Neuanfang mit Hühnern

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Neuanfang mit Hühnern

Beitrag#1von boarischergirgl » Sonntag 14. Februar 2010, 14:07

Hallo und servus!
Habe vor, mit HÜHNERN zu beginnen (2010), wie ich es noch als Kind von Zuhause kenne. Habe an widerstandsfähigen Rassen Interesse, ggf. zwei verschiedene. (Lage: ca. 600m ü.NN.). Wir wollen Eier und Fleisch (teils zum Einmachen in Gläsern) erhalten, zunächst für die Selbstversorgung, danach ggf. für Direktvermarktung. Auslaufflächen sind grosszügig vorhanden. Einsatz von Hühnertraktor beabsichtigt.
2011 sollen ENTEN folgen (für diese sind Gehege geplant). Teich wird in 2010 ausgehoben und angelegt.

Vom Rumstöbern im Forum weiss ich, hier finden sich viele Experten zusammen, aber auch Anfänger wie ich. Drum hier ein paar Fragen in die Runde:
Wie sollte ein HÜHNERSTALL (keine Mercedes-Ausführung!) an NW-Ecke der Scheune ausgestattet sein (Baupläne?), in dem 10 Hühner überwintern können und die Legehennen dauernd Platz finden können? Die übrigen 10 bis 20 Hühner sollen in den Hühnertraktoren untergebracht werden. Bis auf zehn sollen alle vor dem Winter geschlachtet werden.
Welche nicht überzüchteten Eier- und Fleischrassen eignen sich für uns und unsere Region (Oberpfalz)?

Ich bin auch Eure Tipps für einen Starter gespannt... und danke schon mal vorab Bild
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Beitrag#2von Conny » Sonntag 14. Februar 2010, 18:25

Hallo,

herzlich Willkommen. Schön, dass du hergefunden hast.

Aber, was sind Hühnertraktoren?

Wie wäre es mit einem Zwienutzungshuhn, hier dem Deutschen Lachshuhn? Es legt zwar keine Massen an Eiern, aber für den Eigenbedarf reichts allemal, bringt ordentlich was auf die Waage und du tust auch noch etwas für die Erhaltung alter, vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen. Es ist hübsch anzusehen, menschenbezogen, flugfaul und es gibt sie in lachsfarbig, Weiss und Hell (weiß-schwarz-columbia).

LG
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Beitrag#3von klosterbauer » Sonntag 14. Februar 2010, 20:46

Hallo Oberfranke - die ersten Tipps zum Stallbau hab ich mir aus Büchern angelesen - da steht viel drin und da kann man wunderbar planen. Schau doch mal in die Bücherecke, vielleicht bei Ulmer .... Und dann stell doch einfach Deine Variante hier zur Diskussion - das ist einfacher, als Tipps ins wilde Oberfranken, wo keiner Dich, Deine Umgebung etc kennt. Es gibt so vieles: auf Stelzen, mobil, aus Stein oder Holz .....

Bis dahin grüßt aus dem Bergischen
Peter

PS: Hühnertraktor kommt wohl aus der Permakultur und ist eine Art Bauwagen für Hühner - wieso nicht gleich ein Bauwagen auch für die Legehennen??
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Beitrag#4von boarischergirgl » Sonntag 14. Februar 2010, 23:08

Danke für Eure Unterstützung! Bild
@Conny: Zwienutzungshuhn! Danke für Deinen Tipp mit dem Deutschen Lachshuhn. Meine web-Recherchen ergeben interessante Werte. Wie komme ich (PLZ 934..) an eine solche Gruppe, ohne die ganze Republik abzufahren?

Deine Frage zum HÜHNERTRAKTOR hat Klosterbauer schon ansatzweise beantwortet. Der Begriff meint, daß Hühner den Boden aufbereiten, weshalb sie, z.B. um eine Zone mit einer Menge Beikraut für den Gemüseanbau vorzubereiten, dort erst Tage oder ein paar Wochen Dienst tun. Oder aber sie helfen, auf Beeten und Wegen Beikrautsamen und so manches Kleingetier in Grenzen zu halten.
Ergänzung: in der Permakultur sind sowohl mobile als auch stationäre Konzepte im Einsatz. Mobile Hühnertraktoren, die per Hand alle ein, zwei oder drei Wochen - hängt von Grösse, Gelände und Flora-Mikrofauna ab - versetzt werden. Ich möchte heuer einen und kommendes Jahr einen zweiten mobil einsetzen.
Stationäre Hühnertraktoren
sehen dann wie eingezäunte Gassen aus, die mit Türchen abgesperrt werden können, wenn man/frau gerade frisch ausgesät oder angepflanzt hat. Ein Beispiel auf mittlerer Scrollhöhe unter *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Zur Funktion von Hühnern in der Permakultur gibt es auf youtube eine Einführung - übrigens auch mit einem Verweis auf das Deutsche Lachshuhn. Guckst Du hier: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** etwa ab Minute 7min15sek.

@Peter/Klosterbauer: DU hast ja recht! Habe auch schon etwas in der Bücherecke geschmökert und Infos aus der Permakultur-Literatur liegen mir vor. Doch manchmal haben andere eine Variante ausprobiert, die sich gerade nicht in den Büchern findet, die ich um mich habe. Ich laß mich gerne überaschen.
Die Idee mit dem Bauwagen hatten wir auch schon. Doch leider wären die übers Web angebotene gebrauchte Bauwägen so weit von uns entfernt abzuholen, daß der Transport durchschnittlich das Drei- bis Vierfache des Angebotspreises betrüge. Die Oberpfalz ist weit am Rande. Ob die Tschechen einen übrig haben? Mal nachforschen. Am Ende wird´s wohl doch einen Hühnerstall - aus Platzgründen leider ohne Gewächshaus - zum Selberbauen.

Bericht darüber gibt es erst nach getaner Arbeit. ...nach der Schneeschmeeeeeelze.
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Beitrag#5von Januschka » Sonntag 14. Februar 2010, 23:28

Moin und willkommen!

Nachdem ich in Schweden und in etwas schrofferem Klima wohne, würde ich jederzeit Hedemora Hühner empfehlen.. gute alte Kombinationsrasse die gut brütet, mittelgroße braune Eier legt und extra für kalte Wittrung befiedert ist.

Lebendhuhnversand ist natürlich ausgeschlossen, aber Eier wären sicher zu bekommen, mit Genbank oder ohne.

Gruß

Januschka
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Beitrag#6von starkepferde » Montag 15. Februar 2010, 09:31

Hallo, möchte mich mal einschalten und einen Tipp zum Hühnertraktor geben.
Ich habe mir einen alten Ladewagen für 50,00 € bei einem Bauern besorgt und werde den jetzt zu einer mobilen Weidehütte für meine Ziegen umbauen. Dieser kann dann nach Bedarf auf die unterschiedlichen Koppeln mit wechseln. Wäre bestimmt auch für die Hühner möglich.
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht
würde ich heute noch einen Baum pflanzen.

:smileyvieh: le Grüße Nutztier-Arche 139 \\\"Hardeck"\\\
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Beitrag#7von Conny » Montag 15. Februar 2010, 14:12

Hei Georg,

ich würde Bruteier empfehlen, Lebendversand ist immer so eine Sache oder schau doch einfach mal in die Züchterdatenbank. Evt. findet sich ja jemand in deiner Nähe, wo du dir Tiere kaufen kannst. So sieht man auch gleich, wie die Tiere gehalten werden.

LG
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Beitrag#8von boarischergirgl » Montag 15. Februar 2010, 15:44

@Conny: Züchterdatenbank? Ähäm, wo finde ich die denn? Über Suchbegrioffeingabe lande ich immer wieder auf Beiträgen dieser Art. Hast Du einen Link parat, der mich etwas weiter bringt? Danke im Voraus.
Sollte ich extrem blind sein, wird es wohl an meiner Unerfahrenheit hier liegen.
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Beitrag#9von Herwig » Montag 15. Februar 2010, 17:49

Hallo Georg,
schön wieder etwas von dir zu hören!!
Die Züchterdatenbank findest du auf unserer Hauptseite von www.vieh-ev.de

der Link oben rechts führt zu den Züchtern.
Wenn du auf der Hauptseite bist, schau mal unter Rassen nach dem Mechelner Huhn.
Vielleicht auch etwas für dich, weil sie auch hin und wieder brüten.
VIEHle Grüße
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Beitrag#10von boarischergirgl » Montag 15. Februar 2010, 22:39

Danke, Herwig! Jetzt habe ich etwas mehr Peil.
Die Krumbacher Viecherei liegt geographisch am nächsten (nahe Straubing). Vielleicht haben die auch Hühner und nicht nur Eier. Und einen Tipp, wo ich einen Hahn herbekomme.
Die Züchterdatenbank ist ja eine goldige Fundgrube.
Danke auch für Deine bzw. Eure Tipps und Rasseempfehlungen. Da schwirrt einem ja gleich der Kopf.
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Beitrag#11von karinenhof » Dienstag 16. Februar 2010, 09:56

hallo Georg,

herzlich willkommen hier.
Einmal im Jahr (August/ September) treffen sich Interessierte in Suderbruch bei Herwig. Dort ist auch immer ein reger Austausch von Tieren durchgeführt worden.

Kannst Du ja im Hinterkopf behalten.

Bildle Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Beitrag#12von Christina » Mittwoch 17. Februar 2010, 11:18

Hallihallo!

Ich hab letztes Jahr auch mit der Hühnerhaltung begonnen und wollte eigentlich auch die "Wanderhaltung" einführen. Da mir das am Wald mit dem Wild aber vorerst zu riskant war (obwohl die Altsteirer sich da wohl eignen sollen, aber ich wollte halt nicht gleich mit möglichen Misserfolgen anfangen), hab ich erstmal mit einem zusammen gewürfelten Haufen übrig gebliebener Suppenhühner in einem Hochsicherheitstrakt angefangen.... Bisher *toitoitoi* hab ich alle gut über den Winter bekommen und sie legen inzwischen auch schon wieder fleißig Eier. :-)

Ich hab einfach im alten Heidschnuckenschuppen einen Teil mit "rumliegenden" Holzplatten abgetrennt. Naja, ehrlicher Weise muss ich erwähnen, dass mein Mann das gemacht hat, deshalb war es für mich einfach. Bild
Den Boden haben wir gepflastert, die Tür mit einem Gitter versehen, so dass Lüftung über den Stall rein kommt, aber eben keine Zugluft.

Im Stall gibt es zwei Sitzstangen für die Nacht und eine mit Heu ausgelegte Holzkiste zum Eierlegen. Ich hatte auch richtig tolle "Hochhauslegenester", aber die haben sich für mich als unpraktisch heraus gestellt. Oft bin ich abends im Dunkeln dort und ich mag dann einfach nicht mehr da rein greifen. In die Kiste kann ich von oben mit meiner Stirnlampe rein leuchten und greifen, das mag ich auch nachts noch tun. Im Übrigens sind die Hühner eh lieber in die Kiste gegangen und nur vereinzelt ins Hochhaus. Teilweise saßen sie da gluckender Weise zu viert drin, wobei man nur 3 sah. Bild
Ansonsten ist der Stall nur mit Stroh oder Heu ausgelegt (je nachdem, was ich gerade über habe, Stroh saugt besser auf, aber Heu mögen sie lieber) und nun im Winter steht auch die Wasserschale im Stall, weil es dort etwas weniger friert.

Vorm Hühnerabteil hab ich im alten Stallbereich große Mülltonnen stehen, in denen ich Pferde- und Hühnerfutter bevorrate. Davon bin ich sehr überzeugt; das war ein extrem guter Hinweis von Herwig! So ist das Futter nagersicher und man muss nur einen oder zwei Deckel öffnen, um an die Vorräte zu kommen. Ich hab unten einfach Stroh reingestopft, damit die Eimer / Säcke weiter oben in der Tonne stehen und ich alles bequem erreichen kann.

Vom Hühnerstall führt eine Luke zum Auslauf. Die Luke wird über eine Schiebetür automatisch geöffnet und geschlossen. Das war meine allerbeste Entscheidung!!! Morgens um 8 gehts der Stall auf und abends schließt er sich (je nach eingestellter Zeit) automatisch. So sind die Hühner auch nachts eingesperrt, wenn ich mal abends keine Zeit habe.... Das Ding hat ungefähr 160 Euro gekostet und hat 5 Jahre Garantie. Dafür kann ich da nicht immer zu den Öffnungs- und Schließzeiten hinfahren / - gehen.

Der Auslauf wurde auch umfangreich gesichert. Wir haben Waschbetonplatten hochkant eingegraben und einen hohen Maschendrahtzaun angebracht. Im unteren Bereich wurde der Zaun durch einen engmaschigen Drahtzaun verstärkt (falls wir mal Küken haben), der auch zu 20 cm mit eingebuddelt wurde. Verbunden haben wir alles mit Kabelbindern (mein Mann hat mal Elektriker gelernt ;-)). Oben drüber haben wir ein qualitativ hochwertiges Obst-Vogelschutz-Netz gespannt, das bisher auch den Schnee überstanden hat (bei klebrigem Schnee musste ich einige Male darunter, um das Netz zu befreien und mich selbst zur Schneefrau zu machen).
Eine Pforte führt von außen in den Auslauf, wo ich zumeist in alten Hundenäpfen füttere, weil ich die Nager nicht so sehr in den Innenstall locken will. Ich achte darauf, dass die Futterration abends weggefressen ist, wobei die Küchenreste einfach noch da sind, aber damit lebe ich (und die Nager leben damit sehr gut).

Das Futter wollte ich eigentlich selbst mischen, aber das hat sich neben meinem Job und dem ganzen Kram irgendwie als zu aufwendig für mich heraus gestellt, so kaufe ich jetzt fertiges Futter bei krausland.de (wurde mir von herwig empfohlen und ich bin sehr zufrieden damit).

Sehr praktisch finde ich auch, dass ich vorm Stall Raum für Schaufel, Forke etc. habe...

Im Grunde ist alles einfach gehalten, aber es funktioniert.

Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg!

Beste Grüße,
Christina
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Beitrag#13von Christina » Mittwoch 17. Februar 2010, 11:41

Achja, wo es jetzt so kalt ist, hab ich vor die Gitter-Stalleingangstür eine alte Wolldecke gehängt.
Unter - 10°C Tagestemperatur hatte ich auch erbarmen mit den Hühnern und hab vor die Luke einen Strohballen gelegt (hatte keine Lust, die Automatik zu ändern) und drinnen gefüttert. Da waren die Hühner sehr zufrieden mit. Im Moment gehen sie nur immer kurz raus in den Schnee, fressen und verkrümeln sich dann wieder in den Stall. Aber so ein bisschen Sauerstoff tut ihnen sicher ganz gut.

Im Auslauf hab ich einen alten Garten-Plastiktisch stehen. Da sitzen sie bei besseren Temperaturen gerne drunter und nehmen ihr Sandbad. Dann hab ich noch ein paar große Äste sowie einen Holzliegestuhl dort rumstehen- und liegen, damit sie sich etwas aus dem Weg gehen und mal erhaben sitzen können.
Eben nichts besonderes, nur zusammen gesuchter Kram, aber es funktioniert bestens!

Als noch kein Schnee lag, aber bitterkalter Frost war, hab ich den Auslauf mit Reststroh von den Pferden eingestreut. Das fanden die Hühner auch richtig toll....

Du siehst, ich hab noch die Anfängereuphorie! :-) Könnte ewig über meine Hühner schreiben und reden, was manch ein Normalo echt nicht verstehen kann... Aber vielleicht ist der ein oder andere Hinweis für dich dabei. Bild
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Beitrag#14von boarischergirgl » Donnerstag 18. Februar 2010, 21:16

Der Anfängergeist weht spürbar rüber, Christina, und das tut gut!!!
Auch die vielen Details finde ich aufschlussreich, wenn ich auch keine Automatikklappe installieren werde. Da gehe ich lieber nach der Devise, was nicht kompliziert ist, macht nicht so abhängig von Technik und gescheiten Leuten.
Ich werde mir Deine Zeilen gewiss noch einige Male durchlesen. Da stecken ´ne Menge gute Einfälle drin. Danke auch, dass Du mir Herwigs Tipps weitereichst. ;-)
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Beitrag#15von Christina » Donnerstag 18. Februar 2010, 22:04

Ja, im Grunde meines "zurück-zu-den Wurzeln-Denkens" mag ich die Automatik an der Tür auch nicht.... Nachdem ich aber einige Male überraschend länger arbeiten musste oder spontan noch Besorgungen zu erledigen hatte und dabei einfach sehr nervös war, weil die Hühner nicht genug "gesichert" waren, hab ich mich dann doch dazu entschieden.
...und bei mir ist das ja leicht, weil mein Mann Elektriker gelernt hat. Er ist immer Feuer und Flamme, wenn er etwas automatisieren kann. Da hilft er mir dann auch mal gerne bei meinen Hobbys. Es kam ja auch noch dazu, dass ich zum Stall immer 1,5 km fahren muss und das war dann schon manches Mal unpraktisch, wenn ich im Sommer um 17 Uhr dort war und die Pferde versorgt habe, die Hühner aber überhaupt noch nicht an Feierabend dachten.

Für die Wanderhaltung dachte ich an eine ausrangierte Kutsche oder einen alten Melkwagen als Unterbau. Die gibt es bei *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** unter der Pferderubrik hin und wieder recht günstig, bei ebay natürlich auch.
Wenn du einen fahrbaren Stall einrichtest, achte unbedingt auf die Möglichkeit der einfachen Reinigungsarbeiten! Das wird in den Büchern zwar überall erwähnt, aber erst wenn man den Dung regelmäßig heraus holen muss, weiß man, wie nervig zu enge Öffnungen sind / wären.
Ich bin eigentlich ganz froh, dass ich erst mit dem stationären Stall angefangen habe. Der Stallbau (und die Haltung) war zum Üben genau richtig.

Als Sitzstange hab ich übrigens auf die natürlichste Variante zurück gegriffen: Ich hab einfach Äste genommen. Die kann man günstig auswechseln und die Hühner finden die gut.

Der ganze Stall wird 1 x wöchentlich von mir ausgemistet, gefegt und hinterher mit EMa ausgesprüht, auch Stange und Legekiste. Danach wird neu eingestreut. Allein wegen dieser regelmäßigen Arbeit bin ich froh, dass ich auf Minimaleinrichtung gegangen bin.

Im Sandbad hab ich immer ein wenig Kieselgur (das bekommen meine Pferde als Futter) eingestreut, um die "Untermieter" im Gefieder auszutrocknen. Kieselgur gibt es auch bei krausland.de.

Alle Hühnerhalternachbarn, die mal auf einen Plausch rumkommen, bewundern immer meine "wirklich gutaussehenden Hühner". Ich glaube, sie sind etwas verwundert, dass ich das so gut hinbekomme, wo ich doch viel weniger Erfahrung habe... Aber ich lese eben viel ;-) und ich habe einen wirklich netten Hahn, der die Hühner sanft behandelt. Bild

Hach, nun bin ich schon wieder so ausschweifig gewesen.
Wenn du deinen fahrbaren Stall fertig hast, bin ich unbedingt an Bildern und Erfahrungen interessiert.
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Beitrag#16von boarischergirgl » Freitag 19. Februar 2010, 15:43

Hallo Christina, danke für deine weiteren, detailreichen Ausführungen. Um dir aber ganz folgen zu können, bräuchte ich noch eine Erläuterung zu der Abkürzung EMa. Vielen Dank im Voraus!
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Beitrag#17von Christina » Samstag 20. Februar 2010, 09:02

Das sind Effektive Mikroorganismen in aktivierter Form.
Infos findest du zum Beispiel unter *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Da gibt es inzwischen unendlich viele Produkte, ich kann aber nur für das Urprodukt Werbung machen, also EM1 und EMa.
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Beitrag#18von boarischergirgl » Samstag 20. Februar 2010, 11:12

Danke, Christina!
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Beitrag#19von starkepferde » Mittwoch 24. Februar 2010, 18:01

Hallo,
schaut mal unter:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Da wurde ein ausgedienter Wohnwagen zum Hühnerstall umgebaut und kann mit dem Auto transportiert werden.
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht
würde ich heute noch einen Baum pflanzen.

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