Boden abgraben notwendig ? Wegen chem. "Altlasten"

Moderator: Alli


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 1708

Boden abgraben notwendig ? Wegen chem. "Altlasten"

Beitrag#1von Georg » Sonntag 7. September 2008, 20:54

Hallo zusammen !

Ich weiss zwar nicht ob ich hier jetzt richtig bin, probiere es aber mal:

Ich bekomme von unserem Vermieter ein Stück Garten dazu, in welchem von ihm gezogene Rosen, Rosen, Rosen, !!!! stehen.

Nix gegen Rosen, aber ich möchte ein paar Kräuter dort pflanzen. Das heisst: ein paar Rosen fliegen raus.
Nun wurden diese Rosen schon mehrere Jahre (jahrzehnte) gegen Läuse, Pilze, usw. gespritzt und das mehrmals im Jahr.

Frage: Muss ich da Erdreich abtragen ??? oder baut sich das ab über die Jahre so dass ich bedenkenlos meine Kräuter pflanzen und natürlich dann essen kann !?


Vielen Dank für Eure Antworten !

Georg
Benutzeravatar
Georg
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 57
Registriert: 11.2007
Wohnort: Epfenbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#2von Ludger » Sonntag 7. September 2008, 23:38

Ui Georg,

das ist eine schwierige Frage. Ich versuche mal den Ansatz einer Antwort:

Weißt Du welche Mittel gespritzt wurden? Wahrscheinlich nicht..vor Jahrzehnten war Viel hilft viel gang und gäbe.

Wenn Du den Boden 2 Meter tief austauschst mag es helfen,aber dann sind die restlichen Rosen auch hin.

Die meisten modernen Pflanzenschutzmittel haben eine schnelle Halbwertszeit,ich würde für ein Jahr Gründüngung einbringen und viel wässern.

Nehme Pfahlwurzeler als Gründüngung,die lockern den Boden auf und das Wasser kann abfließen und spült aus.

Wenn Du ganz sicher sein willst kommst Du um eine Bodenprobe nicht umhin.

Unter uns: Nach einem Jahr Grünbewuchs würde ich die Kräuter essen..
Benutzeravatar
Ludger
Highscores: 6

Beitrag#3von Herwig » Montag 8. September 2008, 09:37

Hallo,
die Richtlinien für eine Biolandwirtschaft sind ja überall nachlesbar. Um Bioanerkennung zu bekommen ist eine sogenannte Umstellungszeit einzuhalten. Die Erzeugnisse heißen dann: " aus dem Umstellungsbetrieb"
Diese Umstellungszeiten variieren ja nach Anbauverband.
Da aber in einem reinen Ziergarten vermutlich ganz schön gesaut worden ist, würde ich auch die Umstellungszeit beachten. (3 bis fünf Jahre)

Folgendes sollte jedoch bedacht werden:

Wenn du nur Kräuter andenkst, kannst du sowieso erst frühestens in einem Jahr welche ernten und du wirst dich vermutlich nicht ausschließlich von Lavendel, Kardamon oder Petersilie ernähren, sodass die Aufnehame der Rüvkstände relativ gering sein wird mit abnehmender Tendenz.

Solange du jedoch aus der konventionellen Landwirtschaft sowieso Kräuter aus Streudosen oder vom Großmarkt konsumierst, kannst du besser deine eigenen nehmen, weil du dann ja nichts auf das Blattgrün aufbringst.

Z.B. Salat, würde ich aber zwei Jahre nicht aus dem Garten essen wollen...
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3422
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 202
Geschlecht: männlich

Beitrag#4von Georg » Montag 8. September 2008, 20:28

Hallo Ludger und Herwig !

Vielen Dank für Eure Antworten.

Das hat mich doch beruhigt, ich meine dass es doch nicht ganz so schlimm ist, wie ich befürchtet habe.

Es geht mir dabei auch nur um den Anbau von Kräutern für den Eigenbedarf, also nicht zum Verkauf o.ä..


Also nochmals vielen Dank !


Georg
Benutzeravatar
Georg
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 57
Registriert: 11.2007
Wohnort: Epfenbach
Geschlecht: männlich


Beteilige Dich mit einer Spende