Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

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Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#1von Christina » Dienstag 15. Juli 2008, 12:49

Hallo an alle Imker!

Ich denke darüber nach, im nächsten Frühjar als erste weitere Tierart nach den Pferden auf "meiner kleinen Farm" Bienen zu halten.

Diese Idee kam mir, weil der Imker, der direkt nebenan seine Stöcke seit Ewigkeiten stehen hat, diese in diesem Jahr wegen der vielen Arbeit auf ein Volk reduziert hat. Er ist weit über 80 und schafft es einfach nicht mehr. Wahrscheinlich wird er im nächsten Jahr wohl auch das letzte aufgeben, da er die Anfahrt und das Gehen des letzten Stückes kaum noch schafft.

Nun.... Meinen Hund habe ich, weil ich vorher nicht über die Arbeit und die Verpflichtungen nachgedacht habe. Mein Pferd habe ich, weil ich vorher nicht über die Arbeit und die Verpflichtungen nachgedacht habe... (Bei meinem Mann ist es ähnlich... lach). Beides (mein Mann natürlich auch) macht mich glücklich, aber die Eingewöhnung war schon hart, weil ich aus einem Haushalb ohne Pferde und Hunde komme.

Diesmal möchte ich vorher überlegen, auch auf die Gefahr hin, dass es dann nichts wird, weil ich mit Pferden, Wald und Hund neben meinem Beruf schon einiges zu tun habe und mich nicht überfordern will.

Meine Frage nun also: Wieviel Zeit nimmt die Imkerei in Anspruch? Sommer / Winter.... Pro Volk / bei mehreren Stöcken.... Anfänger / Profi.... usw.

Ich würde mich da über Eure Erfahrungsberichte sehr freuen.

Viele Grüße,
Christina
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Beitrag#2von Herwig » Mittwoch 16. Juli 2008, 09:26

Als Imker würde ich Dich gerne überreden das Imkern anzufangen. Jedoch wird von vielen Menschen der Aufwand in der Imkerei sehr unterschätzt. In den Trachtmonaten und Schwärmmonaten ist der Aufwand wirklich erheblich. Gut wäre es, wenn du das mit jemandem zusammen machst, der sich auch dafür begeistern könnte. Dann ist der Aufwand nicht ganz so hoch und man kann mal aussetzen und dem Partner die Arbeit überlassen. Günstig für dich wäre natürlich, das du einen Nachbarn hast, den du um Rat fragen kannst, er könnte dein "Imkervater" sein, das ist sehr wichtig jeamden zu haben der alles zeigt und mit Rat zur Seite steht...
Um den Aufwand kennenzulernen und deinen Nachbarn für dich zu gewinnen würde ich an Deiner Stelle ihn ein Jahr begleiten, ganz konsequent bei jeder Arbeit dabei sein und mitmachen. Dann lernst du die Sache am besten und kannst realistisch abschätzen wie hoch der Aufwand ist. Und, deinem Nachbarn ist wirklich geholfen, wenn du ihm zur Hand gehst. Denn zum Teil ist die Arbeit auch körperlich anstrengend.

Also schnell Kontakt mit ihm aufnehmen und erklären was du vorhast, dann kannst du vielleicht sogar seine Arbeitsgeräre günstig übernehmen. Denn der finanzielle Aufwand für Einsteiger, die vorher nichts mit Imkerei zu tun hatten, ist auch nicht unerheblich.
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Beitrag#3von dortee » Mittwoch 16. Juli 2008, 11:14

Herwig hat Recht. Und das ist der Grund, weshalb ich Hühner habe und keine Bienen... Bild

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Beitrag#4von Christina » Mittwoch 16. Juli 2008, 12:08

Hallo Herwig,

generell hast du natürlich Recht und nichts wäre sinnvoller als diesen Imker zu unterstützen / begleiten, um hinterher das Volk und die Arbeitsgeräte zu übernehmen...
Ich weiß noch nicht, ob ich das kann. Mir fällt das aus persönlichen Gründen schwer. Ich muss nochmal drüber nachdenken...
Mein Prolem ist aber auch, dass, wenn ich ihn angesprochen und mit der Imkerei im weitesten Sinne begonnen habe, dies mit großer Wahrscheinlichkeit weiter führen werde. Ich kenne mich, ich höre dann so schnell nicht damit auf, selbst wenn es mich TOTAL überfordert. Deshalb würde ich das gerne vorher abschätzen...

Es gibt hier noch eine andere Möglichkeit, die ich nun vielleicht eher favorisiere: Im Nachbarort gibt es einen Lehrer, der sehr, sehr viele Völker hat. Er gibt sein Wissen auch gerne weiter und verpachtet sogar Völker.
Vielleicht könnte ich mit dem eine Möglichkeit finden, dass er Stöcke bei mir aufstellen kann, ich ihm über die Schulter sehe, helfe.... und wenn ich der Meinung bin, dass ich das will, erstmal ein Volk pachte. Allerdings hab ich keine Ahnung, wie das mit den Arbeitsgeräten gehandhabt wird, das müsste ich nochmal nachfragen. Vielleicht kann man da auch erstmal etwas leihen oder mieten.

Meine Idee der Frage war nur folgende: Bei den Pferden sage ich als Faustformel, dass mich bei meiner Haltungsform derzeit ein Pferd pro Tag ca. 1/2 Stunde Arbeit kostet, die regelmäßig anfällt. Dazu kommen Extrazeiten wie Weidebau, Stallbau, Heuabladen usw.... Aber diese 1/2 h fällt regelmäßig garantiert an und muss immer erledigt werden.
Ich hatte überlegt, ob man bei Bienen vielleicht auch so ungefähre Faustformeln hat, die aber wohl saisonal unterschiedlich sind? Damit ich ungefähr weiß, ob nun im Sommer 1/2 h oder eher 4 h pro Tag anfallen... Im Winter wohl eher weniger, denke ich mal.

@ dortee: Hühner sollen auch noch einziehen, aber ich bin mit der "Urbarmachung" noch nicht dort angekommen, wo die Hühner eines Tages leben sollen. Bis dorthin sind noch einige m³ Feuerholz zu schlagen und etliche Ladungen Sand zu verfüllen. Aber immerhin haben wir gestern eine neue Spaltaxt gekauft und nun endlich Freude am Holzhacken gefunden. Es geht nichts über gutes Werkzeug!!!

Viele Grüße,
Christina
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sorry

Beitrag#5von CRESCATORUL » Montag 26. Januar 2009, 01:33

tut mir leid cristina - aber ich bin ein absoluter gegner von solcher mathematik.
teoretisch mag schon sein dass ein pferd 1/2 stunde am tag an arbeit beansprucht - aber praktisch???????
ich denk mal dass man das nicht in dieser weise rechnen kann.
was wuerdest du mit ueber 50 tierarten machen??
ein tag hat nur 24 stunden!

praktich kann ich dir sagen dass wenn ein pferd 1/2 stunde beansprucht dann beanspruchen 10 pferde 5 stunden nicht funktioniert.
ausserdem ist der zeitaufwand nicht jeden tag der gleiche.
einmal kann der zeitaufwand fuer 1 pferd pro tag laenger sein als and anderen tagen fuer 10 pferde.
es kommt darauf an was an arbeit anfaellt ( zB: geburt,klauenpflege etc oder zeitweise nur fuettern und saubermachen)
das durchschnittsprinzip funktioniert auch nicht.
ich muss auch dazusagen dass je mehr tiere man haelt der synagieeffect groesser wird.
es wird weniger zeit pro tier beansprucht und auch die kosten reduzieren sich pro kopf.
aber bei tierzucht kann man nie mit festen zahlen rechnen.
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Hallo

Beitrag#6von Kuschelkatze » Sonntag 22. Februar 2009, 09:23

Das kann man nicht pauschalisieren, wie lange ein Tier jeden Tag gepflegt wird.
Ich habe mit meinen Hühnern und Kaninchen schon über ne Std zu tun. Nur Füttern.
Dann muß auch mal gemistet werden. Dann müßen Futtermittel geholt werden. Und viele andere Arbeiten stehen an.
Ich setze mich auch gern ne Weile hin, und schaue meine Tiere an, so erkennt man auch, wenn sie krank sind, oder werden.

Wenn ich über den Winter zu Hause bin, genieße ich die Zeit. Aber auch wenn ich arbeiten bin, nehme ich mir die Zeit. Es ist ein erfüllender Anblick, wenn deine Tiere gesund sind. Da braucht man kein Fernsehen.

Und wenn du deine Tiere ein bischen gern hast, dann fallen dir bestimmt ein paar Ideen ein etwas schöner, oder größer für die Tiere zu bauen.
Denn bei diesen Tieren wird es dann nich bleiben. Sicherlich züchtest du, oder kaufst dir Tiere im Laufe der Zeit dazu.

Über Bienen hatte ich auch schon mal nachgedacht.
Und wenn ich ein Pferd haette, würde es nicht nur ne halbe Std Zeit von mir bekommmen. Was ist mit ausreiten?
Mein Tip. Beschaeftige dich mit deinen Tieren. Du wirst sehen, das du jeden Tag etwas zurück bekommst. Mich macht es glücklich, wenn ich bei meinen Tieren bin, und sie gesund sind.

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Beitrag#7von Christina » Samstag 11. April 2009, 20:27

Ich hatte hier nach Bienen gefragt.

Wie eine ordentliche Pferdehaltung funktioniert, ist mir durchaus bewusst. ....und wie man das genießt ganz sicher auch. Ich hab nämlich den ganzen schönen sonnigen Ostersamstag an der Weide verbracht. Bild
Tatsächlich könnte ich meine Arbeitszeit bei den jetzt 2 Pferden ganz einfach auf 10 Pferde hochrechnen, da man in der Mathematik die Wahl hat, mit Varianten und Konstanten zu rechnen. Bild

Außerdem finde ich, dass es manch einem Tierhalter gut stehen würde, sich vorher mehr Gedanken zu machen.

Aber zum Thema: Nachdem ich "Der Wochenendimker" und "Ökologisch Imkern" gelesen habe, ist mir klar geworden, dass ich noch nicht die nötige Ruhe für Bienen habe, die Unruhe doch sehr schmerzhaft bestrafen.
Aber ich bin guter Dinge, dass sich das in den nächsten Jahren ändert.
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Beitrag#8von Christina » Samstag 11. April 2009, 20:51

PS:


@ CRESCATORUL

Ohne Zucht keine Geburt und bei Pferden niemals eine Klauenpflege.
Dass Extraarbeiten anfallen, hatte ich angeführt.


@ Kuschelkatze

Mein Pferd und mein Pony wurden das gesamte letzte Jahr nicht geritten.
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Hallo

Beitrag#9von Kuschelkatze » Sonntag 12. April 2009, 06:55

Was meinst du damit ?

" @ Kuschelkatze
Mein Pferd und mein Pony wurden das gesamte letzte Jahr nicht geritten. "

Das Pferde nicht immer geritten werden müssen, oder was meinst du. Wenn du in meiner Nähe wohnen würdest, würde ich mich gern drum kümmern.
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Beitrag#10von Christina » Sonntag 12. April 2009, 07:10

Hallo,

ich meinte damit, dass ich keine Zeit für das Reiten bedenken musste, weil das Pony noch sehr jung ist und das Pferd leider eine krankheitsbedingte Pause hatte. Ich hab die beiden das letzte Jahr tatsächlich nur gepflegt und mich an ihrem Sein erfreut. Bild

Viele Grüße,
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Beitrag#11von Michaela268 » Dienstag 14. April 2009, 08:46

Moin,
habe die Diskussion hier etwas verfolgt,weil ich auch schon mit dem Gedanken spielte mit der Imkerei anzufangen.
Nach einem nicht so schönen Jahr und langer Inaktivität (war auch lang nicht mehr hier Forum Bild),denke ich,dass es ist jetzt Zeit ist endlich mal wieder etwas zu tun.U.a. habe ich mir gedacht,dass Imkern nicht schlecht wäre.Allerdings habe ich da noch null Erfahrung-abgesehen davon,dass ich mal Honig geschleudert und in Gläser gefüllt hab und wohl auch mal einen Nachmittag einem Imker über die Schulter schauen durfte-und weiß gar nicht so recht wie ich die Sache am besten anfange.Ich hatte mir gedacht,dass ich vielleicht erstmal so eine Art "Hilfsarbeiter" werde.Ich habe hier jedenfalls schon einige Denkanstöße bekommen Bild
LG Michaela
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Beitrag#12von Christina » Dienstag 14. April 2009, 15:45

Dann kannst Du mir ja berichten! Bild
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Beitrag#13von Michaela268 » Mittwoch 15. April 2009, 13:17

Gern!Bild
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Re: Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#14von Christina » Donnerstag 15. August 2013, 20:43

Für mich und die Bienen hat sich die letzten Wochen eine sehr erfreuliche Lösung ergeben:

Ein Imker aus der Nähe suchte einen weiteres Standort zur Vergrößerung seiner Bienenschar. Er hat die letzten Wochen 13 Völker in unseren Wald gestellt. Dafür bekommen wir Honig und Propolis. :-)
Wenn ich mal Zeit habe, darf ich ihm über die Schultern schauen. Im nächsten Frühjahr kommt ein Volk zu uns ans Haus, um die Apfelbäume zu bestäuben. Sollte ich langfristig Interesse bekommen, gibt er mir auch gerne ein Volk ab. Aber ich finde die Lösung so im Moment sehr schön und für beide Seiten eine absolute Gewinn-Situation. :-)

Viele Grüße, Christina
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Re: Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#15von Claudia » Dienstag 20. August 2013, 19:30

das ist schön : )
eine freundin arbeitet sich da auch gerade hern, da werde ich auch immer ein ohr dran haben.
deine irgendwo weiter oben zeitrechnung, kann ich gut verstehen. mach ich auch so, eben weil es in der rechnung durchaus variablen gibt, mit der man den aufwand für x tiere berechnen kann.
macht ja auch sinn, sich darüber vorher im klaren zu sein, als wenn man irgendwann da steht und einen haufen viehzeugs hat und sich über die arbeit wundert.
und für direktvermarkter(wo,mit ich jeden meine, der irgendwas von seinen tieren verkauft) ist es fast schon ein muss, wie will man sich sonst an einen minimal-verkaufspreis annähern?
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Re: Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#16von Christina » Samstag 16. November 2013, 19:45

So wie es jetzt läuft, läuft es jedenfalls für meine jetzige Situation (hab ja noch einen Job außerhalb) am besten für mich!
Der Zeitaufwand waren ein paar Mails und ein Abend Begehung mit Absprache und nettem Plausch. Dafür hab ich heute 12 Gläser Honig geliefert bekommen! :smileyvieh: Das macht für jeden Monat ein Glas, ohne etwas dafür tun zu müssen.
Im nächsten Frühjahr kommen auch Bienen mit zu uns ans Haus, um die Obst- und Löwenzahnblüte mitzunehmen. Da werde ich ihm dann ganz bequem nebenbei mal mit über die Schulter gucken und anfangen zu lernen.
Beste Grüße,
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Re: Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#17von Christina » Samstag 31. Mai 2014, 10:42

So, jetzt habe ich ein eigenes Volk. :smileyvieh:

Naja, zumindest bin ich Patentante eines Volkes. Der Imker meint, es wäre meines. Wie das kam? Seit Beginn der Löwenzahn- und Obstblüte hatten wir hier am Ende der Hausweide zwei Völker stehen. Eines Abends hatten wir zufällig beim Mulchen bemerkt, dass an einem Weidepfahl ein Schwarm Bienen saß. Ich habs dem Imker direkt gemailt und der kam am nächsten Abend, konnte es aber trotz meiner Beschreibung nicht finden. Ich war zufällig auch gerade wieder auf der Weide und hab ihm gezeigt, wo sie sitzen. Sie waren inzwischen ganz runter gerutscht, so dass man sie bei dem hohen Gras gar nicht mehr sehen konnte. Es war die Tage davor sehr kalt gewesen und auch der Abend war noch ungemütlich. Der Imker hat mir erklärt, dass sie da schon einige Zeit sitzen müssen, weil die Vorräte aufgebraucht waren und sie schon sehr erschöpft waren. Ich hab zugeschaut, wie er alle Bienen vorsichtig eingesammelt hat. Das hat einige Zeit gedauert... Seine Frau ist dabei fast eingefroren, aber er hat bis zur Letzten Biene gesammelt und mir dabei einiges erklärt. Ich kann nun "Willys" von "Majas" unterscheiden, auch alte von jungen Majas. :yes4:
Heute kam endlich die schöne Nachricht, dass "mein" Volk überlebt hat! Nachdem es erst nur sehr zögerlich anlief, sieht nun alles super aus. Der Imker meint, es war wohl noch eine unbefruchtete Königin drin, die nun so weit ist. Jetzt gibt es wohl ein kleines Brutnest mit "Stiften" und "Larven". Puh, da muss ich noch mal in meine Bücher schauen, was das so genau bedeutet.
Als nächstes will er noch andere Bienen dazu geben, die das Volk im Aufbau unterstützen. Sehr spannend alles!!!!
Beste Grüße,
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Re: Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#18von Herwig » Samstag 31. Mai 2014, 13:42

Na, wenn die Königin gestiftet hat, gibt es natürlich auch Maden und dann natürlich auch Jungbienen.
Weißt du welche Rasse du hast??
Dan kannst du ja im Spätsommer schon ein Volk schleudern, damit kommst du dann locker über das nächste Jahr. Halt die bloß den Imker "warm", damit alles richtig wird. Vielleicht kann er ja noch zum Herbst einen Ableger machen von dem Volk, dann ist es warscheinlicher, dass du im nächsten Jahr auch noch Bienen hast.
Falls dein "Imker Vater" Drohnenbrut ausschneidet (ich finds nicht so toll, machen aber viele Imker zur Varroaprophylaxe) schmeiß die ausgeschnittene Brut deinen Hühnern hin, das ist eines der besten Eiweißfutter der Erde!!
Ansonsten kritisier nicht deinen Imker Vater aber versuche auch nicht alles als ungeschriebenes Gesetz zu verstehen was er sagt. Finde irgendwann deinen eigenen Weg, auch Imker sind verschieden und handeln sehr unterschiedlich.
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Re: Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#19von Christina » Samstag 31. Mai 2014, 15:25

Ich glaube, ich mache es mir einfach und lasse ihn mein Volk erst einmal weiter versorgen. ;-) Aber ich werde ihm mehr und mehr über die Schulter schauen!
Er sagte etwas von grauen Bienen... Gibt es sowas???
Beste Grüße,
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Re: Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#20von klosterbauer » Montag 2. Juni 2014, 15:11

.. vielleicht die dunkle Biene? ....
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Re: Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#21von Christina » Montag 2. Juni 2014, 17:27

Er meinte, es ist nicht die braune... Ich dachte, die dunkle wäre die braune??? Ich muss mal nachfragen, wenn ich ihn wieder sehe.
Beste Grüße,
Christina

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Re: Wieviel Arbeit macht ein Bienenvolk?

Beitrag#22von Herwig » Dienstag 3. Juni 2014, 05:50

Ich denke es ist Carnica... Buckfast ist gelber.
Da nur diese beiden Rassen vornehmlich gehalten werden wird es die Carnica sein.
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