Bienenbeuten bauen

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Bienenbeuten bauen

Beitrag#1von Fredo » Mittwoch 29. Juli 2009, 22:31

Hi,
derzeit habe ich noch normale kunstoff Segeberger Beuten, aber ich finde es nicht wirklich korrekt wenn man bienen in eine kunstoff Behausung steckt obwohl sie in der Natur in Holz "Häusern" leben. Deswegen möchte ich diesen Winter anfangen Bienenbeuten selbst zu Bauen aber jetzt die Frage: Welches Holz für die Kästen, womit behandeln, wie zusammen bauen ,welcher Zeit und Geld aufwand??? Ich hoffe ich finde hier ein paar antworten weil in den verschiedenen Imkerforen und Internet Seiten gibt es für mich keine schlüssigen antworten Bild . Gruß: Fredo
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Beitrag#2von Andreas » Donnerstag 30. Juli 2009, 09:01

Hallo Fredo,
sehr gute Entscheidung auf Holz umzustellen. Ich baue seit 20 Jahren meine Beuten selber.
> Als Holz ist die erste Wahl Weimuthskiefer, sehr leicht, recht teuer, häufig schlecht zu bekommen. Fichte geht genauso gut, selbst Kiefer oder sogar alte Bretter einer Scheune funktionieren.Ich habe in der Not, als ich dringend Kästen brauchte, Rauspundbretter verleimt und daraus Kisten gemacht, da kostet der qm nur € 2,50. Selbst dieses Provisorium, was nur für ein paar Monate übergangszeit gedacht war, dient jetzt schon mehrere Jahre.

>Du kannst sie im Prinzip mit jedem Holzschutzmittel behandeln, es sollte natürlich frei von Insektizieden sein. Sehr gut bewährt, und seit Jahrzehnten in der Imkerei eingesetzt hat sich Bondex. Da für die Bioimkerei nicht zugelassen, wird bei den Bio`s Livoslasur benutzt, oder Leinölfirnis , zur Grundierung als Halböl verwendet. Manche Leute Tauchen auch die vertigen Magazine in heißes Parafin.

>Zusammenbauen am besten über einer Form mit Spaxschrauben, die Edelwariante, natürlich mit Edelstahlspax.

> Zeit und Geldaufwand, ist ganz schwer zu beantworten, Holz kostet zwischen 2,- und 12,- € der qm. Tja und Zeit, das hängt erstmal wesentlich von Deinem Werkzeug und Deinen Stückzahlen ab. Am wichtigsten ist eine brauchbare Kreissäge, ist diese erstmal ordentlich eingestellt ist es egal ob Du ein Brett zurechtschneidest oder Hundert, sprich große Stückzahlen machens schneller. Als Anhaltspunkt, ich schaffe es durchaus an einem Vormittag die Bretter für 30 bis 50 Zargen zuzuschneiden. Der Zusammenbau dauert natürlich bestimmt dreimal solange. Was die Zeit angeht ist natürlich auch die Frage für welche Bauart mann sich entscheidet. Sehr zu empfehlen ist die Hohnheimer Einfachbeute, der Bauplan, den ich Dir auch gerne zur Verfügungstellen kann ist für Zander berechnet, man muss in Deinem Fall die Maße auf Deutschnormalmaß umrechnen, ich habe meine auf Langstroth umgerechnet. es gibt aber auch noch einfachere Konstruktionen, die auch sehr gut funktionieren. Sicher ist es lohnt sich auf alle Fälle der Selbstbau virtelt die Anlagekosten für Beuten, und wer in der heutigen Zeit mit den Bienen Geld verdienen möchte, der muss fast zwangsläufig den Winter zum Bauen nutzen.



Ich bin gerade dabei für den Urlaub zu packen, wenn ich zurück bin ende August mache ich wenns iterressiert mal eine kleine Zeichnung oder Fotos von der Eenfachsten Beute. Ansonsten habe ich dieses Jahr schon ein Paar Anfragen zu diesem Thema gehabt, und es kann sein das ich im Spätherbst einen Wochenendworkshop mache, in dem es um Beuten Bau geht.

Ich hoffe das Deine Fragen erstmal beantwortet sind, sonst gerne nochmal nachfragen,

:smileyvieh: le

Grüße

Andreas
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Beitrag#3von Fredo » Donnerstag 30. Juli 2009, 14:19

Hi,
danke für die Antwort Andreas. Ein Imker hat mir mal gesagt das er aus OSB Platten seine Beuten gebaut hat
weil er zu der zeit sehr wenig Geld hatte und deswegen vom alten Hühnerhaus die Wände abgerissen hat und Beuten drausgebaut hat Bild .Nungut aber das finde ich nicht die beste Art , an Weymouthkiffer habe ich auch schon gedacht aber sehr schwierig bei uns zu kriegen... wie meinst du das mit der Form ???? Ansonsten wie sieht das mit verziehen aus wenn die Beuten nass werden Arbeitet das Holz ja bestimmt gibt das dann Problem mit Wabenziehen??? und wie Dick ist das Holz was du nimmst??? Man hat mir ja gesagt das Holzbeuten nicht gut sind im Winter ( so wurden Früher Kühlschränke gebaut,sagte man mir) aber ich glaube wenn sie die Kälte drin halten können können sie auch die Wärme der Bienen drin halten.

Fragen über Fragen...
Gruß:Fredo


Jeder Imker rätt mir davon ab, mir selber Beuten zu Bauen, und bietet mir gleich wieder seine alten völlig Kaputten kunstoff Zargen an Bild
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Beitrag#4von Andreas » Freitag 31. Juli 2009, 07:35

Hallo Fredo,
auch mit OSB geht es natürlich, genaugenommen kann man Bienen in einem Pappkarton halten. In Deutschland sind 25mm Wandstärke üblich, in Ammyland zum Teil nur 20mm, ich verwende 22mm. Die Einfachste Form ist eine Dicke Holzplatte, im Baumarkt zugesägt, genau auf die innen Maße der Zarge. Die Einzelteile werden mit Schraubzwingen dagegen gepresst, und dann Verschraubt, und schon sind sie alle rechtwinklig. Wenn die Seiten gut verschraubt sind, arbeiten sie nicht mehr, das heißt sie verformen sich nicht mehr, sie schrumpfen bei Trocknung nur noch in der Höhe. Also wenn das Holz nicht ganz gut abgelagert ist, in der Höhe ruhig 4 mm draufgeben.
Das Holzbeuten nicht gut im Winter sind möchte ich fast als Blödsin bezeichnen, in Alaska werden Völker ohne Probleme in 22mm starken Holzbeuten Überwintert, die Beute muss nicht warm sein, sie muss gut belüftet und trocken sein.
Selbst Bau macht Spaß, wenn Du mit einer Kreissäge umgehen kannst, und etwas Handwerklkiches Geschick hast dann klappt das auch.

Grüße

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Beitrag#5von Fredo » Freitag 31. Juli 2009, 11:21

Tach,
Das Holzbeuten schlecht im Winter sind find ich auch Blödsinn, Holz isoliert sehr gut und man sagt ja: Bienen mögen es am Kopf und an den Beinen luftig und die Seiten sind ihnen relativ egal Bild.
Nungut Taschengeld wird gespart, Minijob beim Lohnunternehmer krieg ich auch noch und dann mal sehen ob ich bis zum Winter genug Geld hab für ne ordentliche Kreissäge und gutes Holz.
Eine frage noch um wieviel sind die Dunklen Bienen robuster im Thema: Winter und co. als Carnica, Buckfast und sonstso????

Gruss:Fredo
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Beitrag#6von Andreas » Freitag 31. Juli 2009, 16:31

Hallo Fredo,
meine Buckis sind wirklich sehr Winterhart, in den letzten 5 Jahren, bei durchschniutlich 40 Völkern 5 Verlust, Insgesamt!!! Robuster geht also kaum. Wie Robust die Dunkle im Winter wirklich ist, kann ich noch nicht beurteilen, sie stehen aber im Ruf das sie sehr Winterhart sind. Müssen sie ja auch um zum Beispiel in Schweden gut zurecht zu kommen. Wenn ich da selber bessere Erfahrungen habe werde ich natürlich berichten. Grüße

Andreas
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Beitrag#7von Fredo » Sonntag 2. August 2009, 10:30

Hi ,
danke für die Antworten Andreas.
Schönen Urlaub noch.

Gruß.Fredo
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Beitrag#8von Fredo » Montag 3. August 2009, 12:40

Tag,
Eine frage habe ich noch : Wie den Deckel bauen mit innen Deckel und aussen Deckel was ist zu empfehlen Blechhaube oder aus Dachpappe????
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Beitrag#9von Andreas » Montag 3. August 2009, 13:22

Hallo Fredeo,
hier nun vorläufig meine letzte Antwort, morgen früh gehts los, weitere folgen bei Bedarf ende August.

Also Dachpappe würde ich nicht nehmen, zu schwer. Innendeckel ist meiner ansicht nach nicht so wichtig, wiegt auch nur. Ich habe Folie auf den Rämchen und dann gleich den Außendeckel. Blech ist die echte Nobelvariante, es geht auch Teichfolie aus dem Baumarkt, viel billiger, mit Reißzwecken gut zu befästigen, und hält 4-5 Jahre dicht, dann kann man einfach neu bespannen.


:smileyvieh: le Grüße



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