Bienen gesund??

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Bienen gesund??

Beitrag#1von Herwig » Dienstag 11. September 2007, 17:51

Hallo Leser,
haben wir hier in unseren Reihen Leute die imkern?

Überall hört man vom geheimnisvollen Bienenverschwinden, ich hatte da bisher Glück.
Alles in bester Ordnung.

Ich fände es aber schon mal interessant von einem Betroffenen zu hören wie das passiert, bzw. ob überhaupt etwas passiert ist.

Meine Bienen haben in diesem Jahr so viele Schwärme gebildet wie noch nie. Dennoch sind alle Völker gesund und kräftig und haben auch guten Ertrag gebracht.

Ich habe nun on diesem jaht erstmals mit braunen Rohrohrzucker aufgefüttert und bin gespannt wie die Tiere das verkraften.
Kennt jemand einen Imker der Verluste hatte??

Womit behandelt ihr gegen Milben, hat jemand Erfahrung mit Bienen-Wohl??
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Beitrag#2von dani » Freitag 14. September 2007, 18:30

Hallo Herwig,

ich imkere auch. Schwarm hatte ich heuer nur 2, die waren aber selber verschuldet, ich wollte Schwarmverhinderung machen indem ich ein Pflegevolk zur Königinenzucht ansetzte und habe deswegen nicht extra nachgeschaut, da ich ja eh schröpfen wollte. Es handelte sich ja nur um 5 Tage. Bild Ist dumm gelaufen, aber sie haben sich prächtig entwickelt.
Varroa bekämpfe ich immer schon mit Ameisensäure, 60%, Schwammtuchmethode. Finde ich einfach, günstig und gut. Ausserdem schneide ich Drohnenbrut aus. So kann man die Varroa ja im Sommer bereits eindämmen.
Bienenwohl hab ich auch schon ausprobiert, war mir aber im Endeffekt für das was es nutzt zu teuer. Oxalsäure im Dezember wirkt genauso.
Bienensterben hier gab es auch noch keines. Vor einigen Jahren war amerikanische Faulbrut bei einigen, die mussten dann von vorn anfangen. Ich blieb gottseidank verschont.
Vollrohrzucker hab ich noch nie probiert. Berichte mal nächstes Jahr wie es gelaufen ist.

LG
Dani
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Beitrag#3von Herwig » Freitag 14. September 2007, 19:56

Hallo dani,
wieviel Völker hast du und welche Rasse?
Ich habe mit meinem Nachbarn zuammen 5 Völker, Buckfast.

Tröste dich, wir hatten 4 Schwärme, konnten gar nicht so viel Näpfchen rausbrechen wie die nachgebaut haben. Montags geschaut, Donnerstags ein Schwarm. War aber nicht so tragisch, weil wir alle 4 Schwärme so gut verkauft haben, das hat den Honig verlust mehr als wett gemacht.
Drohnenbrut schneiden wir auch aus, möglichst gewissenhaft. Meine Wachteln freuen sich darüber wie verrückt. Ich finde dennoch das es die blödeste Arbeit beim imkern ist!
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Beitrag#4von dani » Samstag 15. September 2007, 08:56

Hallo Herwig,

ich habe derzeit 8 Völker. Sollte sich eines meiner Kinder sich dazu aufraffen mitzumachen, dann würde ich gerne aufstocken. Allein schaffe ich allerdings nicht mehr.
Rasse: Carnica. Buckfast sind bei uns eher selten.
Drohnenbrut bekommen bei mir die Enten und Hühner, die freuen sich auch immer. So wird wenigstens alles verwertet.
Wie geht das bei den Buckfast mit Königinenzucht? Gibts da dann spezielle Belegstellen? Oder musst du dann immer wieder Königinen zukaufen?

LG
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Beitrag#5von Herwig » Montag 17. September 2007, 08:08

Hallo dani,

ich habe mir gerade auf deiner Homepage mal deinen Bienenstand angesehen. Toll, die Holzbeuten sehen ja auch noch neu aus, da hast du ja mal richtig investiert!! 8 Völker könnte ich nicht versorgen!! Viele Menschen wissen gar nicht was das für Arbeit macht, besonders im Frühjahr und Sommer.
Ich habe meiner kleinen Tochter (8) auch einen Imkeranzug gekauft, in der Hoffnung das sie sich etwas mehr interessiert. Unsere große hat mit 24 überhaupt keinen Bock darauf, bzw. signalisiert keinerlei Interesse.
Unsere 5 Völker sind als Arbeitsaufwand schon ziemlich viel, neben all dem anderen und schließlich sind meine Frau und ich auch noch voll berufstätig.
Mit Königinnenzucht habe ich mich noch gar nicht beschäftigt. Wir kaufen hin und wieder begattete Königinnen dazu. Mit der Imkerei ist es für uns nicht so schwierig, weil im Umkreis von 8km niemand Bienen hält.
Da ich auch Raps nicht so toll finde bin ich auch glücklich das wir in einer Gegend wohnen in der Raps höchst selten angebaut wird. Wir haben hier guten Weizenboden und einige Biobauern, sodass wir von Raps weitgehend verschont bleiben.
Es gibt viel Klee, Obsbäume in rauhen Massen und sogar eine Bio-Kräuter Gärtnerei, mit einer großen Fläche Borretsch z.B. und viel Senf, Klee als Untersaaten und sgar einen Acker mit Sonnenblumen. Am Rande der Wälder fangen die Heideflächen an. Sodass selbst die Spättracht kein Problem ist.
Unser Honig ist also in der Regel frei von Raps, das gefällt mir persönlich ungemein. Bei vielem Honig schmecke ich einfach den Raps heraus, das mag ich nicht.
Bist du Bio zertifiziert??
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Beitrag#6von Herwig » Donnerstag 13. März 2008, 09:50

Wie sieht es bei euch Imkern aus?
Reinigungsflüge sind gelaufen?

Meine tragen schon ordentlich Pollen ein.
Ich habe ein Volk verloren, sehr seltsam fand ich, das die scheinbar schon im Herbst abgestorben sind. Viele Futterwaben unberührt, eingestampfter Pollen reichlich vorhanden soweit alles super. Das Volk war sehr stark, dennoch lagen alle Bienen tot auf dem Beutenboden. Teilweise ist Brut beim Schlüpfen verreckt, steckten also noch halb in der Zelle, bzw hatten den Deckel auf und sind nur mit dem Kopf raus.
So was hatten wir noch gar nicht.
Verdauung usw. schien in Ordnung, Milbenbefall keiner feststellbar.

Wie gesagt alle anderen Völker soweit fitt und keine Probleme mit der Fütterung gehabt (als Experiment Bio-Rohrzucker.)

Ein Imkerkollege hat komplett ALLE Völker verloren.
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Beitrag#7von walli » Sonntag 16. März 2008, 13:24

Hallo Herwig,
aktueller Stand bei meinen Bienen:
eingewintert 24

davon6 „Dunkle“ 18 Carnica-Buckfastmischlinge
ausgewindert 14

Bild

davon6 „Dunkle“ 8

Carnica-Buckfastmischlinge
Meine Verluste führte ich auf die Varroa zurück, aber meineBeobachtungen stimmen mit Deinen überein. Habe jetzt große Zweifel ob es dieMilbe war.
Im Herbst war starker Zuflug von gelb aussehenden Bienen.
Hatte im Winter 2006-2007 keine Verluste Bild, die Jahre davor umdie 10%, habe deshalb meine Bienen genauso behandelt wie die letzten Jahrezuvor.

Gruß

Stefan
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Beitrag#8von Herwig » Sonntag 16. März 2008, 15:27

Hallo Stefan,

ich habe auch Buckfast und im letzten Jahr keine Verluste gehabt.
Von einem Imkerkollegen haben ich fogendes:
Um festzustellen, ob Bienen an der Varroa verstendet sind, soll man möglichst eine Handvoll toter Bienen in ein Honigglas geben, lauwarmes wasser und einen Tropfen Spülmittel dazu geben. Dann ordentlich Schütteln, angeblich sieht man dann die Milben im Wasser.
Der Test hat allerdings bei mir deutlich gezeigt, das keine Milben vorhanden waren!!!!!!
Wir haben mit Bienenwohl bekämpft.
Was für Beuten hast du??
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Beitrag#9von dani » Sonntag 16. März 2008, 15:43

Hallo,

bei mir ähnlich, 8 eingewintert, 5 ausgewintert. Die anderen Kästen Bienenleer aber Futter ist voll.

@Herwig zu deiner letzten Frage: wir sind in der Zertifizierung.

LG
Dani
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Beitrag#10von walli » Sonntag 16. März 2008, 17:25

Hallo Herwig,
ich behandle mit Ameisensäure und Bienenwohl.
Meine Beuten sind Magazine in NM und ZM.
Gruß
Stefan
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Beitrag#11von Herwig » Sonntag 16. März 2008, 17:37

Hallo Dani,
habe ich richtig verstanden, das keine Leichen bei dir in der Beute waren?
Bei mir lag das Volk ca. daumenhoch am Boden.

Keine Milbe festzustellen, keine Maus oder was weiß ich was es für Katastrophen noch gibt.

Ein Volk von uns ist noch sehr schwach, ein anderes so stark das wir schon überlegt haben eine Zarge aufzusetzen.
Bei uns hier in der Gegend gibt es Imker mit außergewöhnlich hohen Verlusten.

Wirklich seltsam finde ich die Tatsache das scheinbar schon im Herbst was passiert sein muß. In den toten Völkern findet sich alles: verdeckelte Brut, schlüpfende Brut, Stifte, Maden, Pollen, Futter.

Ich habe aber auch viel Zuckerkristalle gesehen.

Ich kann mir keinen Reim darauf machen!!
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Beitrag#12von dani » Sonntag 16. März 2008, 18:53

so gut wie keine Leichen, ein paar Bienen lagen da und etwas "vergessene" Brut, das wars dann, als ob sie ausgzogen wären. Erstaunlicher Weise war auch um mein stärkestes und bestes Volk dabei.
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Beitrag#13von Sylvies kleine Alm » Sonntag 16. März 2008, 19:55

Hallo,

ich verstehe zwar überhaupt nichts von der Imkerei, möchte aber der Diskussion einen Aspekt hinzufügen:

Beruflich bedingt war ich auf der grünen Woche in Berlin und habe dort von einem Imkerverband erfahren, dass nicht nur die Bienen gefähdert sind (Ursache des Bienensterbens ist noch nicht bekannt) sondern auch die Imker! Es fehlt wohl massiv an Nachwuchs, die Mitgliederzahlten in den entsprechenden Organisationen gehen zurück und es gibt eine starke Überalterung! Vielleicht können ja die Imker unter Euch ein bischen Weerbung machen für dieses Hobby, denn in Deutschland ist der allergrößte Teil der Imker hobbymäßig unterwegs. Wäre schade, wenn diese Kenntnisse und der leckere Honig verloren ginge, oder? Berichtet Ihr vielleicht mal aus Eurer Praxis, was fasziniert Euch am Imkern, wieviel Aufwand ist es. usw?Bild

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Beitrag#14von Herwig » Freitag 2. Mai 2008, 18:50

Hallo Imker,
wie sieht es bei euch aus, alles in Butter??

Stefan, wo kommst du her??
Ich suche einen odermehrere Ableger von den Dunklen, hättest du was abzugeben??
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Beitrag#15von walli » Sonntag 4. Mai 2008, 10:24

Hallo ,
also Alles in allem (mal von den Winterverlusten abgesehen) entwickeln sich die Völker
bei mir gut.
@Herwig
wohnen in Thüringen, Kreis Sonneberg ca.1 1/4h südlich von Erfurt .
Den meisten sagt Coburg was und von da aus sind`s noch ca. 50min. nördlich
96523 Oberland am Rennsteig /OT Haselbach
1 Ableger ginge in Ordnung (habe den Typ Braunelle-Tirol)
Königin ist "Mondscheinbelegstellen" begattet.

Gruß Stefan
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