stell mich mal kurz vor

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stell mich mal kurz vor

Beitrag#1von smallfarmer » Sonntag 10. August 2008, 13:59

Als typische Smallfarm halten wir eine ganze Anzahl verschiedener Tiere. Nicht
alle sind bedroht, aber für mich persönlich hat neben einer horizontalen und
auch vertikalen Diversifikation eine gewisse Wirtschaftlichkeit in der Kleintierzucht
oberste Priorität.
Nun zu den Tieren, um bei den Großen anzufangen
Wir halten und züchten auch ab und zu mal schottische Highland Ponies. Leider
mittlerweile auch auf der Watchlist des RBST.
Seit ca 30 Jahren halte ich Schafe. Ein Drittel der Herde sind reine Romanovs, der
Rest F1 Kreuzungen mit Fleischschafböcken.
Drei weiße Milchziegen komplettieren den Bereich der Wiederkäuer.
Im Geflügelbereich mästen wir jedes Jahr Hähnchen , Gänse und dieses Jahr zum ersten Mal
englische Kelly Puten natürlich auf der Weide. Unsere Marans hat leider der Fuchs geholt,
aber es gibt im neuen Jahr einen Neustart mit Marans und Altsteirer.
Neben einem großen Nutzgarten haben wir einen 40m2 Folientunnel um die Salat und Gemüseproduktion in der Saison deutlich zu verlängern. Und wenn ich zwischendurch etwas Zeit habe veredele ich gerne Obstgehölze und deren Unterlagen.
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Beitrag#2von Ludger » Montag 11. August 2008, 02:07

was bitte ist das:

einer horizontalen und
auch vertikalen Diversifikation

?
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Beitrag#3von Herwig » Montag 11. August 2008, 09:23

Hallo Smallfarmer,
herzlich Willkommen im Forum!
Hm, Smallfarmer ist auch ein toller Begriff, obwohl mir Slow-Farmer besser gefällt.Bild

Das du veredelst finde ich sehr interessant, da kannst du hier bestimmt ein paar Tipps loswerden.

Deine Prioritätensetzung zum Thema Wirtschaftlichkeit von Nutztierrassen kann ich gut nachvollziehen. Vielleicht musst du noch etwas mehr Erfahrungen mit alten (Wirtschafts) Rassen und deren Selektion machen, dann kann man auch mit diesen Tieren durchaus wirtschaftlich arbeiten, weil der Schwund geringer ist.
Viele wollen das nicht war haben, obwohl es nun einige Betriebe gibt, die das Gegenteil beweisen.
Es werden leider oft Komponenten in der Berechnung der Wirtschaftlichkeit nicht genügend berücksichtigt, weniger Tierarztkosten, Genügsamkeit, gute Muttereigenschaften, problemlose Aufzuchten etc, verringern den Arbeitseinsatz und die Kosten, steigern das Wohlgefühl des Züchters. Nicht zuletzt die Vermarktungsnische solcher Produkte erhöht die Effizienz, sondern auch der Verkauf der Zuchttiere.
Setze ich die Zucht und Haltung von Hybriden dann der von alten Rassen gegenüber, möchte ich nix mehr mit den sogenannten Wirtschaftsrassen zu tun haben.
Übrigens wird immer vergessen, dass genau diese alten Rassen auch Wirtschaftsrassen waren, zu Zeiten als man noch nachhaltig gedacht hat und würdigen Umgang mit Nahrungsmitteln gepflegt hat. Würde meine Urgroßmutter sehen, was sich Menschen heute so an Fastfood in den Körper füllen, sie würde anzweifeln, das so etwas zu überleben sei...
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Beitrag#4von smallfarmer » Montag 11. August 2008, 18:21

Hallo Ludger
Hallo Freunde der bedrohten Haustierrassen

Unter Diversifikation verstehe ich eine Markterweiterung um eine Umsatzerhöhung
(oder auch mehr Kundenbindung) zu erzielen. Horizontal geschieht es wenn ich ne
andere passende Tierart mit dazunehme. In meinem Fall nehmen die Weihnachtsputen
Käufer im Sommer gerne Auslauf Hähnchen ab. Eine vertikale Diversifikation erziele ich wenn ich nicht nur ganze Schlachtlämmer verkaufe, sondern dem Kunden nur die Edelstücke anbiete. Der Rest wird eingefroren und im Sommer zu leckeren Merquez Bratwürstchen
verarbeitet.

All the best
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Beitrag#5von Ludger » Montag 11. August 2008, 21:24

Vielen Dank für die Erklärung!

lg
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