Kompostherstellung

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Kompostherstellung

Beitrag#1von permakult2012 » Samstag 26. Januar 2013, 20:48

Hallo Ihr Lieben, wollte mal fragen ob und wie Ihr Euren Dung von den Tieren zu Kompost verarbeitet, der dann wieder auf die Felder/Garten kommt - sozusagen Kreislaufwirtschaft. Wir haben Hühner und Pferde und der Mistberg ist ordentlich angewachsen. Ich würde den gerne als Dünger verwenden, aber man muss da sicher einiges beachten, bis aus diesem Dung ein guter Kompost geworden ist. Hab mal bissi gestöbert, manche empfehlen Gesteinsmehl unterzumischen, den Haufen mehrmals umzusetzen (das wäre bei uns einen Haufen Arbeit ohne Lader) und einige "impfen" das Ganze noch mit verschiedenen Pflanzenextrakten, Mykorrhiza o.a. Frag mich was davon wirklich nötig ist und ob man das alles auch ohne große Gerätschaft bewerkstelligen kann. Also würde mich freuen wenn ich hier noch Tipps und Erfahrungsberichte bekomme! L.G. Anja
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#2von Herwig » Sonntag 27. Januar 2013, 10:51

Hallo Anja, also ich mache das mit Kompostwürmern und zwei Misthaufen nebeneinander.

Ich habe früher auch ganz gewissenhaft den Haufen zwei mal umgesetzt und mit Brennesseljauche versetzt, Algomit dazu und Lehmerde. Bis ich wegen einem Krankenhausaufenthalt mal nicht dazu kam vor dem Ausbringen. Meine Feststellung war: Die Qualität war die gleiche.

Folglich mache ich es heute so:
Ich habe zwei Mistkammern nebeneinander die duch eine Wand aus alten Leitplanken mit Zwischenräumen getrennt ist. In einem Komposter im Garten für den Kaffeesatz und Haushaltabfällen züchte ich Kompostwürmer. Die vermehren sich enorm, auch in dem Dung, sie belüften und setzen alles um, Nach zwei Jahren habe ich wunderbaren Kompost.
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#3von permakult2012 » Sonntag 27. Januar 2013, 20:21

Danke Herwig, ganz verstanden hab ich das nicht. Also du hast zwei Haufen, der eine ist für Wurmzucht oder hast du einen Haufen im Garten mit Würmern und dann noch die zwei Misthaufen, die getrennt sind? Was unterscheidet die beiden Haufen voneinander? Oder meinst du dass ein Haufen quasi nur noch abgedeckt ruht während der andere noch geschichtet wird? Also jew. ein junger und ein alter Haufen? Foto hast nicht zufällig davon? Wir haben eher so eine Miete (6 meter lang und ca 1,20 hoch/breit), also ein langer "Mist-Wurm". Muss man denn den Kompost abgrenzen mit Brettern etc.? Wir geben unseren Abfall immer den Hühnern, Kaffeesatz hätten wir genug, aber ansonsten wirds dann eng mit dem Futter für die kleinen Wusler... Braucht man unbedingt eine Wurmfarm? L.G. Anja
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#4von Herwig » Montag 28. Januar 2013, 07:44

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Re: Kompostherstellung

Beitrag#5von permakult2012 » Mittwoch 6. Februar 2013, 23:18

Danke Herwig. Ja das klingt nach einer guten Sache. Schade dass sich nicht mehr User dazu geäußert haben, ich finde das Thema total wichtig. Also wenn ich das richtig verstehe, kommen die Mistwürmer nicht von alleine? Es ist eine Wurmzucht notwendig, um guten Kompost herzustellen in absehbarer Zeit? Ich nehme an du nimmst einen Trekker für das Umsetzen oder ähnliches? Leider müssen wir alles von Hand machen - oder einen Bauern fragen, ob er es als Lohnarbeit (Maschinenring) für uns macht. L.G. Anja
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#6von Alex » Donnerstag 7. Februar 2013, 00:54

Würmer hab ich in meinem Dung ohne Ende, ohne da jemals welche reingetan zu haben. Ich habe auch keinen eigenen Frontlader, deshalb kann ich das auch nicht so ordentlich machen wie Herwig, ich bin darauf angewiesen, das mir ein Bekannter den Dung entweder gleich auf die Wiese fährt, oder, ist die Regel, ich lagere in Zwischen und hol mir per Schubkarre, von dem schon ziemlich verottetem, was ich im Garten brauche.

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Re: Kompostherstellung

Beitrag#7von Herwig » Donnerstag 7. Februar 2013, 07:49

Anja, hast du die anderen Berichte nicht gelesen??( du musst mal die Suchen Funktion im Forum nutzen, Kompost, Dung, Wiesenpflege etc) Da haben sich doch schon zig Leute zu geäußert. Ich setze auch gar nicht mehr um... Frontlader habe ich auch nicht... Die Zucht habe ich nur, weil ja immer welche verloren gehen, wenn ich den Kompost abfahre. Dann "impfe" ich den neuen Dung noch mit einem kleinen Eimer voll Würmer. Weil ich aber die beiden Haufen nebeneinander habe, ziehen sich aus dem alten sowieso immer wieder welche in den neuen rüber...

Alex, die Würmer die bei dir im Dung sind, sind Regenwürmer oder Tauwürmer, die setzen nicht so viel um wie die "echten Kompostwürmer" ich habe Tennessee Wrickler oder so ähnlich, habe ich vor 16 Jahren mal 1000 Stück gekauft, nun sind es Millionen...
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#8von Dine » Samstag 9. Februar 2013, 10:52

Hallo ihr Lieben,

das Thema interessiert mich sehr. Ich würde bei uns, wie Anja auch, eine Kreislaufwirtschaft anstreben. Meine ersten Versuche unseren Pferdemist (2 Pferde & 1 Pony) in normalen Kompostern umzuwandeln scheiterte kläglich und der Kram vertorfte. Auch aus Angst vor einer Reinfizierung der Koppeln mit Parasiten habe ich den Dung die letzten Jahre immer abholen lassen, stets unter großen Bedauern und mit einem Gefühl der Unzufriedenheit. Daher auch die Anschaffung von Schafen als Koppelpartner für meine Equiden.

Wie stellst Du sicher, Herwig, dass deine Koppeln nicht Reinfiziert werden? Oder fressen die Kompostwürmer die Parasiteneier - und larven mit auf? Kontrollierst Du eine Heißrotte über 65°C? Oder wie stellst Du sie sicher? Erzeugen die Kompostwürmer vielleicht sogar diese Hitze? Oder liegt das Geheimnis in diesem einem Jahr der Ruhe? Deckst Du deinem Kompost mit schwarzer Plane ab um mehr Hitze rein zu bekommen? Oder wäre das eher schädlich? Bitte, ich bin für jeden Tip dankbar! Zumal wir das Thema gerade aktuell zu Hause diskutieren, da wir nächsten Monat eine neue Mistplatte bauen wollen und noch wäre somit Zeit für Planungsänderungen.

Danke schonmal,

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Re: Kompostherstellung

Beitrag#9von Herwig » Samstag 9. Februar 2013, 16:16

Meine Gegenfrage würde lauten:
Was machst du mit dem Dung den die Tiere direkt auf die Wiese kacken? Erhitzt Du das mit einem Brenner?? Oder sammelst du das echt auf?? (sogenanntes Wiese äppeln)
Von genau welchen Parasiten redest Du?

Hitze ist schlecht für jedes Wachstum von Rottebakterien! Wo soll etwas verrotten, wenn die Bakterien abgetötet werden? Der Ausdruck Kreislaufwirtschaft ist da völlig unangebracht.

Ja, vielleicht liegt das Geheimnis in der Dauer der Rotte.

Last euch doch nicht verrückt machen durch diese Reiterpanik mit den Parasiteneiern.
Ich mache seit zig Jahren keine Wurmkur mehr bei meinen Pferden, der Schmied hat gesagt die müssen dringend abnehmen, zu gut im Futter. Bekommen aber nur ausgewachsene Heulage.
Du merkst vermutlich schon, ich bin ein schlechter Ansprechpartner für Reiterpanik...

Ne, ernsthaft, ich verstehe Deine Ängste nicht einmal. Sind deine Tiere so verwurmt, dass der Dung so verseucht ist? Womit düngst du die Weiden denn?
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#10von Alex » Samstag 9. Februar 2013, 16:35

Wie es bei Pferden ist, weiß ich nicht, aber bei Ziegen ist es definitiv ein großes Problem mit der Wiederansteckung auf der Weide. Das liest man überall, auch in guten Beiträgen und ich hab mittlerweilen auch zur Genüge diese leidvolle Erfahrung gemacht. Ich werde zukünftig wechselweise beweiden und dort wo sie im Herbst standen im Frühjahr erst Heu machen und dann erst wieder als Weide benutzen. Weil das Heuen vernichtet am meisten. Der Dung meiner Tiere möchte ich eigentlich nicht mehr oder erst nach mind. 3 Jahren Liegezeit auf die Wiese fahren oder eben da hin, wo das nächste Heu gemacht wird. Schafe sind nicht so empfindlich, aber eben bei den Ziegen ist es sehr problematisch. Mit diesem Thema hab ich mich, nicht ganz freiwillig, in den letzten Monaten intensiv beschäftigt.

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Re: Kompostherstellung

Beitrag#11von permakult2012 » Samstag 9. Februar 2013, 23:42

Ja ich möchte eigentlich auch gar keine Wurmkuren mehr geben - ist schließlich auch nichts für die erwünschten Würmer und sowieso fürs Wasser etc. Ich hab das Buch von Jutta Grohne gelesen und dachte, das mach ich auch. Aber so einfach ists halt nicht.
@Herwig: Hab jetzt mal die Suchfunktion genutzt - die Treffer waren doch recht "übersichtlich" und zu meinen Fragen passte eigentlich nur, was du (damals und heute) gepostet hast :-) Also vielen Dank! L.G. Anja
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#12von Dine » Montag 11. Februar 2013, 12:57

Hallo ihr Lieben,

@Herwig: Ich rede von den großen und kleinen Strongoliden, Bandwürmern, Spulwürmern, aber natürlich auch Leberegeln und Lungenwümern.
Tatsächlich werden die oft als Ausluaf mitgenutzten Flächen wie Reitplatz (ohne Sand, nur abgesteckte Wiese, zu mehr reichts zur Zeit leider nicht), Trailplatz und Teichkoppel von uns regelmäßig abgeäppelt. Da kommen aber auch die Schafe zur Zeit (noch) nicht hin. Meine Pferde & das Pony dürfen leider nur stundenweise auf die Koppeln, so ist die Verschmutzung dort auch nicht so konzentriert. Außerdem teilen sie sich die Koppeln in Wechselbeweidung mit den Schafen. Bei deren Anschaffung tatsächlich auch die Überlegung der Absenkung der Parasitendrucks eine Rolle gespielt hat ( "Fehlwirte").
Die von mir angesprochene Temperatur wird beispielsweise von Ingolf Bender als Grundvoraussetzung für eine spätere Möglichkeit zur gefahrlosen Wiederausbringung des fertigen Komposts auf den Koppeln angesprochen. Diese wird jedoch seiner Darstellung nach bei einer guten Rotte von den Destruenten und Bakterien selbst erzeugt. Ich wollte nur wissen, ob und vor allen Dingen wie Du das Kontrollierst. Nun... offenbar nicht, wenn ich recht verstanden habe?
Er spricht auch von einer Ruhezeit von minimal 12 Monaten und ebenfalls u.a. von der Verwendung von Würmern.

Meine Pferde sind jetzt nicht bedenklich Verwurmt, sonst würde ich nicht ebenfalls von einer verbeugenden Behandlung zu einer Behandlung nach Kotuntersuchung hin wollen. Allerdings kommt mein Jüngster, jetzt 5 jährig, aus einer Haltung, die extrem nachlässig gewesen ist. Ich will jetzt nicht unnötig ins Detail gehen, aber neben seiner seelischen Schäden, die jetzt so langsam geheilt sind, hat auch sein Darm Narben zurück behalten nach einer extremen (!!) Verwurmung. Das volle Programm mit einer Neigung zu Kotwasser & Lungenerkrankungen. Daher mein Antrieb und meine Sorge. Darum will ich es "richtig" und "gut" machen. Mit Panikmache hat das nichts zu Tun, die habe ich all den Jahren weit hinter mir gelassen.
Allerdings habe ich schon eine COPD Stute zu Hause stehen. Sie war auch mein Anstoss für alles. Ausgelöst durch einen resistenten Virus, den wir uns in einem Pensionsstall in Bayern zugezogen haben. Laut TA ist sie seit 9 Jahren totgesagt. Wir haben unseren Weg gefunden damit umzugehen, aber ich möchte verhindern, dass ein anderes Pferd in meiner Obhut ebenfalls diesen Weg gehen muss.

Nenn mich also lieber: Übereifrig? Penibel?

Gedüngt werden meine Weiden seit dem Kauf 2008 gar nicht. Die Koppeln waren zuvor an einen Bauern zum Heuen und für seine Kälber verpachtet. Und er hat reichlich Gülle ausgebracht. Die Koppeln waren so stickstoffgetrieben... Ich habe das alles erstmal auswachsen lassen und nur etwas gekalkt (Moorrandlage -> säuerlicher Boden). Dieses Jahr steht die Bodenprobe mit Düngeempfehlung auf dem Zettel.

@Alex: Laut einem netten Gespräch mit einer Kundin, die gleichzeitig auch TA ist und für die Azubis der Schäfer immer den Theorieunterricht gibt, leiden auch Schafe unter Würmern. Insbesondere die Entwicklung von Resistenzen wird in großen Beständen wohl immer mehr zum Problem. Landschafe sehen wohl zwar bei einer Verwurmung, die andere Fleischrasse schon derbe zusetzen würde immer noch unauffällig aus, was jedoch nicht heißt, dass sie nicht auch verwurmt seien. Eine regelmäßige Kotprobe sei also auch hier angebracht, auch wenn die Köttel und das Schaf unauffällig aussähen.

@Anja: Welches Buch von Jutta Grohne war das denn? Sie hat im Bender Buch auch viele gute Kommentare geschrieben. :-)

LG,
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#13von Alex » Montag 11. Februar 2013, 23:46

Das Schafe genauso verwurmen, weiß ich schon, aber sie kippen halt nicht so schnell aus den Latschen und sterben gleich, wie die Ziegen. So war das gemeint. Und das Problem ist eben, hält man Schafe und Ziegen gemeinsam, hat man das Problem, dass die Schafe trotz Verwurmung noch munter über die Wiese springen, während, die eben empfindlicheren Ziegen schon sterbend im Gras liegen.

Alex
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#14von Dine » Donnerstag 14. Februar 2013, 10:48

@Alex: Oh je, sind Ziegen wirklich so empfindlich? Mit welchen anderen Tieren machst Du eine Wechselbeweidung zu deinen Ziegen? Bei uns wird es wohl so aussehen, dass wir den den Pferdemist weiter abholen lassen. Den in der Masse weitaus geringeren Schafstallmist wollte ich ganz gern kompostieren für den Garten und die Heukoppeln. Wie sieht es bei dir aus mit dem dünnen Ausbringen von zum Beispiel Rasenschnitt auf aktuell nicht genutzte Flächen? Als "Flächenkompost"? Ich habe davon in einem Gärtnerforum gelesen. Es hätte wohl den großen Vorteil, dass es innerhalb von 3-4 Tagen bereits "weg" wäre und dennoch das Bodenleben ernährte.

Was haltet ihr davon?

Gruß,
Dine.
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Re: Kompostherstellung

Beitrag#15von Alex » Donnerstag 14. Februar 2013, 23:48

Ja, Ziegen reagieren recht empfindlich auf Verwurmung. Zum Wechselbeweiden hab ich sonst nichts, sie fressen zusammen mit den Schafen, es wird abgeweidet und Heu gemacht im Wechsel. Rasenschnitt hab ich keinen zum verteilen, den verspeisen meine Schweine sehr gerne. Für den Garten nehm ich auch abgelagerten Dung. Ich geb auch oft alte Kohlblätter und sonstigen Gartenabfall, den ich nicht verfüttern wil, wie ne Mulchschicht im Herst auf die Beete, hab ich ganz gute Erfahrung mit gemacht.

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Re: Kompostherstellung

Beitrag#16von ginkgo1956 » Freitag 15. Februar 2013, 15:14

Hallo
So weit ich das hier alles verstanden habe..geht es bei euren Kompost/herstellung um reine Hinterlassenschaft von Pferd und Co ?
Also , ich wundere mich schon ein wenig über die herstellung vom jeweiligen Kompost.
Kompost ansetzen stellt man in verschiedenen " Arbeitsgängen her. Dies ist recht einfach !
Dabei ist es vollkommen egal ob ich auch Dung mithinzunehme. Dies ist sogar noch besser. Alles was verottet wird zum Kompost.
Ich gehe dabei auch mal davon aus )) ; das die meisten hier die auch Tiere halten einen Garten haben.
Für einen Kompost brauche ich Schnittgut ( alles was die hecke hergibt...baumschnitt ) , allerlei abfälle (grünes )aus der Küche ,
Kaffeesatz und Teebeutel , Eierschalen (aber nur abgekochtes wegen der Ratten ) , Hühnermist und Kaninchenmist , Laub und rasenschnitt etc. Dieser wird in Schichten aufgebaut und immer wieder mit div. Abfällen ergänzt. Heckenschnitt relativ klein
schneiden wegen der zügigen Verrottung. Einmal im Jahr wird das ganze umgesetzt....heißt umgelagert. Wichtig wäre noch das
gelegentlich feucht halten des Kompostes. FERTIG. Ist wirklich keine Zauberei. Das selbe würde ich auch mit Dung machen
Das würde ein super Kompost geben. Die hitze die ein Kompost produziert macht so fast jeden Keim den garaus.
Ihn mit Regenwürmer zu impfen erübrigt sich denn die lieben Tierchen kommen von selbst um sich hier den Wamps vollzuschlagen.
Viel Spaß noch beim " Komposten ".
Gruß Mark
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