Massensterben der Bienen

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Massensterben der Bienen

Beitrag#1von Rouven » Sonntag 18. Mai 2008, 15:36

Hallo, in meiner Tageszeitung stand gestern folgender Artikel (Zitat):

Massensterben der Bienen: Saatgut

Braunschweig (dpa) Pflanzenschutzmittel ist nach Überzeugung von Wissenschaftlern schuld am dramatischen Massensterben der Bienen in Baden-Württemberg. Aus den Auswertungen des Julius-Kühn-Instituts könne "eindeutig" geschlossen werden, dass die Bienen durch Abrieb des Wirkstoffs Clothianidin vergiftet wurden, teilten die Experten gestern in Braunschweig mit. Damit stützen die Forscher die Vermutungen der Imker, die das Säen des mit Clothianidin behandelnden Saatguts für den Tod der Bienen verantwortlich machen. Maissaatgut wird seit Längerem mit Pflanzenschutzmitteln gebeizt, das den für Menschen ungiftigen Wirkstoff Clothianidin enthält.

Zitat Ende

Vll. ja für die Imker hier im Forum interessant
Gruss Rouven
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Beitrag#2von Weitersbacher Hof » Samstag 24. Mai 2008, 22:38

Hallo Rouven,
was mir nicht so ganz klar ist: Bienen kommen doch nicht mit Maissaatgut in Berührung, oder verteilt sich das Gift in der Luft, und die Bienen nehmen es auf?
Denkbar wäre außerdem, dass es wirksam bleibt, bis der Mais blüht.
Der Artikel stand auch bei uns in der Bauernzeitung, aber der Übertragungsweg wurde nicht deutlich.
Grüße
Doris
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Beitrag#3von dani » Sonntag 25. Mai 2008, 20:04

Hallo,

die Theorie wie die Bienen an das Gift kommen ist einfach. Beim säen wird Staub auch vom giftigen Beizmittel aufgewirbelt. Dieser setzt sich auf den von Bienen besuchten Blüten ab, kommt dort mit den Bienen in Berührung und das sterben beginnt.

Gruß
Dani
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Re: Massensterben der Bienen

Beitrag#4von paderborner66 » Freitag 15. Februar 2013, 17:44

Hallo,

Wasser sammeln oder auch Nektar von bei Pflanzen reichen..
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Re: Massensterben der Bienen

Beitrag#5von ginkgo1956 » Samstag 16. Februar 2013, 17:32

Hallo
Wie kann/soll man das verstehen ?
Habe mit Facebook nichts am Hut..daher meine anfrage.
Mark
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Re: Massensterben der Bienen

Beitrag#6von Fuhrmann » Dienstag 26. August 2014, 13:24

Ich denke es passt ganz gut in die Überschrift, heute ein Artikel in der Augsburger:
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Das ist aber alles nix neues !

ein Ausschnitt:
Als größtes Problem sieht Hederer die Landwirtschaft. Die Pestizide, die eingesetzt werden, schaden den Bienen deutlich. Als „bienenungefährlich“ werden Pflanzenschutzmittel bezeichnet, bei denen im Test von 100 Bienen nach 48 Stunden noch mindestens 51 leben. Eine Bezeichnung, die nach Meinung vieler Imker absichtlich täuschen solle. In Österreich beispielsweise würden diese Pflanzenschutzmittel als „weniger bienengefährlich“ klassifiziert. Dazu kommt das Mähverhalten. Es werde zu oft gemäht, sodass auf den Feldern keine Blüten mehr wachsen, die bestäubt werden könnten – bis zu sieben Mal im Jahr. Außerdem würden die starken Mähwerke mit ihrer hohen Fahrgeschwindigkeit für einen Flugbienenverlust sorgen, von bis zu 1,5 Kilogramm bei einem Bienenflug in der Mittagszeit. Laut Hederer wurde das durch Gewichtskontrollen per Funkwaage deutlich. Das Gewicht eines gesamten Bienenstocks liegt bei etwa 3,5 Kilogramm.
...
Das Honigschlecken bleibt aus - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
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Re: Massensterben der Bienen

Beitrag#7von Fuhrmann » Freitag 12. September 2014, 09:43

Die Ankündigung hat mich heute erreicht:

Betreff: SWR-Doku: Warum sterben die Bienen?

Sehr geehrte Mitwirkende und UnterstützerInnen, liebe Kollegen und Freunde,


ich darf die nahende Ausstrahlung meiner jüngsten 45-minütigen Dokumentation in der Reihe "betrifft" des SWR Fernsehens ankündigen:


Warum sterben die Bienen?


Mittwoch, 24.09.2014
20.15 Uhr im SWR Fernsehen.

Seit Jahren sterben die Bienen. Weltweit, leise und unauffällig. In den vergangenen Jahren lag die Sterberate der Bienenvölker Europas bei durchschnittlich 20 %. In Deutschland sogar bei bis zu 30 %. Verluste in dieser Höhe sind besorgniserregend, sagen Imker wie Christoph Koch aus Oppenau im Schwarzwald und schlagen Alarm. Der Berufsimker lebt mit Bienen seit Kindesbeinen an. Schon sein Vater ging diesem faszinierenden Beruf nach.


Christoph Koch ist Imker-Meister und Vorstandsmitglied im Deutschen Berufsimker-Verband. Er war einer der Hauptbetroffenen einer Giftkatastrophe im Jahr 2008 im Oberrheingraben, hat damals fast alle seine
200 Bienenvölker verloren. Seither kämpft er für die Bienen. Sie gehören zu unsern wichtigsten Nutztieren, sagt er. Was sich freilich kaum jemand klar mache. Denn ohne Bienen gebe es schließlich gut ein Drittel von allem, was wir essen, gar nicht. Den finanziellen Wert ihrer Bestäubungsarbeit wird in Studien allein für Europa auf 23 Milliarden Euro beziffert. Doch Ihr Nutzen für die Ökosysteme insgesamt dürfte unschätzbar sein.


Das rätselhafte Sterben der Bienen beschäftigt seit einiger Zeit Scharen von Forschern der Bieneninstitute und von Pflanzenschutzkonzernen.
Dezimiert ein Schädling – die Varroa- Milbe – die Bestände der Imker? Sind es die Monokulturen der modernen industrialisierten Landwirtschaft, die den Bienen zusetzen? Und welche Rolle spielt dabei die Agrochemie mit ihren hocheffektiven Pflanzenschutzmitteln?


Betrifft-Autor Christoph Würzburger geht dieser Frage nach. Er unternimmt eine Reise in die faszinierende Welt der Bienen. Er recherchiert bei Imkern, Chemiekonzernen, Landwirten und Wissenschaftlern. Er begleitet den Bienen-Aktivisten und Imker Christoph Koch durch sein honiggelbes Bienenjahr - und bei seinem Kampf gegen den schleichenden Niedergang seiner Bienenvölker.


Weitere Infos:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Weitere Sendetermine:


Do, 25.9.2014 | 4.50 Uhr | SWR Fernsehen


Mi, 1.10.2014 | 11.45 Uhr | EinsPlus


Do, 2.10.2014 | 8.45 Uhr | EinsPlus


Beste Grüße!


PS Diese Information kann gerne weiter verbreitet werden.
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