchtring zu gründen, muss aber ben noch einiges lernen...
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Beitrag#6von Gothic » Montag 3. Januar 2011, 16:35

Gut das deckt sich dann mit dem was ich gelesen habe, dass hier einmal Kämpfer mit eingekreuzt wurden und es sozugen ein Kämpferhybrid-Typ ist. Wohlgemerkt Typ nicht aktives "Kampf"-Huhn.

Du hast also einen Zuchtstamm direkt aus dem Herkunftsland, damit hast Du mich nun neugierig gemacht. Würde mich für Deine Erfahrungen die Du mit ihnen machst interessieren.

Das sie sehr teuer sind, selbst die wohl nicht reinrassigen die man hierzulande häufiger mal bekommt, das habe ich auch schon gelesen.
Auch das es wohl häufig sehr ingezogene Linien wären mit auftretenden Inzuchtsdepressionen scheint auch häufig zu sein wie es sich herauslas.
Daher wäre ich gespannt ob das klappt mit Deiner Idee eines Zuchtrings.
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