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Beitrag#1von Chriss » Sonntag 25. August 2013, 07:28

Guten Morgen zusammen...
habe mich zwar schon mal vorgestellt, allerdings finde ich gerade selber nicht mehr, wo eigentlich...lol
also nochmal an richtiger Stelle:
Wir sitzen in NRW, im Kreis Kleve und haben Anfang des Jahres einen ziemlich heruntergewirtschafteten Bauernhof mit ca. 65ha Acker, Wiesen, Wald übernommen. Die Gebäude sind 1821 (ehemaliges Wohnhaus, jetzt Pferdestall), 1899 jetziges Wohnhaus und riesiges Hinterhaus) und ca. 1950 ( Geräteschuppen, jetzt zum teil noch "Hühnerstall"<--besteht aus Stangen unter Decke) erbaut und unterschiedlich stark sanierungsbedürftig.
Mit uns leben hier:
eine kleine Mutterkuhherde Charolais (mittlerweile neun Tiere), Vorwerk-Hühner, sieben Pferde, sieben Katzen, ein Hund und natürlich unsere drei Kinder.
Da wir keine konventionelle Landwirtschaft betreiben wollen, habe ich mich hier angemeldet, um vielleicht wertvolle Tipps und Erfahrungen zu unkonventionellen Lösungen für Klein- und Mittelbetriebe zu erhalten, die eher auf Qualität als auf Quantität setzen.
Trotz allem stehen wir natürlich vor dem Problem: "Wie können wir unseren doch recht großen Hof wirtschaftsfähig machen und halten, ohne wieder ein konventionelle Landwirtschaft aufzubauen?"

Da unser Hof landschaftlich unheimlich schön liegt und durch die "Nicht-Investition" der letzten Jahre unheimlichen Charme hat (sieht alles noch genauso aus wie vor hundert Jahren), spielen wir mit dem Gedanken das Hinterhaus (wurde ehemals als Schweinestall genutzt<-sieht auch genauso aus:-() im Dachgeschoss zu Ferienwohnungen auszubauen und zu vermieten.
Gut geht auch der Verkauf von Pferdeheu. Unsere Heuwiesen (ca.16 ha) werden schon seit Jahren nur mit Champost gedüngt und es hat sich im Laufe eine Gräservielfalt entwickelt, die ihresgleichen sucht. Unsere Kunden wissen es zu schätzen und bezahlen trotz der letzten guten "Heujahre" hier in NRW immer noch einen höheren Preis, um von uns Ballen zu bekommen.
Das letzte sind natürlich die Pferde, die bei uns stehen. Natürlich hätten wir die Möglichkeit hier mit den Flächen die wir haben um die 70 Pferde hier zu halten, allerdings arbeite ich schon seit ich 14 bin auf Pferdebetrieben und weiß für mich, dass ich damit nicht hauptamtlich mein Geld verdienen möchte:-) Pferdeleute sind mir einfach zu kompliziert (<-bin selbst ein Pferdemensch, ist also nicht böse gemeint, sondern einfach nur den Tatsachen entsprechend...;-)
So...das war der "kurze" Abriss
Ich hoffe, ich habe ein halbwegs sichtbares Bild skizziert und freue mich auf lustige Diskussionen...
Schönen Sonntag
LG Christine
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Beitrag#2von Claudia » Sonntag 25. August 2013, 07:32

moin, moin
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Beitrag#3von Chriss » Sonntag 25. August 2013, 07:56

Danke...das war er...lol
da ist ja schon was passiert...jetzt muss ich erstmal lesen....:-)
Danke Claudia...!
LG Chriss
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Re: jetzt nochmal an richtiger Stelle...:-)

Beitrag#4von klosterbauer » Sonntag 25. August 2013, 11:00

Hallo Chriss

habe mich auch mal durch die Antworten gewühlt. Erstmal Glückwunsch, wenn Ihr richtig drin seid in der Landwirtschaft, kommt Ihr auch nicht mehr so oft an den Rechner. Geht mir auch so, obwohl wir nur stark 20 ha bewirtschaften.

Die Frage war ja: Was auch 65 ha machen? Da ist ja erstmal die Frage, die hier auch einige aufgestellt haben: Verpachten oder selbst machen. Ich bin eher der, der selber machen würde. Klar, Verpachtung bringt in der Gegend richtig was. Doch wer Landwirtschaft ändern will, wer eine andere Landwirtschaft betreiben will, der erreicht dies nicht durchs Verpachten.

Und der Markt ist ja vor Ort bei Euch - zumindest nicht weit weg. Die Kundschaft sucht "die anderen Produkte" - und zahlt auch dafür. Unser Konzept ist bio und regional. Und das kommt richtig gut an und zahlt sich auch aus. Darum haben wir damals eine Regionalvermarktung gegründet (bergisch pur) und sind einem bäuerlichen Bioverband (Biokreis) beigetreten. Beides Entscheidungen, die ich nicht bereut habe. Wobei wir eigentlich alles direkt vermarkten. Das muss man zwar lernen, aber wer ein wenig Händchen dafür hat. der kann sich damit eine - arbeitsreiche - Existenz sichern. Wennste da mehr wissen willst, schick doch einfach mal eine Mail. Ich erzähl gerne mehr. Und übrigens: Wir sind auch Quereinsteiger und haben uns die Bauerei selbst beigebracht. Heute ist es ein Gemischtviehbetrieb mit Pferden, Rindern, Schafen und neu Hühner(mast - und Eierleger). Und es funzt.

Bis strackes grüßt
Peter
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Re: jetzt nochmal an richtiger Stelle...:-)

Beitrag#5von Chriss » Sonntag 25. August 2013, 11:36

Hey Peter...
Danke für den Eintrag...habe jetzt schon viel um die Ohren...deswegen nicht sauer sein, wenn ich nicht zeitnah antworte...lol
Quereinsteiger sind wir nicht, da mein Lebensgefährte selber Landwirtschaftsmeister ist (nur schon lange "raus") und ich seit ich 16 bin in der Landwirtschaft (Schwerpunkt Pferde) arbeite. Allerdings liegt genau da der "Hase im Pfeffer". Wir kennen die intensive Landwirtschaft (ohne sie zu verteufeln), wollen sie aber selber nicht betreiben, auch wenn wir das hier durchaus könnten.
Ich werde auf dein Angebot eingehen (mit der pers. mail) brauche allerdings ein bisschen Zeit um entsprechendes zu schreiben, ohne dass das so verworren wird, dass es keiner mehr versteht...;-)
Danke auf jeden Fall und
LG Chriss
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Beitrag#6von Herwig » Montag 26. August 2013, 05:31

Ich will ja nicht meckern...
Warum mich z.B. immer wieder nervt, dass aufgefordert wird sich per persönlicher Nachricht zu einem Thema weiter zu unterhalten, immer wenn spannend wird:

Diese Option der privaten Nachricht sollte natürlich dringend benutzt werden wenn es um persönliche Dinge geht, wie Telefonnummern oder ähnliches...

Letztlich können wir natürlich ALLE zu jedem Thema per privater mail mit einander kommunizieren und persönliche Anliegen erläutern. Das würde ein Forum dann richtig ad absurdem führen und es wegen mangelnder Beteilung ins Nirvana schicken.
Ich bin allerdings daran interessiert viele Meinungen zu einer Thematik zu haben um selektieren zu können. Der Vorteile des Forum besthet weiterhin darin, dass andere, an dem Thema interessierte sich beteiligen können und somit das Thema vertieft wird oder man rein informell mitliest.
Wie sind ja keine Partnervermittlung.... und dieses Forum lebt vom Austausch und wird belebt von Kontroversen.
Also wenn einer eine Frage hat gerne hier im Forum!
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Re: jetzt nochmal an richtiger Stelle...:-)

Beitrag#7von Chriss » Montag 26. August 2013, 14:10

Kein Ding, Herwig...
Hast ja recht...
Also, Peter... und alle die mitlesen...;-)
Die Frage, ob verpachten oder selber bewirtschaften, stellt sich für uns nicht.
Ist-Situation ist, dass zwei Drittel der Flächen als Ackerland verpachtet sind, jeweils als Jahresvertrag, um die Pachtpreise immer neu anpassen zu können. Wie du schon sagtest (Peter), sind Flächen gerade hier in der Gegend ziemlich knapp, was uns natürlich einen Vorteil verschafft (wir nutzen das aber nicht aus; wollen ein gutes Verhältnis zu unseren Pächtern!)
In eigener Bewirtschaftung stehen nur Grünland und Wald, sprich Heu bzw. Heulage (je nach Wetter, dieses Jahr ist es Heu geworden) und Holz für den Eigenbedarf (heizen unser Haus mit Scheitholz).
Unsere kleine Mutterkuhherde steht ums Jahr auf Gras und wird bei Bedarf zugefüttert.
Leider haben wir dieses Jahr massive Probleme mit dem Belegen der Kühe, es ist bis jetzt nur eine tragend und die anderen zeigen einfach keine Brunft (?). Der Tierarzt ist ratlos und schiebt alles auf die "Infertilität" der Fleischrinder (Charolais). Ich bin zwar kein Experte, was Rinder und Kühe angeht, aber ein bisschen komisch finde ich das schon...wenn die jetzt zu fett wären oder so...okay...sind sie aber nicht...naja...wir überlegen jetzt schon einen Bullen zuzukaufen, um uns den Stress mit dem Feststellen des Viehs für den Tierarzt zu ersparen und die Kühe und Rinder tragend zu bekommen...müssen wir mal sehen...

Die Pferde stehen in Pension hier (sind nur sieben und zwei davon gehören mir:-))und sind ebenfalls ein kleines Standbein für uns.

Der Ackerbau an und für sich ist für uns hier uninteressant, wir denken eher an einen "tierischen" Zuwachs, soll heißen, alte Rassen wiederentdecken, die hier auf unserem Grasland langsam wachsen können bis man sie "vermarktet".
Ob das nun Schafe, Rinder, Ziegen, Hühner oder alles zusammen ist (;-)), ist für uns irrelevant, da wir mit jedem "Viehzeug" zurecht kommen und sie gerne um uns haben...
Sie müssen eben so robust sein, dass sie Offenställe überleben, leichte Geburten haben und grundsätzlich friedfertig sind...und...gut zu vermarkten sind...die eierlegende Wollmilchsau halt...
Nächstes Jahr möchte ich gerne noch mit der Imkerei anfangen, da durch die Bewirtschaftung hier (oder eben die "Nicht-Bewirtschaftung" der vergangenen Jahre) unsere Gras- und Waldflächen ein sehr große Vielfalt an Wildpflanzen birgt, die sich laut unserem örtlichen Imker sehr gut für Bienen eigne...bin gespannt...

Fragen an euch (weil ihr schon länger damit zu tun habt):
Wie sieht der Absatz von "tierfreundlich" erzeugtem Fleisch aus?
Wie kommt man an faire Schlachter (nicht nur finanziell fair, sondern, dass die Tiere mit möglichst wenig Stress und ohne lange Transportzeiten geschlachtet werden)?
Welche Tiere eignen sich am besten (Kühe, Schweine, Ziegen, Schafe) unter dem Aspekt der Absatzmöglichkeiten?

Gibt noch einige weitere Fragen, aber ich kann die gar nicht alle in einen Text bringen, sonst verfranse ich mich:-)

Wenn ich mir den Text oben selber durchlese, finde ich ihn ziemlich krude, aber ich schreibe die Texte hier immer innerhalb von ein paar Minuten, weil ich dann wieder "runter" muss, um die Tiere kümmern oder sonstigen Kram. Gehe meistens nur für einen Kaffee an den Computer;-)

Also nicht irritiert sein, wenn ich ab und zu Dinge doppelt schreibe...sind nur Flüchtigkeitsfehler...

Bin gespannt was kommt;-)

LG Chriss
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Beitrag#8von Claudia » Montag 26. August 2013, 14:38

ich kenne deine ecke noch ein bisschen von früher, ihr seid ja sehr dicht an dichter besiedelung und sowieso schon dichter besiedelt, von daher dürftest du keine absatzprobleme haben, egal mit welchem fleisch.
ich hab gute erfahrung mit direktvermarktung von ziegenkäse, stutenmilch, ziegen- und schweinefleisch, schaf wird auch viel gefragt, aber da bin ich wie beim schwein noch lange nicht bedarfsdeckend, für die nachfragen. das wird erst nächstes jahr was : )

schlachter musst du schauen, weil es ein eu-zugelassener schlachter sein muss, wenn du es verkaufst, frag einfach einen metzger oder biobetrieb mit fleischvermarktung in deiner nähe welcher schlachter hausschlachtung machen darf (hausschlachtung ist ein irreführendes wort, weil du das tier hinbringen musst).vetamt kann dir da auch weiterhelfen, wird schwierig im grenzgebiet zu anderen kreisen (bei dir borken?)da wissen sie meist nicht bescheid, da hilft nur telefonieren, telefonieren...

wenn du einen gefunden hast hilft nur fragen, vorher fragen wie gewurstet wird (zusatzstoffe) anschauen, mal eins schlachten lassen, wurst probieren,
und je nach tierart vorher kontakt mit dem vetamt aufnehmen und erzählen was du vorhast und wie sie es denn gerne hätten (haltung von schweinen z.b:) verkaufsräume, Kühlungen)
das erspart hinterher ärger ; )
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Beitrag#9von Alex » Montag 26. August 2013, 21:39

Hallo,

wie es bei euch ist, weiß ich nicht, aber bei uns ist Schweinefleisch aus Auslaufhaltung eine Rarität. Schaf bekommt man leichter und Ziege wird hauptsächlich zu Ostern nachgefragt und dann sollen es Babyziegen sein, die ich persönlich ungern schlachte.

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Beitrag#10von Alex » Montag 26. August 2013, 21:41

Ach ja, es gibt noch kleinere Metzgereien mit EU-Zulassung die auch für andere Schlachten, da geht es noch persönlicher zu als in den großen Schlachthöfen.

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Beitrag#11von Christina » Dienstag 27. August 2013, 06:26

Hallo,

bei uns ist die Nachfrage nach unseren Gänsen sehr hoch. Einen Weihnachtsbraten braucht auch heute noch fast jede Familie.
Sie ernähren sich hauptsächlich von Gras, ziehen die Kleinen allein auf, sind sehr robust...
Für die Haltung sind eigentlich nur zwei Dinge zu bedenken: Ein Teich ist schön und sie müssen nachts eingesperrt werden, sonst kommt der Fuchs. Raus gehen sie bei uns morgens allein mit Türöffner, das spart eine Arbeit. Abends beim Einsperren gibt es dann die kleine Extraportion.
Wir werden dieses Jahr eine Gans mehr für den Ganter über Winter halten.

Bei den Enten haben wir jetzt auf Pommern umgestellt, weil auch da eine gute Nachfrage sein wird. Schon die Mixe aus Laufenten und Pommern sind dieses Jahr alle bereits vergeben.

Gruß, Christina
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Beitrag#12von klosterbauer » Dienstag 27. August 2013, 09:00

Ahoi Chriss - und ahoi Herwig

ich red schon gerne offen - das weißt Du auch, Herwig. Nur manchmal ist ein persönlicher Draht nicht verkehrt. Und die Lösungen sind halt individuell. Insofern find ich den persönlichen Kontakt weiterhin wichtig. Und klar: Foren sind auch dazu da, persönliche Kontakte entwickeln zu können. Wär schade, wenn nicht.

Zur schlechten "Aufnahme" der Kühe: Andere Charolais werden auch tragend, also würd ich es mit dem Natursprung versuchen. Da bringt der Bulle die Mädels auch ein wenig in Stimmung und erkennt auch kleinere Anzeichen.

In Sachen "alte Rassen" arbeiten wir hier ja intensiv. Meine Erfahrung ist: Langsam guten Kundenstamm aufbauen, alle modernen Kommunikationswege nutzen, für ein hochwertiges Produkte ist die Kundschaft bereit, faire Preise zu zahlen. Hochwertig heißt bei uns eben bio und regional. Darüber lassen sich auch Zweinutzungshühner - haben wir dieses Jahr probiert und werden es nächstes Jahr professionalisieren - für gute Preise vermarkten.

Wir schlachten seit diesem Jahr gar nicht mehr auf fremden Schlachtstätten, sondern lassen einen mobilen Metzger auf den Hof kommen. Klappt super, ist tierschonend, aber arbeitsintensiv und etwas teurer, aber der Preis lässt sich "weiterreichen", wenn man kommuniziert.

Gut nachgefragt wird immer Rind, Hähnchen und wären sicherlich auch Schweine, die sind aber für einen reinen Grünlandbetrieb nur schwierig zu mästen, da fehlt uns der Acker. Lamm ist ein Nischenprodukt mit interessanter Kundschaft - aber am Niederrhein gibts schon einige Großschäfer, wie es da ausschaut mit dem Markt, weiß ich nicht. Wichtig ist das kundenorientierte Angebot - halbe Rinder steckt sich heute kaum noch jemand in den Tiefkühler.

Wenn Ihr tatsächlich in Ziegen einsteigen wollt, dann hab ich für Milchziegen (also Ziegenmilch) noch einen möglichen weiteren Absatzkanal, wenn ihr dies nicht selbst verkäsen wollt. Aber das entwickelt sich gerade erst, da müssten wir tatsächlich telefonieren - tschuldigung Herwig, aber nicht alles ist für die große, weite Internetwelt.

Soweit für jetzt - muss Zaun machen

Bis strackes und bald grüßt

Peter
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