Grüße vom hinterm Deich

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Grüße vom hinterm Deich

Beitrag#1von rudi1970 » Donnerstag 24. Februar 2011, 20:36

Hallo :)

auch ich möchte mich kurz vorstellen. Ich wohne in Ostfriesland und bin letztes Jahr zu ein paar Bronzeputen gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde ;)

Da meine anderen Tiere (Warzenenten, Stockenten, Gänse und 0815-Hühner) alles reine Naturbruten sind, habe ich mit den Puten keinerlei Erfahrung und suche auf diesem Wege Infos, wie ich denen das Brüten "schmackhaft" machen kann. PS.: ich halte nichts vom Zwangsbrüten.

Die Puten sind freilaufend, sehr zutraulich und absolut wetterfest. Sie gehen nur ungern nachts auf Zuruf in den Stall (eigentlich reine Schutzmaßnahme, weil 1 Woche nach Erwerb der Tiere, wurden uns 2 Jungtiere gestohlen. Die mitgeführten Jungtiere vom letzten Jahr (hab leider keinerlei Infos, ob das die eigenen waren) wurden sehr gut "bemuttert".

Wäre für jede Info wirklich dankbar!

Achso nochwas, sie liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieben Katzenfutter ;)

Desweiteren ziehe ich seit ein paar Jahren ca. 100 Fasanenkücken pro Jahr zwecks Auswilderung groß - teile da gerne meine Erfahrungen.

Also, ich zähle auf Euch !

Lg rudi
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Beitrag#2von Tino Gärtner » Donnerstag 24. Februar 2011, 21:09

Hallo Rudi,

HERZLICH WILLKOMMEN hier im

Bild- FORUM!!!

Wir sind ja alle hier, um Erfahrungen auszutauschen, sicher bekommst Du auch passende Puten- Tipps.

Leider bin ich dafür nicht der richtige Ansprechpartner.


Beste Grüße aus Südbrandenburg


Tino
aus dem Naturpark
Niederlausitzer Heidelandschaft


PS: Das Aufziehen von Fasanenkücken um sie dann auszuwildern und gleich danach wieder mittels Schrott in den Himmel zu befördern, findet nicht meine Zustimmung!
Zumal der Jagdfasan keine einheimische Tierart ist, ein Produkt aus mehreren Arten bzw Unterarten, welche nur zu jagdlichen Zwecken in die Natur entlassen werden. Die meisten Gebietspopulationen in Deutschland wären ohne die ständige Zuführung künstlich erbrüteter Tiere wahrscheinlich nicht überlebensfähig.
Sorry, aber das mußte jetzt mal raus! Ist auch nicht als Angriff gegen Dich persönlich gedacht, allerdings habe ich bei diesem Thema (auch berufsbedingt) eine gefestigte Meinung!
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Beitrag#3von rudi1970 » Donnerstag 24. Februar 2011, 21:29

Hi Tino :)

jaaaaaaaaa bei den Fasanen sitze ich auch zwischen zwei Stühlen ;) Mein Mann ist Jäger :D und die Fasanenbabys werden mir auch "liebevoll" mit : hier, neues Kanonenfutter !! übergeben! ;) Ich persönlich betrachte das als extensive Landwirtschaft, schließlich gehts ja nur den Kerlen an den Kragen ;)

Naja und über "einheimisch" läßt sich streiten - Bronzeputen sind ja wohl auch nicht "einheimisch" und diese Hühnerrassen sind meist auch Kreuzungen aus aller Herren Länder bzw. Kontinenten.

Lg rudi
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Beitrag#4von Fredo » Donnerstag 24. Februar 2011, 21:41

Hi,
erstmal ein Herzliches Hallo und Willkommen von mir. Komme auch aus Ostfriesland.


So jetzt Thema Fasan bzw. gezüchteter Jagdfasan. Ich als Jäger kann das nicht ganz so stehen lassen. :-) Also, der ursprünliche Fasan (Colchicus Colchicus kommt aus dem lateinischen weiß nicht genau ob ich es richtig geschrieben habe) ist so gut wie ausgerottet. Deswegen gib es auch diese maßnahmen das hunderte ja sogar tausende Fasane gebrütet und ausgestetzt werden und letzt endlich der Jagd zugeführt werden. Diese maßnahme ist aus Ökologischer sicht nicht ganz vertretbar da eben diese Fasanen ,meist aus fremden Fasanen Rassen bzw. fasanenartigen Rassen hervorgegangen sind... es ist aber heutzutage dank dem zutun der lieben Menschen und auch der lieben Jägerlein nicht mehr machtbar ohne diese maßnahme überhaupt Fasane zu haben. Und die Jagd kann man auch nicht einfach verbieten da stellt sich die komplette Jägerschaft wieder dagegen was dann wieder zu ewigen Streitgesprächen führt die sowieso nicht sehr viel bringen... Das sollte nun keine belehrung sein, sonder nur eine etwas dürftige ergänzung zu dem Text meines vorredners sein.

Guten Abend und gute Nacht noch, wünscht euch: Fredo

P.s. Wenn die Population der Fasane wegfällt stirbt auch wieder ein ganzer Ökologischer zweig in der Natur. Dies macht das erbrüten der Jagdfasane und die somit nachfolgende schonung der ganzen Population durch die entlastung durch die Menge unabdinkbar.
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Beitrag#5von rudi1970 » Donnerstag 24. Februar 2011, 22:11

Hi Fredo :)

ja mit Jagd im Speziellen und im Allgemeinen Tierhaltung - das ist ein weites Feld ! :)

Da ich bekennender "Fleischfresser" bin, geht es mir persönlich darum, meine Tiere so gut, wie möglich zu halten und denen keine Streß zu machen, wenn sie dann im Kochtopf landen.

Lg in die Nachbarschaft

rudi

PS.: bei mir als geborene Stadtpflanze, werden keine Tiere gegessen, die einen Namen haben -- doof, ich weiß, aber ist bei mir so :D
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Beitrag#6von karinenhof » Freitag 25. Februar 2011, 10:07

hallo Rudi,

herzlich willkommen hier bei uns.
Viel Austausch wünscht sich die
Karin vom Karinenhof im Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Beitrag#7von Conny » Samstag 26. Februar 2011, 15:12

Hallo,

herzlich Willkommen Bild.

Was Puten angeht und brüten.

Sie sind da gar nicht wählerisch. Benötigen auch nicht viel Stroh/Heu zum Brüten. Sie suchen sich im Stall einen geeigneten Platz aus, machen eine flache Mulde und legen ihre Eier. Puten sind hervorragende Brüterinnen und führen ihre Küken hingebungsvoll. Im Prinzip kannst du alles beruhigt der Pute überlassen. Puten legen so ca. ab Anfang April.

Putenküken sind sehr anfällig und benötigen einen trockenen und zugfreien Stall. Besonders Bodenfeuchtigkeit/Nässe macht ihnen sehr zu schaffen, daher Stall immer trocken halten. Auch für die Schwarzkopfkrankheit sind sie sehr empfänglich und zugelassenen Medikamente gibt es nicht. Daher sollten Puten nicht mit anderem Geflügel/hier vor allem Hühnern gehalten werden, da Hühner den Erreger mit ihrem Kot auscheiden.

LG
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Beitrag#8von Conny » Samstag 26. Februar 2011, 15:16

Conny hat geschrieben:Hallo,

herzlich Willkommen Bild.

Was Puten angeht und brüten.

Sie sind da gar nicht wählerisch. Benötigen auch nicht viel Stroh/Heu zum Brüten. Sie suchen sich im Stall einen geeigneten Platz aus, machen eine flache Mulde und legen ihre Eier. Puten sind hervorragende Brüterinnen und führen ihre Küken hingebungsvoll. Im Prinzip kannst du alles beruhigt der Pute überlassen. Puten legen so ca. ab Anfang April.

Putenküken sind sehr anfällig und benötigen einen trockenen und zugfreien Stall. Besonders Bodenfeuchtigkeit/Nässe macht ihnen sehr zu schaffen, daher Stall immer trocken halten. Auch für die Schwarzkopfkrankheit sind sie sehr empfänglich und zugelassenen Medikamente gibt es nicht. Daher sollten Puten nicht mit anderem Geflügel/hier vor allem Hühnern gehalten werden, da Hühner den Erreger mit ihrem Kot auscheiden.

Wenn deine Puten kein abgegrenztes, eigenes Areal haben, kann es leicht sein, dass sie ihre Bruteier irgendwo im Gelände, unter einem Busch, in einer Hecke usw., legen. Das wäre nicht so ideal.

LG
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Beitrag#9von rudi1970 » Montag 28. Februar 2011, 10:25

@ all - danke für die nette Begrüßung :)

@ Conny - den Tip mit dem Stall hatte ich schon gelesen, so haben wir das jetzt auch gemacht. Haben 2 Bereiche mit Strohballen etwas abgegrenzt. Trocken ist der Stall.

Aber das mit der Trennung von anderem Geflügel gestaltet sich schwierig, bei mir läuft echt alles durcheinander. Na mal sehen, ich werde das jetzt einfach weiter beobachten und einfach hoffen, dass da nix krankheitsmäßig passiert. Letzten Sommer hat sogar ein Huhn bei den Puten im Stall direkt gebrütet und es ist nix passiert - naja da waren die Kücken auch schon fast ausgewachsen. Danke für die Tipps!! Ihr seid toll !!


Lg Rudi
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