Windrad auf dem Dach

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Windrad auf dem Dach

Beitrag#1von Herwig » Donnerstag 13. September 2007, 15:32

Seit einigen Jahren pumpe ich mein Wasser für Vieh und Garten mit einem Windrad nach oben. Das funktioniert bestens, weil es hier eine zimlich windige Gegend ist!Bild

Ich möchte nun noch ein kleines Windrad aufs Dach setzen, um meine Heizung mit einer Heizpatrone auszurüsten, bzw. meine Gasheizung stromunabhängig zu haben.
Solaranlage mit Heizungsunterstützung habe ich auch schon auf dem Dach.
Hat hier jemand eine Ahnung oder eigene Erfahrungswerte?

Zum Pumpen mit Windkraft kann ich gerne Auskunft geben!
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Re: Windrad auf dem Dach

Beitrag#2von Frankenvieh » Montag 2. März 2009, 18:48

Herwig hat geschrieben:Zum Pumpen mit Windkraft kann ich gerne Auskunft geben!

Dann mach mal bitte, auch wenn dieser Thread schon einen Bart hatBild....
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Beitrag#3von christopher » Donnerstag 3. September 2009, 15:03

Hallo Herwig,

auf den Aachener Energietagen 2009 habe ich einen Anbieter für solch ein Windrad gesehen und ein Faltblättchen mitgenommen. Falls das noch Thema ist, kann ich das wohl wieder finden ...

Ich hatte das nicht weiter verfolgt, weil es teuer war.

Grüße
Christopher
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Beitrag#4von Herwig » Samstag 8. Mai 2010, 17:01

Gestern ist nun mein Windrad und die elektrischen Komponenten geliefert worden.

Einiges an Vorbereitungen habe ich schon getroffen, aber es wird noch einiges nötig sein bis es aufgestellt werden kann und produziert.
Ich habe mich für ein Black 600 entschieden um erst einmal die Leistung bei meinen Windverhältnissen in Erfahrung zu bringen und die Wind, bzw. Energieausbeute anzutesten.
Das Windrad hat eine Leistung von 600 Watt/h und eine Spitzenleistung von 750 Watt/h. Es schwenkt bei Sturm aus dem Wind und wird zusätzlich elektrisch gebremst, sodass ich hoffe gut abgesichert gegen Schäden zu sein.

Ich werde anders, als anfangs angedacht die gewonnene Energie in mein Hausnetz einspeisen. Sollte sich das Unterfangen als rentabel erweisen, werde ich ein weiteres Windrad installieren, das dann auch heizungsunterstützend arbeitet und mit 2Photovoltaikpanelen kombiniert wird. Meine Heizung wird dann autark sein, zumindest was die elektrische Energie anbelangt. Kommt Zeit kommt Rat...

Ich hoffe das zum Nutztier-Arche Treffen schon alles läuft und die Anlage in Aktion bestaunt werden kann.
Als nächstes gilt es nun mit Hilfe meines nachbarn, den Masten zu bauen und das Windrad aufzubauen. Die technisch-elektrische Seite habe ich bereits fertiggestellt. Leider komme ich mal wieder erst dann in Aktion, wenn die Frühjahrswinde bereits vorüber gezogen sind.
Nun hoffe i ch dann künftig immer auf etwas Wind in der Wettervorhersage.

Gibt es hier inzwischen noch weitere "Windmüller" ??
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Beitrag#5von Herwig » Samstag 8. Mai 2010, 17:25

Zu meiner Anlage die ausschließlich Wasser pumpt.

Ich betreibe eine Windpumpe der Firma Lubing, mit 4 Flügeln, bis zu 440lh, Förderhöhe 2m, Saughöhe 7m.

Alle Geflügelausläufe (7 Stück) und die Pferdetränke (demnächst auch die Schweine) werden davon versorgt. Über Niederdruckschwimmer wird immer ein gewisser Wasserstand in den einzelnen Tränken gewährt, so dass auch bei längerer Windstille die Tiere versorgt sind.
Der Überschuß an Wasser speist einen Springbrunnen mit 100l Auffangbecken (der dann natürlich nur bei Wind funktioniert) dessen Überlauf dann in den Enten- und Gänseteich mündet.
Der Vorteil ist, dass ich weder mit Stadtwasser noch mit Grundwasser, welches ich sonst über eine elektrische Pumpe fördere, die Tiere mit Frischwasser versorgen kann. Die Alternative wäre Regenwasser gewesen, das allerdings die Gefahr birgt, durch die Vogelkot auf dem Dach, Krankheiten zu übertragen.

Mein Anliegen war es, meinen Ententeich zu speisen, die Tiere zu versorgen und über den "Springbrunnen" mit Auffangbecken auch Gießwasser für die Pflanzen zu haben.
Das Vorhaben funktioniert tadellos, allerdings kenne ich nicht genau das Einsparergebnis an elektrischer Energie. Meine Pumpe im Keller hat jedenfalls 800 Watt, lief früher ständig, heute nur gelegentlich manchmal tagelang gar nicht!
Ein Strom- opder Pumpenausfall kann mich somit nicht mehr schocken...
Für mich ein weiterer Schritt in die Selbstversorgung.
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Beitrag#6von Mittelerde » Sonntag 20. März 2011, 19:54

Nabend,

nachdem ich ja in der letzten Zeit hier recht wenig aktiv war (was einfach auch daran lag das ich mal wieder zu viel unterwegs war) hab ich es doch geschafft mein Windrad das jetzt schon ein gutes halbes Jahr rumliegt aufzubauen ....

Jetzt bin ich ja mal gespannt wieviel dabei so rum kommt (an Energie) .....

Bild
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Üpdate zum Windrad ...

Beitrag#7von Mittelerde » Sonntag 17. April 2011, 20:54

So dann werd ich hier mal ein kleines Update zu meinem Windrad geben.

Ich hab mir wie Herwig ein Black 600 zugelegt, da ich damit auch die Heizungsanlage über Wechselrichter mit 230V versorgen will hab ich die 24 Volt Version genommen ..... und war enttäuscht. Nach 2 Wochen gerade mal 1,5 kWh ..... das hatte ich mir anders vorgestellt.

Ich hab das ganze dann einfach auf 12 Volt umgebaut (die Steuereinheit läßt das problemlos zu) und die beiden Batterien halt paralell geschaltet. Jetzt bin ich zufrieden Bild Bild Bild so hatte ich mir das auch vorgestellt. Zusätzlich hab ich noch ein 12V/55W Solarmodul angeklemmt das ich noch rumliegen hatte. (Die Steuereinheit hat einen zusätzlichen Anschluß dafür)

Da bei mir fast immer Wind ist, durch die nähe zu Bäumen und Haus doch einiges an Verwirbelungen entsteht, ist das Windrad dann auch mal schnell bei einer kräftigen Briese aus dem Wind. Jetzt ist das nicht mehr schlimm weil es ja schon bei ganz wenig Wind ordentlich die Akkus voll macht.

Den Wechselrichter hab ich nicht wie vorgesehen an die Ladekontrolleinheit angeschlossen sondern direkt an die Batterie, das Steuerungsgerät hat die entstehenden Spitzen öfters mal mit nem Error quitiert und das ist dann auch nicht hilfreich.

Im großen und ganzen bin ich nach den Umbauten sehr zufrieden und werd jetzt mal schaun was die Anlage noch so an zusätzlichen Verbrauchern verkraftet. Denke mal das ein Gefrierschrank noch gut machbar ist Bild

@Herwig: speist Du eigentlich "Netzparalell" ein oder hast Du ein eigenes Netz für das Windrad?
Zuletzt geändert von Mittelerde am Donnerstag 21. April 2011, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag#8von Conny » Montag 18. April 2011, 12:30

Hallo Ihr Zwei,

das hört sich doch ganz gut an. Was mich noch interessieren würde, wären die Kosten.

LG
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Beitrag#9von Christina » Montag 18. April 2011, 14:21

Und da schließe ich mich Conny gleich mal an! :-)
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Beitrag#10von Mittelerde » Donnerstag 21. April 2011, 20:56

Nabend,

also die Kosten sind "erschwinglich" ..... Das Windrad hat 700 T€uro, die 2 Akkus je 160 und der Wechslerichter 180 gekostet. Macht 1200 T€uro .... dazu kommt noch der Mast, bei mir ein verzinktes 6m langes 1,5 Zoll Rohr für 32,- plus einen kleine Rolle 2mm Spanndraht für 20,- plus so Kleinkram wie Schrauben, Kabel usw.

Also sagen wir mal alles zusammen 1300,- T€uro

Das fällt ganz klar in die Rubrik "Will ich haben" ..... bis sich das rechnet wird wohl einige Zeit vergenen. Rein rechnerich wären das 6500 kWh also der Stromverbrauch für ca 2 Jahre .....

Bis auf den Wechselrichter hab ich alles hier gekauft: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***.
Den Wechselrichter hab ich über Ebay direkt ich China bestellt, das kostet 1/3 von dem was er hier kostet und war auch nach 5 Tagen hier ..... Wichtig ist hier halt einen mit echtem Sinus zu nehmen. Alles andere bereitet über kurz oder lang nur Probleme ...
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Ralf

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