Metzger geben auf...

Moderator: Frankenvieh


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 2093

Metzger geben auf...

Beitrag#1von Herwig » Samstag 27. November 2010, 17:14

Bei vielen Nutztier-Archen ist das Schlachten zunehmend ein Problem. Dennoch scheint die Politik das anders zu sehen.
Hier ein Auszug aus einer Antwort des Landwirtschaftsministerium in BW:
[LEFT]Mit Stand 1. Januar 2010 haben in Baden-Württemberg 384 handwerkliche[/LEFT]
[LEFT]Betriebe mit Schlachtung und Fleischverarbeitung (23 %) ihre zulassungspflichtige[/LEFT]
[LEFT]Tätigkeit eingestellt. Da sich dies in 375 Fällen auf die Tätigkeit[/LEFT]
[LEFT]der Schlachtung bezieht, besteht die Möglichkeit, durch Verlagerung der[/LEFT]
[LEFT]Schlachtung auf andere Schlachtstätten den Verkauf von Fleisch und Fleischerzeugnissen[/LEFT]
[LEFT]weiterzuführen. Insgesamt verfügen in Baden-Württemberg ca.[/LEFT]
[LEFT]1.000 Betriebe (kleine und große) über eine Zulassung zum Schlachten von[/LEFT]
[LEFT]als Haustieren gehaltenen Huftieren. Daher sind in jeder Region des Landes[/LEFT]
[LEFT]im näheren Umkreis Schlachtbetriebe vorhanden. Betriebswirtschaftlich ist[/LEFT]
[LEFT]die Verlagerung von Schlachtungen von sehr kleinen Metzgereien auf Betriebe[/LEFT]
[LEFT]mit etwas größeren Schlachtzahlen (z. B. größere Metzger, genossenschaftliche[/LEFT]
[LEFT]Schlachtbetriebe) nach Aussagen von Betroffenen sogar von Vorteil.[/LEFT]
[LEFT]Vor diesem Hintergrund haben in den letzten Jahren zahlreiche Metzgereien[/LEFT]
[LEFT]die Schlachtung unabhängig vom neuen EU-Hygienerecht aufgegeben.[/LEFT]
[LEFT]Vor dem Hintergrund der nach wie vor sehr hohen Dichte an Schlachtbetrieben[/LEFT]
[LEFT]in Baden-Württemberg sieht das MLR hier auch nach wie vor kein Problem[/LEFT]
[LEFT]für den Tierschutz durch lange Transportzeiten.[/LEFT]
[LEFT]Größere Probleme mit der Umsetzung des Hygienerechts bestehen nach[/LEFT]
[LEFT]Kenntnis des MLR bei den Schlachtstätten für „Gatterwild“, da eine nationale[/LEFT]
[LEFT]Abweichungsregelung mit erheblichen Erleichterungen für kleine Betriebe[/LEFT]
[LEFT]im Laufe des letzten Sommers von der EU-Kommission als zu weitgehend[/LEFT]
[LEFT]abgelehnt wurde und eine EU-weite Lösung angestrebt wird. Hier sind die[/LEFT]
[LEFT]maßgeblich betroffenen Länder und der Bund intensiv bemüht, eine vertretbare[/LEFT]
[LEFT]Regelung herbeizuführen.[/LEFT]
[LEFT]Darüber hinaus wurde in Einzelfällen bekannt, dass für die Schlachtung von[/LEFT]
[LEFT]Geflügel durch andere Betriebe Schwierigkeiten bestehen, da aufgrund der[/LEFT]
[LEFT]weitgehenden Ausnahmeregelungen für Schlachtungen durch den Tierhalter[/LEFT]
[LEFT]auf dem eigenen Betrieb nur wenige Betriebe vorhanden sind, die für die[/LEFT]
[LEFT]Schlachtung von Geflügel über eine Zulassung verfügen. Dies ist jedoch Voraussetzung[/LEFT]
[LEFT]für die Durchführung von Auftragsschlachtungen für Geflügel aus[/LEFT]
[LEFT]anderen Tierhaltungen.[/LEFT]
Wer die gesamte Anfrage und Antworten lesen möchte schaut hier:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3388
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 207
Geschlecht: männlich

Re: Metzger geben auf...

Beitrag#2von sudo6 » Donnerstag 10. November 2011, 01:21

ja von den jungen leuten will das auch keiner mehr machen das hausschlachten, die meisten sind doch blos intustriefleicher,
Benutzeravatar
sudo6
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Beiträge: 5
Registriert: 11.2011
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Metzger geben auf...

Beitrag#3von Alex » Freitag 11. November 2011, 00:00

@Mettbrötchen

so kann man das nicht sehen, sicher es ist immer irgendwie traurig eines seiner Tiere zu töten, aber so ne Hausschlachtung hat auch was, wenns mal tot ist und hängt und es zum zerlegen und wursten geht, kann es ja auch Spass machen, hat ja auch was kreatives, verschiedene Rezepte usw. auszuprobieren. Und wenn man sich auschließlich vom eigenem Fleisch ernährt und das Schwein eventuell schon zwei Monate aus war, dann freut man sich direkt auf den Schlachttag.

Mein Metzger erzählte mir erst letztens, als Kind hat er nur zweimal die Woche Fleisch, da haben sich die Kinder gefreut wenn mal eine Henne angefahren wurde, war mal Fleisch aus der Reihe.

Ich finde es schade, dass das Schlachten mittlerweilen so viel negativer gesehen wird als früher und komischerweise aber gleichzeitig so viel mehr Fleisch gegessen wird.

Grüße Alex
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 767
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Re: Metzger geben auf...

Beitrag#4von Jaegertom » Dienstag 14. Februar 2012, 00:47

Hallo,
seit die Eu Verordnung greift und immer mehr Tiere wieder durch Deutschland zum Schlachthof gekarrt werden, ist das Tierleid
wieder grenzenlos. Letzhin habe ich mit einem Mitarbeiter eines Schlachthofes in unserer Region gesprochen und der erzählte mir, dass viele Tiere aus bayern kommen zum Schlachten. In die Gegend Eppingen/Heilbronn.
Auf die Frage, ob die Tiere nichtin Bayern am Erzeugungsort getötet werden könnten und das Fleisch gekühlt transportiert, meinte er dass sie sonst arbeitslos wären. So richtig rentabel arbeitet dieser Schlachthof mit Sicherheit nicht.
Darum habe ich den Schlachtschein gemacht, um selbst meine Tiere töten zu können und sie nicht leiden zu lassen.
Was ich in meinem Ausbildungsschlachthof so sehen musste ist wirklich schlimm, sogar als Jäger der das Töten eigentlich gewohnt ist
hatte ich mit meinen Gefühlen zu kämpfen. Das müssten die Verbraucher erleben!
Will ich aber das Tier außer Selbstverbrauch verkaufen, darf ich es trotzdem nicht zu Hause töten.
Als ich mein Veterinäramt darauf aufmerksam machte, dass rein rechtlich der Kunde das Tier lebend kaufen kann, mit nach Hause nehmen und dort eine Hausschlachtung machen kann, die ich dann für den Käufer des Tieres von mir vornehmen kann, mussten sie klein beigeben.
Solange mein Schlachthäuschen noch nicht fertig ist, wird eben so verfahren. Vorschriften lesen und lernen!
In ganz Heilbronn (Großstadt) schlachtet kein Metzger mehr selbst!!
Als Direktvermarkter hast du die Chance, relativ preiswert durch Eigenleistung eein gebrauchsfähiges Schlachthaus zu bauen, so dass es das Veterinäramt nicht absprechen kann. Natürlich muss man sich an die Vorschriften halten, aber es geht.(Bauliche Möglichkeiten vorausgesetzt).
Gebt nicht auf und erspart den Tieren das Leid, versucht eure Direktvermarktung aufrechtzuerhalten! Schließt euch zusammen und nutzt eines gemeinsam.
Selbst wenn nicht viel dabei verdient ist, unsere Tiere als Mitgeschöpfe haben es nicht verdient, nur als Produkt vollkommen
industriell behandelt zu werden, auch während des Schlachtens haben sie Anrecht auf würdevolle Behandlung.
Gruß
Thomas
Benutzeravatar
Jaegertom
...ist wohl ein Fachmann/frau
...ist wohl ein Fachmann/frau
Beiträge: 466
Registriert: 10.2011
Highscores: 1
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Metzger geben auf...

Beitrag#5von Schlachter » Samstag 16. Februar 2013, 11:05

sudo6 hat geschrieben:ja von den jungen leuten will das auch keiner mehr machen das hausschlachten, die meisten sind doch blos intustriefleicher,


Hallo,

auch wenn der Beitrag schon etwas älter ist,ich bin kein Industrieschlachter..ich habe im Handwerk gelernt und übe dieses auch sehr gerne aus.
Benutzeravatar
Schlachter
Beiträge: 3
Registriert: 02.2013
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Metzger geben auf...

Beitrag#6von Alex » Samstag 16. Februar 2013, 23:10

Es ist schön, dass es noch welche gibt, die das machen wollen, um bei mir zu schlachten wohnst du leider etwas zu weit weg. Das mit den passenden Hausmetzgern ist immer so ne schwierige Sache.

Alex
Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu!

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 767
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich


Beteilige Dich mit einer Spende